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76. Anke Willers, Journalistin und Autorin Kasia trifft…

    • Personal Journals

"Ich bekomme auch bald einen Lagerkoller hier zu Hause", sagt Anke Willers über die aktuelle Lage. Während der Podcast-Aufzeichnung sitzt die Journalistin und leitende Redakteurin der Familienredaktion bei Gruner + Jahr mit ihren Töchtern und ihrem Mann in München. Aber über eines ist Anke ist froh: dass sie keine Schulkinder mehr hat.
"Geht es dir gut oder hast du Kinder in der Schule?" heißt Anke Willers' Buch, das im vergangenen Jahr bei Heyne erschienen ist. Darin verarbeitet sie ihre Erfahrungen als Mutter zweier Schulkinder. Sie sagt, mit ihren Kindern sei sie selbst zum zweiten Mal eingeschult worden. War das wirklich so schlimm? Ja, denn sie musste damals auch Hilfslehrerin sein, Tutorin und Coach. So würde es von den Eltern oft erwartet, es gebe ein "Wettrüsten in der Elternschaft" und utopische Erwartungshaltungen der Schulen.
Das Lernen könne zwischen Eltern und Kindern sehr viel kaputtmachen, weil sie zu emotional involviert seien. Man komme psychisch und in der Kommunikationsfähigkeit an eine Grenze, aber irgendwann natürlich auch fachlich. "Natürlich sind Eltern auch dafür da, ihren Kindern etwas beizubringen, aber nicht die Vektorrechnung."
Der Konflikt Familie und Berufstätigkeit sei in dieser Zeit enorm gewachsen. Es hieß: "Man darf so lange nebenbei arbeiten, wie die Kinder gut in der Schule sind. Dann heißt es, die Mutter arbeitet zu viel, sie kocht zu wenig, sie guckt zu wenig nach der Handynutzung..." Mit Kasia spricht Anke Willers deshalb auch über Vereinbarung, Gleichberechtigung, utopische Erwartungshaltungen und wie Frauen oft ihre Qualifikationen abgesprochen werden, wenn sie Mutter werden.
Sie überlegt, wie die Ansprüche mit den Generationen zu wachsen scheinen und dass noch immer Vorbilder fehlen: "Für viele gibt es heute nichts anderes als Gymnasium." Es gebe nun eben viele verschiedene Wege und die verliefen nicht immer geradlinig. Deshalb wünscht sie sich Veränderungen im deutschen Schulsystem, auch, was den Föderalismus und die Digitalisierung betrifft.
Das Thema war selten so präsent wie heute, denn für Familien hat sich in den vergangenen Wochen einiges verändert. In dieser Folge geht es deshalb auch um Homeschooling während der Schulschließungen und die Vor- und Nachteile des Homeoffice.

"Ich bekomme auch bald einen Lagerkoller hier zu Hause", sagt Anke Willers über die aktuelle Lage. Während der Podcast-Aufzeichnung sitzt die Journalistin und leitende Redakteurin der Familienredaktion bei Gruner + Jahr mit ihren Töchtern und ihrem Mann in München. Aber über eines ist Anke ist froh: dass sie keine Schulkinder mehr hat.
"Geht es dir gut oder hast du Kinder in der Schule?" heißt Anke Willers' Buch, das im vergangenen Jahr bei Heyne erschienen ist. Darin verarbeitet sie ihre Erfahrungen als Mutter zweier Schulkinder. Sie sagt, mit ihren Kindern sei sie selbst zum zweiten Mal eingeschult worden. War das wirklich so schlimm? Ja, denn sie musste damals auch Hilfslehrerin sein, Tutorin und Coach. So würde es von den Eltern oft erwartet, es gebe ein "Wettrüsten in der Elternschaft" und utopische Erwartungshaltungen der Schulen.
Das Lernen könne zwischen Eltern und Kindern sehr viel kaputtmachen, weil sie zu emotional involviert seien. Man komme psychisch und in der Kommunikationsfähigkeit an eine Grenze, aber irgendwann natürlich auch fachlich. "Natürlich sind Eltern auch dafür da, ihren Kindern etwas beizubringen, aber nicht die Vektorrechnung."
Der Konflikt Familie und Berufstätigkeit sei in dieser Zeit enorm gewachsen. Es hieß: "Man darf so lange nebenbei arbeiten, wie die Kinder gut in der Schule sind. Dann heißt es, die Mutter arbeitet zu viel, sie kocht zu wenig, sie guckt zu wenig nach der Handynutzung..." Mit Kasia spricht Anke Willers deshalb auch über Vereinbarung, Gleichberechtigung, utopische Erwartungshaltungen und wie Frauen oft ihre Qualifikationen abgesprochen werden, wenn sie Mutter werden.
Sie überlegt, wie die Ansprüche mit den Generationen zu wachsen scheinen und dass noch immer Vorbilder fehlen: "Für viele gibt es heute nichts anderes als Gymnasium." Es gebe nun eben viele verschiedene Wege und die verliefen nicht immer geradlinig. Deshalb wünscht sie sich Veränderungen im deutschen Schulsystem, auch, was den Föderalismus und die Digitalisierung betrifft.
Das Thema war selten so präsent wie heute, denn für Familien hat sich in den vergangenen Wochen einiges verändert. In dieser Folge geht es deshalb auch um Homeschooling während der Schulschließungen und die Vor- und Nachteile des Homeoffice.

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