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Wir befragen außergewöhnliche Menschen - so lange, bis sie selbst erklären, dass jetzt “alles gesagt” sei. Ein Gespräch kann also zwölf Minuten oder drei Stunden dauern.

Die Interviewer, ZEITMagazin-Chefredakteur Christoph Amend und ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner, sind auf alles vorbereitet - und haben hunderte Fragen und meistens auch ein paar Spiele für ihren Gast dabei.

Alles gesagt? ZEIT ONLINE

    • Society & Culture
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Wir befragen außergewöhnliche Menschen - so lange, bis sie selbst erklären, dass jetzt “alles gesagt” sei. Ein Gespräch kann also zwölf Minuten oder drei Stunden dauern.

Die Interviewer, ZEITMagazin-Chefredakteur Christoph Amend und ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner, sind auf alles vorbereitet - und haben hunderte Fragen und meistens auch ein paar Spiele für ihren Gast dabei.

    Thomas de Maizière, was ist heute konservativ?

    Thomas de Maizière, was ist heute konservativ?

    Er ist einer der prägenden deutschen Politiker der vergangenen Jahrzehnte, er war Chef des Kanzleramts, Innen- und Verteidigungsminister. Und er ist ein politischer Kronzeuge, der bei allen großen Wendepunkten seit der Wiedervereinigung eine aktive Rolle hatte: Thomas de Maizière, 66, CDU, ist in Bonn geboren, lebt heute in Dresden-Blasewitz – und ist zu Gast bei "Alles Gesagt", dem unendlichen Podcast von ZEIT ONLINE und ZEITmagazin.

    Mit den Gastgebern Christoph Amend und Jochen Wegner unterhält sich de Maizière, der aus einer Hugenottenfamilie kommt, die im 17. Jahrhundert von Frankreich nach Preußen kam, über sein Verhältnis zu Deutschland, und warum er als Wessi manchmal für einen Ossi gehalten wird. Er erzählt, wie es war, am deutsch-deutschen Einigungsvertrag mitzuarbeiten und als Innenminister 2015 im Zentrum der Flüchtlingskrise zu stehen. Er berichtet, wie subtil Angela Merkel ihre Macht demonstrieren kann, warum man es beim Redenschreiben für Richard von Weizsäcker dem Chef nie recht machen konnte, und wie er damit zurechtkam, ein sogenanntes Soldatenkind zu sein: Er ist der Sohn des langjährigen Generalinspekteurs der Bundeswehr, Ulrich de Maizière. Nach 5 Stunden 14 Minuten beendet Thomas de Maizière das Gespräch, denn das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

    • 5 hr 14 min
    Alice Hasters, was sollten weiße Menschen über Rassismus wissen?

    Alice Hasters, was sollten weiße Menschen über Rassismus wissen?

    Seit ihrem von der Kritik gefeierten Buch "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten", ist Alice Hasters die intellektuelle Stimme der jungen Schwarzen in Deutschland. Sie selbst nennt sich Schwarze Frau und schreibt schwarz mit großem S. "Es bezieht sich nicht auf die tatsächliche Farbe meiner Haut", sagt sie. "Es ist meine Selbstbezeichnung, Teil meiner Identität."

    Im Gespräch mit Christoph Amend und Jochen Wegner, den Gastgebern des Podcasts "Alles gesagt?" von ZEIT ONLINE und ZEITmagazin, erzählt Alice Hasters von ihren Alltagserfahrungen mit Rassismus in Deutschland und den USA, erklärt, wie er unsere Gesellschaft bis heute prägt – und was sich ändern muss.

    Alice Hasters ist Journalistin, Autorin, Podcasterin, geboren 1989 in Köln, dort ist sie auch aufgewachsen, sie hat in München an der Journalistenschule studiert, lebt heute in Berlin, arbeitet für den rbb und für die "Tagesschau". Ihre Stimme ist ihren Fans seit Jahren vertraut, denn seit 2016 spricht sie einmal im Monat mit ihrer Freundin, der Schauspielerin Maximiliane Häcke, über alles zwischen Politik und Popkultur – in ihrem gemeinsamen Podcast "Feuer & Brot".

    Ihr Buch hat Alice Hasters in fünf Kapitel aufgeteilt – Alltag, Schule, Körper, Liebe, Familie – und über all das spricht sie auch im Podcast. Und von ihrer Liebe zu Linsensuppe, über Vogueing – und über den Grund, warum sie sich lange wie die Figur Carlton aus der Serie "Der Prinz von Bel-Air" gefühlt hat.

    Nach 6 Stunden und 37 Minuten beendet Alice Hasters das Gespräch. Das darf bei "Alles gesagt?" nämlich nur der Gast.

    Diese Folge wurde am 4. Mai aufgenommen, drei Wochen vor dem gewaltsamen Tod von George Floyd in Minneapolis.

    Etwa alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch. Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Maria Lorenz
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

    Dunja Hayali, hält Streit die Gesellschaft zusammen?

    Dunja Hayali, hält Streit die Gesellschaft zusammen?

    Sie hat das “heute-journal” moderiert, ist Co-Gastgeberin des ZDF-“Morgenmagazins” und des ZDF-“Sportstudios”, und sie hat eine politische Talkshow, die ihren Namen trägt: Dunja Hayali ist eine der bekanntesten Fernsehjournalistinnen des Landes. Bekannt ist sie auch dafür, dass sie vor Konflikten und brenzligen Situationen nicht zurückschreckt, sondern sie immer wieder sucht. Ihre Beiträge von rechten Demonstrationen und Neonazi-Festivals sind Fernsehgeschichte.

    Dabei formuliert sie ihren eigenen Standpunkt klar. “Alltagsrassismus ist manchmal das größere Gift als Anschläge”, sagt sie im Podcast Alles gesagt?. Für ihr politisches Engagement wurde sie mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik ausgezeichnet.

    Weil ihre Talkshow derzeit Sendepause hat, hat Dunja Hayali während der Corona-Krise eine neue, tägliche Sendung erfunden: Jeden Abend spricht sie auf Instagram live mit bekannten und unbekannten Menschen. Eine Folge ist deshalb auch in der siebeneinhalb Stunden dauernden “Alles gesagt?“-Aufzeichnung zu hören – mit der Sängerin Conchita Wurst.

    Dunja Hayali erzählt den Gastgebern Jochen Wegner und Christoph Amend auch von ihrer Familiengeschichte, von Flucht und Folter: Beide Eltern sind in Mossul im Irak aufgewachsen, haben sich aber erst in Wien kennengelernt und sind gemeinsam nach Datteln in Nordrhein-Westfalen gezogen, dort ist Hayali geboren und aufgewachsen.

    Luisa Neubauer, redet noch jemand über das Klima?

    Luisa Neubauer, redet noch jemand über das Klima?

    Es war das große, weltumspannende Thema: die Klimadebatte. Und die Bewegung Fridays for Future demonstrierte auf den Straßen, wie politisch die Jugend von heute ist. An der Spitze in Deutschland: die Hamburger Geografiestudentin Luisa Neubauer.

    Dann kam Corona. Und jetzt? Im unendlichen Podcast "Alles gesagt?" erklärt die 24-Jährige, wie ihre Bewegung jetzt versucht, die Klimadebatte wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen – in Zeiten, in denen Demonstrieren auf der Straße aus gesundheitlichen Gründen verboten ist.

    Luisa Neubauer erzählt den Gastgebern Jochen Wegner, Chefredakteur von ZEIT ONLINE, und Christoph Amend, Chefredakteur des ZEITMagazins, warum ihre Großmutter bis heute ihr großes Vorbild ist, dass bei Fridays for Future Videobesprechungen bis nachts um halb zwei gehen – und von ihrer Freundschaft zu Greta Thunberg, der FFF-Gründerin.

    Diese Folge von "Alles gesagt?" ist die dritte, die in Zeiten von Corona per Videoschaltung zwischen vier Standorten aufgenommen wurde. Und gehört zu den längsten in der mittlerweile zweijährigen Geschichte des Podcasts. Denn erst nach acht Stunden und 34 Minuten beendete Luisa Neubauer das Gespräch – das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

    Etwa alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch. Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Maria Lorenz
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

    Heiko Maas, wie regiert es sich in Zeiten von Corona?

    Heiko Maas, wie regiert es sich in Zeiten von Corona?

    Er ist Mitglied des "kleinen Corona-Kabinetts", das Deutschland derzeit durch die Krise steuert. Im unendlichen Podcast berichtet Außenminister Heiko Maas, wie sich der Alltag eines Politikers verändert hat, dessen Arbeitsbasis vorher das persönliche Gespräch war und dessen Arbeitsbilanz auch in Flugmeilen gemessen wurde. Heute ruft ihn der kanadische Außenminister schon mal an Ostern direkt auf dem Handy an, wenn in Kanada die Wattestäbchen für Corona-Tests ausgehen – unter Umgehung des Protokolls, das in der Diplomatie sonst alles beherrscht.

    Drei Stunden und 26 Minuten sprach Heiko Maas mit ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend und ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner für den potenziell unendlichen Podcast "Alles gesagt?", den nur der Gast selbst beenden kann. Das Gespräch fand nicht, wie sonst üblich, am Wohnzimmertisch von Produzentin Maria Lorenz statt – sondern per Video. Trotzdem gab es für alle österreichisches Essen und Bier. (Die Weißweinflasche hat das Auswärtige Amt im Cateringpaket an Maas entfernt.)

    Heiko Maas heißt mit vollem Namen Heiko Josef Maas. Er ist katholisch aufgewachsen, war Messdiener und in der katholischen Jugend aktiv, hat Jura studiert und sich bei den Jusos engagiert, ist 1989 in die SPD eingetreten und hat dort ziemlich schnell Karriere gemacht, so schnell, dass er 1998 als saarländischer Minister für Umwelt, Energie und Verkehr der jüngste Minister Deutschlands wurde. Von 2013 bis 2018 war er Bundesjustizminister, seit 2018 ist er Bundesaußenminister. Bei drei Wahlen im Saarland hatte er zuvor erfolglos versucht, Ministerpräsident zu werden. Maas ist Radrennfahrer und baut seine Räder selbst zusammen, 2016 wurde er zum "bestangezogenen Mann in Deutschland" gekürt.

    Hier der Inhalt der Folge in Minutenangaben:

    0:06 Das Schlusswort: Alpe d’Huez
    0:08 Was macht ein perfektes Rad aus?
    0:09 Wer ist Heiko Josef Maas?
    0:11 Wie es ist, eine Videokonferenz mit 28 Außenministern zu moderieren
    0:16 "Ich bin das größte lebende Infektionsrisiko des Auswärtigen Amtes"
    0:19 Im Moment gibt es drei Kabinette
    0:22 "Ich kuck mir nicht jede Pressekonferenz an."
    0:24 Wie Deutschland die Coronakrise meistert
    0:30 Wenn der kanadische Außenminister am Ostersonntag auf dem Handy anruft
    0:38 Wie gut managen Demokratien die Krise?
    0:45 Das Für und Wider von Corona-Bonds
    0:49 Wie wird die Welt nach der Krise sein?
    0:56 "Ich habe mich gefühlt als der Chef des noch einzigen offenen Reisebüros in Deutschland"
    1:01 Sind wir bescheuert?
    1:10 Jugendjahre
    1:24 Über Sigmar Gabriel
    1:25 Es gibt Essen
    1:29 Sein Förderer Oscar Lafontaine
    1:42 Das Auswärtige Amt hat den Wein entfernt
    1:45 Das Protokoll ist die eigentliche Macht
    1:51 Das Verhältnis zur US-Regierung
    2:02 Donald Trump
    2:14 "Ich bin kein gutes Vorbild, ernährungspolitisch"
    2:16 Fragen über das Saarland
    2:41 Es ist nicht leicht, ein SPD-Außenminister zu sein
    2:53 Die Aufnahme von Geflüchteten in Zeiten von Corona
    3:04 A oder B oder Weiter
    3:11 Trump oder Putin? "Das ist jetzt aber echt fies!"
    3:12 Was haben Sie damals mit Angelina Jolie besprochen?
    3:14 "Ich habe mehr Referenten als Angelina Jolie"
    3:16 Homeschooling bei Familie Maas
    3:20 Der Außenminister geht heimlich Einkaufen

    Alle weiteren Folgen von Alles gesagt? – Der unendliche Interviewpodcast finden Sie hier. Etwa alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch.

    Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Maria Lorenz
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

    • 3 hr 26 min
    Warum brauchen Menschen jetzt Musik, Igor Levit?

    Warum brauchen Menschen jetzt Musik, Igor Levit?

    Schon vor zehn Jahren wurde er von der "Frankfurter Allgemeinen" als "einer der großen Pianisten des Jahrhunderts" gefeiert, und die Hymnen, die von der Kritik und vom Publikum auf den Pianisten Igor Levit seitdem gesungen werden, sind nur noch euphorischer geworden. Dabei ist er immer noch erst 33 Jahre alt, geboren 1987 im russischen Gorki, 1995 ist er mit seiner Familie nach Hannover gezogen. Heute lebt er in Berlin.

    Als Pianist ist er ein international gefragter Star, auf Twitter ein politischer Aktivist, und eigentlich sollte 2020 sein großes Jahr mit Beethoven-Konzerten in aller Welt werden – zu Ehren des großen Komponisten, den Igor Levit neben Johann Sebastian Bach am meisten bewundert.

    Doch seit Corona ist auch für ihn alles anders. Am 12. März hat Igor Levit deshalb etwas begonnen, was sich mittlerweile zu einer Art musikalischem Lagerfeuer des Landes entwickelt hat: Jeden Abend um 19 Uhr streamt er auf Twitter und Instagram live sein Hauskonzert.

    An einem dieser Tage hat sich Igor Levit per Videostream mit Jochen Wegner und Christoph, den beiden Gastgebern von Alles gesagt?, dem unendlichen Podcast der ZEIT, verabredet, um über alles zu reden, was ihn und die Welt derzeit bewegt. Das Gespräch dauerte fünf Stunden und 27 Minuten – auch als Igor Levit sein abendliches Hauskonzert gab, lief die Aufnahme des Podcasts weiter. Erst danach sagte der Pianist sein Schlusswort und beendete diese Folge. Denn das darf bei Alles gesagt? nur der Gast.

    Hier der Inhalt der Folge in Minutenangaben:

    0:03:03 Die erste Folge von Alles gesagt? per Videoschaltung
    0:04:00 "Ich habe auch schon vorher gekocht"
    0:05:00 "Mein liebstes Gym auf der ganzen Welt"
    0:07:24 "Ich weiß kein Schlusswort"
    0:08:10 Der Podcast wird live gehackt
    0:18:00 "Zugaben sind meine absolute Freiheit"
    0:26:00 Musik in Zeiten von Corona
    0:32:00 "Wir alle haben keine Fluchtorte mehr"
    0:47:00 "Ich habe heute nicht die Sicherheit"
    1:07 "Es ist leichter, auf einem Grünenparteitag zu reden als auf einer Konzertbühne"
    1:27 "Die Sprachdynamik in dieser Republik muss sich ändern"
    1:42 Wie er sich als Student eine Komposition bestellt hat
    2:08 Die Rolle seiner Eltern
    2:18 Wann hat er gemerkt, dass er vom Klavierspielen leben kann?
    2:25 Der AB-Test
    2:33 "Zwischen Beethoven und Bach kann ich mich nicht entscheiden"
    2:35 Und dann spielt der Pianist live im Podcast
    3:05 "Ich störe mich an der Sprache – wie wir über Musik reden"
    3:12 Der Erfolg von Igor Levit auf Spotify – neu für Igor Levit
    3:15 Über seine Freundschaft mit Marina Abramović
    3:31 Über seine Hauskonzerte
    3:53 Über sein Twittern
    4:08 "Wir sind die 88 Prozent – ich lasse mir nicht von den anderen meine Sprache diktieren"
    4:24 "Rassismus ist keine Meinung, Rassismus ist eine Einstellung"
    4:48 Wenn die Chemie unter Musikern nicht stimmt
    4:50 Unser Gast bereitet sich auf sein abendliches Hauskonzert vor
    4:52 Seine Liebe zu Inspektor Clouseau
    4:54 Das erste Hauskonzert bei Alles gesagt?
    5:23 Das Gespräch nach dem Konzert
    5:24 Der Künstler und seine Socken
    5:25 "Ich überspiele gerne meine Müdigkeit"

    Etwa alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch. Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Maria Lorenz
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

    • 5 hr 27 min

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