Business News

Ilon Huang,Rti

Neueste Meldungen aus Wirtschaft und Konjunktur, von Unternehmen und Märkten mit Ilon Huang

  1. 4D AGO

    Foxconn und Mitsubishi Fuso planen Export von Elektrobussen

    Taiwan offen für Teilnahme an globalem LNG-ProgrammUm die Auswirkungen von Störungen auf dem globalen Gasmarkt infolge der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran abzumildern, prüft Taiwan derzeit den Ausbau seiner inländischen LNG-Vorräte sowie den Aufbau strategischer Reserven in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern.Die Teilnahme an einem globalen LNG-Programm hängt laut einem Beamten der nationalen Energiebehörde davon ab, dass die Lieferungen auch im Falle eines Konflikts mit China weiterhin gewährleistet sind.Im Zuge einer stärkeren Diversifizierung der LNG-Importe weg vom Nahen Osten plant Taiwan, den Anteil der Lieferungen aus den USA von derzeit 10 Prozent auf 25 Prozent bis 2029 zu erhöhen und auch die Importe aus Australien auszuweiten. Foxconn und Mitsubishi Fuso planen Export von ElektrobussenFoxconn und Mitsubishi Fuso Truck and Bus planen die Gründung eines Joint Ventures im Verhältnis 50:50, um die Expertise des taiwanischen Konzerns in der Entwicklung von Elektrofahrzeugen mit der Produktionserfahrung von Mitsubishi zu verbinden.Das Gemeinschaftsunternehmen soll sich auf die Entwicklung und Produktion von Elektrobussen für den Export konzentrieren, wobei die Fertigung im Mitsubishi-Werk in Toyama erfolgen soll.Foxconn baut derzeit sein Geschäft im Bereich der Auftragsentwicklung und -produktion von Elektrofahrzeugen als neuen Wachstumstreiber neben der Elektroniksparte aus. Die Kooperation markiert den Schritt des Unternehmens in den globalen Markt dieses Segments und nutzt die bestehende Marktpräsenz von Mitsubishi Fuso in Südostasien und Australien. Umsatz von Nanya Technology steigt stark durch DRAM-KnappheitDer DRAM-Hersteller Nanya Technology Corp (南亞科技) hat bekannt gegeben, dass sein Umsatz im ersten Quartal im Jahresvergleich um 582,91 Prozent auf 49,09 Milliarden NT-Dollar (1,54 Milliarden US-Dollar) gestiegen ist, verglichen mit 7,19 Milliarden NT-Dollar im Vorjahr. Grund dafür ist eine Angebotsknappheit, die zu steigenden Chippreisen geführt hat.Speicherhersteller erhöhen derzeit die Preise für die meisten Chipkategorien und reduzieren gleichzeitig das Angebot an DRAM-Chips für PCs, um sich gegen Risiken durch schwache PC-Nachfrage in diesem Jahr abzusichern.Diese Angebotsverknappung kommt Nanya zugute, da DRAM-Chips zu den Kernprodukten des Unternehmens gehören. Taiwans Inflation steigt moderat – stärkerer Anstieg erwartetDer taiwanische Verbraucherpreisindex (CPI) stieg im März im Jahresvergleich um 1,2 Prozent, wobei für April ein stärkerer Anstieg erwartet wird. Laut der Statistikbehörde DGBAS konnten staatliche Maßnahmen zur Preisstabilisierung die Inflation trotz stark steigender globaler Energiepreise begrenzen.Der durchschnittliche Preis für 95-Oktan-Benzin lag im März bei 30,64 NT-Dollar pro Liter und damit leicht unter dem Vorjahreswert. Obwohl die von OPEC beobachteten Ölpreise zwischen Februar und März um über 70 Prozent stiegen, erhöhten sich die inländischen Kraftstoffpreise nur um 6,49 Prozent.Zusätzlich sorgten stabile Wetterbedingungen für ein größeres Obstangebot, was den CPI im Vergleich zum Vorjahr um 0,61 Prozentpunkte senkte.Für April wird jedoch zunehmender Preisdruck erwartet. Der Benzinpreis stieg bis Ende März auf 33,9 NT-Dollar pro Liter. Selbst bei stabilen Preisen im April entspricht dies einem Anstieg von etwa 10 Prozent gegenüber dem März-Durchschnitt. Auch höhere Treibstoffzuschläge bei Flugtickets dürften die Inflation antreiben.Die Kerninflation lag im März bei 1,94 Prozent und könnte im April etwa 2 Prozent erreichen. Gleichzeitig stiegen die Importpreise um 8,53 Prozent – der höchste Wert seit fast vier Jahren – was sich verzögert auf die Verbraucherpreise auswirken dürfte. Taiwan sichert Ölversorgung trotz Spannungen im Nahen OstenTaiwan hat sich im April rund 8 Millionen Barrel Rohöl aus dem Roten Meer gesichert, was etwa einem Drittel seines monatlichen Bedarfs entspricht. Ziel ist es, Lieferstörungen in der Straße von Hormus zu umgehen und die inländische Versorgung zu stabilisieren.Der Präsident des staatlichen Ölunternehmens CPC, J.Z. Fang (方振仁), erklärte, dass die durch den Iran-Krieg verursachten Störungen Taiwan dazu veranlasst hätten, alternative Beschaffungsstrategien zu entwickeln. Dazu gehört die stärkere Diversifizierung der Bezugsquellen, etwa durch zusätzliche Importe aus Westafrika sowie mögliche Lieferungen aus Südostasien, Australien und den USA.Derzeit importiert CPC kein Öl über die Straße von Hormus. Stattdessen arbeitet das Unternehmen mit Lieferanten aus dem Nahen Osten an alternativen Transportwegen. Diskutiert werden unter anderem Pipeline-Lösungen sowie alternative Häfen, etwa der Transport saudischen Öls zu Terminals am Roten Meer oder von Öl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten über Oman.Zudem befindet sich ein Tanker mit etwa 2 Millionen Barrel Öl im Persischen Golf, kann jedoch aufgrund der Spannungen noch nicht auslaufen. Vier weitere Tanker mit insgesamt 8 Millionen Barrel sollen im April vom Roten Meer aus starten.

  2. APR 7

    Zementunternehmen TCC plant stärkere Expansion in Europa und andere BizNews

    Zementunternehmen TCC plant stärkere Expansion in EuropaDer taiwanische TCC-Konzern plant eine stärkere Expansion in Europa. Das Unternehmen sieht dort wachsende Nachfrage nach Infrastrukturprojekten, CO₂-armem Zement und Energiespeicherlösungen.TCC befindet sich im Wandel vom klassischen Zementhersteller hin zu einem Anbieter nachhaltiger Baustoffe und grüner Energietechnik. Nach einem Verlust von umgerechnet rund 350 Millionen US-Dollar im vergangenen Jahr – unter anderem durch einen Brand in einer Batteriefabrik – setzt der Konzern auf neue Technologien. In Tainan wurde eine Pilotanlage für moderne Batterien eröffnet, die unter anderem Hersteller von elektrischen Fluggeräten beliefern soll.Europa ist bereits der wichtigste Markt für TCC und macht rund ein Drittel des Zementgeschäfts aus. Wachstumstreiber sind vor allem Stadterneuerungsprojekte und klimafreundliche Bauweisen.Auch im Energiesektor baut das Unternehmen seine Präsenz aus – etwa mit Ladestationen für Elektroautos und Energiespeichern, die Strom effizient zwischenspeichern und bei Bedarf bereitstellen. Taiwans PMI fällt im März, bleibt aber im ExpansionsbereichTaiwans Einkaufsmanagerindex ist im März gesunken, bleibt aber weiterhin im Wachstumsbereich. Wie das Wirtschaftsforschungsinstitut CIER mitteilte, fiel der PMI um 3,1 Punkte auf 55,4. Hauptgrund sind die Auswirkungen der Konflikte im Nahen Osten, die zu steigenden Preisen bei petrochemischen Rohstoffen geführt haben.Trotz des Rückgangs profitiert Taiwans Industrie weiterhin von der weltweit starken Nachfrage nach Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz. Während Auftragseingänge und Produktion deutlich nachgaben, verbesserten sich Lieferzeiten und Lagerbestände.Im Dienstleistungssektor zeigt sich hingegen ein stabiler Aufwärtstrend: Der entsprechende Index stieg leicht auf 54,3 und liegt damit bereits den 13. Monat in Folge über der Wachstumsschwelle.Sorgen bereitet jedoch der Blick in die Zukunft. Der Geschäftsausblick für die kommenden sechs Monate hat sich sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor eingetrübt. Experten gehen dennoch davon aus, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts begrenzt bleiben könnten. Taiwan sichert petrochemische Versorgung angesichts des Kriegs im IranDas taiwanische Wirtschaftsministerium koordiniert sich mit großen Petrochemieunternehmen, um trotz der durch den Krieg im Iran verursachten Störungen eine stabile Versorgung mit Kunststoff-Rohstoffen sicherzustellen. Abgeordnete berichteten, dass einige Hersteller und Landwirte unter Engpässen oder steigenden Preisen für Kunststoffmaterialien leiden, was Forderungen nach Maßnahmen gegen Hamsterkäufe und Preismanipulation auslöste. Die Behörden erklärten, dass Exporte gestoppt wurden, um den Inlandsbedarf zu priorisieren.Auch das Gesundheitsministerium überwacht Versorgungsrisiken, da einige medizinische Materialien Preissteigerungen von bis zu 20 % verzeichnet haben und sich internationale Lieferungen verzögern. Formosa Plastics erklärte, die Versorgung sei bis April stabil, könnte sich danach jedoch ändern, und warnte, dass volatile Rohölpreise die Preisfestlegung für nachgelagerte Kunden erschweren. Taiwans Chipdesign-Firmen wollen vom wachsenden Satellitenmarkt profitierenTaiwanische IC-Design-Unternehmen sehen neue Chancen, da der Markt für Satelliten im niedrigen Erdorbit (LEO) in eine Phase schnellen Wachstums eintritt. Auf der Messe „Satellite 2026" in Washington betonten Branchenführer, dass sich LEO-Satelliten von ergänzenden Netzwerken zu kritischer Infrastruktur entwickeln, was die Nachfrage nach fortschrittlichen HF- und Kommunikationschips antreibt.Taiwanische Unternehmen positionieren sich mit unterschiedlichen Strategien, um diesen wachsenden Sektor zu erschließen. Elan und Uniband testen neue HF-Chips für LEO-Satellitenantennen, während Unternehmen wie RichWave und Rafael sich auf satellitengestützte Anwendungen wie WLAN, Fahrzeugempfänger und TV-Upgrades konzentrieren. Taiwans Thunder Tiger präsentiert Technologie auf deutscher DrohnenmesseThunder Tiger präsentiert auf der Xponential Europe in Deutschland seine drohnenbezogenen Technologien ohne chinesische Komponenten, darunter unbemannte Fluggeräte, unbemannte Wasserfahrzeuge, Glasfaser-Übertragungssysteme und KI-gestützte Schwarmsteuerung. Die verteidigungsorientierten Drohneninnovationen stehen dabei im Mittelpunkt der Messe. Die Overkill-FPV-Drohne des Unternehmens, das erste taiwanische Modell auf der US-amerikanischen „Blue UAS Cleared List", verfügt über eine zertifizierte sichere Lieferkette und eine Glasfaserübertragung mit einer Reichweite von 20 km zur Reduzierung elektromagnetischer Störungen.Das Unternehmen stellte außerdem ein KI-System vor, das autonome Aufklärungs- und Angriffsmissionen mit Drohnenschwärmen ermöglicht – eine Fähigkeit, die in der asymmetrischen Kriegsführung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Das Unternehmen plant, die Zusammenarbeit mit dem taiwanischen Verteidigungsministerium und dem NCSIST zu vertiefen, um seine UAVs und USVs weiter zu testen und zu verbessern.

  3. MAR 31

    Meldungen von der TaipeiCycle

    Branchentreffen zum Auftakt der Taipei Cycle 2026Für viele in der Fahrradbranche ist das Pre-Show-Dinner von Velo, Wellgo und Prologo ein fester Termin zum Auftakt der Taipei Cycle. Auch diesmal kamen am vergangenen Dienstag Geschäftspartner, Medien und Freunde der Marken zusam-men, um den Start der Messe zu markieren, Markttrends zu diskutieren und aktuelle Schwerpunkte der Unternehmen kennenzulernen, so die Showdaily, das offizielle Messemagazin der Taipei Cycle. Salvatore Truglio, CEO von Prologo, eröffnete den Abend mit einem Rückblick auf den Wandel des Fahrrads. Über Jahrzehnte sei das Rennrad von traditionellen Elementen geprägt gewesen. Inzwischen verschmelzen jedoch alle Komponenten zu einem integrierten System. Für Prologo habe sich damit auch die Rolle des Sattels verändert: Er sei heute die zentrale Schnittstelle zwischen Fahrer und Fahrrad, wobei Leistung aus dem Zusammenspiel von Mensch und Maschine entstehe. Ann Chen, CEO von Velo, stellte anschließend neue Produkte und Strategien vor. Die Entwicklung konzentriere sich auf Qualität, Nachhaltigkeit und Performance. Gleichzeitig betonte sie die globale Produktionsstruktur des Unternehmens, die eine gleichbleibende Qualität an verschiedenen Standorten sicherstelle. Zu den vorgestellten Innovationen gehörten ein ergonomischer Griff mit Vibrationsdämpfung sowie das neue Lenkerband „Abzortek" mit hoher Stoß-absorption. Wie die Showdaily erklärte, präsentierte Velo im Bereich Nachhaltigkeit das „Switch Rail"-System, das das Recycling von Sätteln erleichtert. Zudem wurde ein Konzept mit integriertem AirTag-Fach unter dem Sattel vorgestellt. Velo-Präsidentin Stella Yu deutete weitere Entwicklungen an, blieb jedoch bewusst vage, wie die Showdaily erklärte. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Wellgo, Velo und Prologo unterstrich sie den kollaborativen Charakter des Abends.  Zwischen Stabilisierung und Wandel: Die Fahrradbranche vor der nächsten PhaseAm Vorabend der Taipei Cycle 2026 versammelten sich Branchenvertreter zu einem Seminar, das als Realitätscheck für die aktuelle Lage der Fahrradindustrie diente. Die Veranstaltung, organisiert von Taipei Cycle gemeinsam mit der Medienagentur Shift Active, brachte Führungskräfte, Medien und Delegierte zusammen, um die zentrale Frage zu diskutieren: Wie geht es nach mehreren turbulenten Jahren weiter?Simon Wang, Präsident und CEO von TAITRA, beschrieb eine Branche im Wandel. Nach Phasen außergewöhnlicher Nachfrage, Lieferkettenproblemen und Markt-anpassungen gehe es nun nicht mehr nur um Erholung, sondern um globale Weiterentwicklung. Lieferketten würden widerstandsfähiger gestaltet, und Nachhaltigkeit sei inzwischen eine grundlegende Erwartung. Auch Robert Wu, Vorsitzender der Taiwan Bicycle Association, unterstrich die Bedeutung dieses Themas. Nachhaltigkeit sei nicht länger ein Zusatz, sondern werde zum festen Bestandteil der Geschäftslogik der Branche. Doug Baker, Chief Strategy Officer von Shift Active Media, verlagerte den Fokus auf datenbasierte Entscheidungsfindung. Anhand von Umfragen, Konsumentenanalysen und Suchtrends zeigte er, dass künftige Entscheidungen weniger auf Intuition, sondern stärker auf fundierten Daten beruhen werden. Die präsentierten Ergebnisse deuten auf eine Stabilisierung des Marktes hin. Viele Unternehmen erwarten eine konstante Entwicklung mit vor-sichtigem Wachstum, auch wenn Herausforderungen wie Zölle und Preisdruck bestehen bleiben. Gleichzeitig bleibt das Interesse der Verbraucher an Segmenten wie Gravel-, Rennrädern und E-Bikes hoch, während Innovation weiterhin Priorität hat. Insgesamt zeichnete das Seminar das Bild einer Branche im Übergang: weg von kurzfristiger Erholung hin zu struktureller Anpassung und nachhaltigem Wachstum. Taipei Cycle 2026 – Eine geschärfte Bühne für die globale Fahrradindustrie Während die Fahrradindustrie nach stabileren Perspektiven sucht, positionierte sich die Taipei Cycle 2026 neu als Plattform für schnelle Entscheidungen statt bloßer Entdeckungen. Im Fokus standen Transparenz in der Lieferkette, überprüfbare Nach-haltigkeit und praxisnahe Validierung. Mit rund 900 Ausstellern rückte 2026 das Leitthema „Cycling to Wellness" in den Mittelpunkt. Ergänzt wurde es durch vier strategische Säulen: Lieferkette, Nachhaltigkeit, Innovation und Fahrradkultur. Sechs Ausstellungsbereiche deckten die gesamte Branche ab – von Komplettfahrrädern und E-Antrieben bis zu Zubehör und Bekleidung. Vier Themenpavillons, darunter E-Cycling & Smart Services und eine neue Zone für Verbundwerkstoffe, setzten zusätzliche Schwerpunkte. Im Vergleich zu früheren Ausgaben entwickelte sich die Messe stärker zu einem Problemlösungszentrum in einer postpandemischen Handelslandschaft. Sie bündelte die gesamte Wertschöpfungskette und setzte auf strukturierte Programme, um konkrete Geschäftsabschlüsse zu fördern. Ziel war es, aus einem „Ort zum Anschauen" einen „Ort zum Entscheiden" zu machen. Für Einkäufer bot die Messe klare Vorteile: Die gesamte asiatische Lieferkette konnte in einer Reise erschlossen werden, inklusive direkter Produktprüfung, Vergleich von Nachhaltigkeitsnachweisen und Verhandlung von Lieferbedingungen. Das verkürzte Beschaffungszeiten und senkte Kosten. Auch Anbieter profitierten: Sie konnten schneller Vertrieb sichern, internationales Feedback einholen und gemeinsam mit Partnern flexible, zollresistente Strategien entwickeln. Die vertrauensvolle Umgebung förderte risikoärmere Entscheidungen und schnellere Geschäftsabschlüsse. Das Rahmenprogramm spiegelte diesen praxisorientierten Ansatz wider, mit Schwerpunkten auf Branchenwissen, Nachhaltigkeit und Lifestyle. Ziel war insgesamt mehr Dynamik: schnellere Entscheidungen, mehr Pilotprojekte und konkrete Aufträge vor Ort sowie neuer Schwung für eine nachhaltigere Fahrradindustrie.

  4. MAR 24

    Deutsches Wirtschaftsbüro Taipei: Informationsveranstaltungen über Geschäftsmöglichkeiten in Taiwan und andere BizNews

    Deutsches Wirtschaftsbüro Taipei: Informationsveranstaltungen über Geschäftsmöglichkeiten in Taiwan.Das Deutsche Wirtschaftsbüro Taipei lädt in verschiedenen Städten Deutschlands zu Informationsveranstaltungen über Geschäftsmöglichkeiten in Taiwan ein. Im Rahmen verschiedener Veranstaltungsformate der deutschen Industrie- und Handelskammern (IHKs) können Unternehmen individuelle Beratung zu Marktchancen, Partnerschaften, Investitionsmöglichkeiten sowie rechtlichen und steuerlichen Fragen und globalen Diversifizierungsstrategien erhalten. Die Geschäftsführerin des Deutschen Wirtschaftsbüros Taipei, Dr. Eva Langerbeck wird für kostenlose Einzelgespräche zur Verfügung stehen.  Termine & Orte:Berlin: 14.–15. April (Einzelgespräche)Dresden / Chemnitz: 15.–17. April (Außenwirtschaftstag Sachsen)Hannover: 20.–22. April (Hannover Messe)Berlin: 22.–24. April (Joint Business Council)Neu-Ulm: 24.–25. April (Deutsch-Taiwanischer Wirtschaftsausschuss) SEMI: Keine Chip-Lieferengpässe durch Nahostkrieg Taiwans Halbleitersektor rechnet derzeit nicht mit unmittelbaren Lieferunterbrechungen infolge des Konflikts im Nahen Osten. Allerdings stellen steigende Materialkosten — insbesondere bei Helium — eine Herausforderung dar. Die Stilllegung von LNG- und Heliumanlagen in Katar hat die Preise nach oben getrieben, doch Taiwans diversifizierte Beschaffung und verstärktes Recycling tragen dazu bei, die Versorgung stabil zu halten. SEMI Taiwan erklärt, dass die Chiphersteller seit der Pandemie widerstandsfähiger geworden sind. Selbst wenn sich die Spannungen innerhalb weniger Wochen abschwächen, stehen die Unternehmen weiterhin unter Druck durch höhere Rohstoffkosten sowie langfristige Herausforderungen wie die Sicherung grüner Energie zur Erreichung der RE100-Ziele. Trotz dieser Schwierigkeiten prognostiziert SEMI, dass der weltweite Halbleiterumsatz in diesem Jahr 1 Billion US-Dollar erreichen wird, angetrieben durch die Nachfrage nach KI und stark steigende Speicherpreise. Monatslöhne steigen im Jahresvergleich um 2,9 Prozent — stärkster Anstieg seit 16 JahrenDie durchschnittlichen Monatslöhne in Taiwan verzeichneten im Januar das schnellste Wachstum seit fast 16 Jahren: Die regulären Löhne stiegen um 2,9 % auf 48.819 NT$, während der Medianlohn um 2,61 % auf 39.136 NT$ zunahm. Auch die Beschäftigung wuchs um 82.000 Stellen, hauptsächlich im Dienstleistungssektor und in der Hightech-Industrie. Die höchsten regulären Einkommen wurden im Finanz- und Versicherungssektor erzielt, während das Gastgewerbe und die Lebensmittelbranche hinterherhinkten. Trotz insgesamt stabiler Lage warnten Behörden, dass geopolitische Spannungen und handelspolitische Maßnahmen der USA die wirtschaftlichen und arbeitsmarktbezogenen Aussichten Taiwans beeinflussen könnten. Umsatz des Southern Taiwan Science Park erreicht 2,86 Milliarden NT$Der Southern Taiwan Science Park erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,86 Milliarden NT$, angetrieben durch die weltweit stark steigende Nachfrage nach KI-Technologien und fortschrittlichen Halbleiterprozessen. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von über 34 % und ist das zweite Jahr in Folge mit mehr als 30 %, womit der Park weiterhin vor den Science Parks in Hsinchu und Zentral-Taiwan liegt. Aufgrund der starken industriellen Dynamik wird erwartet, dass die Einnahmen in diesem Jahr die Marke von 3 Milliarden NT$ überschreiten. Beamte in Tainan führen das Wachstum auf ein starkes Halbleiter-Cluster rund um TSMC zurück, unterstützt durch lokal angesiedelte Zulieferer entlang der gesamten Wertschöpfungskette, darunter Material- und Waferhersteller. Der Park beherbergt zudem große Anlagenbauer wie ASML und hat Investitionen von Wistron und AMD angezogen. Die Stadt plant, weiterhin Investitionen anzuziehen und die Integration von KI voranzutreiben. Wirtschaftsministerium: CPC übernimmt 3,3 Milliarden NT$ an Treibstoffkosten angesichts der NahostspannungenDas staatliche Unternehmen CPC Corp hat innerhalb von zwei Wochen Treibstoffkosten in Höhe von 3,3 Milliarden NT$ übernommen, um angesichts der Spannungen im Nahen Osten die Inlandspreise zu stabilisieren. Im Rahmen des taiwanischen Preisstabilisierungsmechanismus übernimmt CPC mindestens 60 % der Kostensteigerungen, während ausgeweitete Steuersenkungen die Abgaben auf Benzin und Diesel reduziert haben. Behörden erklärten, dass die Treibstoffversorgung stabil bleibe, einschließlich der Importe von Flüssiggas (LPG), und dass die Regierung bereit sei, CPC finanziell zu unterstützen, falls die globalen Ölpreise weiterhin schwanken. Die Landwirtschaftsbehörden berichteten zudem, dass Taiwan über Vorräte an Rohstoffen für Düngemittel für sechs bis acht Monate verfügt, die aus Regionen außerhalb des Nahen Ostens bezogen werden, um Risiken zu verringern. Die Versorgung mit Stickstoff, Kalium und Phosphatgestein dürfte bis Ende 2026 gesichert sein, auch wenn höhere Transportkosten zu Preissteigerungen führen könnten.

  5. MAR 17

    Wirtschaft bleibt stark, aber Rund 3.800 Arbeitnehmer in Kurzarbeit und andere BizNews

    Taiwans Raumfahrtbehörde plant Raketen-Forschungszentrum in TainanTaiwans Raumfahrtbehörde plant die Errichtung eines Raketenforschungs- und -entwicklungszentrums in Shalun (Tainan). Der Baubeginn ist für nächstes Jahr vorgesehen, die Fertigstellung bis 2029. Die Einrichtung soll Raketenkomponenten entwickeln, vollständige Trägerraketen montieren und Tests durchführen – ein bedeutender Schritt hin zu einer eigenen Startkapazität.Derzeit ist Taiwan bei Satellitenstarts auf ausländische Unternehmen wie SpaceX angewiesen. Künftig sollen 25 bis 28 Meter lange Raketen entwickelt werden, die bis 2034 Satelliten mit einem Gewicht von 200 Kilogramm transportieren können. Das mit 3,38 Milliarden NT$ ausgestattete Projekt hat bereits das Interesse von mehr als 50 lokalen Unternehmen geweckt. Die Behörde betont zudem, dass das Zentrum nur minimale Umweltauswirkungen haben werde. Rund 3.800 Arbeitnehmer in Kurzarbeit.Rund 3.800 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Taiwan arbeiten derzeit in Kurzarbeit. Mehr als 70 Prozent der betroffenen Unternehmen nennen US-Zölle als wichtigen Grund für die reduzierte Arbeitszeit.Nach Angaben des taiwanischen Arbeitsministeriums meldeten 240 Firmen Kurzarbeit für insgesamt 3.839 Beschäftigte. Die Zahl der Unternehmen ist im Vergleich zum letzten Bericht Anfang März zwar leicht gesunken, die Zahl der betroffenen Beschäftigten ist jedoch um 69 gestiegen.Besonders stark betroffen ist die Industrie. Dort haben 187 Unternehmen mit insgesamt 3.475 Beschäftigten ihre Arbeitszeit reduziert – das entspricht etwa 90 Prozent aller Fälle. Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes trifft es vor allem die Metall- und Elektromechanikbranche. Allein in diesem Bereich sind 149 Firmen und 2.672 Beschäftigte betroffen, viele davon in der Maschinen- und Anlagenproduktion.Laut Arbeitsministerium berichten 184 Unternehmen mit rund 2.800 Beschäftigten, dass US-Zölle ihre Auftragslage verschlechtert haben. Dabei handelt es sich überwiegend um kleine und mittelständische Betriebe.Die Regierung betont jedoch, dass die meisten Firmen ihre Arbeitszeit vor allem wegen sinkender Inlands- und Exportaufträge reduziert haben. Andere internationale Faktoren, etwa der Konflikt im Nahen Osten oder neue US-Handelsuntersuchungen, hätten bisher noch keine direkten Auswirkungen auf die aktuellen Zahlen. Taiwans Wirtschaft bleibt starkTaiwans Wirtschaft könnte auch in diesem Jahr ein stark bleiben. Nach Angaben des Nationalen Entwicklungsrats besteht eine gute Chance, dass der wirtschaftliche Frühindikator weiterhin im sogenannten „roten Bereich“ bleibt, der für eine boomende Konjunktur steht.Der Indikator zeigte bereits zwei Monate in Folge ein rotes Signal. Im Januar stieg der Gesamtwert um einen Punkt auf 39. Hauptgrund für die positive Entwicklung ist vor allem der Technologiesektor, der weiterhin eine wichtige Rolle für Taiwans Wirtschaft spielt. Der Minister des Nationalen Entwicklungsrats Yeh Chun-hsien erklärte vor dem Parlament, dass insbesondere steigende Investitionen großer Cloud-Dienstanbieter die Nachfrage nach taiwanischen Technologieexporten weiter ankurbeln könnten. Dadurch könnten sich auch die Exportzahlen stabil entwickeln. Nach Prognosen der taiwanischen Statistikbehörde könnte die Wirtschaft in diesem Jahr um rund 7,7 Prozent wachsen. Yeh zeigte sich zuversichtlich, dass dieses Ziel unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen erreichbar ist. Gleichzeitig warnen Politiker vor möglichen Risiken, etwa durch neue US-Zölle oder geopolitische Spannungen. Die Regierung führt deshalb bereits Gespräche mit den USA über Handelsfragen. Auch steigende Ölpreise infolge der Konflikte im Nahen Osten könnten die Wirtschaft belasten. Laut Regierung sollen jedoch nationale Mechanismen zur Preisstabilisierung mögliche Auswirkungen abfedern. Preise für Benzin und Diesel bleiben unverändert.Die Preise für Benzin und Diesel in Taiwan bleiben in der kommenden Woche unverändert. Grund dafür ist ein staatlicher Preisstabilisierungsmechanismus, der steigende Energiepreise auf dem Weltmarkt abfedern soll.Der staatliche Raffineriekonzern CPC Corporation teilte mit, dass die Preise an seinen Tankstellen stabil bleiben. Ein Liter Benzin mit 92 Oktan kostet weiterhin 28,90 Taiwan-Dollar, 95 Oktan 30,40 Dollar und 98 Oktan 32,40 Dollar. Premium-Diesel liegt bei 28,10 Dollar pro Liter. Auch der private Anbieter Formosa Petrochemical Corporation will ähnliche Preise anbieten. Hintergrund sind steigende internationale Ölpreise aufgrund des Iran-Krieges. Ohne staatliche Eingriffe hätten die Preise deutlich steigen können. Nach Angaben des Unternehmens wären Benzin und Diesel sonst um umgerechnet bis zu etwa 30 Cent pro Liter teurer geworden. Stattdessen übernimmt der Staat einen Teil der Kosten, um die Treibstoffpreise im regionalen Vergleich niedrig zu halten.Auch bei den Strompreisen setzt die Regierung vorerst auf Stabilität. Anpassungen sollen erst bei der regulären Preisüberprüfung in der zweiten Jahreshälfte geprüft werden.

  6. MAR 3

    King Liu, Gründer der taiwanischen Fahrradmarke Giant, im Alter von 93 Jahren verstorben

    King Liu, Gründer der taiwanischen Fahrradmarke Giant, im Alter von 93 Jahren gestorbenKing Liu (劉金標), Gründer des führenden taiwanischen Fahrradherstellers Giant Group, ist am frühen Montag im Alter von 93 Jahren gestorben, teilte das Unternehmen mit.In einer Erklärung betonte Giant, dass Liu, der das Unternehmen 1972 gründete, nicht nur dessen Gründer, sondern auch ein richtungsweisender Leiter gewesen sei, der die Organisation vorantrieb und gleichzeitig stets auf seine Mitmenschen achtete.„Durch sein starkes Engagement für Qualität und eine klare langfristige Vision führte er das Unternehmen auf die globale Bühne und trug dazu bei, dass die Welt die Stärke und Leistungsfähigkeit der taiwanischen Fahrradindustrie anerkennt“, hieß es in der Mitteilung.Giant erklärte, Liu habe sein Leben den Fahrrädern gewidmet und daran geglaubt, dass sie eine bedeutungsvolle Lebensweise verkörpern.„Er wurde weithin als lebenslanger Verfechter der Fahrradkultur respektiert und blieb eine tief einflussreiche Persönlichkeit für Kollegen, Partner und Radfahrer über Generationen hinweg“, so das Unternehmen.Liu erhielt den Spitznamen „Missionar der Fahrräder“, eine Beschreibung, die laut Giant zu den nachhaltigsten Eindrücken in der Öffentlichkeit von ihm geworden sei. Taiwans Exporte in die USA übertreffen im Dezember die ChinasNeue US-Handelsdaten zeigen, dass Taiwan im Dezember mehr Waren in die Vereinigten Staaten exportierte als China. Taiwans Lieferungen stiegen auf fast 24,7 Milliarden US-Dollar. Auf Jahressicht lag China zwar weiterhin vorn, doch Taiwans jährliche Exporte in die USA schnellten auf über 201 Milliarden US-Dollar hoch – deutlich mehr als im Vorjahr.Veränderte Zollpolitiken unter den jüngsten US-Regierungen haben die Handelsströme neu geordnet, wobei Taiwan von Ausnahmen für Schlüsselprodukte wie Halbleiter profitierte. Ein neues Abkommen, das die allgemeinen Zölle auf taiwanische Waren auf 15 % senkt, dürfte die Exporte weiter ankurbeln – insbesondere angesichts der starken Nachfrage nach KI-bezogenen Produkten. Ökonomen zufolge ist unterdessen nicht mit einer Erholung der chinesischen Exporte in die USA zu rechnen, da die amerikanischen Zölle auf chinesische Waren weiterhin hoch bleiben. Prognose für Taiwans BIP-Wachstum 2026 auf 7,71 % angehobenDie taiwanische Regierung hat ihre BIP-Wachstumsprognose für 2026 deutlich auf 7,71 % angehoben. Treiber sind die starke weltweite Nachfrage nach KI-bezogenen Produkten sowie eine geringere Handelsunsicherheit nach einem neuen Abkommen mit den Vereinigten Staaten. Offizielle Stellen erklärten, dass die Wirtschaft trotz der hohen Vergleichsbasis durch das Wachstum von 8,63 % im Jahr 2025 voraussichtlich ihre starke Dynamik beibehalten werde.Taiwans Statistikamt (DGBAS) prognostiziert zudem kräftige Zuwächse bei Exporten, Importen, privaten Investitionen und dem privaten Konsum, gestützt durch den umfangreichen Ausbau der Halbleiterindustrie und steigende Löhne. Die Inflation soll mit 1,68 % moderat bleiben. Für 2026 wird erwartet, dass Taiwans BIP die Marke von 1 Billion US-Dollar überschreitet, während das Pro-Kopf-BIP auf über 44.000 US-Dollar steigen soll. Foxconn und HCL beginnen Bau einer Chipfabrik im Wert von 13,1 Mrd. NT$ in IndienTaiwans Foxconn und die indische HCL Group haben mit dem Bau einer Halbleiterfabrik im Wert von 13,1 Milliarden NT$ (403 Millionen US-Dollar) in Greater Noida im Bundesstaat Uttar Pradesh begonnen. Das Joint Venture „India Chip Pvt Ltd“ wird als OSAT-Anlage (Outsourced Semiconductor Assembly and Test) betrieben und soll 2028 den Betrieb aufnehmen. Geplant ist die Produktion von Display-Treiber-ICs mit einer Kapazität von 20.000 Wafern pro Monat.Während der Zeremonie betonte Indiens Premierminister Narendra Modi die Bedeutung einer heimischen Chipproduktion für die nationale Eigenständigkeit und verwies auf Verwundbarkeiten, die während der COVID-19-Pandemie deutlich wurden. Das Projekt ist das sechste im Rahmen der India Semiconductor Mission genehmigte Vorhaben und unterstreicht Indiens Bestreben, seine Rolle in der globalen Elektronikfertigung auszubauen.

  7. FEB 24

    Starlux Airlines startet Direktflüge von Taiwan nach Prag und andere BizNews

    Inflation in Taiwan sinkt auf niedrigsten Stand seit fünf JahrenDie Verbraucherpreise in Taiwan sind im Januar nur noch um 0,69 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen – der niedrigste Wert seit fünf Jahren. Das teilte Taiwans Statistikamt (DGBAS) mit. Die Kern-Inflation, ohne Energie sowie Obst und Gemüse, lag bei 1,24 Prozent und damit weiterhin unter der von der Zentralbank gesetzten Warnschwelle von zwei Prozent. Nach Angaben der Behörde ist der moderate Anstieg vor allem auf einen niedrigen Vergleichswert aus dem Vorjahr zurückzuführen, als das Mondneujahrsfest in den Januar fiel. Insgesamt gelten die Preissteigerungen als stabil. Deutlich teurer wurden einzelne Güter: Die Preise für wichtige Konsumwaren stiegen um gut drei Prozent, Eier verteuerten sich sogar um mehr als 18 Prozent. Auch Restaurantpreise legten erneut um über drei Prozent zu, der Anstieg schwächt sich jedoch ab. Die Mieten stiegen erstmals seit zweieinhalb Jahren wieder unter zwei Prozent. Für Februar wird ein etwas höherer Wert erwartet, insgesamt bleibt die Inflation aber gedämpft. Supermicro erhält ersten syndizierten Milliardenkredit in TaiwanDer US-amerikanische KI-Serverhersteller Super Micro Computer, kurz Supermicro, hat in Taiwan erstmals einen syndizierten Kredit in Höhe von 1,77 Milliarden US-Dollar aufgenommen. Das teilte die CTBC Bank mit, die als federführendes Institut fungierte. Insgesamt beteiligten sich 21 in- und ausländische Banken. Die Nachfrage überstieg das Kreditvolumen um fast das 1,8-Fache – ein Zeichen für das hohe Vertrauen der Finanzinstitute in die Geschäftsentwicklung und Profitabilität des Unternehmens. Supermicro zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Hochleistungsrechnern sowie KI- und Edge-Computing-Lösungen, die vor allem in Rechenzentren und für KI-Anwendungen eingesetzt werden. Angesichts der stark wachsenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur stärkt das Unternehmen seine Marktposition weiter. Die Wahl Taiwans als Finanzierungsstandort gilt als Vertrauensbeweis für den lokalen Finanzmarkt. Firmengründer Charles Liang, gebürtig aus Taiwan, wurde von der Bank als „Stolz Taiwans“ gewürdigt. Taiwans Exporte steigen im Januar auf neuen RekordwertTaiwans Exporte sind im Januar im Jahresvergleich um fast 70 Prozent gestiegen und haben mit 65,8 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand erreicht. Damit verzeichnet das Land den 27. Monat in Folge Exportwachstum, teilte das Finanzministerium mit. Auch die Importe legten deutlich zu, sodass ein Handelsüberschuss von knapp 19 Milliarden US-Dollar entstand. Haupttreiber waren erneut Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Hochleistungsrechner und Cloud-Dienste. Besonders stark wuchsen Ausfuhren von IT-, Audio- und Videoprodukten sowie elektronischen Bauteilen, allen voran integrierte Schaltkreise. Aber auch klassische Industrien wie Maschinenbau und Metallverarbeitung profitierten von der hohen Nachfrage. Größter Abnehmer waren die USA, gefolgt von China und Hongkong. Auch Exporte nach Südostasien und Europa erreichten neue Rekordwerte. Das Finanzministerium verweist zudem auf einen niedrigen Vergleichswert im Vorjahr wegen des Mondneujahrsfests. Insgesamt bleibt der Exporttrend klar aufwärtsgerichtet. Foxconn meldet Rekordumsatz im Januar und optimistische QuartalsprognoseDer taiwanische Elektronikkonzern Foxconn, besser bekannt als Foxconn, hat im Januar einen Rekordumsatz erzielt und blickt überraschend optimistisch auf das erste Quartal. Der Umsatz belief sich auf rund 730 Milliarden Taiwan-Dollar, ein Plus von mehr als 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr – der höchste Januarwert in der Unternehmensgeschichte. Zwar lag der Umsatz unter dem Dezemberwert, doch vor allem Lieferungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz sorgten für kräftiges Wachstum. Besonders Cloud- und Netzwerkprodukte profitierten von der starken Nachfrage nach KI-Anwendungen. Auch Komponenten für das Kerngeschäft entwickelten sich positiv. Für das laufende Quartal rechnet Foxconn mit einer besseren Entwicklung als üblich für diese Jahreszeit. Ausschlaggebend sind weiter steigende Auslieferungen von KI-Servern sowie eine unerwartet starke Nachfrage nach Produkten für Endverbraucher. Damit dürfte das erste Quartal die saisonalen Durchschnittswerte der vergangenen fünf Jahre übertreffen. Starlux Airlines startet Direktflüge von Taiwan nach PragDie taiwanische Fluggesellschaft Starlux Airlines nimmt am 1. August erstmals Direktflüge nach Europa auf. Ziel ist Prag, wie der Flughafen der tschechischen Hauptstadt mitteilte. Zunächst sind drei Hin- und Rückflüge pro Woche zwischen Taipeh und Prag geplant – jeweils dienstags, donnerstags und samstags. Ab Oktober soll das Angebot auf vier wöchentliche Verbindungen ausgeweitet werden.Eingesetzt wird ein Airbus A350-900 mit 306 Sitzplätzen in vier Klassen, von der First Class bis zur Economy Class. Der Prager Flughafen rechnet im ersten Betriebsjahr mit mehr als 95.000 Passagieren auf der neuen Strecke.Starlux-Chef Glenn Chai erklärte, Prag sei ein beliebtes Reiseziel für Taiwaner, zudem stärkten wachsende Beziehungen in der Halbleiterindustrie die Nachfrage. Über Taipeh bietet Starlux zudem zahlreiche Anschlussflüge zu Zielen in ganz Asien. China Airlines hatte bereits 2023 Direktflüge nach Prag aufgenommen.

About

Neueste Meldungen aus Wirtschaft und Konjunktur, von Unternehmen und Märkten mit Ilon Huang