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Deutsch lehren – ein spannender Job. Warum unterrichten Lehrer und Lehrerinnen in aller Welt die deutsche Sprache? Wie gestalten sie ihren Unterricht? Was lesen sie selbst gerne, was mögen sie an Deutschland? Lehrer und Lehrerinnen aus Europa, Afrika, Asien, Amerika und dem Nahen und Mittleren Osten erzählen von ihren Erfahrungen und geben den einen oder anderen Tipp.

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Deutsch lehren – ein spannender Job. Warum unterrichten Lehrer und Lehrerinnen in aller Welt die deutsche Sprache? Wie gestalten sie ihren Unterricht? Was lesen sie selbst gerne, was mögen sie an Deutschland? Lehrer und Lehrerinnen aus Europa, Afrika, Asien, Amerika und dem Nahen und Mittleren Osten erzählen von ihren Erfahrungen und geben den einen oder anderen Tipp.

    Nika Ana aus Kroatien

    Nika Ana aus Kroatien

    Deutsch ist ihre Leidenschaft, denn für die Lehrerin ist es eine bildhafte Sprache, die viel Raum für Kreativität bietet. Ihre „Geschichte mit Deutsch“ begann mit deutschen Zeichentrickfilmen.Name: Nika Ana

    Land: Kroatien

    Geburtsjahr: 1986

    Beruf: Deutschlehrerin an einer Grundschule und einem Gymnasium in Zagreb

    Das mag ich an der deutschen Sprache:
    Ihre Bildhaftigkeit. Ein Beispiel: der Handschuh!

    Ich unterrichte Deutsch, weil …
    ich bereits in der Kindheit über Videos mit Zeichentrickfilmen, die mir mein in Deutschland lebender Onkel geschickt hat, von der Sprache begeistert war. So hat die Geschichte mit Deutsch bei mir angefangen!

    Das ist typisch deutsch für mich:
    Die Offenheit der Menschen und die Genauigkeit.

    Meine Lieblingsregion/-stadt in Deutschland:
    Heidelberg, München und Düsseldorf.

    Mein deutsches Lieblingsessen:
    Was ich nie verpasse, wenn ich in Deutschland bin: Maultaschen!

    Mein deutsches Lieblingswort:
    „Leidenschaft“. Das ist auch die deutsche Sprache für mich, eine Leidenschaft.

    Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache:
    Die Artikel, sehr lange Komposita, trennbare Verben, Rektionen der Verben.

    Mein größtes Erfolgserlebnis als Lehrerin:
    Wenn die erworbenen Deutschkenntnisse meinen Schülerinnen und Schülern helfen, im Leben erfolgreich zu sein.

    Meine Erfahrungen mit den Deutschlernangeboten der Deutschen Welle:
    Positiv. Vor allem „Deutschlandlabor“ und die „Langsam gesprochenen Nachrichten“ schätze ich und empfehle sie weiter.

    • 2 min
    Taha aus Ägypten

    Taha aus Ägypten

    Essentiell für den Deutschlehrer sind das Lernen von Vokabeln und die Grammatik – denn schließlich kann ja auch ein Haus nicht ohne Wände gebaut werden. Sein grammatisches Faible sind die Lokalergänzungen. Oh je!Name: Taha

    Land: Ägypten

    Geburtsjahr: 1977

    Beruf: Deutschlehrer an einem staatlichen Gymnasium für Jungen in Kairo

    Das mag ich an der deutschen Sprache:
    Die Lokalergänzungen. Beherrschen die Schüler sie, habe ich meine Arbeit gut gemacht.

    Ich unterrichte Deutsch, weil …
    ich die Sprache, die Menschen und das Land mag.

    Das ist typisch deutsch für mich:
    Höfliche, ordentliche, ernsthafte Menschen, aber auch Sauberkeit und Pünktlichkeit.

    Meine Lieblingsregion/-stadt in Deutschland:
    Berlin, obwohl es eine Großstadt ist. Ich war 2007 zum ersten Mal da und habe sehr gute Erinnerungen an diesen Aufenthalt – vor allem an die Begegnungen mit Deutschen, aber auch mit Arabisch sprechenden Menschen.

    Mein deutsches Lieblingsessen:
    Kartoffelsalat ohne Wurst. Denn uns Moslems ist es verboten, Schweinefleisch zu essen. Dieses Verbot respektiere ich.

    Mein deutsches Lieblingswort:
    „Oh je!“ Es ist ein sehr praktischer Ausruf!

    Mein deutsches Lieblingsbuch:
    Das Buch der 1000 Fragen. Man bekommt wirklich Antworten auf 1000 Fragen, die man etwa zu religiösen, naturwissenschaftlichen oder politischen Themen hat.

    Mein Lektüretipp für den Deutschunterricht:
    Vokabeln zu lernen. Denn die Sprache ist wie ein Haus. Gibt es keine Wände, die Vokabeln, kann das Dach, die Grammatik, nicht draufgesetzt werden.

    Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache:
    Vor allem die Umlaute, weil es die im Arabischen nicht gibt.

    Mein größtes Erfolgserlebnis als Lehrer:
    Wenn ich meinen Kollegen und meinen Schülern etwas erläutere und wir uns verstehen.



    Dieses Interview entstand im Rahmen der Internationalen Deutscholympiade
    2018. Sie wird gemeinsam vom Goethe-Institut mit dem Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband veranstaltet.

    • 5 min
    Olena aus der Ukraine

    Olena aus der Ukraine

    Deutsch ist ihr Hobby und ihr Beruf, an der Sprache schätzt die Lehrerin die klare Struktur. Unvergesslich ist ihr Trier, wo sie sich gerne mal zu einem alkoholfreien Bier einladen lassen würde.Name: Olena

    Land: Ukraine

    Geburtsjahr: 1990

    Beruf: Deutschlehrerin an der Schule Nr. 90 „A.S. Puschkin“ in Odessa

    Das mag ich an der deutschen Sprache:
    Ihre klare Struktur.

    Ich unterrichte Deutsch, weil …
    es mir richtig Spaß macht, mit Kindern zu arbeiten. Und Deutsch ist mein Hobby.

    Das ist typisch deutsch für mich:
    Das Bier. Eigentlich trinke ich selbst keinen Alkohol, weil ich ihn nicht vertrage. Aber zu einem alkoholfreien Bier in Trier würde ich mich gern mal einladen lassen.

    Meine Lieblingsregion/-stadt in Deutschland:
    Trier. Es ist nicht nur eine Universitätsstadt, sondern man trifft dort auch viele Menschen aus vielen Ländern. Ich verbinde unvergessliche Eindrücke mit meinem ersten Aufenthalt dort.

    Mein deutsches Lieblingswort:
    „unvergesslich“. Es ist für mich ein Wort mit positiver Konnotation.

    Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache:
    Adjektivendungen, die Wortfolge im Nebensatz, Verben mit Rektionen.

    Meine Erfahrungen mit den Deutschlernangeboten der Deutschen Welle:
    Ich nutze sehr gern „Das sagt man so“ und das „Deutschlandlabor“, weil ich beide Lernangebote sehr interessant und sehr nützlich finde.

    • 3 min
    Anchal aus Indien

    Anchal aus Indien

    Unterrichten ist ihre Leidenschaft, Deutsch musste es wegen ihrer Faszination für das Land sein. Mit ihrem Lieblingswort schafft sie es immer, ihre Schüler zu motivieren.Name: Anchal

    Land: Indien

    Geburtsjahr: 1986

    Beruf: Deutschlehrerin an einer Schule in Neu Delhi

    Ich unterrichte Deutsch, weil …
    Unterrichten generell meine Leidenschaft ist und Deutschland mich schon immer fasziniert hat.

    Das ist typisch deutsch für mich:
    Pünktlichkeit, das angenehme Wetter – und Käse.

    Meine Lieblingsregion/-stadt in Deutschland:
    Köln. Es ist eine Stadt, die eine perfekte Kombination von Moderne und Ruhe bietet.

    Mein deutsches Lieblingswort:
    „Prima!“ Damit motiviere ich inzwischen auch immer meine Schülerinnen und Schüler.

    Mein Tipp für den Deutschunterricht:
    Ich versuche, mit den Schülerinnen und Schülern so viel wie möglich auf Deutsch zu sprechen.

    Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache:
    Vor allem die Artikel. Wir lernen sie mithilfe unterschiedlicher Farben.

    Mein größtes Erfolgserlebnis als Lehrerin:
    Dass viele meiner Schülerinnen und Schüler, die ich zum Deutschlernen motiviert habe, jetzt in Deutschland leben und arbeiten.

    Meine Erfahrungen mit den Deutschlernangeboten der Deutschen Welle:
    Als Studentin habe ich selbst immer die Videos angeschaut und die Nachrichten gelesen. Mit meinen Schülerinnen und Schülern arbeite ich mit „Das sagt man so“. Die Bedeutung der jeweiligen Redewendungen ist lehrreich für sie.

    • 2 min
    Muso aus Tadschikistan

    Muso aus Tadschikistan

    Ein auf Deutsch verfasstes Buch über die Olympischen Sommerspiele 1980 in Russland sorgte dafür, dass der Lehrer sein Leben von Kindheit an mit der deutschen Sprache verband. Schöne Erinnerungen hat er an Dresden.Name: Muso

    Land: Tadschikistan

    Geburtsjahr: 1975

    Beruf: Deutsch- und Englischlehrer

    Ich unterrichte Deutsch, weil …
    eigentlich alles mit einem Buch über die Olympiade 1980 in Russland begann. Mein Bruder hatte es mit nach Hause gebracht, weil er einen Deutschwettbewerb gewonnen hatte. Ich wollte auch solche Bücher haben. Von da an habe ich mein Leben mit der deutschen Sprache verbunden. 1998 habe ich mein Lehrerdiplom gemacht.

    Meine Lieblingsregion/-stadt in Deutschland:
    Dresden. Es ist eine historische Stadt, und ich verbinde viele schöne Erinnerungen mit ihr. Dort habe ich während meines Masterstudiums zwei Jahre lang gelebt.

    Mein deutsches Lieblingsessen:
    Die Bratwürste!

    Meine Erfahrungen mit den Deutschlernangeboten der Deutschen Welle:
    Man findet auf der Webseite immer etwas Nützliches, das man im Unterricht einsetzen kann. Ich benutze und empfehle die Angebote gern weiter.

    • 2 min
    Chau aus Vietnam

    Chau aus Vietnam

    Deutschland, seine Kultur und seine Sprache sollte man am besten vor Ort kennenlernen: Das ist für die Deutschlehrerin und ihre Schüler essenziell. Denn so können Brücken zwischen Ländern gebaut werden.Name: Chau

    Land: Vietnam

    Geburtsjahr: 1985

    Beruf: Deutschlehrerin am Goethe-Institut

    Das mag ich an der deutschen Sprache:
    Die Grammatik, besonders die Deklination, die Konjugation der Verben und allgemein die Struktur der Sprache.

    Ich unterrichte Deutsch, weil …
    ich nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur liebe.

    Meine Lieblingsregion/-stadt in Deutschland:
    München, weil München einfach München ist! Außerdem war es die erste Stadt meines ersten Aufenthaltes in Deutschland 2008. Ich habe noch viele Freunde dort.

    Mein deutsches Lieblingsessen:
    Brezeln mit Butter.

    Mein deutsches Lieblingssprichwort:
    „Ohne Fleiß kein Preis“. Man braucht nicht nur Intelligenz, um eine Sprache zu lernen, sondern man muss sich auch ein bisschen anstrengen.

    Meine deutschen Lieblingsbücher:
    „Der Vorleser“ und „Der Pianist“. Ich habe viel über die deutsche Geschichte erfahren. Dabei gefallen mir die Bücher besser als deren Verfilmungen.

    Mein Lektüretipp für den Deutschunterricht:
    Natürlich alles, was das Interesse der Deutschlernenden weckt. Auch Programme wie das PASCH-Programm sind sehr hilfreich. Einige meiner Schülerinnen und Schüler waren damit in Deutschland, haben die Kultur, die Sprache kennengelernt. Dadurch haben sie nicht nur selbst ihre Sprachkenntnisse verbessert, sondern waren auch im Unterricht eine große Hilfe, weil sie ihre Erfahrungen weitergeben konnten. Ich sehe sie als Brückenbauer zwischen zwei Ländern.

    Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache:
    Vor allem die Artikel.

    Mein größtes Erfolgserlebnis als Lehrerin:
    Dass ich durch Aktivitäten und Wettbewerbe viele deutschlernende Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Regionen Vietnams kennengelernt habe. Und für mich persönlich: die Möglichkeit, an Fortbildungsprogrammen in Deutschland teilzunehmen und mich mit Kolleginnen und Kollegen im DaF-Bereich austauschen zu können.

    Dieses Interview entstand im Rahmen der Internationalen Deutscholympiade 2018. Sie wird vom Goethe-Institut gemeinsam mit dem Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband veranstaltet.

    • 4 min

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