58 episodes

Wir lieben Filme. Wir lieben aber nicht nur die Geschichten, die uns durch sie erzählt werden. Sondern auch die Geschichten hinter den Filmen. Wie entstehen Filme? Welchen Einfluss haben sie auf uns und auf die Gesellschaft? Wir, Martin und Lucas, erzählen Euch in jeder Folge zwei Geschichten über Filme.

Das Filmmagazin EinfachTon

    • TV & Film

Wir lieben Filme. Wir lieben aber nicht nur die Geschichten, die uns durch sie erzählt werden. Sondern auch die Geschichten hinter den Filmen. Wie entstehen Filme? Welchen Einfluss haben sie auf uns und auf die Gesellschaft? Wir, Martin und Lucas, erzählen Euch in jeder Folge zwei Geschichten über Filme.

    Animals Were Harmed

    Animals Were Harmed

    Sicher ist Euch im Abspann mancher Hollywood-Filme schon der Schriftzug "No Animals Were Harmed" aufgefallen. Ein Label, das von der American Humane Association vergeben wird. Es steht dafür, dass während der Dreharbeiten keine Tiere verletzt oder gar getötet wurden. Doch kann man diesem Siegel wirklich immer zu 100 Prozent vertrauen? Und was ist mit den Filmen, in denen zwar Tiere vorkommen, die das Label aber nicht tragen? Fakt ist: Tiere gehören in vielen Fällen zur "Grundausstattung" eines Films. Wir nehmen sie ganz selbstverständlich wahr, oder eben auch nicht. Das zeigt ungefähr den Stellenwert, den wir ihnen als Lebewesen einräumen. Immer wieder kommt es vor, dass Tiere bei Filmdrehs verletzt oder gar getötet werden. Auch bei Filmen, die freundschaftliche Geschichten zwischen Menschen und (meist einem bestimmten) Tier erzählen. Oft sind es Unfälle, manchmal aber auch bewusste Tötungen. Lucas spricht in dieser Episode vom Umgang mit Tieren im Film. Das bereitet Bauchschmerzen. Wenn Ihr Euch also nicht wohl mit diesem Thema fühlt, dann lasst diese Episode besser aus.

    • 37 min
    Annapurna: Das Hollywoodstudio und seine Milliardärstochter

    Annapurna: Das Hollywoodstudio und seine Milliardärstochter

    Megan Ellison ist reich, sehr reich. Ihr Vater ist der Oracle-Mitgründer Larry Ellison und ist mit einem geschätzten Vermögen von 93 Milliarden US-Dollar einer der reichsten Menschen auf diesem Planeten. Mit seinem Geld baute Megan Ellison 2011 ihr eigenes Filmproduktionsstudio auf. Da war sie 25 Jahre alt. Ihre Liebe für das Hollywood-Kino der 70er-Jahre und ihre ungewöhnlich tiefen Taschen machen Annapurna Pictures zu einer Rarität im turbokapitalistischen Business – zumindest, was die Auswahl der Filme angeht. Statt Fortsetzungen im Blockbuster-Format setzt Ellison vor allem auf sogenannte Autorenfilme. Filme also, die Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen große Freiheiten geben, ihre Vision ohne großen Einfluss von außen umzusetzen. Im Podcast sprechen wir darüber, wie Megan Ellison ihr ungewöhnliches Produktionsstudio gegründet hat und wie die Zukunft von Annapurna aussehen könnte.

    • 30 min
    Drei Regisseurinnen der DEFA

    Drei Regisseurinnen der DEFA

    In der Filmbranche gab und gibt es für Frauen nicht die gleichen Chancen zu partizipieren, wie für Männer. In der Geschichte des deutschen Films werden die wichtigen Einflüsse durch Frauen allzu oft ignoriert oder sind schlicht nicht bekannt. In der DDR war das nicht anders. Im staatlichen Filmproduktionsunternehmen DEFA hatten fast ausschließlich Männer das Sagen. Doch natürlich gab es auch hier viele Regisseurinnen, Dramaturginnen, Schnittmeisterinnen und viele andere, die einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf Filmproduktionen hatten. Doch über sie ist so gut wie gar nichts bekannt. Ein Biografie-Sammelband der DEFA-Stiftung, die das Erbe der DEFA verwaltet, will das ändern und fasst zahlreiche Geschichten von DEFA-Regisseurinnen zusammen. Lucas stellt in dieser Folge einige davon vor.

    • 42 min
    Film-Blurbs und die Kunst der Zitatverfälschung

    Film-Blurbs und die Kunst der Zitatverfälschung

    Sie sind auf Filmplakaten, DVD-Boxen und manchmal auch in Trailern zu sehen: Blurbs! Die Kurzzitate, die unabhängigen Kritiken entnommen werden sind ein geläufiges Mittel von Filmstudios, um ihren neustes Blockbuster zu bewerben. Wenn schließlich Journalist*innen den Film toll fanden, dann muss ja irgendwas dran sein, oder? Sollte man meinen, doch in der Vergangenheit kam es imme wieder vor, dass PR-Abteilungen Schindluder mit Pressestimmen getrieben haben.
    Seien es sinnentstellende Verkürzungen, aus dem Kontext gerissene Halbsätze oder gleich komplette Fälschungen. Die Liste an Verfehlungen ist lang und für Filmkritiker*innen ist es längst Alltag, dass an ihren Aussagen herumgedoktert wird. Das Verhältnis zwischen Presse und Marketing ist jedoch komplexer, als die Schuld einfach nur der Öffentlichkeitsarbeit in die Schuhe zu schieben.
    So gibt es auch Journalist*innen, die auffällig häufig Urheber*innen eines Blurbs sind. Gerade dann, wenn ein Film größtenteils von der Kritik in der Luft zerrissen wird, scheint etwas foul zu sein. Im Podcast besprechen wir ein paar Blurb-Skandale der letzten Jahre und schauen uns die durchaus offene Wahrheitsdefinition Hollywoods genauer an.

    • 35 min
    Gute Werbung für einen Film (nicht) - Hollywood Edition

    Gute Werbung für einen Film (nicht) - Hollywood Edition

    Einen guten Film zu produzieren ist ja schon mal die halbe Miete, wenn man in Hollywood Erfolg haben will. Aber eben auch nur die halbe. Denn auch eine gute Vermarktung ist nicht zu unterschätzen. Wie sollen die Menschen sonst davon erfahren, dass ausgerechnet dieser eine Film aus den Massen an Produktionen, die Jahr für Jahr in die Kinos fluten, hervorsticht? Studios und Agenturen überlegen sich deshalb immer wieder ganz besondere Marketing-Stunts, um die eigenen Filme ins Gespräch zu bringen. Doch läuft dabei immer alles glatt? Sicher nicht. Natürlich gibt es immer wieder herausragende Filmwerbung. So gilt die Kampagne rund um Christopher Nolens Batman-Blockbuster The Dark Knight als Paradebeispiel für funktionierendes Kinomarketing. Damals startete eine weltweite Schnitzeljagd mit kleinsten Hinweisen und Aktionen, an denen die Fans des dunklen Ritters teilnehmen konnten, um die Wartezeit auf den Release zu verkürzen und immer wieder neue "Appetithäppchen", wie Trailer und Poster, zu bekommen. Doch natürlich gibt es auch das genaue Gegenteil davon: Marketing-Kampagnen, die komplett in den Sand gefahren wurden. Sei es durch die Glorifizierung von Gewalt gegen Frauen auf Plakaten für den Film X-Men Apocalypse oder die Sexualisierung von Megan Fox, um den Film Jennifers Body an die komplett falsche Zielgruppe zu vermarkten. In dieser Folge erzählt Lucas von den besten und schlechtesten Werbekampagnen für Hollywoodfilme.

    • 43 min
    1997 - Das Jahr, in dem sich Hollywood mit China anlegte

    1997 - Das Jahr, in dem sich Hollywood mit China anlegte

    1997 erscheinen die Filme Kundun, Sieben Jahre in Tibet und Red Corner, die alles eins gemeinsam haben: China kommt darin nicht besonders gut weg. Sei es wegen der militärischen Invasion Tibets oder aufgrund des autoritären Einparteiensystems. Die Reaktion des Milliardenlandes lässt nicht lange auf sich warten.
    Die betreffenden Filme werden verboten und die drei Produktionsstudios, darunter Walt Disney, werden bis 2002 sämtliche Geschäftsinteressen in China ruhen lassen müssen. Dabei bleibt es aber nicht. Regisseurinnen und Schauspielerinnen landen mutmaßlich auf einer Blacklist. Hollywood-Stars wie Richard Gere berichten bis heute davon, dass Filmprojekte mit ihnen scheitern, wenn chinesische Investoren an Bord sind.
    Schon ein Jahr danach trifft sich Disney-Chef Michael Eisner mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Zhu Rongji in Beijing und bittet um Entschuldigung. Den Film gemacht zu haben, sei ein Fehler gewesen, wird Eisner sagen und versprechen, dass so etwas nie wieder passieren würde. Und tatsächlich lernt Hollywood aus den Ereignissen von 1997. China ist mittlerweile hinter den USA der zweitwichtigste Filmmarkt der Welt und dürfte in den kommenden Jahren auf Platz eins vorrücken.
    Hollywood hat dieses Potenzial längst erkannt und passt sich der Zensur im Land an. In vorauseilendem Gehorsam werden Filme für China umgeschnitten, China-freundliche Inhalte eingebaut und strittige Themen erst gar nicht mehr angesprochen. Im Podcast sprechen wir über die chinesische Filmpolitik und wie anders heute Hollywood im Vergleich zum Jahr 1997 funktioniert.

    • 37 min

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