16 episodes

„Hallo, Herr Becker!“ ist ein neues Podcastformat, jeden Sonntag, um 17:00 Uhr, das Geschichten aus dem Alltag von Lehrer*innen erzählen will, die in irgendeiner Art & Weise kurios, witzig, nachdenklich, anrührend,… sind. Im Lehrer*innenalltag geschehen immer wieder unvorhersehbare Ereignisse: Aussagen von Schülern*innen, Schülerdokumente, Vorkommnisse auf dem Pausenhof, Erzählungen unter Kollegen*innen am Kopierer,… vielfältigste Geschichten, kuriose Momente, witzige Erzählungen, rührende Gesten, die leicht in Vergessenheit geraten, wenn man sie nicht archiviert. Der Schulalltag bietet also weitaus mehr, als die Vermittlung von fachdidaktischem Wissen. In dieser Podcastreihe sollen diese Geschichten aus der Schule erzählt werden.

Wenn auch du eine Story erzählen kannst, die in o.g. Kategorien passt, dann melde dich doch gerne bei mir: halloherrbecker@t-online.de

Hallo, Herr Becker! - Wahrhaftiges zwischen Lehrerpult und Kopierraum Christian Becker

    • Education

„Hallo, Herr Becker!“ ist ein neues Podcastformat, jeden Sonntag, um 17:00 Uhr, das Geschichten aus dem Alltag von Lehrer*innen erzählen will, die in irgendeiner Art & Weise kurios, witzig, nachdenklich, anrührend,… sind. Im Lehrer*innenalltag geschehen immer wieder unvorhersehbare Ereignisse: Aussagen von Schülern*innen, Schülerdokumente, Vorkommnisse auf dem Pausenhof, Erzählungen unter Kollegen*innen am Kopierer,… vielfältigste Geschichten, kuriose Momente, witzige Erzählungen, rührende Gesten, die leicht in Vergessenheit geraten, wenn man sie nicht archiviert. Der Schulalltag bietet also weitaus mehr, als die Vermittlung von fachdidaktischem Wissen. In dieser Podcastreihe sollen diese Geschichten aus der Schule erzählt werden.

Wenn auch du eine Story erzählen kannst, die in o.g. Kategorien passt, dann melde dich doch gerne bei mir: halloherrbecker@t-online.de

    Das abgebrannte Kunstbild

    Das abgebrannte Kunstbild

    Ist das Kunst oder kann das weg? Manchmal fragt man sich das, wenn man im Museum herumwandert oder beispielsweise auf der Kasseler Documenta (der weltgrößten Kunstausstellung) sich die so genannte Kunst anschaut. Manchmal helfen aber auch äußere Umstände nach, dass ein Kunstwerk verschwindet. So auch in dieser Folge. Es geht um eine meiner ersten Vertretungsstunden überhaupt und endete darin, dass die meisten Kinder völlig aufgeregt in die Pause liefen, ein Kind verzweifelt im Klassenraum stand und dieser nach Rauch roch und im Waschbecken ein DIN A 3 Blatt lag, mit einem völlig beschmierten, mit Wasserfarben gemalten Hintergrund. Es ist also viel passiert. Achso, ich stand übrigens schweißgebadet, etwas überfordert und den Tränen leicht nahe neben dem Waschbecken. Emotionen pur. Rückblickend aber kann ich drüber lachen.

    Dann lass uns mal in die heutige Folge starten. Lehn dich zurück, schnapp die einen Kaffee oder Tee, starr an die Wand oder mach die Augen zu, Hauptsache, du hast es gemütlich. Los geht’s

    Motten, Krabbeltiere, eine entzündete Kniescheibe und Oberschenkelzerrungen

    Motten, Krabbeltiere, eine entzündete Kniescheibe und Oberschenkelzerrungen

    Je älter man wird, desto häufiger zwickt und zieht es im Rücken. Am Wochenende durchfeiern klappt auch nicht mehr so gut und es hängt einem noch Tage oder Wochen nach. Die Wehwehchen häufen sich und man hat manchmal das Gefühl man bildet sich mehr Sachen ein, als tatsächlich vorhanden. Bzw., hat man häufiger die Sorge sich was eingefangen zu haben. Dann spricht man häufig von solchen „Hypochonder“. Auch Kinder können eine solche Persönlichkeit entwickeln. Auch wenn die Geschichte heute das ein oder andere Mal zum Lachen einlädt, soll hier nicht über das „Krankheitsbild“ des Hypochonders gelacht werden sondern wenn dann nur um die daraus entstandenen Situationen. Der Schüler, um den es heute geht, konnte selbst drüber lachen. Also lasst uns mal starten mit diversen kleinen und großen Krabbeltieren und, wie es ein Schüler schaffte während einer Klassenfahrt mir einen Satz zu entlocken, den ich bis heute bereue und eine Tierpflegerin etwas verdutzt hinterlässt.

    Der Rechtsanwalt bei der Zeugnisvergabe

    Der Rechtsanwalt bei der Zeugnisvergabe

    Jetzt gerade, wo diese Podcastfolge produziert wird, sind gerade Sommerferien überall in Deutschland. Das heißt, vorausgehend gab es Zeugnisse in den vergangenen Wochen. Das ist in der Schule häufig ein Thema mit viel Potenzial für Diskussionen. So eine Diskussion möchte ich dir heute schildern. Folgende Protagonisten sind in diesem Drama in drei Akten mit dabei: Ich - als Lehrer, Papa XY mit Rechtsanwalt und Sohnemann KL. In dieser Auflistung ist eine Person dabei, die man evtl. erstmal nicht auf dem Schirm hat. Richtig: der Rechtsanwalt nämlich. Und ja, in letzter Zeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass immer häufiger gegen getroffene Entscheidungen Widerspruch eingelegt wurde bzw. es den rechtlichen Schritt der Eltern gab, der zu Rate gezogen wurde. Klar hat jeder das Recht dazu sich Hilfe zu nehmen, wenn er sich falsch behandelt fühlt, aber manche Entscheidungen sind nunmal so, wie sie sind. In diesem Fall ging es um Noten im Zeugnis und daraus folgend, die nicht vorhandene Empfehlung für das Gymnasium und wahrscheinlich auch ein Stück die persönliche Kränkung des Vaters. Heute wird es vielleicht nicht so lustig, wie in den vergangenen Folgen aber dafür trotzdem etwas skurril und für mich als Lehrer ärgerlich.

    Das Mehlmonster zu Weihnachten

    Das Mehlmonster zu Weihnachten

    Auch wenn wir jetzt aktuell Sommer haben, wenn diese Podcastfolge online geht oder ging - je nachdem wann du das jetzt hörst, wird es heute etwas weihnachtlich und winterlich. Jedes Jahr im Dezember wird in den Schulen gebacken, gesungen, gebastelt bis zum Anschlag. Jeden Tag duftest es in den Gängen nach Plätzchen, Waffeln oder angebranntem Rührteig, je nachdem welcher Kollege in der Küche ist. Eine besinnliche Zeit sollte es eigentlich sein, in der man wieder etwas mehr zur Ruhe kommt. Aber machen wir uns alle mal nix vor: Die Vorweihnachtszeit ist nur eines: Chaos und Zeitdruck und auch zugegebenermaßen Stress. Viele Termine, Weihnachtsfeiern, Aktionen,…. Die Liste wäre noch mit mehr Punkten füllbar. Aber, da muss man als Lehrkraft auch mal durch. Gehört halt auch zum Job. In der heutigen Folge berichte ich über meine erste Backsession mit einer Klasse, die trotz sorgfältigster Planung in einem absoluten Mehlchaos endete. Jetzt könntest du vielleicht denken, naja, dass waren die Schüler! Nein, ich selbst habe das Chaos angerichtet und zwar auf dem Weg aus der Küche hin in die Schule. Und ich kann dir schon mal sagen: man kann ne Menge Mehl auf diesem Weg vernichten.

    Mit dir fahre ich nie wieder auf Klassenfahrt!

    Mit dir fahre ich nie wieder auf Klassenfahrt!

    Für einige Lehrer sind es tolle 4 - 5 Tage andere wiederum, sind froh wenn die Zeit endlich vorbei ist und man in Ruhe wieder im eigenen Bett schlafen kann, ohne alle fünf Minuten von einem anderen Kind geweckt zu werden. Bei einer Durschnittsklassenstärke von 24 Kindern wären das in etwa, wenn jedes Kind einmal ankommt (manchmal kommen Sie nachts häufiger oder länger) dann wären das in Summe knapp: 120 Minuten, also zwei Stunden Schlaf die einem Pädagogen fehlen. Das mal, ich sage 4 Klassenfahrtstage sind das schon 480 Minuten, also 8 Stunden. Da kommt eine Menge zusammen. Klassenfahrten - so schön sie auch in der Vergangenheit waren zären aber auch an den Nerven der Betreuer. Kleiner Tipp an Referendare und Junglehrer: Nehmt euch das Wochenende nach der Klassenfahrt nix vor - du bist einfach nur platt. Wenn man aber einen gesunden Schlaf hat, wie ich, dann sind Klassenfahrten aber eigentlich sehr entspannt. Also, für mich. Für meine Kollegin aber leider absolut nicht und nach der letzten Klassenfahrt mir ihr ( es war übrigens auch die Erste) kam dann der Satz, als wir uns morgens am Frühstückstisch gut gelaunt (also ich war gut gelaunt) trafen: „Mit dir fahre ich nie wieder auf Klassenfahrt!“

    Kinder, ist das spannend! Ich hab gleich Pippi in der Hose.

    Kinder, ist das spannend! Ich hab gleich Pippi in der Hose.

    In dieser Podcastfolgenreihe switche ich ja gerne mal zwischen Studium, Referendariat und dem Alltag eine Lehrers an einer Grundschule hin und her. Heute, in dieser Folge, befinden wir uns mal wieder im Referendariat. Und zwar relativ zu Beginn meiner zweijährigen, zweiten Phase der Ausbildung. Ich kann es gar nicht oft genug betonen, weil man häufig etwas Negatives über diese Zeit von anderen hört: Ich hatte ein wirklich tolles Referendariat und, jetzt wirst du wahrscheinlich den Kopf schütteln oder die Stirn runzeln: es waren eine meiner schönsten Jahre, rückblickend. Ich hatte ne Menge Spaß an der Schule, mit den Kids, dem Kollegium, den anderen Referendaren (wenn Sie gerade zuhören, ihr wart super) und auch den Ausbildern. Grüße an dieser Stelle. Jetzt kann ich ja rumschleimen, bringt mir ja nüschts mehr. Natürlich war es auch eine anstrengende Zeit, weil unheimlich viel zu erledigen war, aber ich habe es geschafft und du wirst das auch, wenn du es noch vor dir hast. Besonders schön war zu sehen, wie die Ausbilder zum Teil regelrecht mitfieberten in den Unterrichtsbesuchen und manchmal, so war mein Gefühl, schien es, als seien sie aufgeregter, als ich selbst. Und heute geht es um so eine Stunde. Das erste Semester im Referendariat, ein Unterrichtsbesuch in Mathematik steht an und sagen wir mal so viel vorweg: Die Prüferin vor Ort hätte fast meine Stunde geschmissen, mich in einen Dauerlachkrampf versetzt, die Schüler verdutzt im Sitzkreis sitzengelassen und meine Mentorinnen etwas fraglos in der Ecke.

    Wenn du noch eine kuriose, witzige oder rührende Geschichte hast, dann schreib gerne eine email an halloherrbecker@t-online.de oder kontaktiere mich über die sozialen Medien. Alle Geschichten bleiben anonym und es werden keine Namen genannt. Ich bin sehr gespannt, was du so zu erzählen hast.

Top Podcasts In Education