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Wenn es etwas typisch Eiflerisches gibt, das weitgehend unverwechselbar für eine ganze Region steht, dann sind es die Wässer aus den Dreesen. Über 50 natürliche Sauerbrunnen, Dreese, Mineralquellen gibt es im Landkreis Vulkaneifel. Viele von ihnen bekannt, einige kartographiert und dokumentiert und einige nur wenigen Menschen geläufig. Sie liegen allesamt in der Nähe zu Bachläufen und markieren besondere Orte, die es lohnt, sie aufzusuchen, an ihnen zu verweilen und den unmittelbaren Geschmack der Vulkaneifel zu erfahren. Jedes Kind erinnert sich an den besonderen Geschmack dieser Quellen und sucht ihn andernorts meist vergebens. Mit jedem Schluck scheinen sodann heimatliche Gefühle auf. Zugleich bilden sie Orte einer besonderen Beziehung der Eifeler zur Natur. Ob gefasst oder ungefasst, ob aus Stahlröhrchen fließend oder zu schöpfen aus dem Boden: Hier wird das Wasser auf magische Weise in Szene gesetzt. Und: jeder Drees hat seinen eigenen Klang: Sprudelnd, plätschernd, knisternd, eruptiv, leise und laut. Und doch sind diese Orte in ihrer Vielfalt nur wenigen Menschen vertraut. So mag dieser Podcast Ansporn sein, sich mit dem Becher auf den Weg zu ihnen zu machen und die Vielfalt zu erleben, hören und schmecken.

Klänge der Vulkaneifel | Dreese Institut Denkunternehmung | Dr. Tim Becker

    • Music

Wenn es etwas typisch Eiflerisches gibt, das weitgehend unverwechselbar für eine ganze Region steht, dann sind es die Wässer aus den Dreesen. Über 50 natürliche Sauerbrunnen, Dreese, Mineralquellen gibt es im Landkreis Vulkaneifel. Viele von ihnen bekannt, einige kartographiert und dokumentiert und einige nur wenigen Menschen geläufig. Sie liegen allesamt in der Nähe zu Bachläufen und markieren besondere Orte, die es lohnt, sie aufzusuchen, an ihnen zu verweilen und den unmittelbaren Geschmack der Vulkaneifel zu erfahren. Jedes Kind erinnert sich an den besonderen Geschmack dieser Quellen und sucht ihn andernorts meist vergebens. Mit jedem Schluck scheinen sodann heimatliche Gefühle auf. Zugleich bilden sie Orte einer besonderen Beziehung der Eifeler zur Natur. Ob gefasst oder ungefasst, ob aus Stahlröhrchen fließend oder zu schöpfen aus dem Boden: Hier wird das Wasser auf magische Weise in Szene gesetzt. Und: jeder Drees hat seinen eigenen Klang: Sprudelnd, plätschernd, knisternd, eruptiv, leise und laut. Und doch sind diese Orte in ihrer Vielfalt nur wenigen Menschen vertraut. So mag dieser Podcast Ansporn sein, sich mit dem Becher auf den Weg zu ihnen zu machen und die Vielfalt zu erleben, hören und schmecken.

    So klingt der Darscheider Drees

    So klingt der Darscheider Drees

    Der Darscheider Drees gehört zu den eisenhaltigsten Sauerbrunnen der Vulkaneifel, weshalb sich der Quellstein in einem satten rostbraunen Ton zeigt. Viele Jahre lag er ein wenig abseits der viel befahrenen Bundesstraße von Daun nach Darscheid. Durch die Verlegung der Straße infolge des Baus der Autobahn A1 ist es um ihn herum nun wieder wesentlich stiller geworden.







    50°12’26.29″N 6°52’30.42″E

    • 9 min
    So klingt der Kolverather Drees bei Daun

    So klingt der Kolverather Drees bei Daun

    Auf Wanderkarten war er stets eingezeichnet, dennoch viele Jahre vergessen und nur ortskundigen Menschen zugänglich. Im Birkenhain am Josenbach findet sich der wohl ursprünglichste aller Dreese: nicht eingefasst, nicht durch Wege und Bänke gestaltet. So brodelt aus zwei roten Pfützen in unregelmäßigen Abständen das Wasser der alten Mineralquelle. Der Klang dieser Quelle ist der uverstellteste – wenn nicht im Hintergrund ganz leise das Surren eines Generators des angrenzenden Militärgeländes zu vernehmen wäre.







    50°12’36.67″N 6°49’32.38″E

    • 9 min
    So klingt der Demerather Drees

    So klingt der Demerather Drees

    Am Dreisbach bei Demerath entspringt der Demerather Drees. Der Bach schlängelt sich in einem Bogen um den gefassten Drees, sodass neben dem Plätschern des Sauerbrunnens auch das Rauschen des fließenden Gewässers zu hören ist.















    50°10’1.62″N 6°56’1.01″E

    • 9 min
    So klingt der Steinborner Drees

    So klingt der Steinborner Drees

    Inmitten des Dorfes Steinborn bei Daun entspring ein Drees, dessen Wasser nicht am Quellort selbst, sondern erst einige Meter weiter entfernt in einem Dreesbrunnen entspringt. Den Brunnen ziert eine Glaskuppel, in der das Wasser in kurzen Eruptionen nach oben schießt, um dann aus einem Hahn in einen rostroten Trichter abzufließen.







    50°12’36.62″N 6°47’18.80″E

    • 9 min
    So klingt die Gelenberger Kohlendioxidquelle

    So klingt die Gelenberger Kohlendioxidquelle

    Nach wenigen Metern in den Wald bei Gelenberg zeigt sich eine kleine Quelle, in der es unaufhörlich brodelt. Hier steigt Kohlendioxid in kleinen und großen Bläschen an die Oberfläche des Wassers und erzeugt ein stetiges Blubbern. Die Quelle ist eine Mofette, ein kalter Gasuastritt, die Zeugnis über den noch nicht erloschenen Vulkanismus der Eifel ablegt.







    50°17’33.53″N 6°52’43.13″E

    • 9 min
    So klingt der Rothenbacher Drees

    So klingt der Rothenbacher Drees

    In zwei eisern gefassten Quelltöpfen steigen die Bläschen des Rothenbacher Dreeses auf. Über eine kleine Holzbrücke gelangt man über den Rothenbach zum Sauerbrunnen. Im Hintergund sind ganz entfernt die Motoren auf der Nordschleife des Nürburgrings zu hören.







    50°18’29.57″N 6°53’16.91″E

    • 9 min

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