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Das transatlantische Bündnis steckt in der Krise: America First, raus aus dem Pariser Klimaabkommen, Asien ist wichtiger als Europa. Und Donald Trump steht womöglich vor seiner zweiten Amtszeit als Präsident.

Klaus Brinkbäumer und Rieke Havertz lieben die USA, obwohl sie manchmal an ihnen verzweifeln. Klaus Brinkbäumer war bis 2018 Chefredakteur beim “Spiegel” und berichtet für DIE ZEIT und ZEIT ONLINE aus den USA. Rieke Havertz ist Chefin vom Dienst bei ZEIT ONLINE. Sie reist regelmäßig für Recherchen in die USA.
In diesem Podcast sprechen sie über aktuelle Debatten aus den USA und den Wahlkampf 2020. Aber auch über Burger und Basketball, über das Silicon Valley und den Supreme Court, über Drogen und TV. Denn um US-Politik zu verstehen, muss man die Amerikaner verstehen – mit ihren Leidenschaften, Nöten und Eigenarten.

Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.

OK, America? ZEIT ONLINE

    • Politics
    • 5.0, 9 Ratings

Das transatlantische Bündnis steckt in der Krise: America First, raus aus dem Pariser Klimaabkommen, Asien ist wichtiger als Europa. Und Donald Trump steht womöglich vor seiner zweiten Amtszeit als Präsident.

Klaus Brinkbäumer und Rieke Havertz lieben die USA, obwohl sie manchmal an ihnen verzweifeln. Klaus Brinkbäumer war bis 2018 Chefredakteur beim “Spiegel” und berichtet für DIE ZEIT und ZEIT ONLINE aus den USA. Rieke Havertz ist Chefin vom Dienst bei ZEIT ONLINE. Sie reist regelmäßig für Recherchen in die USA.
In diesem Podcast sprechen sie über aktuelle Debatten aus den USA und den Wahlkampf 2020. Aber auch über Burger und Basketball, über das Silicon Valley und den Supreme Court, über Drogen und TV. Denn um US-Politik zu verstehen, muss man die Amerikaner verstehen – mit ihren Leidenschaften, Nöten und Eigenarten.

Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.

    Die Krise ist Donald Trump

    Die Krise ist Donald Trump

    Es ist natürlich alles nicht seine Schuld. Die Corona-Krise? Damit muss Amerika leben. Die Proteste der Black-Lives-Matter-Bewegung auf den Straßen vieler amerikanischer Städte? Nichts als ein aggressiver linker Mob, der das starke Amerika zerstören will. Und ein von Russland offenbar ausgesetztes Kopfgeld auf US-Soldatinnen und -Soldaten, die in Afghanistan stationiert sind? Das Briefing hat er nie bekommen. So erklärt, verharmlost und rechtfertigt US-Präsident Donald Trump die Krisen seines Landes und die eigenen Affären. Dass die Krise Donald Trump sein könnte, ist für ihn ausgeschlossen.

    Statt versöhnende Worte am Nationalfeiertag zu finden, setzt Trump im Wahlkampf alles auf eine Karte. Und die heißt Angriff. Seiner Basis, die ihm bedingungslos folgt, wird das gefallen. Aber kann er damit auch die Wählerinnen und Wähler noch einmal für sich gewinnen, die unentschlossen sind? Derzeit scheint das fraglich. Die Zustimmung für den Präsidenten sinkt, der Rückhalt in der Republikanischen Partei schwindet und sein Kontrahent Joe Biden zieht in entscheidenden Bundesstaaten in den Umfragen an ihm vorbei.
    Wie sich Trump aus seinem Tief befreien will und welche Chancen er hat, bis zur Wahl am 3. November doch noch mit seiner aggressiven Rhetorik und dem Schüren von Ängsten Erfolg zu haben, diskutieren wir in unserem transatlantischen US-Podcast. Er erscheint alle zwei Wochen donnerstags.

    Sie erreichen uns per Mail an okamerica@zeit.de.

    • 1 hr 14 min
    Der Supreme Court vs. Donald Trump

    Der Supreme Court vs. Donald Trump

    Donald Trump würde die Dreamers gern aus den USA abschieben. Jene Menschen,
    die als Kinder illegal eingewandert sind und Amerika ihr Zuhause nennen.
    Unter Barack Obama wurden sie unter besonderen Schutz gestellt. Diesen Schutz hat der Supreme Court, das oberste Gericht der USA, nun verlängert. Und auch die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender am Arbeitsplatz hat der Supreme Court mit einem Urteil gestärkt.
    Beide Entscheidungen gefallen Trump nicht, denn sie gehen gegen die
    Ansichten seiner konservativen Basis. Und beide Entscheidungen waren
    überraschend, denn von den neun Richterinnen und Richtern gelten fünf
    als eher konservativ.
    Doch ist die Idee des obersten Gerichts nicht eigentlich, eine unabhängige Instanz im auf checks and balances basierten System der USA zu sein? Historisch gesehen ja. Doch seit
    Jahren stehen sich die Parteien immer feindlicher gegenüber und sind
    immer weniger kompromissfähig. Daher muss das Gericht zunehmend über
    soziale und politische Fragen entscheiden, die die Gesellschaft des
    Landes nachhaltig prägen. Die umkämpften Berufungen der Richter Neil
    Gorsuch und Brett Kavanaugh durch Donald Trump sind eine Folge, denn
    jede Partei versucht, das Gericht nach ihren Vorstellungen zu prägen.
    Wie der Supreme Court mit seiner Macht umgeht, welche wegweisenden Urteile
    in der Geschichte des Landes schon gefällt worden sind und warum
    Richterin Ruth Bader Ginsburg zur Ikone des liberalen Amerikas wurde,
    diskutieren wir in unserem transatlantischen US-Podcast. Er erscheint
    alle zwei Wochen donnerstags.
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    • 1 hr 5 min
    Im Krieg gegen die eigenen Bürger

    Im Krieg gegen die eigenen Bürger

    Wut und Enttäuschung, Trauer und Angst: Überall in den USA protestieren die Menschen nach dem Tod von George Floyd in Minneapolis am 25. Mai weiter gegen strukturellen Rassismus und Polizeigewalt. "Defund the Police", fordern sie. Und erste Städte haben angekündigt, ihre Polizei zu reformieren und Budgets zu kürzen, um die Gelder für andere Bereiche ihrer Gemeindearbeit zu nutzen. US-Präsident Donald Trump will hingegen nichts davon wissen, den Strafverfolgungsbehörden die finanziellen Mittel zu kürzen. Er sieht nur "great, great people" in der Truppe. Die Demokraten wiederum haben im Repräsentantenhaus ein Gesetz eingebracht, um die exzessive Gewalt zu stoppen. Der "Defund-the-Police"-Forderung schließen sie sich darin nicht an.

    Aber reichen diese ersten Schritte aus, um eine militärisch aufgerüstete Truppe, die noch dazu eine mächtige Gewerkschaft hinter sich weiß, zu verändern? In unserem transatlantischen Podcast "OK, America?" sprechen wir über die Strukturen, die eine weitgreifende Polizeireform bis jetzt verhindert hat, und was passieren müsste, damit sich nachhaltig etwas verändert.

    Und in Folge 9 sprechen wir noch über ein weiteres Thema: das angespannte transatlantische Verhältnis, nachdem bekannt wurde, dass Donald Trump offenbar amerikanische Truppen aus Deutschland abziehen will.

    Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags.

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    • 1 hr 4 min
    Sonderfolge: Die rassistischen Staaten von Amerika

    Sonderfolge: Die rassistischen Staaten von Amerika

    "I can't breathe, I can't breathe": Heute sind es die letzten Worte von George Floyd und die erschütternden Bilder seines Todes in Minneapolis vom vergangenen Montag, die zu Protesten in mittlerweile mindestens 140 Städten der USA geführt haben. Im Sommer 2014 war es Eric Garner, der die Worte "I can't breathe" immer wieder sagte, als mehrere Polizisten ihm unverhältnismäßig brutal Handschellen anlegten. Auch Eric Garner starb. Der Polizist Daniel Pantaleo wurde nicht belangt.

    George Floyd, Breonna Taylor, Ahmaud Arbery, Eric Garner, Michael Brown, Trayvon Martin: Gewalt gegen Schwarze in den USA hört nicht auf, Rassismus ist das große Trauma dieses Landes.

    Und während überall im Land demonstriert wird und es zu Ausschreitungen und Plünderungen kommt, heizt US-Präsident Donald Trump mit seiner Rhetorik die Stimmung weiter an und lässt Tränengas gegen die Demonstranten einsetzen.

    In unserem transatlantischen Podcast "OK, America?" sprechen wir in einer Sonderfolge über die Stimmung im Land, Polizeigewalt und die Geschichte des Rassismus. Der Podcast erscheint normalerweise alle zwei Wochen donnerstags.

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    • 42 min
    Die polarisierten Staaten von Amerika

    Die polarisierten Staaten von Amerika

    Vereinigt wollen sie sein, doch das sind die USA schon lange nicht mehr. Während mehr als 100.000 Menschen im Land an den Folgen des Coronavirus gestorben sind, wird aggressiv über die Shutdown-Maßnahmen gestritten, politisch und auf der Straße. Doch die politischen und ideologischen Gräben sind nicht erst seit der Corona-Krise derart tief.

    Klimawandel, die Rolle des Staats, Gesundheitsversorgung, Waffenbesitz, das Recht auf Schwangerschaftsabbruch, Religion: In beinahe jedem emotional aufgeladenen Thema gibt es in Amerika nur noch die Entscheidung, auf der einen Seite zu stehen oder auf der anderen. Zwischentöne oder Kompromisse gibt es nicht mehr. Und Präsident Donald Trump schreitet als Chefpolarisierer voran.

    Doch ist Trump Ausdruck der Polarisierung oder Ursache? Er ist beides, aber die Gründe dieses zerrissenen Landes reichen weit zurück. In unserem transatlantischen Podcast OK, America? sprechen wir über die Sklaverei, das Civil Rights Movement, die Reagan-Ära und was wie diese und andere historische Ereignisse das Amerika von heute geprägt haben. Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags.

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    • 1 hr 19 min
    Scheitert Amerika an sich selbst?

    Scheitert Amerika an sich selbst?

    Während US-Präsident Donald Trump über das große wirtschaftliche Comeback des Landes spricht, das aus seiner Sicht kurz bevorsteht, spüren die Menschen davon wenig. Die Arbeitslosigkeit ist im April auf 14,7 Prozent gestiegen, mehr als 23 Millionen Amerikaner suchen einen Job.

    In den Bundesstaaten, in denen die Beschränkungen gelockert werden, sterben im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Bevölkerung überproportional viele Afroamerikaner. Die Schwächsten des Landes trifft dieses Virus besonders hart.

    Rassismus, soziale Ungleichheit, Wut, all das bricht sich in dieser Krise noch mehr Bahn. In Georgia etwa wurde der 25-jährige Afroamerikaner Ahmaud Arbery erschossen, weil er “wie ein Einbrecher aussah”. Er war joggen. Ein Skandal wurde daraus erst Wochen später, als ein Video öffentlich wurde.

    Sind die USA ein “failed state”, wie George Packer in seinem Essay für den Atlantic (Link: https://www.theatlantic.com/magazine/archive/2020/06/underlying-conditions/610261/) geschrieben hat (auf Deutsch hier zu lesen: https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-04/corona-krise-usa-donald-trump-pandemie-ungleichheit)? Darüber sprechen wir unter anderem mit dem Philosoph und Politikwissenschaftler Michael Werz in unserem transatlantischen Podcast "OK, America?". Er erscheint alle zwei Wochen donnerstags.

    • 1 hr 3 min

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