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Pfarrer Josef Albinger im KZ Dachau

Josef Albinger wurde am 20. Dezember 1911 in Ellers (Neuhof) geboren. Nach dem Abschluss seiner Studien am Priesterseminar Fulda und seiner Priesterweihe wirkte er ab 1937 er als Kaplan in Poppenhausen, ab dem 19. März 1940 in Hanau. Nach Kriegsende war er u.a. Domkaplan in Fulda und ab 1950 bis 1982 Pfarrer in Poppenhausen.

Nach einer Hausdurchsuchung durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) bei Kaplan Albinger erfolgte am 8. November 1941 seine Verhaftung. Der Geistliche hatte die regimekritischen Predigten des Bischofs von Münster, Clemens August von Galen, gesammelt und einem Schüler geliehen, der sie in Frankfurt anderen zeigte. Ein Lehrer erstattete daraufhin Anzeige.

Auf Grund eines Schutzhaftbefehls, den die Gestapo eigenständig gegen politisch Missliebige erlassen konnte, hielt man den Kaplan bis Anfang Februar 1942 im Frankfurter Gestapo-Gefängnis fest. Am 5. Februar erfolgte sein Transport ins KZ Dachau.

Der Schutzhaftbefehl lautete:
„Albinger hat durch Verbreitung von Schriften staatsfeindlichen Inhalts den Zusammenhalt der Heimat zu untergraben versucht. Bei Freilassung ist zu befürchten, dass er sein volksschädigendes Verhalten fortsetzen werde, um dadurch den Wehrwillen des deutschen Volkes zu beeinträchtigen.
gez. Heydrich, Berlin und Thorn, Frankfurt.“


-----> Zur weiteren Information:
Sagan, Günter: Pfarrer Josef Albinger im KZ Dachau. BBll. (heimatgeschichtliche Beilage der Fuldaer Zeitung) 1/85, S. 1 ff. (04.01.2012)
Opfermann, Bernhard: Das Bistum Fulda in Dritten Reich. Fulda 1987, S. 36 f.
Schick, Elmar: Stationen der Machtübernahme. Die NSDAP im Fuldaer Land. Fulda 2002, S. 596
-----> Arbeitsaufgaben zum Thema für den Unterricht: www. medienzentrum-fulda.de

Pfarrer Josef Albinger im KZ Dachau (Audio) Medienzentrum Fulda

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Pfarrer Josef Albinger im KZ Dachau

Josef Albinger wurde am 20. Dezember 1911 in Ellers (Neuhof) geboren. Nach dem Abschluss seiner Studien am Priesterseminar Fulda und seiner Priesterweihe wirkte er ab 1937 er als Kaplan in Poppenhausen, ab dem 19. März 1940 in Hanau. Nach Kriegsende war er u.a. Domkaplan in Fulda und ab 1950 bis 1982 Pfarrer in Poppenhausen.

Nach einer Hausdurchsuchung durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) bei Kaplan Albinger erfolgte am 8. November 1941 seine Verhaftung. Der Geistliche hatte die regimekritischen Predigten des Bischofs von Münster, Clemens August von Galen, gesammelt und einem Schüler geliehen, der sie in Frankfurt anderen zeigte. Ein Lehrer erstattete daraufhin Anzeige.

Auf Grund eines Schutzhaftbefehls, den die Gestapo eigenständig gegen politisch Missliebige erlassen konnte, hielt man den Kaplan bis Anfang Februar 1942 im Frankfurter Gestapo-Gefängnis fest. Am 5. Februar erfolgte sein Transport ins KZ Dachau.

Der Schutzhaftbefehl lautete:
„Albinger hat durch Verbreitung von Schriften staatsfeindlichen Inhalts den Zusammenhalt der Heimat zu untergraben versucht. Bei Freilassung ist zu befürchten, dass er sein volksschädigendes Verhalten fortsetzen werde, um dadurch den Wehrwillen des deutschen Volkes zu beeinträchtigen.
gez. Heydrich, Berlin und Thorn, Frankfurt.“


-----> Zur weiteren Information:
Sagan, Günter: Pfarrer Josef Albinger im KZ Dachau. BBll. (heimatgeschichtliche Beilage der Fuldaer Zeitung) 1/85, S. 1 ff. (04.01.2012)
Opfermann, Bernhard: Das Bistum Fulda in Dritten Reich. Fulda 1987, S. 36 f.
Schick, Elmar: Stationen der Machtübernahme. Die NSDAP im Fuldaer Land. Fulda 2002, S. 596
-----> Arbeitsaufgaben zum Thema für den Unterricht: www. medienzentrum-fulda.de

    Albinger im KZ _Gesamtaudio

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    01. Geschichte des Lagers Dachau

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    02. Ankunft im Lager

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    03. Die Aufnahme

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    04. Erster Gang durch das Lager

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    05. Block 26 - Der Pfarrerblock

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