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Das transatlantische Bündnis steckt in der Krise. Donald Trumps Präsidentschaft hat Spuren hinterlassen. Das Coronavirus verheert die USA. Und Demokraten und Republikaner sind zerstritten wie noch nie.

Klaus Brinkbäumer und Rieke Havertz lieben die USA, obwohl sie manchmal an ihnen verzweifeln. Klaus Brinkbäumer ist Programmdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig. Er war Chefredakteur des "Spiegel" und berichtete für DIE ZEIT und ZEIT ONLINE aus den USA. Rieke Havertz ist Usa-Korrespondentin von ZEIT ONLINE. Sie reist regelmäßig für Recherchen in die USA.
In diesem Podcast sprechen sie über aktuelle Debatten aus den USA und den Wahlkampf 2020. Aber auch über Burger und Basketball, über das Silicon Valley und den Supreme Court, über Drogen und TV. Denn um US-Politik zu verstehen, muss man die Amerikaner verstehen – mit ihren Leidenschaften, Nöten und Eigenarten.

Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.

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    • Politics

Das transatlantische Bündnis steckt in der Krise. Donald Trumps Präsidentschaft hat Spuren hinterlassen. Das Coronavirus verheert die USA. Und Demokraten und Republikaner sind zerstritten wie noch nie.

Klaus Brinkbäumer und Rieke Havertz lieben die USA, obwohl sie manchmal an ihnen verzweifeln. Klaus Brinkbäumer ist Programmdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig. Er war Chefredakteur des "Spiegel" und berichtete für DIE ZEIT und ZEIT ONLINE aus den USA. Rieke Havertz ist Usa-Korrespondentin von ZEIT ONLINE. Sie reist regelmäßig für Recherchen in die USA.
In diesem Podcast sprechen sie über aktuelle Debatten aus den USA und den Wahlkampf 2020. Aber auch über Burger und Basketball, über das Silicon Valley und den Supreme Court, über Drogen und TV. Denn um US-Politik zu verstehen, muss man die Amerikaner verstehen – mit ihren Leidenschaften, Nöten und Eigenarten.

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    Amerikas Infrastrukturkatastrophe

    Amerikas Infrastrukturkatastrophe

    Es wird noch lange dauern, bis klar ist, wie viele Menschen in Texas und anderen US-Bundesstaaten den Kälteeinbruch nicht überlebt haben. Aus ländlichen Gebieten gibt es teilweise noch keine verlässlichen Informationen. Klar ist, dass zwischenzeitlich mehr als vier Millionen Menschen ohne Strom waren. Auch die Wasserversorgung brach zusammen, weil Texas nicht vorbereitet war auf einen Wintersturm, der sich angekündigt hatte. Und es wird nicht der letzte sein. Die Folgen des Klimawandels sind überall in den USA spürbar. Die Infrastruktur nicht nur in Texas ist darauf im Land nicht vorbereitet.

    Und die Politiker? Der republikanische Gouverneur Greg Abbott schob die Katastrophe auf Windräder und den Green New Deal der Demokraten. Zwar fielen auch Windräder während der Kälte aus, doch Erdgas und Kohle deckten 82 Prozent des Energiebedarfs von Texas im Winterhalbjahr ab. Senator Ted Cruz, ebenfalls Republikaner, flog mit seiner Familie nach Mexiko. Und kehrte einen Tag später um, nachdem seine Reise zum Skandal geworden war.

    Die katastrophale Infrastruktur des Landes zeigt sich nicht nur in Texas. Überall im Land werden dringend Modernisierungen gebraucht. Präsident Joe Biden hat einen Infrastrukturplan in Höhe von zwei Trillionen Dollar angekündigt. Doch nur ein Bruchteil der Transport- und Wasserinfrastruktur liegt in Bundeshand.

    Ob die Wende für eine klimaschützende Infrastruktur gelingen kann, diskutieren wir im US-Podcast. Und wir sprechen über das Coronavirus, an dessen Folgen mittlerweile mehr als 500.000 Menschen im Land gestorben sind und diskutieren über den New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo, einst Corona-Held, nun in der Kritik. Außerdem ein Rückblick auf die vergangene Folge und den Fall TJ Ducklo. Im "Get-out": der Podcast "Renegades: Born in the USA" und Jon Stewart auf Twitter. Der Podcast erscheint immer donnerstags, die nächste Folge am 11. März.

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    • 1 hr 3 min
    Sprache der Gewalt

    Sprache der Gewalt

    "Ich werde dich zerstören." Das und noch einiges mehr sagte TJ Ducklo zu einer Reporterin von Politico am Telefon. Tara Palmeri sollte über die Beziehung von Ducklo, einem der stellvertretenden Pressesprecher im Weißen Haus, mit einer Journalistin von Axios recherchieren. Als das Gespräch öffentlich wurde, wurde Ducklo, der sich bei Palmeri entschuldigt hatte, zunächst nur für eine Woche suspendiert. Am vergangenen Wochenende trat der 32-Jährige schließlich zurück. An seinem ersten Tag im Weißen Haus hatte Präsident Joe Biden angekündigt, jeden zu entlassen, der andere Menschen herablassend und respektlos behandeln würde.

    Und auch die New York Times hat sich nur schrittweise von einem Reporter getrennt. Donald McNeil Jr. hatte auf einer Schülerreise in Peru das N-Wort zitiert. Die Reise liegt bereits drei Jahre zurück, öffentlich wurde es durch die Berichterstattung des Daily Beast. Eine interne Untersuchung hatte McNeil zunächst nur gerügt, bis ihm nun der Rückzug nahegelegt wurde. Seitdem diskutiert nicht nur die Redaktion der NYT über Rassismus und feindliche Arbeitsatmosphäre.

    Warum beide Fälle relevant sind für die Betrachtung vom Verhältnis Medien und Politik in den USA und in der Debatte um Cancel Culture, diskutieren wir im US-Podcast, einer Coproduktion von ZEIT ONLINE und MDR Aktuell. Und wir sprechen über den Fall Britney Spears, den Kampf um ihre Vormundschaft und die Dokumentation Framing Britney Spears.

    Außerdem bewerten wir den Ausgang des Impeachments gegen Ex-Präsident Donald Trump. Und im Get-out: die Radiosenderempfehlungen WBGO und WQXR und der Auftritt von Britney Spears, Madonna, Christina Aguilera und Missy Elliott 2003 bei den MTV Video Music Awards. Der Podcast erscheint immer donnerstags.

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    • 1 hr 8 min
    Die Trump-Loyalität der Republikaner

    Die Trump-Loyalität der Republikaner

    Donald Trump soll kurz davor gewesen sein, zu schreien, als er die Verteidigung seiner Anwälte im Impeachment-Verfahren gegen ihn am Fernseher in Florida verfolgte. So berichtete es CNN zum Auftakt des Prozesses im US-Senat, bei dem die Anwälte des Ex-Präsidenten tatsächlich keine gute Form zeigten. Bruce Castor hielt einen erratischen Vortrag, ohne juristische Argumente zu präsentieren, warum seinem Klienten nicht der Prozess gemacht werden sollte. Die Demokraten als Ankläger waren auf der anderen Seite besser auf dieses zweite Impeachment gegen Trump vorbereitet. Unter der Führung vom Abgeordneten Jamie Raskin präsentierten die Impeachment-Manager ihren Fall mit juristischen Argumenten, aber auch emotionalen Statements.

    Eine Verurteilung Trumps in diesem historischen zweiten Amtsenthebungsverfahren ist dennoch unwahrscheinlich. Für die nötige Zweidrittelmehrheit müssten 17 Republikaner mit den 50 demokratischen Senatorinnen und Senatoren stimmen. Doch die GOP ist im inneren Konflikt, die Zukunft nach der Präsidentschaft Trumps offen. Sollen sie sich von ihrem Präsidenten lösen oder bleibt dieser auch in den kommenden Jahren eine prägende Figur? Dass diese Frage noch unbeantwortet ist, zeigen auch die Konflikte im Repräsentantenhaus um Liz Cheney und Marjorie Taylor Greene.

    Wie die Zukunft der Republikaner aussehen kann, was vom Impeachment-Verfahren zu erwarten ist und was die Demokraten außer einer juristischen Verurteilung damit gewinnen können, diskutieren wir im US-Podcast, einer Co-Produktion von ZEIT ONLINE und MDR AKTUELL.

    Und im Get-out: Schauspieler Mandy Patinkin und seine Frau Kathryn Grody über Beziehungen im Corona-Lockdown und Edward Hoppers "Nighthawks" im Art Institute in Chicago. Der Podcast erscheint immer donnerstags.

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    • 1 hr 9 min
    Ein neuer Ton im Weißen Haus

    Ein neuer Ton im Weißen Haus

    Eine nationale Corona-Impfstrategie, Hilfspakete in Millionenhöhe, mehr Gleichstellung, mehr Klimawandel, Einwanderungsreformen: US-Präsident Joe Biden hat in seinen ersten zwei Wochen im Amt viel Aktivismus gezeigt. Mit Dutzenden präsidialen Verordnungen, den Executive Orders, hat er Entscheidungen seines Vorgängers im Oval Office, Donald Trumps, rückgängig gemacht.

    Doch allein per Dekret lässt sich nicht regieren. Um Reformen und Gesetze umzusetzen, braucht Biden auch den Kongress. Dort haben die Demokraten in beiden Häusern eine Mehrheit. Dennoch geht es nicht komplett ohne die Republikaner. Doch die könnten im Senat durchaus auch über den Filibuster, eine Dauerrede, zu einer Blockadepolitik in der Opposition zurückkehren.



    Wie viel Macht Joe Biden mit den Mehrheiten im Kongress wirklich hat, welche wichtigen Ziele er jetzt angehen muss und wie sehr das Impeachment-Verfahren gegen Ex-Präsident Donald Trump die Schlagzeilen in den kommenden Wochen bestimmen könnte, diskutieren wir im US-Podcast, einer Koproduktion von ZEIT ONLINE und MDR AKTUELL.

    Und im Get-out: das Hörbuch "Born To Run" von Bruce Springsteen und eine Folge des Podcasts "With Friends Like These" mit der Autorin und Aktivistin Sonya Renee Taylor. Der Podcast erscheint immer donnerstags.

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    • 1 hr 9 min
    Joe Bidens Bürden

    Joe Bidens Bürden

    Nummer 45 ist Geschichte, Nummer 46 hat übernommen: Die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ist beendet, Joe Biden ist am Mittwoch ins Weiße Haus eingezogen. Seine Amtseinführung war in vielen Dingen besonders: Trump nahm nicht an den Feierlichkeiten teil, er verließ die Hauptstadt Washington, D.C., schon Stunden, bevor Biden ins Amt eingeschworen wurde.

    Die Sicherheitsvorkehrungen waren außerdem nach dem Sturm aufs Kapitol zwei Wochen zuvor so hoch wie nie zuvor, es herrschte eine angespannte Stimmung in der Stadt, über der am Abend, als alles ruhig geblieben war, ein Feuerwerk zu Ehren der neuen Regierung gezündet wurde.

    Und dann war es der Tag der Frauen. Kamala Harris wurde als erste Frau und als erste Person of Color als Vizepräsidentin vereidigt. Und die 22-jährige Lyrikerin Amanda Gorman trug ein kraftvolles, schmerzhaftes Gedicht vor, das lange nachklang.

    Wie würdevoll die Amtseinführung war, was von Donald Trump bleibt und was Joe Biden und Kamala Harris in den Monaten im Amt erreichen können, diskutieren wir im US-Podcast, einer Koproduktion von ZEIT ONLINE und dem MDR. Und im Get Out: die Lyrikerin Louise Glück und John Oliver aus lang vergangenen Zeiten. Der Podcast erscheint in dieser Woche am Freitag, sonst immer donnerstags.

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    • 1 hr 10 min
    Wie sicher ist Joe Bidens Amtseinführung?

    Wie sicher ist Joe Bidens Amtseinführung?

    1.400 Polizisten der Capitol Police standen etwa 8.000 Trump-Anhängern gegenüber, bevor das Kapitol gestürmt wurde. Warum war das Gebäude, in dem der Kongress am vergangenen Mittwoch den Wahlsieg von Joe Biden bestätigte, nicht besser gesichert? Steven Sund, der Chef der Capitol Police, sagte der "Washington Post", er habe im Vorfeld vergeblich um Unterstützung bei der Nationalgarde gebeten.

    Die Aufarbeitung des Sturms auf das Kapitol wird die USA noch lange beschäftigen. Kurzfristig geht es in Washington, D. C., jedoch jetzt darum, die Amtseinführung von Joe Biden am 20. Januar sicher zu gestalten. Die Angst vor neuen Ausschreitungen nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in Landeshauptstädten der Bundesstaaten ist groß.

    Politisch wird derweil diskutiert, ob Donald Trump noch seines Amtes enthoben werden sollte. Die Demokraten forcieren ein Impeachment. Das Verfahren im Senat würde aber wohl erst in die Präsidentschaft von Biden fallen – der darum wirbt, im Senat auch Zeit für die Bestätigung seiner Kabinettsmitglieder und für weitere Corona-Hilfen zu schaffen.

    Wie sich Donald Trump in den letzten Tagen seiner Präsidentschaft verhält, was ein zweites Impeachment bedeuten würde und wie angespannt die Stimmung in der Hauptstadt ist, diskutieren wir im US-Podcast. Außerdem beantworten wir weitere Hörerinnenfragen. Und im "Get Out": ein Auszug aus der ersten Predigt von Raphael Warnock seit seinem Sieg bei der Senatswahl in Georgia und die Netflix-Dokumentation "Pretend It's a City". Der Podcast erscheint wöchentlich immer donnerstags.

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    • 1 hr 4 min

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