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Business Class – das Gespräch über die zentralen Themen der digitalen Welt. Alle vier Wochen spricht Tilo Bonow hier mit den Menschen, die unsere digitale Zukunft erschaffen.

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Business Class – das Gespräch über die zentralen Themen der digitalen Welt. Alle vier Wochen spricht Tilo Bonow hier mit den Menschen, die unsere digitale Zukunft erschaffen.

    #38 Waldbranderkennung aus dem All? Thomas Grübler, OroraTech

    #38 Waldbranderkennung aus dem All? Thomas Grübler, OroraTech

    Laut der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Munich Re) verursachen Waldbrände jährlich Schäden von mehreren Milliarden US Dollar. Allein 2018 belief sich der Gesamtschaden auf rund 22 Milliarden. In Österreich verursachte ein einziger Waldbrand eine Schadenssumme von 30 Millionen Euro. Darin verrechnet werden die Kosten für die Löschmaßnahmen, der Holzwert und die Wiederaufforstung.

    Regionen, die besonders von Waldbränden betroffen sind, ist die USA und Australien. Doch auch in Europa werden Waldbrände häufiger und vor allem heftiger. Trockenheit, steigende Temperaturen und extreme Windbedingungen erhöhen das Risiko und wandeln Brände zum Inferno. So wurden 2020 rund 900.000 Hektar Waldfläche in Europa durch Feuer zerstört. Am schlimmsten davon betroffen ist der Südosten und der Süden Europas. Waldbrände werden zudem in Zukunft häufiger auftreten. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) berichtet, dass die Zahl der Waldbrände bis 2050 um bis zu 33 Prozent steigen wird.

    Sie fordern daher die Regierungen auf, eine aktive Rolle einzunehmen und in die Prävention und Vorsorge sowie in daten- und wissenschaftlich basierte Früherkennungssysteme zu investieren. Denn heutige Maßnahmen zur Früherkennung sind nicht nur sehr personen- und ressourcenaufwendig, sondern es vergehen oft mehrere Stunden oder Tage, bis ein Waldbrand entdeckt wird. Für eine bessere Waldbeobachtung benötigt man also ein genaueres und weniger aufwendiges System.

    Unser heutiger Gast Thomas Grübler, CEO & Co-Founder von OroraTech, setzt auf ein satellitenbasiertes Früherkennungssystem, das durch Infrarottechnologie Waldbrände schneller erkennt und sogar vorhersagt. Gemeinsam mit seinen Mitgründern hat er den ersten globalen Informationsdienst für Waldbrände entwickelt, der Risikobewertung, Früherkennung, Echtzeitüberwachung und Schadensanalyse umfasst.

    Kernfrage heute: Frühwarnsystem aus dem All - kann die neue Weltraumbewegung die Bekämpfung des Klimawandels fördern?

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Website: ororatech.com/

    LinkedIn Thomas Grübler: linkedin.com/in/tgrue

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    • 31 min
    #37 Auf ins KI-Ökosystem? Nicole Büttner, Merantix Momentum

    #37 Auf ins KI-Ökosystem? Nicole Büttner, Merantix Momentum

    Kaum eine Technologie polarisiert so sehr, wie die Künstliche Intelligenz: Ihre Befürworter malen sich eine hoffnungsvolle Zukunft aus, in der die Menschen von allen unangenehmen Tätigkeiten befreit sind. Die Kritiker befürchten stattdessen eine Herrschaft der Maschinen, die bestehende Jobs vernichtet und langfristig zu Massenarbeitslosigkeit führt. Zudem ist in vielen Diskussionen gar nicht klar, was genau mit “KI” überhaupt gemeint ist. Etwa ein computergesteuertes Gehirn, dass dem menschlichen Denken überlegen ist? Oder doch nur eine erweiterte Software, die komplexe Probleme zuverlässig lösen kann?

    Nicole Büttner beschäftigt diese Fragen rund um KI schon lange. Als Gründerin und CEO von Merantix Momentum hilft sie anderen Unternehmen, sinnvolle und effektive Einsatzmöglichkeiten für KI zu finden. Darüber hinaus arbeitet sie als Speakerin daran, die polarisierte öffentliche Diskussion zu entschärfen und die Technologie neu zu denken. Statt Schwarz-Weiß-Denkens fordert sie einen zukunftsorientierten Einsatz der Technologie mit Rücksicht auf gesellschaftliche Bedürfnisse. Eine lebendige Gesellschaft sieht sie dabei nicht als Gegensatz, sondern als notwendige Bedingung für einen erfolgreichen Einsatz von KI.

    Kernfrage heute: Wo ist der Platz von KI in unserer Gesellschaft?

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Website: merantix-momentum.com/

    LinkedIn Nicole Büttner: linkedin.com/in/nicole-buettner

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    KIAIpodcastbusinessclasstechmerantixmomentum

    • 36 min
    #36 SaaS für Wind-und Solarenergie? Matthias Karger, node.energy

    #36 SaaS für Wind-und Solarenergie? Matthias Karger, node.energy

    Die Energie- und Umweltminister in Deutschland fordern einen Sprung beim Ausbau von erneuerbarer Energie, um langfristig die eigene Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Anlass ist die aktuelle Situation in Russland und der Ukraine, die Deutschlands starke Abhängigkeit von der russischen Energieversorgung zeigt. Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sagt, dass Deutschland sich mehr auf eigene Energiequellen stützen müsse, um unabhängiger vom russischen Gas- und Ölimport zu werden. Dass der Ausbau von erneuerbarer Energien ein wichtiges Vorhaben der EU-Kommission ist, zeigt auch das Klimaschutzpaket. Darin fordert die EU, dass bis 2030 40 Prozent der Energie aus erneuerbaren Energiequellen stammen müssen. Gleichzeitig zur Unabhängigkeit vom Energieimport aus Russland wird hier auch die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern angestrebt. Ziel ist es, eine klimafreundliche, zukunftssichere und bezahlbare Energieversorgung für alle zu ermöglichen. Erneuerbare Energien sind in diesem System die tragende Säule.

    Damit der Umstieg auf nachhaltige Energielösungen gelingt, darf aber die Umstellung, die Planung und die Verwaltung nicht arbeitsaufwändig sein. Das weiß auch unser heutiger Gast Matthias Karger, Gründer von node.energy. Das Start-up hat es sich auf die Fahne geschrieben, die C02-freie Energieversorgung mittels Digitalisierung radikal zu vereinfachen. Das Ziel: Betreibern von Wind- und Solaranlagen Softwarelösungen an die Hand zu geben, mit der sie zur tragenden Säule einer klimaneutralen Energieversorgung werden können.

    Kernfrage heute: Dezentrale Lösungen in der Energiebranche - kann Software die Versorgung sichern?

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Website: https://www.node.energy/

    LinkedIn Matthias Karger: linkedin.com/in/matthias-karger-4277a918

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    • 35 min
    #35 Roboter in jedem Betrieb? Maria Piechnick, Wandelbots

    #35 Roboter in jedem Betrieb? Maria Piechnick, Wandelbots

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts dachten viele Menschen, dass ihnen eines Tages Roboter alle körperlichen Tätigkeiten abnehmen würden. Auch wenn wir von dieser Vision noch ein gutes Stück  entfernt sind, wird das Szenario dank moderner Technologie immer realistischer. So werden Roboter vor allem in größeren Industriezweigen wie im Automobilbereich für die Prozessautomatisierung eingesetzt.

    Doch die Robotikbranche findet auch immer mehr Abnehmer in der Logistik, in Werkstätten, im Anlagen- und Maschinenbau, in Laboren und zunehmend auch in kleinen und mittelständischen Betrieben. Die Vorteile, eine bessere Skalierbarkeit, höhere Produktivität und Qualität bei gleicher Kosten- und Abfallsenkung liegen auf der Hand. Und dies erkennen auch immer mehr Unternehmen und Betriebe in Deutschland. So zählt Deutschland zum fünftgrößten Robotermarkt weltweit und ist mit über 22.000 Roboterinstallationen in Europa führend (Quelle: International Federation of Robotics).

    Allerdings schrecken auch viele Unternehmen vor den Hürden zurück. Denn einfach zu bedienen sind die Roboter nicht: Sie werden über eine komplexe Software gesteuert, die für jede neue Aufgabe von Spezialisten programmiert werden muss. Das kostet Zeit und Geld – Ressourcen also, an denen es gerade kleinen und mittleren Unternehmen oft fehlt.

    Die Lösung für das Problem hält unser heutiger Gast Maria Piechnick, Gründerin von Wandelbots, wortwörtlich in der Hand. Das Dresdner Start-up wurde 2017 gegründet und hat das Ziel Robotik einfacher, flexibler, erschwinglicher und für alle zugänglich zu machen, unabhängig von Programmierkenntnissen.

    Kernfrage heute: Ökosystem Robotics - werden flexible Automatisierungslösungen die Wirtschaft revolutionieren?

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Website: https://wandelbots.com/de/

    LinkedIn Maria Piechnick: linkedin.com/in/mpiechnick

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    • 34 min
    #34 Labore im Weltall? Maria Birlem, Yuri

    #34 Labore im Weltall? Maria Birlem, Yuri

    Ob SpaceX, Virgin Galactic oder Blue Origin – die Raumfahrtbranche ist zunehmend im Wandel. Was früher noch ausschließlich Angelegenheit staatlicher Organisationen wie der NASA war, wird immer mehr von privatwirtschaftlichen Unternehmen betrieben.

    Damit ändern sich auch die Ziele vieler Weltraum-Missionen: Standen bislang Weltraumforschung und astrophysikalische Erkenntnisse im Fokus, müssen sich die aufwendigen Raketenstarts nun auch finanziell lohnen. Kein Wunder also, dass viele der neuen Weltraum-Unternehmen auch zahlende Gäste ins All befördern wollen.

    Die neue Raumfahrtindustrie bietet jedoch auch der Wissenschaft zahlreiche Chancen. Und das nicht nur für Großprojekte wie Weltraumteleskope und Marsmissionen: Da viele wissenschaftliche Experimente auf Schwerelosigkeit angewiesen sind, profitieren Forscher und Forscherinnen weltweit von günstigen und verfügbaren Raumfähren.

    Will man wissen, wie das funktioniert, fragt man am besten Maria Birlem. Sie hat Luft- und Raumfahrttechnik an der FH Aachen studiert, bei Airbus ISS-Missionen betreut und 2018 die Yuri GmbH gegründet. Das Start-up hat es sich zum Ziel gesetzt, Schwerelosigkeit zu demokratisieren und möglichst vielen Forschenden wissenschaftlichen Zugang zum Weltall zu ermöglichen.

    Kernfrage heute: Schwerelosigkeit as a service – wie organisiert man Experimente im Weltall?

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Website: www.yurigravity.com

    LinkedIn Maria Birlem: linkedin.com/in/maria-birlem-95bb64169

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    • 32 min
    #33: Start-ups: Schlüssel zur digitalen Transformation? Prof. Dr. Nadine Kammerlander, WHU

    #33: Start-ups: Schlüssel zur digitalen Transformation? Prof. Dr. Nadine Kammerlander, WHU

    Bodenständig, leistungsstark und regional – Familienunternehmen gelten als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Und tatsächlich, die Zahlen zeigen es: 90 Prozent der aktiven Unternehmen sind familienkontrolliert. Damit machen sie einen Anteil von 58 Prozent der Gesamtbeschäftigten und 52 Prozent des Gesamtumsatzes aller deutscher Unternehmen aus. Familienunternehmen bilden so einen wesentlichen Bestandteil des klassischen deutschen Mittelstandes.

    Genau dieser gilt jedoch immer mehr als altmodisch und wenig innovativ. Vor allem digitale Innovationen traut man eher modernen Start-ups in Berlin und Hamburg zu als mittelständischen Betrieben aus der vermeintlichen Provinz. Aber gibt es wirklich einen Gegensatz zwischen traditioneller Wirtschaft und neuer Start-up-Welt? Oder ist sogar eine Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung möglich?

    Unser heutiger Gast, Prof. Dr. Nadine Kammerlander, kann diese und weitere Fragen beantworten. Sie hat Physik studiert, über Familienunternehmen promoviert und ist seit 2015 Professorin an der WHU und Inhaberin des Lehrstuhls für Familienunternehmen.

    Kernfrage heute: Ist die Zusammenarbeit zwischen Familienunternehmen und Startups der Schlüssel zur digitalen Transformation der deutschen Wirtschaft?

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Website: https://www.whu.edu/de/

    LinkedIn Prof.Dr. Nadine Kammerlander: linkedin.com/in/nadinekammerlander

    LinkedIn Tilo Bonow: www.linkedin.com/in/tilobonow/

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    • 32 min

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