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Journal aan Zee ist die Podcastreihe der Den Haager Kulturinitiative "KulturNetz aan Zee".

Derzeit gibt es drei Podcastserien: "Unterwegs in Den Haag", "Ein halbes Dutzend Maßnahmen gegen den kulturellen Corona-Blues" und "Kulturbrücken".

Journal aan Zee - ein Den-Haag-Podcast KulturNetz aan Zee

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Journal aan Zee ist die Podcastreihe der Den Haager Kulturinitiative "KulturNetz aan Zee".

Derzeit gibt es drei Podcastserien: "Unterwegs in Den Haag", "Ein halbes Dutzend Maßnahmen gegen den kulturellen Corona-Blues" und "Kulturbrücken".

    Hilma af Klint & Piet Mondriaan: Levensvormen – Neue Ausstellung im Kunstmuseum Den Haag (Unterwegs in Den Haag, Folge 10)

    Hilma af Klint & Piet Mondriaan: Levensvormen – Neue Ausstellung im Kunstmuseum Den Haag (Unterwegs in Den Haag, Folge 10)

    In der zehnten Folge unserer Podcastreihe „Unterwegs in Den Haag“
    berichten wir von der Ausstellung „Hilma af Klint & Piet Mondriaan:
    Levensvormen“ im Kunstmuseum Den Haag, die am 6. Oktober 2023 feierlich eröffnet wurde.

    „Unterwegs in Den Haag“: „Hilma af Klint & Piet Mondriaan: Levensvormen – Neue Ausstellung im Kunstmuseum Den Haag“(7 Minuten, 5 Sekunden)

    Redaktion, Sprecher & Technik: Christian Schneider, Moderation: Anne Janssen

    Podcast

    Am
    6. Oktober 2023, seinem letzten Arbeitstag als Direktor für das Kunstmuseum Den Haag, trat Benno Tempel noch einmal an das Mikrofon. Vor einem großen Publikum im Grand Café des Museums eröffnete er die Ausstellung „Hilma af Klint und Piet Mondriaan – Levensvormen“. Der scheidende Direktor ist stolz auf die hervorragende Zusammenarbeit mit der Tate Modern London – sie hat es möglich gemacht, das bahnbrechende Werk von Hilma af Klint mit dem ihres ebenso epochalen Zeitgenossen Piet Mondriaan zusammenzubringen.

    Das besondere dieser Ausstellung sei, so Benno Tempel, dass sich die enorme Entwicklung der Wissenschaft in der Schaffensperiode dieser beiden Künstler Ende des neunzehnten und zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts extrem deutlich in den gezeigten Werken widerspiegele.

    Die Eröffnungsrede hielt im Anschluss Frances Morris, ehemalige Direktorin der Tate Modern London und laut Benno Tempel eine der treibenden Kräfte für dieses große Projekt.

    Hilma af Klint wurde 1862 als viertes Kind von Mathilda Sonntag und Victor af Klint auf Schloss Karlberg in Schweden geboren. Af Klint gehörte zu den ersten Malerinnen, die an der Königlichen Akademie der freien Künste in Stockholm von 1882 bis 1887 Malerei studierten. Nach dem Abschluss der Kunstakademie schuf sie zunächst naturalistische Landschaften und Porträts gemäß ihrer akademischen Ausbildung und oft nach Auftrag. Wie viele Künstler und Intellektuelle ihrer Generation interessierte sie sich für die Theosophie – 1888 trat sie der Theosophischen Gesellschaft
    bei. In den kommenden Jahren wandte sie sich vom naturalistischen Ausdruck ab und schuf in ihrer zentralen Schaffensperiode die insgesamt 193 Gemälde der großformatigen Serie „Malereien für den Tempel“. Im Jahr 1908 traf Hilma af Klint erstmals mit Rudolf Steiner zusammen. Sie wandte sich mehr und mehr Steiners Anthroposophie zu und entwickelte in den 1920er-Jahren einen davon beeinflussten Stil.

    Zu Lebzeiten untersagte Hilma af Klint jegliche Ausstellung ihrer abstrakten Werke und verfügte testamentarisch, dass sie erst 20 Jahre nach ihrem Tod öffentlich gezeigt werden durften. Schließlich kam ihr Gesamtwerk von mehr als eintausend Werken und 125 Notizbüchern in die Obhut einer Stiftung in Stockholm, die es bis heute verwaltet und veröffentlicht.



    Piet Mondriaan wurde am 7. März 1872 als Pieter Cornelis Mondriaan in Amersfoort geboren.

    Mondriaan begann um 1900 im impressionistischen Stil der Haager Schule zu malen. Ab etwa 1908 arbeitete er unter dem Einfluss von Vincent van Gogh und des Fauvismus. Nach seiner Übersiedlung 1911 nach Paris wandte er sich unter dem Einfluss von Georges Braque und Pablo Picasso dem Kubismus zu. Ab den 1920er Jahren schuf Mondriaan die bekannten streng geometrischen Gemälde, die dem Neoplastizismus zugerechnet werden. Ihre charakteristische Struktur aus einem schwarzen Raster, verbunden mit rechteckigen Flächen in den Grundfarben, führt bis in die Gegenwart zur Aufnahme in Kunst, Architektur, Mode, Werbung und Populärkultur. Als Kunsttheoretiker und Mitbegründer der Künstlervereinigung De Stijl schrieb Mondriaan unter anderem 1925 das Bauhausbuch Nr. 5 mit dem Titel „Neue Gestaltung. Neo-Plastizismus, Nieuwe Beelding“ veröffentlicht wurde.

    Mondriaan war bis zu seinem Tod Mitglied der Theosophischen Gesellschaft. Er starb, wie Hilma af Klint, im Jahr 1944.

    Ausstellung „Hilma af Klint & Piet Mondriaan – Levensvormen“: https://www.kunstmuseum.nl/nl/ten

    • 7 Min.
    Im Gespräch mit der Schriftstellerin Mareike Fallwickl über ihr Buch „Die Wut, die bleibt“ (Unterwegs in Den Haag, Folge 9, Extraausgabe)

    Im Gespräch mit der Schriftstellerin Mareike Fallwickl über ihr Buch „Die Wut, die bleibt“ (Unterwegs in Den Haag, Folge 9, Extraausgabe)

    In der neunten Folge unserer Podcastreihe „Unterwegs in Den Haag“ sprachen wir mit der österreichischen Schriftstellerin Mareike Fallwickl über ihr Buch „Die Wut, die bleibt“, ihren Eindruck von Den Haag und den Übersetzungs- und Literaturwettbewerb der Deutschen Internationalen Schule Den Haag. Die Aufgabe des Wettbewerbs betand in diesem Jahr darin, einen Ausschnitt aus ihrem Buch zu übersetzen.

    Redaktion: Anne Janssen und Christian Schneider, Technik: Christian Schneider, Moderation: Alexa Thelen-van den Hoek.



    Für Mareikes Buch „Die Wut, die bleibt“ wurde vom „Internationalen Büchergericht“, dem Onlinelesecafé von KulturNetz aan Zee, eine uneingeschränkte Leseempfehlung gegeben.



    Mareike Fallwickl

    Mareike Fallwickl, 1983 in Hallein bei Salzburg geboren, arbeitet als freie Autorin und lebt mit ihrer Familie im Salzburger Land. 2018 erschien ihr literarisches Debüt „Dunkelgrün fast schwarz“ in der Frankfurter Verlagsanstalt, das für den Österreichischen Buchpreis sowie für das Lieblingsbuch der Unabhängigen nominiert wurde.

    2019 folgte der Roman „Das Licht ist hier viel heller“, dessen Filmrechte optioniert wurden. Sie setzt sich auf diversen Bühnen sowie Social-Media-Kanälen für Literaturvermittlung ein, mit Fokus auf weiblichen Erzählstimmen. 2022 erschien ihr neuestes Buch „Die Wut, die bleibt“ über die Last, die auf den ­Frauen ­abgeladen wird und das Aufbegehren. Nach eigenen Worten möchte Mareike Fallwickl in ihren Romanen „einen entlarvenden Blick auf unsere Gesellschaft werfen – ohne je den Sinn für Humor zu verlieren“.



    Das Buch

    Mareike Fallwickls neuer Roman über die Last, die auf den ­Frauen ­abgeladen wird, und das Aufbegehren: ­radikal, wachrüttelnd, empowernd.

    Helene, Mutter von drei Kindern, steht beim Abendessen auf, geht zum Balkon und stürzt sich ohne ein Wort in den Tod. Die Familie ist im Schockzustand. Plötzlich fehlt ihnen alles, was sie bisher zusammengehalten hat: Liebe, Fürsorge, Sicherheit.

    Helenes beste Freundin Sarah, die ­Helene ­ihrer Familie wegen zugleich beneidet und bemitleidet hat, wird in den Strudel der ­Trauer und des Chaos gezogen. Lola, die ­älteste Tochter von Helene, sucht nach einer ­Möglichkeit, mit ihren Emotionen fertigzuwerden, und konzentriert sich auf das Gefühl, das am stärksten ist: Wut.

    Drei Frauen: Die eine entzieht sich dem, was das Leben einer Mutter zumutet. Die anderen beiden, die Tochter und die beste Freundin, müssen Wege finden, diese Lücke zu schließen. Ihre Schicksale verweben sich in diesem bewegenden und kämpferischen Roman darüber, was es heißt, in unserer Gesellschaft Frau zu sein.



    Weitere Informationen

    Mareike Fallwickl

    Mareike Fallwick (Internetseite): https://www.mareikefallwickl.at/

    Mareike Fallwickl (Wikpedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Mareike_Fallwickl

    Bücherblog „Bücherwurmloch“: https://www.buecherwurmloch.at/



    Bibliografie


    2012: Auf Touren. Roman
    2018: Dunkelgrün fast schwarz. Roman
    2019: Das Licht ist hier viel heller. Roman
    2019: Leseglück: 99 Bücher, die gute Laune machen, gemeinsam mit Florian Valerius und Franziska Misselwitz
    2022: Die Wut, die bleibt



    Die Wut, die bleibt

    Internetseite des Rowohlt Verlags: https://www.rowohlt.de/buch/mareike-fallwickl-die-wut-die-bleibt-9783498002961

    Mareike Fallwickl mit „Die Wut, die bleibt“ im Literaturhaus Salzburg (YouTube, 50 Minuten): https://www.youtube.com/watch?v=9q8zMCfBNHk

    Rezension „Leselärm“ (YouTube, 14 Minuten: https://www.youtube.com/watch?v=z2U9jxGUB5I

    „Die Wut, die bleibt“ als Theaterstück während der Salzburger Festspiele (https://www.salzburgerfestspiele.at/p/die-wut-die-bleibt-2023) und im Staatstheater Hannover (https://staatstheater-hannover.de/de_DE/programm-schauspiel/die-wut-die-bleibt.1343714).



    KulturNetz aan Zee

    Internetseite: https://kulturnetz-aan-zee.nl

    Programm: https://kulturnetz-aan-zee.nl/den-haag-erleben/

    Den-H

    • 31 Min.
    Sehnsucht nach der Ferne - die Ausstellung der Künstlerin Ulrike Heydenreich im Museum Panorama Mesdag (Unterwegs in Den Haag, Folge 8)

    Sehnsucht nach der Ferne - die Ausstellung der Künstlerin Ulrike Heydenreich im Museum Panorama Mesdag (Unterwegs in Den Haag, Folge 8)

    In der achten Folge unserer Podcastreihe „Unterwegs in Den Haag“ berichten wir von der Ausstellung „Sehnsucht nach der Ferne“ der Künstlerin Ulrike Heydenreich im Museum Panorama Mesdag,  die am 31. März 2023 feierlich eröffnet wurde.



    Redaktion, Sprecher & Technik: Christian Schneider, Moderation: Adrienne Por



    Herzlich willkommen zur achten Ausgabe von „Unterwegs in Den Haag“.

    Am 31. März 2023 wurde im Museum Panorama Mesdag feierlich die Ausstellung „Sehnsucht nach der Ferne“ der Künstlerin Ulrike Heydenreich eröffnet.

    Dies ist das erste Mal, dass das Werk der Düsseldorfer Künstlerin in einer Museumsretrospektive gezeigt wird. Heydenreich ist fasziniert von alten Landkarten und panoramischen (Berg-)Landschaften und schafft durch das Falten, Zeichnen und Wiederzusammensetzen dieser Karten fiktive Panoramen und faszinierende Landschaften.

    Unser Kollege Christian Schneider war bei der Eröffnung der Ausstellung mit dabei und gewährt uns einen exklusiven Einblick in diese sehenswerte Kunstausstellung.

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    O-Ton Eröffnung

    Soeben hat der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in den Niederlanden, Dr. Cyrill Jean Nunn, die Ausstellung „Sehnsucht nach der Ferne“ der Düsseldorfer Künstlerin Ulrike Heydenreich eröffnet. Zur Feier der neuen Ausstellung im Panorama Mesdag kamen rund zweihundert geladene Gäste im Hilton Hotel in Den Haag zusammen.

    Das Museum Panorama Mesdag mit dem einzigartigen Panorama von Scheveningen ist ein Höhepunkt der Museumslandschaft von Den Haag. Das Museum zeigt vor allem die Kunst des Ehepaars Hendrik Willem Mesdag und Sientje Mesdag-van Houten. Dazu kommen wechselnde Ausstellungen, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden wollen.

    Seit dem 1. April 2023 ist die Ausstellung „Sehnsucht nach der Ferne“ der zeitgenössischen Künstlerin Ulrike Heydenreich nun im Museum Panorama Mesdag zu sehen, übrigens ist dies das erste Mal, dass Heydenreichs Werk in einer Museumsretrospektive gezeigt wird.

    Ulrike Heydenreich wurde 1975 in Böblingen geboren und lebt und arbeitet heute in Düsseldorf. Sie studierte an der renommierten Bauhaus-Universität Weimar und anschließend unter anderem an der School of Visual Arts in New York. Ihre erste größere Ausstellung mit dem Titel „Body in the Box“ fand 1998 in der Galerie Eigen+Art in Leipzig statt. Darüber hinaus hat sie bereits in den Vereinigten Staaten, Deutschland, Spanien, Japan, Belgien und Österreich ausgestellt.

    Die Direktorin des Museums Panorama Mesdag, Minke Schat, ist besonders stolz darauf, dass sie die ersten sind, die eine Gesamtschau von Ulrike Heydenreich ausstellen dürfen. Sowohl Ulrike Heydenreich als auch Hendrik Willem Mesdag eint die Faszination an Perspektive und die Darstellung von Landschaft in einem Panorama. „Heydenreichs Arbeiten sind faszinierend und fesselnd zugleich, mit mathematischer Präzision gemacht. Als Betrachter wird Ihr Blick von einer Welt gefangen genommen, in der Sie sich verlieren können und die jedes Mal anders erscheint. Die Muster und optischen Täuschungen täuschen das Gehirn, so wie es Mesdag auf seine Art getan hat. In einem Museum treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander, wo zwei Künstler mit parallelen Ausgangspunkten gearbeitet haben.“ Daher ist es sehr konsequent, dass die Werke von Hendrik Willem Mesdag und Ulrike Heydenreich nun gemeinsam im Museum Panorama Mesdag zu sehen sind.



    Weitere Informationen

    Ulrike Heydenreich und das Museum Panorama Mesdag

    Ulrike Heydenreich: https://www.ulrikeheydenreich.com/

    Museum Panorama Mesdag: https://panorama-mesdag.nl/

    Ausstellung „Sehnsucht nach der Ferne“: https://panorama-mesdag.nl/zien-en-doen/tentoonstellingen/ulrike-heydenreich/



    KulturNetz aan Zee

    Internetseite: https://kulturnetz-aan-zee.nl

    Programm: https://kulturnetz-aan-zee.nl/den-haag-erleben/

    • 7 Min.
    Wo Friede herrscht - oder wie deutsch-niederländische Friedenskunst nach Frankreich kommt (Kulturbrücken, Folge 7)

    Wo Friede herrscht - oder wie deutsch-niederländische Friedenskunst nach Frankreich kommt (Kulturbrücken, Folge 7)

    Was es heißen kann, Kulturbrücken zu bauen, dies erfahren Sie in der siebten Folge unserer Podcastreihe - es geht um eine Deutsche, die einen Niederländer geheiratet hat, eine lange Zeit in Den Haag lebte - und nun gemeinsam mit ihrem Mann ein Museum zum Thema Frieden in Frankreich aufgebaut hat.

    Unsere Kollegin Alexa Thelen-van den Hoek traf sich mit Petra Keppler in Den Haag, um mehr zu erfahren über dieses neue Museumsprojekt in Frankreich. „Kulturbrücken“: „Gebrauchsanweisung für die Niederlande“ (30 Minuten, 32 Sekunden) Redaktion & Sprecherin: Alexa Thelen-van den Hoek, Technik: Christian Schneider, Moderation: Adrienne Por

    Geboren und aufgewachsen ist Petra Keppler in Wiesbaden. Als Kind spielte sie häufig bei einem Kriegerdenkmal in einem schönen Park, während ihre Oma – eine Kriegerwitwe – dort um die Gefallenen trauerte - und ihr eigenes Flüchtlingsdrama verarbeitete. Und hier begann wohl Petras Bedürfnis, sich mit dem Thema Frieden auseinanderzusetzen.

    Ihren niederländischen Mann lernte sie in Deutschland kennen, bei einem Friedensmarsch im sogenannten Fulda Gap – einem strategisch brisanten Gebiet während des Kalten Krieges.

    Nach Petras Studium der Verwaltungswissenschaft in Konstanz zogen beide dann, getrieben von Abenteuerlust, nach Amsterdam. Nach einigen Jahren in Paris kamen die beiden letztendlich nach Scheveningen, wo Petra eine schwere Lungenentzündung auskurieren wollte. Hier blieben sie nun, denn in der Friedensstadt Den Haag gab es schließlich viele Möglichkeiten, sich zum Thema Frieden zu engagieren.

    Fünf Jahre lang betreute Petra Keppler ihr Peace-Institute im Bertha-von-Suttner-Gebäude in der Laan van Meerdervoort, bis ihr wegen Umbau die Geschäftsräume gekündigt wurden. Nachdem sie ihre Nonprofit-Organisation etwa ein halbes Jahr lang von zuhause in Scheveningen aus leiteten musste, kam Corona – ausgerechnet, als sie beide sich gerade in ihrem Ferienhaus in Frankreich aufhielten. So blieben Petra und ihr Mann vorerst etwas länger in ihrem Häuschen nahe des Dorfes Estaing im Aveyron, ungefähr elfhundert km von zuhause, 180 km von Toulouse oder 200 von Montpellier.

    Das Museum liegt direkt im Ortskern, gegenüber von Kirche und Schloss. Das Schloss gehört der Stiftung des ehemaligen französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing, den Petra noch vor dessen Tod im vergangenen Dezember persönlich kennenlernen durfte.

    Nach Estaing kommen jährlich acht- bis zehntausend Tagestouristen. Dies ist nicht weiter erstaunlich, denn Estaing liegt direkt am Jakobsweg. Da während der Corona-Zeit die Touristen ausblieben, nutzten Petra Keppler und ihr Mann währenddessen die Gelegenheit, ihr neu erstandenes Haus umzubauen und den Vorgarten herzurichten. Das historische Gebäude aus dem Jahre 1560 gehörte unter anderem dem Jesuiten und Theologen Francois Annat.

    Sicher freut es ebenso den Bürgermeister, dass das „Maison de la paix“ – zu Deutsch: Haus des Friedens - auch optisch wieder zu einem Aushängeschild geworden ist. Denn das mittelalterliche, knapp 500 Einwohner große Dorf Estaing erhielt das Prädikat als eines der schönsten Dörfer Frankreichs, und da muss schließlich jedes Detail stimmen.

    Das vollständige Transkript finden Sie unter: 
    https://journal.kulturnetz-aan-zee.nl/2023/02/24/wo-friede-herrscht-oder-wie-deutsch-niederlaendische-friedenskunst-nach-frankreich-kommt/

    Kontakt zum Friedensmuseum:
    Petra Keppler
    Maison de la paix
    2 rue du pont
    12190 Estaing, France
    E-Mail: info@concordepaix.fr
    https://peace-institute.com

    Informationen über das Friedensmuseum laufen momentan noch über die Website des Bertha von Suttner Peace Institute. Eine separate Website ist in Vorbereitung.

    Foto: Pixaby

    • 13 Min.
    Das Piz Amalia Music Festival 2022 (Kulturbrücken, Folge 6)

    Das Piz Amalia Music Festival 2022 (Kulturbrücken, Folge 6)

    In der sechsten Folge der „Kulturbrücken“ sprechen wir über das siebte Piz Amalia Music Festival, das am 11. November 2022 im Musikhaus Amare in Den Haag stattgefunden hat. Das kleine, aber feine Musikfest ist eine einzigartige musikalische Kulturbrücke zwischen den Niederlanden und der Schweiz.

    Redaktion, Sprecher und Technik: Christian Schneider, Moderation: Alexa Thelen-van den Hoek

    Anmoderation

    Das Piz Amalia Music Festival ist ein kleines, aber feines Festival klassischer Musik. Es finden dabei sowohl Konzerte in der Schweiz als auch in den Niederlanden statt. In der der sechsten Ausgabe unserer Podcastreihe „Kulturbrücken“ waren wir live mit dabei und mein Kollege Christian Schneider hatte die Gelegenheit, mit den Machern des Festival über das Programm, die Musiker und das Besondere des Piz Amalia Music Festivals zu sprechen.

    Das Transkript zum Podcast finden Sie unter https://journal.kulturnetz-aan-zee.nl/2022/11/18/das-piz-amalia-music-festival-2022/

    Abmoderation

    Wer weiß, vielleicht haben Sie ja bei ihrem nächsten Besuch in der Schweiz sogar die Gelegenheit, den Blick vom Gipfel dieses wunderschönen Berges zu genießen.

    Wir hoffen, wir konnten Ihnen einen interessanten Einblick geben in dieses auserlesene Musikfestival.

    In  der Schweiz sind alle Konzerte des Festivals öffentlich und es wäre  schön, wenn es in den kommenden Jahren ebenfalls ein öffentliches  Konzert für die Musikfreunde in Den Haag geben würde.

    Wie  immer können Sie in der Beschreibung zu diesem Podcast noch weitere  Details über das Piz Amalia Festival und seinen Geschichte in Erfahrung  bringen. Vielleicht haben Sie ja beim nächsten Besuch in der Schweiz die  Gelegenheit, den Blick vom Gipfel dieses schönen Berges zu genießen.

    Redaktion, Interview und Technik: Christian Schneider. Mein Name ist Alexa Thelen van den Hoek.

    Dank

    Das  Team von KulturNetz aan Zee bedankt sich ganz herzlich bei Frau Susanne  Förster von der Schweizer Botschaft für ihre wertvolle Unterstützung  bei der Vorbereitung dieses Podcasts.

    Weitere Informationen

    Internetseite des Piz Amalia Music Festivals: https://www.pizamalia.ch/

    Internetseite des Direktors Anthony Zielhorst: https://www.anthonyzielhorst.org/

    Piz Amalia Music Festival 2022: Matinée-Konzert in der Fundation Nairs: https://www.youtube.com/watch?v=bDknUcZziJ4

    • 9 Min.
    Halloween und unsere Lust am Gruseln (Kulturbrücken, Folge 5)

    Halloween und unsere Lust am Gruseln (Kulturbrücken, Folge 5)

    In der fünften Folge der „Kulturbrücken“ sprechen wir über das „Gruselfest Halloween“, das mittlerweile in vielen Ländern sehr populär geworden ist. Wir erfahren in diesem Podcast, wie Halloween entstanden ist und das etwas mehr hinter diesem Gruselfest steckt, das einige lediglich als ein komerzielles Ereignis aus den USA betrachten. Wenn wir die ganze Jahreszeit betrachten, haben wir da Allerheiligen, Allerseelen, Halloween, den Totensonntag - doch wo kommen sie her, all die Bräuche rund um den Tod? Und warum konzentriert sich das alles auf den November?

    Inzwischen ist das Gruselfest in vielen Ländern sehr populär geworden – zur Freude vieler Kinder und inzwischen auch Erwachsener – zum Leid derer, die Halloween als ein komerzielles Ereignis betrachten, das lediglich aus den USA zu uns herübergeschwappt ist.
    Vielleicht aber steckt doch ein wenig mehr dahinter, als es auf den ersten Blick scheint.

    Betrachten wir doch mal die ganze Jahreszeit: da haben wir Allerheiligen, Allerseelen, Halloween, den Totensonntag - doch wo kommen sie her, all die Bräuche rund um den Tod? Und warum konzentriert sich das alles auf den November?
    Schauen wir hierzu erst einmal in die Geschichte:

    Zu Beginn steht da das keltische Neujahrsfest mit dem Namen Samhain (sawäin). Die Kelten feierten es drei Tage lang, beginnend am 31.10. Mit Samhain wurde sowohl das neue Kalenderjahr der Kelten eingeleitet, neue Gesetzte beschlossen als auch die Ernte gefeiert. Zu dem glaubten sie, dass in dieser Zeit ein Kontakt zu den Verstorbenen möglich und die Grenze zum Reich der Toten offen sei. Um böse Geister abzuschrecken, wurden große Feuer entzündet und besänftigende Gaben – oder auch Treats – bereitgestellt. Wahrscheinlich ist, dass die Menschen damals ebenso mit gruseligen Masken die Geister fernhalten wollten.

    Trotz Christianisierung hielten die Einwohner der britischen Inseln lange an ihren alten Traditionen fest. deshalb begannen dort im 8. Jahrhundert die christichen Priester den keltischen Ritualen etwas entgegenzusetzten: die Kerzen wurden zwar weiterhin für Verstorbene eingesetzt, man besann sich aber nun auf Verehrung und Gedenken der christlichen Heiligen. Zwar gab zu dieser Zeit bereits ein Allerheiligen-Fest, am Freitag nach Ostern, doch Papst Gregor der 4. , der die neuen christlichen Bräuche in England und Irland billigte, verlegte es im Jahre 837 auf den 1. November. So wandelte sich das Fest Samhein (sawäin) im Laufe der Zeit zu Halloween – eine Ableitung von “All-Hallows- Eve” – übersetzt: Aller-Heiligen-Abend.

    Redaktion und Sprecherin: Alexa Thelen-van den Hoek, Technik: Christian Schneider, Moderation: Petra Kaumann

    Weitere Informationen:

    Halloween - Allerseelen - Totensonntag: Schattengeister - Lichtgestalten:
    https://www.klosterkirche.de/spirituelles-wissen/rituale/halloween/schattengeister-lichtgestalten.php

    Warum wir so gerne von Verbrechen lesen:
    https://www.sr.de/sr/home/ratgeber/warum_wir_so_gerne_von_verbrechen_lesen100.html

    Angstlust - Ein Psychiater erklärt, warum uns grausame Verbrechen so faszinieren:
    https://www.geo.de/wissen/gesundheit/23185-rtkl-angstlust-ein-psychiater-erklaert-warum-uns-grausame-verbrechen-so



    Foto: SoLow, Den Haag, https://solow.nl/

    • 13 Min.

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