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Absicht ist es, systematisch durch theologische Fragestellungen aus evangelikaler Sicht zu gehen

Theologische Essays Sergej Pauli, Manuel Klem

    • Christentum
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Absicht ist es, systematisch durch theologische Fragestellungen aus evangelikaler Sicht zu gehen

    Die Biblischen Bünde

    Die Biblischen Bünde

    Ein Artikel von Paul R. Williamson (Download als .pdf).

    Übersetzt von Abijah Hesse unter der Creative Commons License with Attribution – ShareAlike (CC BY-SA 3.0US).

    Durch die zahlreiche Unterstützung, die ich auf meinen Aufruf hin erfahren habe, ist es mir nun möglich auch die TGC-Essays als Podcast anzubieten. 

    Manuel nimmt diese Essays auf und veröffentlicht sie auf auf seinem Kanal euangelion.  Die letztliche Freischaltung auf spotify und itunes wird zwar noch ein paar Tage dauern, aber hier schon einmal dieser Beitrag zum Anhören:



    Definition

    Die biblischen Bünde bilden den verbindenden Faden des rettenden Handelns Gottes durch die Schrift, explizit beginnend mit Noah bis zur Erfüllung des neuen Bundes, in Kraft gesetzt durch das Blut Jesu Christi.

    Zusammenfassung

    Die biblischen Bünde bilden den verbindenden Faden von Gottes Heilshandlung durch die Schrift. Während einige Theologen argumentieren, dass es vor dem ersten Bund drei Bünde gibt (den Erlösungsbund, den Werkebund und den Gnadenbund), besteht der erste ausdrückliche Bund in der Schrift nach der Flut zwischen Gott und Noah. Der abrahamitische Bund folgt bald darauf in Genesis und legt den Grundstein für die Nation Israel und den kommenden Messias, durch den Gott alle Nationen der Welt begnaden würde. Der mosaische Bund setzt Gottes Umgang mit der Nation Israel, den Nachkommen Abrahams, fort und ruft sie dazu auf, gegenüber den Nationen um sie herum die Herrlichkeit ihres Herrn widerzuspiegeln. Der mit König David geschlossene Bund wies vor Israel auf den kommenden Messias hin, der für immer vollkommen auf dem Thron Davids regieren würde. Erst als Jesus als Israels Messias kam, wurden die Bünde mit dem Menschen gänzlich gehalten und erfüllt. Jesus kam, um den neuen Bund in Kraft zu setzen, der im Gesetz und in den Propheten versprochen wurde, mit diesem bringend die eschatologischen Segnungen, die dem Volk Gottes versprochen wurden.

    Die Bünde zwischen Gott und den Menschen bilden einen einheitlichen Faden in der Schrift, von ihrer konzeptuellen Einführung in Genesis bis zu ihrer eschatologischen Erfüllung in der Offenbarung. Obwohl Theologen hinsichtlich der genauen Anzahl und Art solcher göttlichen Bünde uneins sind, stellen nur wenige ihre theologische Bedeutung in Bezug auf die Erlösungsgeschichte infrage.

    Während der Begriff „Bund“ nicht vor Genesis 6,18 erscheint, vertritt die Reformierte/ Bundestheologie, dass drei weitere Bünde dem Bund Gottes mit Noah vorausgehen: ein ewiger „Erlösungsbund“, der innerhalb der Dreifaltigkeit vor der Erschaffung der Welt geschlossen wurde, ein vor dem Fall zwischen Gott und Adam geschlossener Bewährungs- „Bund der Werke/ Schöpfung“ und ein Gnadenbund nach dem Fall, durch den Gott versprach, die Menschheit vor den Folgen der Sünde zu retten und seine durch die Schöpfung erhaltene Bestimmung zu erfüllen. Während sich nicht alle reformierten Theologen auf die genaue Beziehung zwischen dem Gnadenbund und dem Erlösungsbund einigen können, wird angenommen, dass einer oder beide die nachfolgenden göttlich-menschlichen Bünde in der Schrift untermauern, die alle demselben übergeordneten Zweck und Endziel dienen.

    Andere Gelehrte sind jedoch nicht überzeugt und identifizieren nur diejenigen, die in der Schrift ausdrücklich als solche beschrieben werden, als göttliche Bünde. Obwohl sie nicht leugnen, dass der dreieinige Gott die Errettung des Menschen vor der Erschaffung der Welt geplant hat oder dass Gott eine Beziehung zu Adam aufgebaut hat, die gegenseitige Verpflichtungen beinhaltete, oder dass Gottes Beziehungen zur Menschheit ein einziges kreatives und erlösendes Ziel ausdrücken,

    • 17 Min.
    Glaube und Werke!

    Glaube und Werke!

    Ein Artikel von Thomas Schreiner (Download als .pdf):

    (https://www.thegospelcoalition.org/essay/faith-and-works/). Übersetzt von Daniel Thielmann unter der Creative Commons License wit Attribution – ShareAlike (CC BY-SA 3.0US).

    Definition

    Das Verständnis der reformierten Protestanten über das Verhältnis zwischen Glaube und Werke ist, dass die Errettung durch den Glauben an Christus allein kommt, und dass die guten Werke, die von Gläubigen vollbracht werden, nicht die Grundlage der Rettung sind, sondern als der nötige Beweis der Errettung gesehen werden sollten.

    Überblick

    Die Diskussion über das Verhältnis zwischen Glaube und Werke steht in der Spaltung zwischen Protestanten und Katholiken im Mittelpunkt. In der Bibel sehen wir durchgehend, dass die Errettung nicht auf der Grundlage von Werken erlangt wird, sondern ausschließlich auf der Grundlage des Glaubens an Gott. Jesus selbst betont dies durch viele Gleichnisse und Sprichwörter, und Paulus argumentiert ausdrücklich gegen die Einbindung der Werke als Grundlage der Erlösung. Und obwohl Jakobus argumentiert, dass Rechtfertigung durch Werke geschieht “statt durch Glauben allein,” stimmt es mit dem Rest des Neuen Testaments überein, wenn man versteht, dass Jakobus immer noch zugibt, dass wir sündigen; er widerspricht dem “Glauben ohne Werke” – aber nicht: dem Glauben allein als die Grundlage der Erlösung. Also lehrt das gesamte Neue Testament, dass wir durch den Glauben allein gerechtfertigt sind. Aber der Glaube der rettet, entfaltet sich zwangsläufig in guten Werken.

    Eine der wichtigsten Fragen biblischer Theologie ist dieses Verhältnis zwischen Glaube und Werke. Das unterschiedliche Verständnis der Funktion von Glaube und Werke hat ohne Zweifel dazu geführt, dass treue Protestanten sich von der römisch-katholischen Kirche seit der Zeit der Reformation trennten. Ich werde hier ein “traditionell-reformiertes” Verständnis über Glaube und Werke vorstellen.

    Glaube und Werke in den Lehren Jesu

    Die Auffassung, dass der Glaube allein rettet, ist in den Lehren von Jesus verankert. Zum Beispiel lobt Jesus den Glauben des Centurio, indem er anmerkte, dass er solchen Glauben in Israel nicht gefunden hätte (Matt. 8.5-13; Luk. 7.1-10). In der Erzählung über die sündige Frau, welche Jesus beim Abendessen mit Simon dem Pharisäer unterbrach, finden wir eine erstaunliche Erinnerung an den rettenden Glauben (Luk. 7.36-50). Diese Frau, die wegen ihrer Sünden bekannt war, drückte ihre Reue dadurch aus, dass sie Jesu Füße mit ihren Tränen befeuchtete, sie dann mit ihren Haaren trocknete und sie großzügig mit Küssen und Salbe überschüttete. Jesus lobte ihre Liebe, doch ihre Liebe strömte aus der Vergebung, die sie umsonst empfing. Daher schließt die Erzählung mit der Bekanntmachung: “Dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden” (Luk. 7.50). Die Erzählung gibt uns einen drastischen Hinweis darauf, dass Vergebung durch den Glauben allein geschieht, und solch ein Glaube führt zu Frieden.

    Auch das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner deutet an, dass Vergebung und Rechtfertigung nicht dem Pharisäer gewährt wurde, der auf seine Taten religiöser Hingabe so stolz war (Luk. 18.9-14). Stattdessen verkündet Jesus, dass es der Zöllner ist, der Gott recht ist, weil er versteht, dass seine einzige Hoffnung in Gottes Gnade besteht. Außerdem lehrt Jesus, dass die glückselig sind, welche geistlich arm sind (Matt. 5.3), die welche sanftmütig sind (Matt. 5.5) und die nach der Gerechtigkeit hungern, welche nicht ihre eigene ist (Matt. 5.6). Jesu Mahlzeiten mit Sündern und Zöllnern (z.B. Matt. 9.9-13) deuten auf dieselbe Wahrheit.

    • 10 Min.

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