Auf ein Glas…

Ulrich van Stipriaan

Gespräche beim Wein. Über Wein. Über Essen. Und übers Leben, natürlich. Alle vierzehn Tage freitags neu. Manchmal aber auch wöchentlich…

  1. Till Neumeister: Zum richtigen Zeitpunkt das Falsche sein lassen!

    VOR 4 TAGEN

    Till Neumeister: Zum richtigen Zeitpunkt das Falsche sein lassen!

    Till Neumeister ist Weinbauleiter im Staatsweingut Schloss Wackerbarth und damit verantwortlich für jene 90 Hektar Rebfläche, auf denen die Grundlage für rund 600.000 Flaschen pro Jahr entsteht – etwa 350.000 Flaschen Stillwein und 250.000 Flaschen Sekt in klassischer Flaschengärung. Schon im November vergangenen Jahres haben wir – kurz nach der Lese – diese Podcast-Folge aufgezeichnet, in der wir zwei Sekte und zwei Stillweine probieren, die alles vier das Zeug haben, zu überraschen. Denn nach wie vor verbinden noch immer viele Weinkenner Wackerbarth-Produkte nicht mit Spitzensekten oder Spitzenweinen in Verbindung. Aber wahrscheinlich haben die weder einen Bussard-Sekt noch einen Protze-Riesling probiert… Mehr Infos bei den STIPvisiten! [00:00] Unser Gast kommt von Schloss Wackerbarth: Till Neumeister [00:44] ploppt es oder zischt es? Im Glas: 1836 – ein "ausgezeichneter Sekt" [03:19] Arbeitsbeginn! [11:51] Wein entsteht im Weinberg (und dann kommt natürlich doch noch die Kellerarbeit). Aber was ist bei Trauben für Sekt besonders? [25:17] wir kommen (jetzt schon!) zum Spitzenprodukt: Bussard [45:45] bevor es weitergeht, nochmal Bussard! [50:11] im Glas: Alte Reben aus dem Goldenen Wagen – aus der schlanken Magnum [55:43] Goldener Wagen: Wackerbarth hat dort 4,8 ha [1:00:01] Mastermind im Hintergrund: Janek Schumann (Podcast Folge 52 zu Gast) [1:08:14] ins Glas fließt Wein von der Lieblingsparzelle von Matthias: Protze

    1 Std. 21 Min.
  2. Michael Sinn: Ausgelernt ist eigentlich nie!

    12. FEB.

    Michael Sinn: Ausgelernt ist eigentlich nie!

    Das Südtiroler Weingut St. Quirinus zählt zu den jüngeren Betrieben der Region, die zugleich eine jahrtausendealte Weinbautradition hat. Ich traf den Winzer Michael Sinn in Oberplanitzing, einem Ortsteil von Kaltern am Kalterer See. Der junge Familienbetrieb, mit Hofbau 2009 und eigenem Weinbau ab 2013, produziert heute knapp 60.000 Flaschen jährlich und bewirtschaftet fast 10 Hektar auf Weinbergen, die zwischen 230 und 700 Meter hoch liegen. St. Quirinus steht für biodynamische Bewirtschaftung (Demeter-zertifiziert seit 2013), damit einhergehend minimalen Pflanzenschutz und einen hohen PiWi-Anteil von 25–33 Prozent. Das restliche (und insgesamt natürlich größere) Sortiment des Weinguts verbindet internationale Rebsorten mit regionalen Klassikern. Mehr Informationen bei den STIPvisiten [00:00] Podcast aus Südtirol vom Kalterer See. Wir sind im Weingut St. Quirinus beim Winzer Michael Sinn [07:05] wie es sich bei einer Verkostung gehört, beginnen wir mit einem Schaumwein – klassische Methode: Quirinus Brut Rosé [20:32] Werdegang [22:28] neuer Wein im Glas, frisch entkorkt – im Glas ein 2024 Sauvignon[36:39] im Glas ein Wein ausschließlich aus der Tonamphoresie haben – wennimmer es geht – einen 12-Monats-Rhythmus bei Amphoren und Holzfässern: der gereifte Wein kommt dann in Stahlfässer[44:50] das Wort Immervollfass: eins der schönsten Worte der Weinwirtschaft[46:04] Kalterer See Classico Superiore – die Rebsorte dahinter ist Vernatsch (in Württemberg: Trollinger) [53:09] wir reden mal über Geld! [1:00:44] 23er Lagrein Badel (Badel ist ein Weinberg) [1:01:44] Pergola und Guyot-Erziehung kurz erklärt

    1 Std. 12 Min.
  3. Ingo Theiner: So viel Entspannung und Erholung wie möglich

    2. JAN.

    Ingo Theiner: So viel Entspannung und Erholung wie möglich

    Als vor einiger Zeit die Anfrage kam, ob ich Interesse an einem Podcast mit Ingo Theiner hätte, musste ich stutzen: der Mann ist Chef eines demeter-zertifizierten Hotels  (theiner's garten das biorefugium), er baut auf dem benachbarten Bergerhof elf Hektar Obst an (bis auf einen Hektar alles Äpfel, Südtirol halt) – ob das was für einen doch sehr weinlastigen Podcast ist? Andererseits: es heißt ja "Auf ein Glas" – und da kann ja durchaus auch was aus Äpfeln drin sein! Außerdem ist Ingo Theiner Sommelier, Wein spielt im Hotel eine große Rolle. Also fuhr ich im Oktober nach Südtirol – und es war spannender als erwartet. Südtirol ist bekannt für seinen Apfelanbau. Der reichhaltige Schwemmlandboden und die ordentliche Wasserversorgung der Region schaffen ideale Bedingungen. "Der Apfel braucht viel Wasser, hat oberflächliche Wurzeln“, lerne ich von Ingo Theiner und verstehe, warum der Wein dann an den Bergen des Tals wächst: der mag es gerne karg, die Wurzeln suchen sich ihren Weg (darüber redete ich dann mit zwei Winzern, Anton Longo vom Weingut Baron Longo und Michael Sinn vom Weingut Quirinus). Die Familie Theiner ist seit den 50er Jahren im Apfelanbau tätig, der Übergang zur biologisch-dynamischen Landwirtschaft begann 1980 mit der 2. Generation (dem Vater von Ingo Theiner). Seit 1984 ist der Bergerhof Demeter-zertifiziert und war damit damals Pionier. Im Gespräch geht es natürlich auch um die Ideen, die hinter der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise stecken. Was die Familie zum Bau eines Hotels bewog und warum das auch ganz im Geist der Demeter arbeitet, verrät Ingo Theiner im zweiten Teil des Podcasts. Und zum Wein kommen wir, nachdem wir eingangs eine Apfelsaft-Cuvée probierten, auch noch… Mehr Infos bei den STIPvisiten [00:30] Theiner Ingo: Äpfel und Hotel [13:23] wie läuft das eigentlich mit den Präparaten? [22:05] wir probieren eine Apfelsaft-Cuvée – aus fünf Sorten in diesem Jahr [29:05] ein Demeter-Hotel – was bedeutet denn das? [41:13] wir probieren einen Wein von St. Quirinus

    56 Min.
  4. Peter Bohn: Kopfarbeit ist und bleibt das A und O

    18.12.2025

    Peter Bohn: Kopfarbeit ist und bleibt das A und O

    Peter Bohn ist einer der beiden Executive Partner beim Weinhandelshaus P. J. Valckenberg (der andere ist Tilman Queins) – einem Haus mit Geschichte (Peter Joseph Valckenberg gründete das Weinexporthaus 1786). Seit 2011 ist Bohn Geschäftsführer bei Valckenberg, 2015 haben er und Queins die Firma gekauft – und seitdem unter anderem den US-Markt entwickelt. Der hat sich in der jüngeren Vergangenheit, gelinde gesagt, als ein problematischer Markt erwiesen – in einer für die Weinwirtschaft weltweit eh nicht gerade problemlosen Situation. Darüber reden wir – und was man machen kann, um dem zu begegnen: andere Märkte entwickeln. Da ist unser Thema, natürlich, das Segment der alkoholfreien Weine. In einem anderen großen Block reden wir über die Zeit vor dem Valckenberg-Engagement: 1996 kam Peter Bohn nach Sachsen, er fing auf Schloss Proschwitz im Marketing und Vertrieb an. "Das waren extrem geniale Jahre – und extrem harte Jahre!", schwärmt Bohn – der in Westhofen (Rheinhessen) arbeitet, aber nach wie vor im sächsischen Meißen wohnt. Mehr Infos bei den STIPvisiten [00:00] zu Gast bei Peter Bohn in Meißen [12:04] wollen wir über die Zeit bei Proschwitz sprechen? [23:10] Kopf schlägt Kapital – Budgetdenken ist eine der größten Unsitten! [36:03] was trinken wir eigentlich beim Gespräch? Champagne Lombard! [55:49] zurück vom Abschweifen zum Thema Export [1:08:57] was man machen kann – andere Märkte entwickelt im Sinne von Produkten: alkoholfreie Produkte!

    1 Std. 22 Min.
  5. Nora Thiel: Chenin, Pinotage und Spatzendreck

    11.12.2025

    Nora Thiel: Chenin, Pinotage und Spatzendreck

    Aus Fehlern kann man lernen, und wenn man's danach richtig macht, sogar damit kokettieren. Das Weingut Delheim im Herzen des südafrikanischen Weinbaus in der Region Stellenbosch hat so eine Geschichte: Spatzendreck ist der Name eines ihrer Weine – weil der junge Weinmacher Michael Sperling, den sie alles Spatz nannten, an einem Sonntagnachmittag im Jahr 1961 einigen Freunden voller Stolz seine neue Weinkollektion präsentieren wollte – und auch nicht stutzig wurde, als einer der Weine, nun ja: untypische Farbtöne hatte. Ausgerechnet der aus Tank Nummer 13 – aber egal:  eingeschenkt und probiert. Eine Freundin rief entsetzt aus: „Aber Spatz, das ist jetzt wirklich Dreck”! Und schon hatte der Wein seinen Namen weg – mit passendem Etikett kackender Spatz auf Weinfass: das reichte für den vom Decanter 1971 verliehenen Ehrenpreis „worst label of the year“. Delheim heißt das Weingut in Stellenbosch, in dem der Spatzendreck erfunden wurde – und noch heute ab Hof im Angebot ist. In besserer Qualität, wie Nora Thiel mir verriet. Sie ist die Tochter jenes Michael "Spatz" Sperling, und ich traf sie zum Podcast mit einigen bemerkenswert guten Weinen. Geht doch!  Mehr Infos bei den STIPvisiten! [00:00] heute aus der Kastenmeier-Bar, unser Gast kommt aus Südafrika: Nora Thiel, Weingut Delheim [10:10] Sonnenschein im Glas: Pinotage Rosé, schon Jahrgang 2025 [22:32] weiter geht's: Chenin Blanc [34:13] im Glas: Pinotage [42:08] im Glas: 2021 Grand Reserve [49:15] und nun: ein Botrytis-Riesling: Edelspatz

    55 Min.
4,6
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Gespräche beim Wein. Über Wein. Über Essen. Und übers Leben, natürlich. Alle vierzehn Tage freitags neu. Manchmal aber auch wöchentlich…

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