20 Folgen

„Caro quetscht aus“ – und zwar saftige Geschichten von Menschen, die in Dresden leben und auf unterschiedliche Weise kreativ ihr Geld verdienen. Ob Dudelsack-Spieler oder Dildo-Designerin, Dokumentarfilmer oder Magazin-Gründerin – sie alle gestalten Dresden auf ganz unterschiedliche Weise.

Caro quetscht aus Wir Gestalten Dresden

    • Gesellschaft und Kultur
    • 4,4 • 7 Bewertungen

„Caro quetscht aus“ – und zwar saftige Geschichten von Menschen, die in Dresden leben und auf unterschiedliche Weise kreativ ihr Geld verdienen. Ob Dudelsack-Spieler oder Dildo-Designerin, Dokumentarfilmer oder Magazin-Gründerin – sie alle gestalten Dresden auf ganz unterschiedliche Weise.

    #16 Jens Krzywinski – Der Professor für Technisches Design

    #16 Jens Krzywinski – Der Professor für Technisches Design

    Der Diplom-Ingenieur Jens Krzywinski bietet in Dresden eine Besonderheit, die in Deutschland selten zu finden ist: Eine Designausbildung an einer technischen Universität. Als Professor für Technisches Design entwickelt Jens mit seinem Team und den Studierenden zusammen digitale sowie analoge Industriedesign-Produkte, die manchen Menschen das Privat- und anderen das Arbeitsleben erleichtern. Bereits diese Unterscheidung wirkt sich übrigens erheblich auf die Produktgestaltung aus: Haben die Nutzer:innen das Produkt selbst ausgewählt, bezahlt und für den eigenen Haushalt angeschafft, oder begegnet es ihnen am Arbeitsplatz, zum Beispiel im OP-Saal oder als automatisierte Landmaschine auf dem Feld?

    Seit Juni 2022 betreibt Jens mit seinen Kolleg:innen vom Technischen Design sowie dem Barkhausen Institut gemeinsam einen „Showroom für Dresdner Design“ im Kulturpalast Dresden. So bringen sie – Passant:innen ebenso wie Studierende und Fachpublikum – in der Mitte der Stadt zusammen, um von vielen Perspektiven aus die Transformationsfragen für unsere Stadtgesellschaft zu diskutieren: „Wie soll unsere Stadt morgen aussehen? Wie wollen wir damit umgehen, dass wir 2035 bereits CO2-neutral sein wollen? Was sind unsere Beiträge zur Mobilität?“ Design hilft, dass Dinge und Produkte verstehbar werden. Autonome Technik zum Beispiel ist wichtig und hilfreich, um die uns schon jetzt fehlenden Arbeitskräfte zu kompensieren. Wie vertrauensvoll man mit Technik interagieren und wie ein Miteinander von Menschen und Maschinen auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft aussehen kann, erfahrt ihr in dieser Folge.

    • 1 Std. 14 Min.
    #15 Emese Papp – Die Industriedesign Ingenieurin

    #15 Emese Papp – Die Industriedesign Ingenieurin

    Emese Papp arbeitet seit vier Jahren an der TU Dresden als Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur für Technisches Design. Als Wissenschaftlerin und Designerin vereint sie den Praxisbezug in Zusammenarbeit mit Industriepartnern und ihre Forschung im Projekt „6G-life“. Zeitgleich jongliert Emese die Arbeit an ihrer Dissertation und betreut im Studiengang „Technisches Design“ die Entwürfe von Studierenden höherer Semester. Gemeinsam mit dem Team von Ottobock Industrials erhielt sie 2021 den Sächsischen Staatspreis für Design für ihr Exoskelett „Paexo Back“ in der Sonderpreiskategorie „Design macht Arbeitsschutz attraktiv“.

    Im Gespräch über Rahmenbedingungen und technische Anforderungen verrät Emese uns mehr über die Bedürfnisse des heutigen Arbeitsmarktes sowie die Designprinzipien hinter ihren drei Exoskelett-Produkten und wie das Tragen und Nutzen dieses körpergetragenen Assistenzsystems auch soziale Auswirkungen hat. Die Nutzung von Designobjekten kann durchaus den (Berufs)Alltag beeinflussen und wirkt sich auch auf das Zusammenleben mit anderen Menschen aus. Es ist ihre Aufgabe, Zukunft zu gestalten. Was es beim Entwerfen sowie im Abgleich mit den späteren Anwender:innen zu beachten gilt und wie dieses Feedback bereits in die Gestaltung des Produkts einfließt, erfahrt ihr in dieser Folge.

    • 1 Std. 21 Min.
    #14 David Schramm – der eSport-Unternehmer

    #14 David Schramm – der eSport-Unternehmer

    Als Vorstandsmitglied des 2018 gegründeten "404 Multigaming e. V." betreiben David Schramm und sein Bruder Alexander seit 2020 die "Level 44 Gaming- und eSport-Bar" in der Bautzner Straße 33. Der Name ist Programm, seitdem die dazugehörige Community sich 2012 gründete: Statt des bekannten Fehlercodes „404 page not found“ haben die Gamer:innen sich dem Motto „limits not found“ verschrieben. Das verrät bereits den sportlichen Gedanken hinter ihren zahlreichen Angeboten. Mit einem professionellen Team in „League of Legends“ (und bis vor kurzem auch in „DotA 2“) haben sie längst den Anschluss an Deutschlands eSport-Spitze geschafft.

    Computerbasierter Sport ist vornehmlich ein kognitiver Sport. Muskeln werden bei der konzentrierten Hand-Augen-Koordination auf dem Gaming Chair nicht viele aufgebaut. Seit langem kämpft der "E-Sport Bund Deutschland e.V." (ESBD) darum, vom "Deutschen Olympischen Sportbund" (DOSB) anerkannt zu werden. Während weltweit Milliarden mit eSports umgesetzt werden, verschläft Deutschland den Trend aufgrund der fehlenden Anerkennung von eSports als Sport. Im Interview verrät David mehr darüber, wie Gaming-Technologien in weitere Gesellschaftsbereiche hineingreifen & was VR-Brillen in Altersheimen bewirken können.

    • 1 Std. 22 Min.
    #13 Marius Brade – Der Software-Entwickler & Hochschulprofessor

    #13 Marius Brade – Der Software-Entwickler & Hochschulprofessor

    Code is creative. Wer programmiert, erschafft eigene Welten und setzt digital Dinge in die Tat um, die analog gar nicht, oder zumindest nicht so schnell, möglich gewesen wären. Der Software-Entwickler Marius Brade sieht sich als Geburtshelfer und fragt zu Beginn eines Projektes „Wie kann ich das Problem mit dem vorhandenen Budget lösen?“ Auf der Suche nach dem Unterschied zwischen geradlinigen Tafelbildern und tatsächlich merk-würdigen Visualisierungen entstand 2014 seine Firma „mind objects – Software for Visual Thinking“.

    Seit 21 Jahren lebt Marius in Dresden, hat hier Medieninformatik an der TU studiert und auch promoviert. Seit 2017 unterrichtet er als Professor für Medieninformatik an der privatwirtschaftlich betriebenen Fachhochschule Dresden interaktive Programmierung und Game-Entwicklung. In Interview verrät er, wie vielseitig die Schnittpunkte von Software und weiteren kreativen Teilbranchen ist: Ohne Musik, Sound, Storytelling, Architektur und Grafikdesign u. v. m. wäre Programmiersprache wohl ein Werkzeug ohne Modelliermasse. Dass NEW WORK nicht einfach „Homeoffice“ meint und wie man nicht nur den eigenen Arbeitsplatz, sondern auch die Arbeitswelt menschenwürdiger gestalten kann, daran forscht Marius aktuell und weiß: „In der Frage der Mitarbeiterbindung geht es nicht ums Anbinden, sondern ums Freilassen“. Warum Berufsbeschreibungen in der Software-Industrie meistens auf Englisch sind und was die Games-Forschung in Deutschland bereits hervorgebracht hat, erfahrt ihr in dieser Folge.

    • 1 Std. 15 Min.
    #12 Martin Vejmelka – Der Veranstalter

    #12 Martin Vejmelka – Der Veranstalter

    Wer Martin kennt, nennt ihn „Martl“. Nach seiner Berufsbezeichnung gefragt, sagt er, „Konzertveranstalter, Event Manager und ein bisschen Booking" In Dresden geboren, ausgebildet und als Gründer zweier Firmen professionell geworden, war er „schon immer in der Clique der Ausgehminister“. Mit 16 in leerstehenden Häusern angefangen Parties zu organisieren, verkaufte Martl dann 2001 als Abschluss seines Zivildienstes an der Scheune Dresden plötzlich 600 Karten für ein Hip Hop-Jam –
    seither hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Als Einzelunternehmer veranstaltet er Anfang des Jahrtausends mit „krasscore entertainment“ nebst HipHop- auch legendäre Funk- & Soul-Events. Schon während seines BWL-Studiums an der TU Dresden wird die Theorie somit zur Praxis: Die Vorsteuerabzugsberechtigung sowie die Trennung von 7% Mwst. auf Tickets und 19 % Mwst. auf die Veranstaltungskosten jonglierte Martl schon vor seinem Abschluss als Diplomkaufmann. Im Interview verrät er, warum der Beruf von örtlichen Konzertveranstalter:innen eine deutsche Besonderheit ist und wie Tourneen in anderen Ländern organisiert werden.

    Als eine Berliner Bookingagentur nach langjähriger Zusammenarbeit auf ihn zukam und vorschlug, gemeinsam ein Unternehmen zu gründen, war schnell klar: Los geht’s. Seit 2014 agiert Martl als geschäftsführender Gesellschafter der „Landstreicher Kulturproduktion GmbH“ mit 12 Angestellten sowie Büros in Dresden und Leipzig und organisiert als örtlicher Veranstalter Konzerte in Clubs, Arenen und Open Air im gesamten Osten Deutschlands. Wie man ein Backstage mit dem wichtigen Flair bezaubert, das Bands auf Tour nicht nur notwendig, sondern auch herzlich versorgt und welche Nonfood-Catering-Anfragen von Bands gestellt werden, verrät Martl in dieser Folge.

    • 1 Std. 38 Min.
    #11 Johannes Gerstengarbe – Der Musiker und Musikproduzent

    #11 Johannes Gerstengarbe – Der Musiker und Musikproduzent

    Als Jugendlicher in seiner Geburtsstadt Halle an der Saale spielte Johannes Blockflöte, Flügelhorn, Posaune und Trompete. Was ihn dann jedoch bewogen hat, in Dresden Jazz-Gitarre zu studieren, erzählt er, gemütlich zurückgelehnt, in seinem eigenen Studio mit Wohnzimmeratmosphäre. Während seines Studiums absolvierte Johannes zwei Auslandsaufenthalte in Nashville, USA, wo er Kurse in Tontechnik und Musikproduktion belegte. Hier gewann er in den MTV Studios 2005 den AES Spring Mixer Preis und produziert bis heute interkontinental mit seinem Studienfreund Josh Reynolds und dessen Frau Femke gemeinsam Musik. In seinem eigenen Tonstudio – den [Ballroom Studios Dresden](http://www.ballroomstudios.de) – produziert er Sounds für Software ebenso wie Solo-Musiker:innen und Bands.

    Ehemals als Studiomusiker, Musikschullehrer und Hochschuldozent tätig, hat Johannes sein zweites berufliches Standbein verlagert: Als Songwriter und Bandleader von „Johannes und die Gerstengarbe“ sind kürzlich [Single-Auskopplungen](https://open.spotify.com/artist/4v8Masb3WF7eJc9pzrQYKd?si=tBL2j7JdQJ6eGcfFCX_sIQ) und [Musikvideos](https://www.youtube.com/channel/UCitSlPnqZXjZlObLOylgATg) erschienen. Komponieren, arrangieren, spielen, aufnehmen, mischen, mastern – von der Idee bis zum fertigen Song gibt es viele Schritte zu gehen. Wie ein Song bzw. ein Album dann zu seinem Publikum findet und inwiefern die Funktionsweise von Youtube und Spotify die künstlerische Arbeit formt, erfahrt ihr in dieser Folge.

    @ballroom-studios

    • 1 Std. 32 Min.

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