Close Up. Ein Podcast übers Filmemachen

Deutsche Filmakademie

Einblick ins Filmemachen: Jede Woche sprechen die Filmakademie-Mitglieder Susanne Bormann und Christian Schwochow im Wechsel mit ihren Kollegen aus unterschiedlichen Gewerken darüber, wie ein Film eigentlich entsteht und was das Besondere ihres Berufes ist.

  1. Regisseur İlker Çatak & Christian Schwochow — Folge 7

    04.12.2024

    Regisseur İlker Çatak & Christian Schwochow — Folge 7

    Bevor der Regisseur İlker Çatak seinen durchschlagenden Erfolg mit dem Oscar-nominierten und vielfach ausgezeichneten Film „Das Lehrerzimmer“ feierte, erfuhr er neben einigen kleineren Erfolgen auch Ablehnung auf seinem Werdegang zu einem der gefeiertsten Regietalente Deutschlands. In den zwei „Welten“ von Istanbul und Berlin aufgewachsen, ist für İlker Çatak Ambivalenz das wichtigste Kriterium für den Kinofilm und er sieht sich in der Verantwortung, den Zuschauenden keine Meinung vorzuschreiben. Mit Christian Schwochow spricht er darüber, wie Ablehnung auch ein Motor sein kann, über Selbstzweifel als ein ständiger Begleiter, Rassismuserfahrungen im Zusammenhang mit der Pressearbeit zu „Das Lehrerzimmer“, darüber wie konstante Beziehungen diese von Unvorhersehbarkeiten geprägte Arbeit erleichtern und warum es dennoch wichtig bleibt, sich auch mit neuen Partner:innen immer wieder neu zu erfinden. Ein Podcast der Deutschen Filmakademie. Podcast Homepage · Facebook · Instagram Mehr zum Gast: İlker Çatak InstagramMehr zum Host: Christian Schwochow Facebook und InstagramChristian Schwochow AgenturSchnitt: Rainer Schwochow Aufnahme: Sonnenstudio Musik: Martin Todsharow Fotos: Florian Mag, Mattia Tezzele Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram, Inga Goossens Technische Umsetzung: Sophie Niethe Kapitel00:00:00 Intro 00:01:14 Gretchenfrage und Kindheit im Wedding in den Achtzigern 00:08:29 Kulturschock und Desillusionierung mit dem Umzug nach Istanbul 00:20:07 Zurück nach Berlin – Zum Zivildienst, um dem türkischen Militär zu entgehen 00:28:23 Erste Gehversuche beim Film 00:38:26 Nach Studienabbruch zahlreiche vergebliche Versuche an Filmhochschulen genommen zu werden 00:45:55 Hamburg Media School 00:55:54 Wie die harte Schule der zahlreichen Ablehnungen zu enormer Gewissenhaftigkeit bei den Hochschul-Filmen führte 01:00:45 Auserwählt für das Auslandsprojekt der Hamburg Media School mit dem Film „Sadakat" in Istanbul 01:11:29 Die Vor- und Nachteile immer wieder mit denselben Leuten zu arbeiten und wie wichtig neue Impulse sind, um nicht stehen zu bleiben 01:25:55 Erfolg und Misserfolg 01:44:02 Handwerkliche und inhaltliche Arbeit mit Kamerafrau Judith Kaufmann 01:55:10 Die Angst, nicht gut genug zu sein und irgendwann „aufzufliegen“ / Kino vs. Fernsehen 02:01:37 Das Lehrerzimmer: später, kometenhafter Erfolg und Rassismus-Erfahrungen im Zuge der Pressearbeit 02:15:20 Zusammenarbeit und Zusammenwachsen mit dem Produzenten Ingo Fliess von if Productions 02:27:11 Warum İlker sich zumeist für weibliche Hauptfiguren entscheidet 02:32:58 Arbeit mit den Schauspielenden – Der Raum, den es braucht um sich fallen zu lassen und sich wirklich zu öffnen 02:43:30 Outro

    2 Std. 45 Min.
  2. Produzent Jakob Weydemann & Susanne Bormann — Folge 6

    27.11.2024

    Produzent Jakob Weydemann & Susanne Bormann — Folge 6

    Gemeinsam mit seinem Bruder Jonas führt Jakob die noch recht junge Produktionsfirma Weydemann Brothers, deren Filme, z.B. „Systemsprenger“, zahlreiche internationale Preise gewonnen haben. Auch die Beziehungen zu den Talenten denken die Weydemanns langfristig und familiär – Vertrauen und gemeinsames Wachsen sehen sie als Basis für das Entfalten von kreativem Potential. Susanne Bormann spricht mit Jakob Weydemann über die Suche nach noch nicht gesehenen Geschichten und nicht gehörten Perspektiven, darüber, wie die benötigten Konsensentscheidungen zu vieler Fördertöpfe kreative und außergewöhnliche Stoffe hemmt und warum es sich trotzdem lohnt, Stoffe fürs Kino zu entwickeln, obwohl die Streamer unkomplizierter und schneller die Gelder zur Verfügung stellen. Jakob hat sich in den vergangen Jahren intensiv für eine grundlegende Reform der Förderstrukturen in Deutschland eingesetzt und hat uns die anstehende Filmförderreform im Detail erläutert und verständlich gemacht, welche positiven Änderungen uns hoffentlich erwarten – auch wenn wenige Woche nach dem Gespräch durch die politischen Ereignisse nun wieder alles offen ist. Ein Podcast der Deutschen Filmakademie. Podcast Homepage · Facebook · Instagram Mehr zum Gast: Website Weydemann Bros.Mehr zum Host: Susanne Bormann InstagramSusanne Bormann AgenturAufnahme & Schnitt: Nicolai Ziel Musik: Martin Todsharow Fotos: Mattia Tezzele, Jakob Weydemann Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram, Inga Goossens Technische Umsetzung: Sophie Niethe Kapitel00:00:00 Erste Filmbegeisterung bei der Hamburger Sneak-Preview und Produktionserfahrungen im Schultheater 00:11:14 Gretchenfrage und die Magie ein Projekt von der ersten Idee bis zum Ende zu begleiten 00:18:55 Internationales Studium in Barcelona und USA – erste Kurzfilme: mit viel Risiko und Neugier hinaus in die Welt 00:30:30 Erster Langfilm mit Damian John Harper „Los Angeles“ – ein Projekt entgegen aller Wahrscheinlichkeiten 00:39:21 Bewusstes gestalten der eigenen Firmenphilosophie und des Familiengedankens 00:46:21 Durchbruch und Überraschungserfolg mit „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt 00:56:20 Weitere waghalsige Projekte, z.B. „Niemand ist bei den Kälbern“ während der Corona-Zeit 00:05:19 Neue Perspektiven: „Ivie wie Iwie“ von Sarah Blaßkiewitz 01:16:21 Flexible Verleihstrategie für „kleinere“ Filme am Beispiel von „Ivie wie Ivie“ ohne großes Marketing-Budget 01:19:40 Für und Wider von Sperrfristen, vor allem in Bezug auf Arthouse-Produktionen 01:34:20 Widerstände im Entwicklungsprozess für mutige, ungewöhnliche Themen – der nötige Konsens der vielen Fördertöpfe 01:41:29 Unterschiede im kreativen Prozess bei einem unabhängigen Kinofilm und einer Streamer-Auftragsproduktion 01:50:22 Die anstehende Reform der Filmförderung: Steueranreizmodell und Investitionsverpflichtungen von Streamern 02:03:11 Filmfördergesetz – was soll sich im Detail ändern? 02:08:39 Was bedeuten die Änderung insbesondere für den Arthouse-Film? 02:17:07 Den Prozess familiär denken – Arbeiten mit dem Bruder, Arbeitsbeziehungen langfristig als Film-Familie denken 02:25:03 Familienfreundliches Produzieren

    2 Std. 34 Min.
  3. Regisseurin Julia von Heinz & Christian Schwochow — Folge 5

    20.11.2024

    Regisseurin Julia von Heinz & Christian Schwochow — Folge 5

    Immer wieder sind der Einstieg in den Beruf und die entscheidenden Schritte am Anfang einer Karriere Thema bei uns im Podcast. Im Fall von Julia von Heinz ist der Start in die berufliche Laufbahn umso spannender, da sie keinen klassischen Hochschulweg gegangen ist und sich bereits mit zwei kleinen Kindern im Gepäck ihren Weg ins Filmgeschäft sehr hart erkämpft hat. Ihr Debütfilm „Was am Ende zählt“ fand erst zwei Jahre nach Fertigstellung einen Verleih und wurde dann aber schlussendlich mit der Lola in Gold prämiert. Heute betreibt die gefeierte Regisseurin gemeinsam mit dem Produzenten Fabian Gasmia und den Regiekollegen David Wnendt und Erik Schmitt die Produktionsfirma Seven Elephants. Mit Christian Schwochow spricht Julia von Heinz darüber, wie entscheidend es für den Verlauf einer Karriere sein kann, Menschen um sich zu haben, die an einen glauben. Sie schildert das Privileg, von einer Ikone wie Rosa von Praunheim in den Beruf eingeführt worden zu sein, und wie es ist, seit vielen Jahren mit ihrem Mann und Drehbuchautoren John Quester zusammenzuarbeiten. Außerdem thematisieren die beiden, wie viel besser junge Leute heutzutage in der Selbstfürsorge sind und wie selbstverständlich man sich früher auch selbst ausgebeutet hat. Sie gehen der Frage nach, ob es ein „Zuviel“ an Arbeit gibt, selbst wenn man diese über alles liebt und wie es sich anfühlt, wenn einem der eigene Film aus den Händen genommen wird, wie bei „Ich bin dann mal weg“. Ein Podcast der Deutschen Filmakademie. Podcast Homepage · Facebook · Instagram Mehr zum Gast: Agenturseite Julia von HeinzMehr zum Host: Christian Schwochow Facebook und InstagramChristian Schwochow AgenturSchnitt: Rainer Schwochow Aufnahme: Sonnenstudio Musik: Martin Todsharow Fotos: Mattia Tezzele, Peter Hartwig Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram, Inga Goossens Technische Umsetzung: Sophie Niethe Kapitel00:00:00 Intro 00:00:40 Biografie, die Abwesenheit von Film bis zu einem recht späten Zeitpunkt und die Liebe zu Literatur 00:10:00 Zeit bei der Antifa 00:19:55 Über die Ausbildung beim WDR: Endlich der Weg zum Film 00:30:30 Die ersten eigenen Kurzfilme und die gescheiterten Versuche an der Filmhochschulen 00:41:33 Der essenziell wichtige Kontakt zu Rosa von Praunheim über Cooky Ziesche 00:53:57 Drehbucharbeit mit Lebenspartner John Quester 01:03:30 Mit zwei kleinen Kindern Drehbuch für den ersten Langspielfilm schreiben und Drehen 01:18:42 Arbeit als Heimat und die Frage ob man zu viel arbeiten kann, selbst wenn es einen sehr erfüllt 01:25:20 Wenn man leer ist und irgendwann keine Ideen mehr hat 01:31:58 Verwundbar durch die Presse - die Scham, wenn man „enttarnt“ wird 01:42:51 Umgang mit Kritik am Beispiel von „Ich bin dann mal weg“ 01:55:49 Gründung der Produktionsfirma Seven Elephants 01:59:55 Der aktuelle Film „Treasure“ nach einer Romanvorlage von Lily Brett 02:21:16 Wegbegleiterin seit der ersten Stunde: die Kamerafrau Daniela Knapp 02:28:32 Was ist das Besondere am persönlichen Erzählen und wie drückt es sich aus? 02:33:07 Die Dreherfahrung in Polen - wie mit viel Professionalität und großen Stolz gegenüber dem eigenen Gewerk hohe Qualität erreicht wird 02:36:55 Outro

    2 Std. 38 Min.
  4. Editor Hansjörg Weißbrich & Susanne Bormann — Folge 4

    13.11.2024

    Editor Hansjörg Weißbrich & Susanne Bormann — Folge 4

    Susanne Bormann spricht mit Hansjörg Weißbrich – dem Editor, von dem man sicherlich mit Fug und Recht behaupten kann, dass es niemanden in unserer Branche gibt, der ihn nicht kennt. Langjährige treue Zusammenarbeit mit Regiegrößen wie Hans-Christian Schmid, Maria Schrader oder Florian Gallenberger wechseln sich in seiner Laufbahn mit neuen fruchtbaren Begegnungen – wie zuletzt mit Margarete von Trotta oder bei Tim Fehlbaums „September 5” – ab. Hansjörg beschreibt seine Arbeit vom „Groben ins Feine“. Im Gespräch erklärt er, warum seine Rohschnitte immer möglichst kurz sind, wie er es schafft den Schauspielenden im Schnitt so nahe zu kommen, dass man sich als Zuschauer:in dem Sog der Geschichte nicht mehr entziehen kann, wie er es erreicht, dass seine Filme so organisch und rund wirken und warum es wichtig ist, den Film zwischendurch immer wieder als Ganzes anzuschauen. Ein Podcast der Deutschen Filmakademie. Podcast Homepage · Facebook · Instagram Mehr zum Gast: BFS Webseite Hansjörg WeißbrichMehr zum Host: Susanne Bormann InstagramSusanne Bormann AgenturAufnahme & Schnitt: Nicolai Ziel Musik: Martin Todsharow Fotos: Mattia Tezzele, Florian Liedel Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram, Inga Goossens Technische Umsetzung: Sophie Niethe Kapitel00:00:00 Intro 00:00:55 Gretchenfrage und Biografisches 00:10:08 Fügung für wichtige Zusammenarbeiten, z.B. mit Hans-Christian Schmid, Margarete von Trotta und Maria Schrader 00:21:26 Schnitt ist wie Bildhauerei, man arbeitet vom Groben ins Feinere 00:35:52 Abstimmungsprozesse und Zusammenarbeit mit der Regie im Schnittprozess 00:46:51 Wann folgt man der eigenen Intuition und wann den Anweisungen der Regie? 00:54:34 Den Figuren mit dem Schnitt in der größtmöglichen Intensität folgen – Wie geht das? 01:02:24 Den Film immer als Ganzes betrachten – von einem verdichteten, kurzen Rohschnitt hin zu einzelnen Ergänzungen 01:08:20 Wie entsteht und gestaltet man den Schnittrhythmus im Film? 01:23:21 Wie hilft Musikalität und in Hansjörgs Fall sein Musikstudium beim Schnittprozess? 01:33:12 Einen Schnittprozess abgeben oder den Schnitt von einer anderen Produktion übernehmen und fertigstellen 01:47:03 Wie wichtig es ist, in der Ton-Mischung und in der Endfertigung dabei zu sein 01:51:16 Outro

    1 Std. 52 Min.
  5. Filmkomponistin Dascha Dauenhauer & Christian Schwochow — Folge 3

    06.11.2024

    Filmkomponistin Dascha Dauenhauer & Christian Schwochow — Folge 3

    Wie kann man über Musik reden? Wie lassen sich Worte finden, um eine Melodie zu beschreiben? Wie lässt sich eine gemeinsame Idee für einen Score entwickeln? Christian Schwochow spricht mit dem Ausnahmetalent Dascha Dauenhauer über das angstfreie und wertfreie Ausprobieren bei schwer zu beschreibenden künstlerischen Prozessen. Das Ego darf laut Dascha beim Film jedenfalls keine Rolle spielen. Als neunjährige studiert sie bereits Komposition und ihr erstes Werk wird in der Philharmonie uraufgeführt als sie 15 Jahre alt ist. Mit Christian Schwochow spricht sie darüber, wie Oscar-Gewinner:innen sie auf Instagram anschreiben, um sie zu engagieren, wie sehr sie es liebt, eigene Sounds zu kreieren, über Arbeitssucht und darüber, wie wichtig diese eine Person ist, die sagt: Ich gebe dir 'ne Chance, selbst wenn es viele Gegenstimmen gibt. Für Dascha war diese Person Burhan Qurbani, der ihr noch als Studierende sein riesiges Vertrauen geschenkt und sie für „Berlin Alexanderplatz“ engagiert hat und damit ihre aussergewöhnliche Karriere ins Rollen brachte. Ein Podcast der Deutschen Filmakademie. Podcast Homepage · Facebook · Instagram Mehr zum Gast: Webseite Dascha DauenhauerMehr zum Host: Christian Schwochow Facebook und InstagramChristian Schwochow AgenturSchnitt: Rainer Schwochow Aufnahme: Sonnenstudio Musik: Martin Todsharow Fotos: Mattia Tezzele, Marcus Höhn Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram Technische Umsetzung: Sophie Niethe Kapitel00:00:00 Intro 00:00:15 Aufwachsen in Moskau und musikalische Förderung ab dem Alter von 5 Jahren 00:10:44 Harter Aufschlag beim Umzug nach Berlin-Lichtenberg und Kompositionsunterricht ab 9 Jahren 00:19:45 Konzertreisen als Kind und Lampenfieber 00:32:20 Von der Komposition zur Filmmusik und der Filmuniversität Babelsberg 00:41:30 Die Arbeit im Team als Filmkomponistin 00:47:52 „Angst“ vor Musik und Musik als Mittel der Manipulation 00:49:55 Filme von Henrika Kull- wie ein Score entsteht (Jibril, Glück) 00:56:04 Wie schwer es ist Worte und eine gemeinsame Sprache für Musik zu finden und wie wichtig das Ausprobieren - ohne Angst zu scheitern - ist 01:10:23 „Berlin Alexanderplatz“ mit Burhan Qurbani - direkt vom Studium in diese aufwendige Produktion 01:20:50 Über Depressionen und Selbstzweifel in der Arbeit - und was dann hilft 01:32:14 Der Durchbruch und die internationalen Chancen danach, z.B. bei „Golda - Israels Eiserne Lady“ von Guy Nattiv mit Helen Mirren 01:43:22 Wie wichtig es ist, von Anfang an deutlich zu machen, was man will, um negative Erfahrungen zu vermeiden 01:51:23 Musik Libraries vs. Eigene Sounds kreieren 02:01:56 Outro

    2 Std. 3 Min.
  6. Regisseur Andreas Dresen & Susanne Bormann — Folge 2

    30.10.2024

    Regisseur Andreas Dresen & Susanne Bormann — Folge 2

    Wie kaum ein anderer Regisseur verbindet Andreas Dresen in seinen zutiefst menschlichen Geschichten Humor mit Tiefgang. Er schafft es, dass wir den Blick in Abgründe wagen, vor denen wir gemeinhin zurückschrecken und erzählt mit großer Liebe über das Scheitern. Und das wieder Aufstehen. All das tut er gemeinsam mit jahrelangen Vertrauten, quasi seiner Filmfamilie. Mit Susanne Bormann spricht er über die Bedeutung von Geschichten für uns Menschen und beschreibt, wie seine Filme von der Idee bis hin zum fertigen Ergebnis in gemeinschaftlicher Arbeit reifen und entstehen, und bisweilen ein Eigenleben entwickeln. Wir sprechen über seinen äußerst bewegenden aktuellen Kinofilm „In Liebe, Eure Hilde“, über Risikobereitschaft, die Balance aus Zusammenhalt und künstlerischer Reibung, den angstfreien Raum als Nährboden für Kreativität, die Besonderheiten des Improvisationsfilms und vor allem über die Arbeit mit den Schauspieler:innen. Ein Podcast der Deutschen Filmakademie. Podcast Homepage · Facebook · Instagram Mehr zum Gast: Andreas Dresen AgenturMehr zum Host: Susanne Bormann InstagramSusanne Bormann AgenturAufnahme & Schnitt: Nicolai Ziel Musik: Martin Todsharow Fotos: Mattia Tezzele, Florian Liedel Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram Technische Umsetzung: Sophie Niethe Kapitel00:00:00 Intro 00:00:58 Gretchenfrage und: Was Filme Menschen bedeuten 00:06:50 Ist der Beruf des Regisseurs ein einsamer? 00:12:12 Kindheit in einer Theaterfamilie in Schwerin 00:19:20 Erste Inszenierungen als Kind, unter dem kritischen Blick zweier Väter, die echte Koryphäen sind 00:26:13 Erste Amateurfilme auf der AK8 Kamera und Zeltplatzkino mit der „DREFA“ 00:37:55 Die Jahre bei der Armeezeit in der DDR mit Andreas Höfer 00:39:26 Der umständliche Weg zum Studium an der Konrad Wolf in Babelsberg 00:46:00 Lehrreiches Praktikum als Tontechniker am Schweriner Theater - Wartezeit aufs Studium 00:50:40 Studium in Zeiten des Umbruchs, während der Vor-Wendezeit 01:05:39 Die letzten Monate der DDR, Studienabschluss während der Wende und erste berufliche Schritte im neuen System 01:10:45 Frustration und Limitierung der eigenen Kreativität durch „braves“ Handwerk, gelangweilt sein von der eigenen Arbeit Anfang der 90er 01:20:08 Kreativer Befreiungsschlag durch „Nachtgestalten“ und das Theater, finanziell am Abgrund 01:35:48 Ohne Risiko läuft nichts beim Film 01:40:25 Wie entstehen die Ideen und Themen zu den Dresen-Filmen 01:53:56 „Halt auf freier Strecke“ 02:04:50 Wie schütze ich mich als Schauspieler:in in emotionalen Extremsituationen der Figur 02:21:17 Wechselspiel Schauspiel/Regie: Spielen, ohne das Gefühl scheitern zu können 02:30:47 Die Probensituation 02:44:02 Wie kann man als Regie den Schauspielenden in emotionalen Szenen helfen? 02:55:50 wie hilfreich Subtexte sind und die Herausforderung beim Improfilm Subtexte zu entwickeln 03:03:33 Vorbereitung für einen Improvisationsfilm am Beispiel von „Halbe Treppe“ 03:09:00 Umgang mit Angst, Verantwortung und Druck 03:18:38 Anspruch und die Verantwortung das Publikum nicht zu enttäuschen 03:23:22 Outro

    3 Std. 24 Min.
  7. Schauspielerin Birgit Minichmayr & Christian Schwochow — Folge 1

    23.10.2024

    Schauspielerin Birgit Minichmayr & Christian Schwochow — Folge 1

    Wie findet man den Mut, am Set zu benennen, wenn etwas nicht stimmt und somit den Fluss der Emotionen hindert? Birgit Minichmayr spricht mit Christian Schwochow, wie sie die Kunst in das ländliche zu Hause gebracht hat und wie entscheidend sie durch ihren Lehrer Klaus Maria Brandauer geprägt wurde. Wieviel Glück steckt in ihrer Karriere und wieviel Sorgfalt? Wie wichtig ist Vorbereitung? Diesen und andere Fragen nähern sich die beiden an, um dem Geheimnis der unbändigen Kraft dieser außergewöhnlichen Schauspielerin auf die Spur zu kommen, die immer von zwei Enden zu brennen scheint. Ein Podcast der Deutschen Filmakademie. Podcast Homepage · Facebook · Instagram Mehr zum Gast: Agenturseite Birgit MinichmayrMehr zum Host: Christian Schwochow Facebook und InstagramChristian Schwochow AgenturSchnitt: Rainer Schwochow Aufnahme: Sonnenstudio Musik: Martin Todsharow Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram, Inga Goossens Technische Umsetzung: Sophie Niethe Kapitel00:00:00 Intro 00:01:00 Biografie und: Der Mut zu benennen, wenn etwas nicht stimmt 00:09:29 Aufwachsen auf dem Land & in der Klosterschule und die Entwicklung der künstlerischen Ader 00:17:26 Die glückliche Zeit am Max Reinhardt Seminar und die inspirierende Ausbildung durch Klaus Maria Brandauer 00:34:21 Selbstzweifel und erste Dreherfahrung 00:42:29 Engagement am Burgtheater noch im dritten Studienjahr 00:49:57 „Der Fall Furtwängler" von István Szabó – allein unter Schwergewichten im Internationalen Film 00:58:18 Was brauchst Du von einer Regie? Über die Zugewandtheit und das Zulassen 01:05:06 Scham beim Spielen und die erste große Enttäuschung 01:09:57 Mit wie viel Vertrauen gehst Du in eine Arbeit? Wie viel sicherst Du Dich ab? 01:14:34 Rollenarbeit am Beispiel „Alle Anderen“ 01:41:32 Erarbeiten einer historischen Figur bei „Mit einem Tiger schlafen“ 02:15:17 Outro

    2 Std. 16 Min.
  8. Produzentin Bettina Brokemper & Christian Schwochow — Folge 6

    13.12.2023

    Produzentin Bettina Brokemper & Christian Schwochow — Folge 6

    Bettina Brokemper ist mit ihrer Produktionsfirma „Heimatfilm“ eine der wichtigsten unabhängigen Produzent:innen in Deutschland. Als erste, die in ihrer Arbeiterfamilie auf direktem Bildungsweg Abitur machen konnte und studiert hat, entdeckte sie bereits als Jungendliche ihre große Liebe zum Autor:innenkino. Mit Reality Fiction finanzierte sie ihr Studium und nach einem Stipendium und zweijähriger Arbeitserfahrung in LA kehrte sie in ihre Heimat zurück. Bettina Brokemper ist ein Arbeitstier, unerschrocken und begeistert, mit kölschem Humor und Gemüt (Et hätt noch immer jot jejange) kämpft sie um ihre Stoffe und bezeichnet sich selbst als Wadenbeißerin. Christian Schwochow spricht mit ihr über die Gründung der eigenen Firma, die achtjährige Entwicklungsphase von Hannah Arendt und über ihre Arbeit für Zentropa. Wütend über das Frauenbild in „Breaking the Waves“, konfrontierte sie Lars von Trier bei ihrer ersten Begegnung damit, wie unterirdisch sie seinen Film fand, was eine produktive Arbeit auf Augenhöhe mit einer guten Streitkultur schuf. Sie berichtet, warum sie allen Existenzgründer:innen rät, nicht zu wenig Geld zu beantragen, wie schwer sie es mit dem Film „Falsche Bekenner“ hatten und wie wichtig es ihr ist, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich alle ernst genommen und wahrgenommen fühlen und ihr Bestes geben können, dadurch dass ihre Bedürfnisse soweit wie möglich verstanden und akzeptiert werden. Diese Folge von Close-up wird Euch von MUBI präsentiert, einem globalen, kuratierten Streaming-Dienst, Filmverleih und Produktionsfirma, die großartige und visionäre Filme aus der ganzen Welt zu Euch bringt. Ab sofort könnt Ihr mit MUBI aber auch ins Kino gehen: Mit MUBI GO erhalten Mitglieder jede Woche ein kostenloses Kino-Ticket, um einen handverlesenen, neuen Film im Kino zu erleben. Als Close-up-Hörer:innen könnt Ihr MUBI, und damit für begrenzte Zeit auch MUBI GO, jetzt 30 Tage lang kostenlos ausprobieren: Unter MUBI.com/close-up. Für einen ganzen Monat großartiges Kino kostenlos. Ein Podcast der Deutschen Filmakademie. Podcast Homepage · Facebook · Instagram Mehr zum Gast: HeimatfilmMehr zum Host: Christian Schwochow Facebook und InstagramChristian Schwochow AgenturFoto: Heimatfilm Schnitt: Rainer Schwochow Aufnahme: Sonnenstudio Musik: Martin Todsharow Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram, Inga Goossens Technische Umsetzung: Sophie Niethe Kapitel00:07:57 Gretchenfrage – der Weg zum Film; Geld verdienen mit Reality Fiction 00:18:00 Filmhochschule in München 00:26:05 Stipendium in LA 00:36:58 Zurück in der Heimat in Köln – Neue Impuls Film 00:45:26 Arbeit für Zentropa – die Filme mit Lars von Trier (Dogville, Antichrist, Melancholia) 00:53:03 Gründung von Heimatfilm – „Falscher Bekenner“ mit Christoph Hochhäusler, Festivalbeitrag in Cannes 01:01:35 Auslaufen des Existenzgründerkredits, Schwieriger Start wegen knapper Kasse 01:07:28 Erfolg einschätzen und der zwischenmenschliche Aspekt am Produzieren, die gemeinsame Sprache 01:17:02 Die Werte von Heimatfilm 01:20:23 Umgang mit Lohnsteigerung 01:28:45 Was gibst Du jungen Filmstudierenden mit auf den Weg? 01:35:41 Über den achtjährigen Entwicklungsprozess von Hannah Arendt

    1 Std. 51 Min.

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4,6
von 5
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Einblick ins Filmemachen: Jede Woche sprechen die Filmakademie-Mitglieder Susanne Bormann und Christian Schwochow im Wechsel mit ihren Kollegen aus unterschiedlichen Gewerken darüber, wie ein Film eigentlich entsteht und was das Besondere ihres Berufes ist.

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