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Die Kulturstiftung der Länder fördert den Erwerb, den Erhalt und die Vermittlung von Kulturgütern nationalen Ranges. Sie ist eine Plattform für kulturpolitische Debatten. Ihre Themen sind unter anderem die Kulturpolitik der Länder, kulturelle Bildung oder die Förderung kultureller Institutionen. Die Kulturstiftung der Länder ist verantwortlich für die Organisation des nationalen Auswahlverfahrens für die deutsche Kulturhauptstadt Europas 2025. Auf diesem Kanal präsentieren wir die vielfältigen Förderungen der Kulturstiftung der Länder und greifen die Debatten der deutschen Kulturlandschaft auf.

Kulturstiftung der Länder Kommunikationsabteilung der Kulturstiftung der Länder

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Die Kulturstiftung der Länder fördert den Erwerb, den Erhalt und die Vermittlung von Kulturgütern nationalen Ranges. Sie ist eine Plattform für kulturpolitische Debatten. Ihre Themen sind unter anderem die Kulturpolitik der Länder, kulturelle Bildung oder die Förderung kultureller Institutionen. Die Kulturstiftung der Länder ist verantwortlich für die Organisation des nationalen Auswahlverfahrens für die deutsche Kulturhauptstadt Europas 2025. Auf diesem Kanal präsentieren wir die vielfältigen Förderungen der Kulturstiftung der Länder und greifen die Debatten der deutschen Kulturlandschaft auf.

    Das Große Stammbuch von Philipp Hainhofer

    Das Große Stammbuch von Philipp Hainhofer

    Die Herzog August Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel erwirbt das Große Stammbuch von Philipp Hainhofer mit Unterstützung unter anderem der Kulturstiftung der Länder. Die Manuskriptsammlung mit zahlreichen Eintragungen nahezu aller wichtigen politischen Entscheider des frühen 17. Jahrhunderts, darunter zwei Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen war schon zu Lebzeiten Hainhofers eine Sensation. Das Große Stammbuch von Hainhofer überragt alle rund 25.000 weltweit dokumentierten Stammbücher in künstlerischer Ausstattung und politischer Bedeutung.

    In der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel, die bereits über einen Großteil des Nachlasses Hainhofers verfügt, kann das Große Stammbuch jetzt im Zusammenhang des Nachlasses Hainhofers erforscht werden. Nach seiner Restaurierung wird es digitalisiert und anschließend online zur Verfügung stehen.

    Die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel ist eng mit dem ,Gründungsmythos‘ der Kulturstiftung der Länder verbunden: 1983 hatten in einer Gemeinschaftsanstrengung zur Sicherung nationalen Kulturgutes der Bund, Niedersachsen und Bayern, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und private Spender das Evangeliar Heinrichs des Löwen, eine der prachtvollsten Bilderhandschriften des Mittelalters erworben. Ihr dauerhafter Aufbewahrungsort ist die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Der Ankauf des Evangeliars Heinrichs des Löwen im August 1983 für Wolfenbüttel hat damals zu der Einsicht geführt, dass es einer Einrichtung bedarf, die in der Lage ist, solche kultur- und kunsthistorisch herausragenden Ankäufe zu koordinieren, umzusetzen und zu fördern. Im Jahr 1988 wurde die Kulturstiftung der Länder gegründet.

    • 27 min
    Else Lasker-Schüler im Deutschen Literaturarchiv Marbach

    Else Lasker-Schüler im Deutschen Literaturarchiv Marbach

    Wer war Else Lasker-Schüler? Was ist das für ein Konvolut, das bislang unbekannt war und das die Briefe Else Lasker-Schülers an den bislang ebenso unbekannten Nikolaus Johannes Beversen umfasst? Was macht das Deutsche Literaturarchiv Marbach? Und was ist aus den bisherigen, von der Kulturstiftung der Länder geförderten Ankäufen im Deutsche Literaturarchiv Marbach geworden? Darüber spricht in diesem Podcast Hans-Georg Moek mit Dr. Jan Bürger vom Deutschen Literaturarchiv Marbach.

    64 Briefe und Postkarten der Dichterin Else Lasker-Schüler (1869-1945) an den Literaturkritiker und Mäzen Nicolas Johannes Beversen (1860-1932) hat das Deutsche Literaturarchiv Marbach erworben. Sie werfen ein neues Licht auf das Leben der Dichterin und schillernden Persönlichkeit des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts. Die Neuerwerbung des Deutschen Literaturarchivs Marbach werden ab dem 25. August 2020 von der Stiftung Brandenburger Tor in Berlin ausgestellt.

    Dr. Jan Bürger ist stellvertretender Leiter der Archivabteilung des Deutschen Literaturarchivs in Marbach, das die genannten Briefe erworben hat. Dort ist Herr Bürger Leiter des in Fachkreisen bekannten Siegfried Unseld Archivs, das unter anderem die Archive des Suhrkamp, des Insel Verlages, des Jüdischen Verlages und des des Deutschen Klassiker Verlages umfasst.

    In den vergangenen Jahren hat die Kulturstiftung der Länder immer wieder den Ankauf von Vor- oder Nachlässen durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach gefördert. Darunter das Manuskript „Der Prozess“ von Franz Kafka oder einen Teilvorlass von Siegfried Lenz. In den Manuskripten von Lenz befand sich u.a. das unveröffentlichte Manuskript des Romans „Der Überläufer“, für dessen Veröffentlichung Lenz seinerzeit keinen Verleger gefunden hatte. Nach dessen Edierung hielt sich der Roman „Der Überläufer“ lange Zeit in den Bestseller-Listen und wurde schließlich von der ARD-verfilmt.

    • 32 min
    Das Silbermann-Archiv

    Das Silbermann-Archiv

    Interview mit Prof. Dr. Barbara Wiermann

    • 19 min
    Was macht die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.?

    Was macht die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.?

    Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. mit Sitz in Hamburg engagiert sich europaweit auf den Gebieten Kunst und Kultur, Europäische Integration, Bildung, Wissenschaft und Naturschutz. Welche Aufgaben das umfasst und was die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. gemeinsam mit der Kulturstiftung der Länder entwickelt hat, darüber spricht der Vorstandsvorsitzende, Ansgar Wimmer, im Interview mit Hans-Georg Moek.

    Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. fördert Menschen mit herausragenden Biografien, die etwas Besonderes bewegen wollen, so Ansgar Wimmer. Das geschieht durch die Vergabe von Stipendien, Preisen, Qualifizierungen oder der Vernetzung verschiedener Akteure.

    Mit der Kulturstiftung der Länder und weiteren Förderern entwickelte die Stiftung das Projekt museion21, das die Vernetzung und Weiterbildung von Führungskräften im Museumsbereich zum Ziel hat. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. vergibt seit 2007 jährlich den KAIROS-Preis. Der mit 75.000 Euro dotierte Preis ist einer der höchstdotierten Kulturpreise in Europa. In diesem Jahr erhält die Künstlerin Agnes Meyer-Brandis den Preis, die Verleihung musste aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden. Der Preis soll vielversprechenden Künstlerinnen und Künstlern einen Schub geben und ermutigen. Bisher wurden beispielsweise Shermin Langhoff, Teodor Currentzis oder Sidi Larbi Cherkaoui mit dem Kairos-Preis ausgezeichnet.

    Mit dem Max-Brauer-Preis zeichnet die Stiftung zudem jährlich Menschen aus, deren Wirken für die Freie und Hansestadt Hamburg bedeutend war. Bisherige Preisträger waren beispielsweise Corny Littmann, Ingo Metzmacher oder Jürgen Flimm.

    Alfred Toepfer hatte die Stiftung 1931 als „Stiftung F.V.S. zu Hamburg“ gegründet, erst seine Kinder gaben ihr nach seinem Tod (1993) den Namen „Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.“ Er selbst habe sich nicht zwischen dem preußischen Reformer Freiherr vom Stein und dem Dichter Friedrich von Schiller entscheiden können und wählte so das für beide passende Kürzel.

    • 23 min
    Kultur - Lernen aus der Krise

    Kultur - Lernen aus der Krise

    Was können Kultureinrichtungen und Kulturpolitik aus der Corona-Krise lernen? Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder spricht über Digitalisierung, Kulturvermittlung, Systemrelevanz und die Bedeutung von Kultur für die Gesellschaft.

    So viel Kultur war noch nie im Internet. Viele Kultureinrichtungen haben in den vergangenen Wochen und Monaten digitale Formate online gestellt. Dennoch hat die Corona-Krise Defizite offenbart im Bereich der digitalen Kommunikation und Kulturvermittlung.

    Eine Erkenntnis aus der Krise ist, dass die Kulturvermittlung oftmals prekär aufgestellt ist. Viele derer, die dafür verantwortlich sind, sind freiberuflich. Dieser Bereich muss verstetigt werden, in dem es nicht zuletzt auch um die Vermittlung der Relevanz von Kultur geht, die nicht systemrelevant, aber Systemvoraussetzung ist.

    • 30 min
    Kulturelle Bildung - Was? Wozu?

    Kulturelle Bildung - Was? Wozu?

    Was ist kulturelle Bildung und warum ist sie wichtig? Was gehört zu kultureller Bildung? Darüber spricht Marion Kuchenny mit der Direktorin der Bundesakademie für kulturelle Bildung, Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss, und Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder.

    Kulturelle Bildung ermögliche die Teilhabe an bestimmten Praktiken und Inhalten, so Hilgert. Barrieren zum Museums- oder Theaterbesuch seien nicht immer primär finanzieller Natur, sondern auch sehr stark sozial geprägt. Kulturelle Bildung könne genau diese Barrieren abbauen und so die Teilhabe, aber auch die eigene künstlerische Produktion ermöglichen. Es gehe aber auch darum, sich in den Diskursen beispielsweise zu Architektur oder Literatur bewegen zu können: Dass man sie wertschätzen kann und ein Gespür und ein Geschmack dafür entwickelt. Markus Hilgert plädiert für eine stärkere Orientierung auf die Wirkungsforschung. Es fehle nach wie vor an belastbaren Kriterien, mit denen die Wirkung kultureller Bildungsmaßnahmen langfristig dokumentiert werden könne. Von derartigen Wirkungsindikatoren hänge unter anderem die politische Bereitschaft, kulturelle Bildung zu finanzieren, wesentlich ab. Deshalb müsse man sich verstärkt über Methoden der kulturellen Bildung verständigen und danach fragen, unter welchen Bedingungen diese Wirksamkeit zeigen.

    Der kulturelle Kanon, der in deutschen Kultureinrichtungen angeboten werde, müsse noch vielfältiger werden, bei den Themen Diversität und Migration gebe es immer noch Nachholbedarf, sagt Reinwand-Weiss. Auch Vermittlerinnen und Vermittler in den Künsten müssten mehr Sensibilität für Fragen der Vielfalt entwickeln. Die Künste seien ein gutes Mittel, um Reflexions- und Empathiefähigkeit zu stärken, die benötigt würden, um in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung zusammenzuleben. Kulturelle Bildung sei eine wesentliche Voraussetzung für einzelne Bürgerinnen und Bürger, ein Verständnis füreinander zu entwickeln, das dann dazu führt, dass sie in einem demokratischen Staat zusammenleben können, so Reinwand-Weiss. Sie plädiert für eine Professionalisierung der kulturellen Bildung.

    • 32 min

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