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Der Musikjournalist, Autor und Klangkünstler Michael Rüsenberg lädt Jazzgrößen zu einem interessanten Austausch ein. Der Titel der Reihe „Speak Like A Child“ geht zurück auf das Titelstück des legendären Herbie Hancock-Albums von 1968, und ist eine Referenz an die musikalische Grundfarbe des Stadtgartens. Der Titel soll dem Gespräch viel headroom erlauben. Selbstverständlich sollen Gäste & Gastgeber nicht „kindisch“ sprechen, aber doch unbefangen und offen. Und nuanciert, wie in Hancocks Arrangement.

Speak Like A Child Stadtgarten Köln

    • Musik
    • 5,0 • 1 Bewertung

Der Musikjournalist, Autor und Klangkünstler Michael Rüsenberg lädt Jazzgrößen zu einem interessanten Austausch ein. Der Titel der Reihe „Speak Like A Child“ geht zurück auf das Titelstück des legendären Herbie Hancock-Albums von 1968, und ist eine Referenz an die musikalische Grundfarbe des Stadtgartens. Der Titel soll dem Gespräch viel headroom erlauben. Selbstverständlich sollen Gäste & Gastgeber nicht „kindisch“ sprechen, aber doch unbefangen und offen. Und nuanciert, wie in Hancocks Arrangement.

    Speak Like A Child: Wollie Kaiser

    Speak Like A Child: Wollie Kaiser

    Der Musikjournalist, Autor und Klangkünstler Michael Rüsenberg lädt Jazzgrößen bei „Speak Like A Child“ zu einem interessanten Austausch ein. Der Titel der Reihe geht zurück auf das Titelstück des legendären Herbie Hancock-Albums von 1968 und ist eine Referenz an die musikalische Grundfarbe des Stadtgartens. Jetzt gibt es die beliebte Interviewreihe auch als Podcast.

    Wolf-Dietrich „Wollie“ Kaiser, geb. am 9.8.1950 in Königswinter, spielt bzw. spielte die gesamte Saxofon-Familie (ausgenommen Alt) bis hinunter zum Basssaxofon, dazu Flöte(n) und Klarinette(n).

    Kaiser ist Autodidakt. Er hat an mehr als 60 Tonträgern mitgewirkt und 1981 die Kölner Saxophon Mafia mitgegründet (und nach 30 Jahren auf Sylt aufgelöst, höre unten); er gehörte zu den Big Bands von Klaus König und Peter Herborn; er hat mit Gary Thomas, Kenny Wheeler oder auch Mark Feldman u.a. gespielt. Zu seinen langjährigen Kooperationen gehören die mit Fritz Wittek und Dieter Manderscheid sowie Georg Ruby (SLAC Oktober 2021).

    Der früh gescheiterte Gitarrist, der das Instrument im Alter gleichwohl wieder aufgreift, pflegt mittels Saxofon ein lautes Faible für Rockmusik: die Small Faces („New traces for old aces“, 1999) sowie die Rolling Stones und Nirvana hat er jazzmäßig umgekrempelt.

    Wollie Kaiser gehört zu den Mitbegründern der Initiative Kölner Jazzhaus e.V. - er ist mit anderen Worten: ein Kölner Jazzurgestein. Gleichwohl, seit 18 Jahren lebt er nicht mehr am Rhein, sondern in Saarbrücken, er unterrichtet an der Hochschule für Musik Saar (vorher auch 19 Jahre an der Folkwang Hochschule für Musik in Essen).

    Das Gespräch mit Wollie Kaiser fand statt am 12. März 2021 im Konzertsaal des Stadtgarten, im Anschluß an ein Doppelkonzert der Reihe „past & present“ (Stream, ohne Live-Publikum): zunächst das langjährige Trio Wittek-Kaiser-Manderscheid, gefolgt von Kaiser, bcl, und Manderscheid, b, mit einem (klassischen) Steichtrio (Thomas Hemkemyer, v, Monika Bagdonaite, va, Julien Blondel, vc) - schließlich Wollie Kaiser an der Gitarre; er singt

    einen eigenen Song mit einem Text des Anarchisten Erich Mühsam (1878-1934).

    • 23 Min.
    Speak Like A Child: Georg Ruby

    Speak Like A Child: Georg Ruby

    Georg Ruby liebt die Provinz. Er zeigt: man kann in einem Dorf in der Südeifel leben und zugleich Mitglied in der Initiative Kölner Jazzhaus e.V. sein. Er gehört sogar zu deren Gründern (1978) und verantwortet bis heute das Label Jazzhaus Musik.

    Der Pianist Georg Ruby, geb. 1953, kommt von der Lahn, ist in Trier aufgewachsen und von dort aus in seiner Jugend in einem Club im nahen Luxemburg („bis auf Miles“) allen Jazz-Größen begegnet. In Köln hat er Klarinette und Klavier studiert (1978-82).

    Ruby liebt die Provinz, pendelt aber sehr gerne in die großen Städte. Er hat Jugend Jazz Orchester in Berlin geleitet, in Rheinland Pfalz, am längsten in Saarbrücken. Von 1994 bis 2019 hatte er eine Professur an der Hochschule für Musik Saar und war Leiter des Bereiches „Jazz und Improvisierte Musik“.

    Ruby´s langjähriges Trio (seit 2002) heißt Village Zone. Das gleichnamige Album erschien 2019 beim online-Magazin „All About Jazz“ unter der Liste der 12 besten internationalen Produktionen des Jahres.

    Das Gespräch mit Georg Ruby fand am 15. Januar 2021 auf der Bühne des Stadtgarten statt; in der Pause des online-Konzertes von Village Zone plus die Sängerin Sascha Ley.

    Also, ein Konzert ohne Publikum, im Saal. Der Interviewer hätte gerne an der einen oder anderen Stelle die Erheiterung der Zuhörer erlebt. Beispielsweise, als das Quartett „Le stelle d´oro“ von Peppino di Capri, 82, spielt.

    Text: Michael Rüsenberg

    • 25 Min.
    Speak Like A Child: Hans Lüdemann

    Speak Like A Child: Hans Lüdemann

    Der Musikjournalist, Autor und Klangkünstler Michael Rüsenberg lädt Jazzgrößen bei „Speak Like A Child“ zu einem interessanten Austausch ein. Der Titel der Reihe geht zurück auf das Titelstück des legendären Herbie Hancock-Albums von 1968 und ist eine Referenz an die musikalische Grundfarbe des Stadtgartens. Jetzt gibt es die beliebte Interviewreihe auch als Podcast.



    Happy Birthday! Hans Lüdemann feiert heute (14.09.21) seinen 60. Geburtstag.

    Nach einem Besuch des Konservatoriums in Hamburg kommt er 1982 nach Köln, um an der Musikhochschule Jazzpiano zu studieren. 1990 schließt er ab mit dem ersten Jazz-Konzertexamen. Binnen 10 Jahren gelingt ihm ein großer Karrieresprung: 1976 besucht er in Hamburg sein erstes Jazzkonzert: das Jan Garbarek Quartett. 1986 spielt er mit Garbarek sieben Wochen lang in Südostasien, beide als Mitglieder in der Band von Eberhard Weber.

    In dreieinhalb Jahrzehnen hat er sich mehrere Langzeitprojekte bewahrt: seine Gruppen Trio Ivoire und Rism existieren seit über 20 Jahren; er pflegt einen regen Austausch mit französischen Musikern und Musikerinnen. Seit langem auch gehört er zu den wenigen Jazzmusikern, die sich mit Mikrotonalität beschäftigen, also der Unterteilung der Oktave nicht in Halb-, sondern in Viertelton-Schritte - ungewöhnlich für einen Pianisten.

    Lüdemann war Stipendiat der Villa Massimo in Rom, im Zeitraum des Gespräches weilte er an der Akademie Tarabya in Istanbul. Er versteht sich nicht nur als Jazzpianist, sondern auch als -komponist. Derzeit schreibt er an einer Oper für das Opernhaus Köln (2022).

    Das Gespräch mit Hans Lüdemann fand am 14. März 2021 im Stadtgarten-Konzertsaal statt, nach dem online-Konzert „Past & Present - The Music of Hans Lüdemann“.

    • 28 Min.
    Speak Like A Child: Dirk Raulf

    Speak Like A Child: Dirk Raulf

    Der Musikjournalist, Autor und Klangkünstler Michael Rüsenberg lädt Jazzgrößen bei „Speak Like A Child“ zu einem interessanten Austausch ein. Der Titel der Reihe geht zurück auf das Titelstück des legendären Herbie Hancock-Albums von 1968 und ist eine Referenz an die musikalische Grundfarbe des Stadtgartens. Jetzt gibt es die beliebte Interviewreihe auch als Podcast.

    Dirk Raulf, geboren 1960, kam Anfang der 80er Jahre aus dem westfälischen Lippstadt nach Köln. Mit seiner Heimatstadt verbindet ihn derzeit das Jahresprojekt heimat-kunden.de.

    Raulf war Mitglied der Kölner Saxophon Mafia (1988-1994), gehörte zum stil-bildenden Quartett Tome XX (1987-1998) und gründete 2008 das weltweit erste und einzige Basssaxophon-Quartett Deep Schrott. Er betreibt das Label „Poise" und zählt zu den vielseitigsten Vertretern der Stadtgarten-Szene. Sein Panorama ist mit den Aktivitäten als Saxophonist nur zu einem Teil erfasst. Er hat Hörspiele geschrieben, nach 1993 über 100 Theater- und Filmmusiken nicht nur komponiert, sondern teilweise auch live auf der Bühne darin mitgewirkt. 2018 hatte sein erstes Theaterstück als Autor in Köln Premiere („Margarethe oder Der blutende Wald“), ein Werk, das strukturell ausdrücklich seine Erfahrungen aus der Improvisierten Musik miteinbezieht.

    Raulf in all seinen Aktivitäten als „Individualisten“ zu bezeichnen, kommt einer Untertreibung gleich. In den Genres, die er bedient, sieht er sich als „randständig“. „Die Musik ist für mich zu einem gewissen Grade fremde Kunst geblieben“. Sein Lebenstraum sei eigentlich das Schreiben.

    Das Gespräch mit Dirk Raulf fand am 6. März 2020 in der Stadtgarten-Lounge statt, vor dem Konzert „Past & Present - The Music of Dirk Rauf“.

    Text: Michael Rüsenberg

    • 32 Min.
    Speak Like A Child: John Hollenbeck

    Speak Like A Child: John Hollenbeck

    Der Musikjournalist, Autor und Klangkünstler Michael Rüsenberg lädt Jazzgrößen bei „Speak Like A Child“ zu einem interessanten Austausch ein. Der Titel der Reihe geht zurück auf das Titelstück des legendären Herbie Hancock-Albums von 1968 und ist eine Referenz an die musikalische Grundfarbe des Stadtgartens. Jetzt gibt es die beliebte Interviewreihe auch als Podcast.

    John Hollenbeck, geboren am 19. Juni 1968 in Binghamton/New York, ist Schlagzeuger, Arrangeur und Komponist; seit 2016 lebt er in Montreal und unterrichtet an der dortigen McGill University. Er hat viel für Jazz-Ensembles geschrieben; sein vollständiges Spektrum aber reicht vom Windsbacher Knaben Chor bis zur Neuen Musik für Bang On A Can oder Meredith Monk.

    Es handelt sich jeweils um Musik, „die nicht kategorisierbar ist, abgesehen von der Tatsache, dass sie sich immer mit ihm identifizieren lässt“, wie er auf seiner Webseite zutreffend schreibt. Er entwickelt sie aus der Variation kleinster Bestandteile, aus Zellen („cells“).

    Obwohl (oder gerade weil) er mit deren Tradition wenig anfangen kann, gilt Hollenbeck als ein Neuerer der Big Band Musik. Er hat Muster der Minimal Music integriert, lieber würde er diesbezüglich aber von „Repetition“ oder „Groove“ sprechen. Seine Arrangements zu den Beach Boys, Queen, Kraftwerk, aber auch Joni Mitchell oder Ornette Coleman (z.B. für die Frankfurt Radio Big Band) sind frappierende Re-Kompositionen, die die Originale ehren, indem sie sie auf den Kopf stellen.

    Hollenbeck ist ein Schüler des berühmten Komponisten/Arrangeurs Bob Brookmeyer (1929-2001). Auch wegen anderer Brookmeyer-Schüler, die hier leben, war Köln sein erster Brückenkopf in Deutschland. Er hat mit der WDR Big Band gearbeitet, für Florian Ross (2002), Jürgen Friedrich (2012), Hayden Chisholm und Ansgar Striepens getrommelt. Außerdem arbeitete er mit dem UMO Jazz Orchestra in Finnland und dem Orchestre National De Jazz in Paris; drei seiner besten Alben sind mit der Frankfurt Radio Big Band (hr Big Band) entstanden. Von 2005 -2016 unterrichtete er am Jazzinstitut Berlin Schlagzeug und Komposition.

    Das Gespräch mit John Hollenbeck fand am 11. Mai 2019 im Stadtgarten Konzertsaal statt, einen Tag vor seinem Konzert mit dem Cologne Contemporary Jazz Orchestra. Es wurde in englischer Sprache geführt.

    Text: Michael Rüsenberg

    • 26 Min.
    Speak Like A Child: Gunter Hampel

    Speak Like A Child: Gunter Hampel

    Gunter Hampel ist der wohl größte Transatlantiker des deutschen Jazz. Er hat Jahrzehnte in New York gelebt, auch heute noch hat er eine „Butze“ dort.

    Unfassbar das Spektrum derer, die er getroffen, mit denen er dort, aber auch in Europa gespielt hat: Thelonious Monk, Benny Goodman, Lionel Hampton, Jimi Hendrix, Anthony Braxton, Archie Shepp, John McLaughlin, Hans Werner Henze, Daniel Barenboim...





    Gunter Hampel dürfte der adaptionsfähigste deutsche Jazzmusiker sein. Mehr noch als Peter Kowald (1944-2002) war bzw. ist er in die afro-amerikanische Community integriert; aus der Ehe mit der afro-amerikanischen Sängerin Jeanne Lee (1939-2000) gingen zwei Kinder hervor. Gunter Hampel, geboren am 31. August 1937 in Göttingen, ist aber auch das: ein stolzer Bürger seiner Heimatstadt.





    Er hat mit Akkordeon begonnen, spielt Vibraphon, Baßklarinette und Flöte, aber auch alle Saxophon-Arten. Er ist ein Improvisator par excellence, aber auch Wegbereiter des europäischen FreeJazz - ohne an der „Kaputtspielphase“ Ende der 60er Jahre beteiligt gewesen zu sein. Das amerikanische Magazin down beat will schon 1964 in ihm einen „Romantiker“ erkannt haben - was er nicht zurückweist.





    Gunter Hampel ist, last not least, der größte Geschichtenerzähler des deutschen Jazz. Mitunter verliert er sich darin; das Publikum in der Stadtgarten-Lounge folgte ihm dabei am 13. Januar 2019 - wie man hören kann - mit dem größten Vergnügen.

    • 46 Min.

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