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Inputs, die die Gegenwart verständlich machen – aus Soziologie, Geschichte und Politikwissenschaft. Präsentiert von der Hamburger Edition, dem Verlag des Hamburger Instituts für Sozialforschung.

TiefenSchärfe Hamburger Edition

    • Sozialwissenschaften
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Inputs, die die Gegenwart verständlich machen – aus Soziologie, Geschichte und Politikwissenschaft. Präsentiert von der Hamburger Edition, dem Verlag des Hamburger Instituts für Sozialforschung.

    Ann Pettifor zur Notwendigkeit des Green New Deals

    Ann Pettifor zur Notwendigkeit des Green New Deals

    Es ist schwer vorstellbar, aber als wir Anfang März Ann Pettifor zu ihrem neuen Buch »Green New Deal« interviewten, war der Klimawandel noch das beherrschende Thema in Politik und Öffentlichkeit. Jedoch kamen wir immer wieder auf die sich abzeichnende Covid-19-Pandemie und ihre Folgen zu sprechen. Für Ann Pettifor offenbart auch diese Situation – wie der Klimawandel – die bemerkenswerte Ohnmacht der Märkte in Krisenzeiten und die Notwendigkeit gemeinschaftlichen Handelns. Sie sieht in beiden Krisen allerdings auch eine Chance: Nämlich, dass wir als Gesellschaft die Bedeutung von Solidarität, Informiertheit und internationaler Zusammenarbeit wiederentdecken.

    • 28 Min.
    Lecture: »Die Erfindung des Terrorismus« mit Carola Dietze

    Lecture: »Die Erfindung des Terrorismus« mit Carola Dietze

    Terroristischer Gewalt ist ein »kommunikatives Element« zu eigen: Der Terrorismus kann nur dann die von den Gewalttätern intendierten psychologischen und politischen Wirkungen entfalten, wenn über ihn berichtet wird, wenn der Schrecken – denn nichts anderes bedeutet »Terror« –, der von den Taten ausgeht, nicht am Anschlagsort verbleibt, sondern eine breite Öffentlichkeit erreicht. Möglich wurde dies erst durch die Entstehung von Massenmedien und Massenöffentlichkeit in Europa, Russland und den USA während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

    Der Historikerin Carola Dietze zufolge lassen sich um die Mitte des 19. Jahrhunderts fünf Einzelpersonen identifizieren, die sich wechselseitig inspirierten und innerhalb von nur acht Jahren die Handlungslogik des »modernen« Terrorismus verstanden und anwendeten. Die entscheidende Gemeinsamkeit dieser »Erfinder« des Terrorismus war dabei nicht ideologischer Art. So trat einer von ihnen für die Abschaffung der Sklaverei in den USA ein – einem anderem sollte nur sechs Jahre später die Ermordung jenes US-Präsidenten gelingen, der die Sklaven befreite. Sie bestand vielmehr darin, dass diese fünf Terroristen die Wechselwirkungen zwischen inszenierter Gewalt, Medienberichterstattung und deren politischen Effekten erkannten.

    • 26 Min.
    »Hinter der Grenze, vor dem Gesetz« – Tobias Eule zum europäischen Migrationsregime

    »Hinter der Grenze, vor dem Gesetz« – Tobias Eule zum europäischen Migrationsregime

    Die Themen Migration und Flucht werden in Politik und Medien oft sehr binär besprochen – als ginge es um eine simple Entscheidung darüber, ob Grenzen offen oder geschlossen werden sollten. Aus Sicht vieler Expert*innen in Behörden, Ämtern und der Wissenschaft führt dies zu einer Gesetzgebung, die nur selten umzusetzen ist und Bürokrat*innen wie Migrant*innen in wahrhaft kafkaeske Situationen bringt. Mit Tobias Eule vom Hamburger Institut für Sozialforschung sprechen wir darüber, wo die Schwächen des europäischen Migrationsregimes liegen und wie sich Migration menschenwürdig gestalten lässt.

    • 18 Min.
    Lecture: »Antisemitismusdiskurse in der US-amerikanischen Linken« mit Sina Arnold

    Lecture: »Antisemitismusdiskurse in der US-amerikanischen Linken« mit Sina Arnold

    Occupy Wall Street, Friedensbewegung oder BDS-Kampagne, aber auch Mitglieder der Demokratischen Partei in den USA und der britischen Labour Party sind in den letzten Jahren mit antisemitischen Äußerungen und Kampagnen in die Schlagzeilen geraten. In unserer Lecture beantwortet die Ethnologin Sina Arnold vom Zentrum für Antisemitismusforschung die Frage, wie antisemitisches Denken auch in sozialen Bewegungen gedeihen kann, welche den Kampf gegen Diskriminierung als ihr Kernanliegen verstehen.

    • 29 Min.
    Über Gewalt. Thomas Hoebel und Teresa Koloma Beck zur soziologischen Gewaltforschung

    Über Gewalt. Thomas Hoebel und Teresa Koloma Beck zur soziologischen Gewaltforschung

    Gewalt ist etwas, was Menschen immer schon intensiv beschäftigt hat. Zu Gast haben wir heute zwei Wissenschaftler*innen, die nicht nur konkrete Fälle von Gewalt erforschen – etwa kriegerische Konflikte oder Terroranschläge –, sondern auch das theoretische Gerüst und die Methoden, die nötig sind, um sie besser zu verstehen. Teresa Koloma Beck und Thomas Hoebel erläutern, was die Anlässe für eine soziologische und ethnografische Gewaltforschung waren, vor welchen Problemen Forscher*innen in diesem Feld stehen und weswegen bei der Erforschung von Gewalt stets reflektiert werden sollte, wo und durch wen die Forschungsergebnisse weiterverwendet werden.

    • 1 Std.
    »Krisen sind normal für Demokratien«

    »Krisen sind normal für Demokratien«

    Diese Folge ist ein Rundumschlag – mit der Historikerin Hedwig Richter diskutieren wir die oft chaotische Geschichte der Einführung des Wahlrechts. Napoleonische Plebiszite, bei denen von Tür zu Tür gegangen wurde, frühe Wahlen, bei denen geraucht und getrunken wurde und der lange Kampf um die Einführung des Frauenwahlrechts – es wird deutlich, dass das, was wir heute unter »Demokratie« verstehen, das Resultat eines langen Prozesses ist. Und in einer Zeit, in der vor einem Voranschreiten autoritärer Systeme gewarnt wird, lohnt sich ein Blick darauf, wie sich Demokratisierung in den letzten 200 Jahren vollzogen hat.

    • 1 Std.

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