14 Folgen

Katholische Akademie in Berlin e.V.

Nicht pünktlich und aktuell, sondern rechtzeitig zu spät und auf den Punkt. Kurz und knapp, Erde und Himmel im Blick. Immer wieder mittags zwei Minuten nach 12. Eine Unterbrechung des Tages, mit interessanten Gästen auf eine kurze Stunde nur…

zwei nach zwölf. Gespräch über Gott und die Welt Katholische Akademie in Berlin e.V.

    • Gesellschaft und Kultur
    • 5.0 • 1 Bewertung

Katholische Akademie in Berlin e.V.

Nicht pünktlich und aktuell, sondern rechtzeitig zu spät und auf den Punkt. Kurz und knapp, Erde und Himmel im Blick. Immer wieder mittags zwei Minuten nach 12. Eine Unterbrechung des Tages, mit interessanten Gästen auf eine kurze Stunde nur…

    Jörg Lauster: mit der Renaissance beginnen… DER HEILIGE GEIST

    Jörg Lauster: mit der Renaissance beginnen… DER HEILIGE GEIST

    18.05.2021

    Vom Geist Gottes geht seit jeher eine besondere Faszination aus, und Jörg Lauster hat seine Biographie von der Schöpfungsgeschichte bis zur Moderne geschrieben. Es ist – so Jörg Lauster – dabei vor allem die Renaissance, deren Deutung des göttlichen Geistes eine besondere Aufmerksamkeit verdient. „Der Mensch ist Ebenbild Gottes, weil er eingebunden ist in den Ab- und Aufstieg des göttlichen Geistes.“ Vom Geist berührt und angezogen realisiert der Mensch die schöpferische Kreativität Gottes im mächtigen Spiel von Freiheit und Authentizität, von Eros und Schönheit.  

    Jörg Lauster ist Professor für Systematische Theologie an der LMU München. Zuletzt: DER HEILIGE GEIST. Eine Biographie, München 2021, und „Die Verzauberung der Welt. Eine Kulturgeschichte des Christentums“, München 6. Aufl. 2020.

    • 52 Min.
    Gerd Schwerhoff: Verfluchte Götter. Die Geschichte der Blasphemie

    Gerd Schwerhoff: Verfluchte Götter. Die Geschichte der Blasphemie

    Die Mohammed-Karikaturen von Charlie Hebdo, das Todesurteil über Salman Rushdie, blasphemische Hassreden – die Gotteslästerung ist kein Phänomen der Vergangenheit, im Gegenteil: Gotteslästerung und Schmähreden über die Religion prägen immer wieder die Kulturkämpfe der Gegenwart und werfen viele Fragen auf. Warum beleidigen Menschen Gott, Propheten oder Heilige? Und warum erregen diese Worte und Taten die Gemüter so sehr. Über diese und andere Fragen spricht Joachim Hake mit Gerd Schwerhoff, der mit seinem Buch „Verfluchte Götter. Die Geschichte der Blasphemie, Frankfurt am Main 2021″ eine erste umfassende Geschichte der Gotteslästerung vorgelegt hat. Blasphemie ist für ihn kein Thema von „vorgestern“, sondern lässt sich als „typische Signatur der Gegenwart“ lesen. Der Blick in die Vergangenheit hilft, diese „Signatur“ zu entziffern und besser jenes umstrittene Feld zu verstehen, das sich mit den Begriffen Macht, Religion, kulturelle wie religiöse Identität und Sakralisierung markieren lässt.

    Gerd Schwerhoff ist Professor für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der TU Dresden.

    • 57 Min.
    Bernd Stegemann: Die Öffentlichkeit und ihre Feinde

    Bernd Stegemann: Die Öffentlichkeit und ihre Feinde

    Die Öffentlichkeit ist zersplittert und weithin zerstritten. Bernd Stegemann analysiert die verschiedenen Blockaden der Öffentlichkeit und findet sie in den sozialen Netzwerken, den Populismen, Bio- und Identitätspolitiken und den Verkürzungen von Political Correctness, Cancel Culture und Wokeness. In der Klimakrise des Anthropozäns wird die Suche nach Transzendenz zur wichtigsten Anstrengung und damit die Klärung des Verhältnisses von Ökologie und Religion.
    Bernd Stegemann, ist Dramaturg am Berliner Ensemble und seit 2005 Professor für Theatergeschichte und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Zuletzt: Die Öffentlichkeit und ihre Feinde, Stuttgart 2021; Die Moralfalle. Für eine Befreiung linker Politik, Berlin 2018.

    • 54 Min.
    Manuela Lenzen: Die Macht der Algorithmen

    Manuela Lenzen: Die Macht der Algorithmen

    Von den Chancen und Risiken automatisierter Entscheidungen 

    21.04.2021  

    In immer mehr Lebensbereichen kommen Computeralgorithmen zum Einsatz, die Entscheidungen besser, objektiver und schneller machen sollen. Sie kennen weder menschliche Vorurteile noch Stimmungsschwankungen und können mehr Daten berücksichtigen als ein Mensch überschaut. Wie beeinflusst die automatische Entscheidungsfindung unser Selbstverständnis als freie Individuen? Schrumpft das Individuum zu einem Punkt in einer Datenwolke, den die Internetkonzerne besser kennen wollen als es sich selbst? Und was lernen wir aus dem Einsatz der „intelligenten“ Algorithmen darüber, was menschliche Entscheidungen ausmachen?  

    Manuela Lenzen schreibt als freie Wissenschaftsjournalistin über Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Kognitionsforschung. Zuletzt: Künstliche Intelligenz, Fakten, Chancen Risiken, München 2020. 

    • 1 Std. 1 Min.
    Hedwig Richter: 150 Jahre Deutsches Reich. Im Streit der Interpretationen

    Hedwig Richter: 150 Jahre Deutsches Reich. Im Streit der Interpretationen

    Wie wird Geschichte erzählt und vor allem diejenige des Deutschen Reiches? Eine Frage, über die aktuell gestritten wird, was kein Nachteil ist. Im Gegenteil. Wer meinte, dass die Deutschen dem Kaiserreich weithin gleichgültig oder argwöhnisch achselzuckend gegenüber stünden, muss anerkennen: das Deutsche Reich ist Gegenstand eines Streits der Interpretationen, der viele Themen umfasst: die Geschichte der Demokratie, des Nationalismus und des Nationalsozialismus, des Ineinanders von kaiserzeitlichen Reform- und Beharrungskräften und von Inklusionen und Exklusionen. Einmal mehr wird die Wirksamkeit von historischen Konstruktionen und geschichtlichen Narrativen deutlich, die in einer demokratischen Kultur eine ständige Durchsicht und Relektüre verdienen. Wolfgang Schäuble hat erst kürzlich betont: „Manch aktuelle Debatte gewänne mit dem entsprechenden historischen Bewusstsein an Tiefenschärfe.“ Im Streit der Interpretationen geht es auch um diese „Tiefenschärfe“.

    Hedwig Richter ist Professorin für Neuere und neueste Geschichte an der Universität der Bundeswehr München. Zuletzt: Aufbruch in die Moderne. Reform und Massenpolitisierung im Kaiserreich, Berlin 2021; Demokratie. Eine deutsche Affäre. Vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, München 2020.

    • 58 Min.
    Jean-Pierre Wils: Sich den Tod geben. Suizid als letzte Emanzipation?

    Jean-Pierre Wils: Sich den Tod geben. Suizid als letzte Emanzipation?

    Über (das Recht auf) Suizid und assistierte Sterbehilfe wird auch in Deutschland leidenschaftlich diskutiert – nicht erst, seit das Bundesverfassungsgericht im Februar 2020 das Verbot organisierter Sterbehilfe für verfassungswidrig erklärte und das Recht auf selbstbestimmtes Sterben betonte.

    Jean-Pierre Wils verneint diese Autonomie nicht, sieht die herrschende Dominanz einer Ethik der Freiheit aber kritisch: Könnte das Recht auf selbstbestimmtes Sterben nicht auch den Druck erhöhen, die vermeintlich vernünftige Entscheidung für den Suizid zu treffen, wenn unsere Erwartungen an uns selbst und das Leben, wenn Selbstoptimierung und Verwertbarkeit an ihre Grenzen kommen?

    Wils plädiert eindringlich dafür, die Debatte in einem größeren Kontext zu führen, und bietet dafür auf der Basis seines profunden historischen Wissens Orientierung an. Seine These: Erst wenn wir wieder unsere Endlichkeit akzeptieren und sie der kulturellen Verdrängung und Amnesie entreißen, können wir zu einer angemessenen Diskussion über die Sterbehilfe kommen und eine zeitgemäße Politik des Sterbens entwickeln.

    In seinem Geleitwort stellt Herbert Prantl das Buch von Jean-Pierre Wils "Sich den Tod geben. Suizid als letzte Emanzipation?" (Hirzel-Verlag, 2021) in den Kontext der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020 und schreibt:

    „Aber: das höchste Gericht war bei seinem Sterbehilfe-Urteil zu giftbecherfixiert. Es hat dem Sterberecht zu viel und dem Lebensrecht zu wenig Raum gegeben. Das Gericht ist von einem klinisch-reinen, einem quasi-heiligen Sterbewillen ausgegangen. Es sind Vereinfachungen, die Jean-Pierre Wils in diesem Buch anschaulich beschreibt.“

    Jean-Pierre Wils ist Theologe, Philosoph und Professor für Philosophische Ethik und Kulturphilosophie. Er lehrt an der Radboud-Universität Nijmegen.

    • 56 Min.

Kundenrezensionen

5.0 von 5
1 Bewertung

1 Bewertung

Top‑Podcasts in Gesellschaft und Kultur