Immobiléros - Der Podcast für die Immobilienszene

Michael Rücker

Alle 7 Tage Geschichten, Helden und Brains aus der Immobilienwirtschaft. Immobiléros stellt Menschen aus allen Bereichen der Immobilienwirtschaft vor. Entwickler, Bestandshalter, Investoren Wissenschaftler... Und es geht um alle Segmente der Immobilienbranche: Wohnen, Büro, Handel, Logistik und so weiter und sofort. Wir wollen wissen - was wird da gerade gemacht, warum, was treibt die Menschen an, was ist neu, was ist spannend. Und wie gesagt: das alles rund um die Immobilie.

  1. 2d ago

    Rudi Scheuermann, ARUP: „EXPO 2035 ist ein wichtiger Meilenstein für die Stadttransformation“

    „Man darf kein EXPO-Gelände bauen, das hinterher als Ruine rumsteht.“ Rudi Scheuermann von ARUP denkt die EXPO 2035 deshalb vom Ende her: Was bleibt, wenn die sechs Monate Weltausstellung vorbei sind? Infrastruktur, neue Verbindungen, entwickelte Flächen und im besten Fall Orte, die Berlin und Brandenburg noch Jahrzehnte später nutzen. ARUP gehört inzwischen zu den zehn Gesellschaftern der EXPO 2035 Berlin Beteiligungsgesellschaft der Deutschen Wirtschaft. Zuvor hatte das Unternehmen bereits in einer Studie untersucht, wie die Weltausstellung langfristig auf Stadtentwicklung, Mobilität, Infrastruktur und gesellschaftliche Teilhabe wirken könnte. Rund 250.000 Besucherinnen und Besucher sollen täglich zum EXPO-Gelände gelangen. Dafür braucht es leistungsfähige Verkehrsverbindungen. Nach der Ausstellung können sie darüber entscheiden, ob sich auf den erschlossenen Flächen Unternehmen und Start-ups ansiedeln und neue Quartiere entstehen. Die Olympischen Spiele in Paris sind für Rudi ein Beispiel dafür, was eine Großveranstaltung über ihren eigentlichen Anlass hinaus auslösen kann. Denn neben Milliardeninvestitionen und Stadtentwicklung steht eine grundsätzliche Frage im Raum: Kann Deutschland solche Großprojekte überhaupt noch umsetzen und dabei die Menschen mitnehmen? Wir sprechen darüber, weshalb die EXPO zum Experimentierfeld für neue Technologien werden könnte, warum Berlin seine Entwicklung stärker als Gesamtstadt denken müsste und was sich aus Osaka sowie der gescheiterten Hamburger Olympiabewerbung lernen lässt. Sein Anspruch ist jedenfalls groß: „Das wird einen Zusammenhalt schaffen, der deutlich über Berlin hinausgeht. Der wird auf Deutschland wirken und auch über das Land hinaus eine Sogwirkung mit sich bringen, wenn man das richtig angeht. Und das wollen wir richtig angehen.“

    Rudi Scheuermann, ARUP: „EXPO 2035 ist ein wichtiger Meilenstein für die Stadttransformation“
  2. Sep 21

    Klaus Busch, CoRE Solutions: "Immobilie ist letztlich Mittel zum Zweck"

    „Wir schauen tatsächlich mehr auf den Immobiliennutzer. Die Immobilie ist letztlich Mittel zum Zweck.“ Das sagt Klaus Busch von CoRE Solutions. Er ist zum zweiten Mal bei IMMOBILÈROS zu Gast. Beim ersten Gespräch fiel der schöne Satz: „Krisenzeit ist Leasingzeit.“ Das gilt immer noch. Doch auch diesmal gilt: Wer Immobilienleasing erst entdeckt, wenn die Liquidität bereits knapp und die eigene Immobilie der letzte Strohhalm ist, kommt zu spät. Wir sprechen darüber, welche Segmente derzeit funktionieren. Klaus sieht Potenzial bei Pharma, Betreutem Wohnen und Defense. Gerade bei Defense kann die Immobilie zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden: Den Auftrag gewinnt mitunter nicht das Unternehmen mit dem besten Produkt, sondern jenes, das überhaupt über die nötigen Flächen verfügt, um produzieren zu können. Wir reden außerdem darüber, warum Banken durchaus finanzieren wollen, regulatorische Vorgaben ihnen aber Grenzen setzen. Warum CoRE Solutions gern deutlich mehr mit Bestandsimmobilien machen würde. Und warum ausgerechnet die häufig übersehenen kirchlichen und diakonischen Betreiber für Finanzierer interessant sein können. Es geht um Langfristigkeit und Miethöhen, die aktuellen Bremsklötze in Deutschland und die Rolle des Wohnens. Und wir klären, weshalb Immobilienleasing heute ein Nischenprodukt ist, während vor der Finanzkrise praktisch jede Bank eine eigene Immobilien-Leasinggesellschaft hatte.

    Klaus Busch, CoRE Solutions: "Immobilie ist letztlich Mittel zum Zweck"
  3. Sep 2

    Markus Schäfer, Lührmann Düsseldorf: "Die Alternative ist Leerstand"

    „Ich glaube, die Innenstadt muss nicht jeden Tag ein Event sein. Erst mal müssen die Basics funktionieren.“ Markus Schäfer, Geschäftsführer von Lührmann Düsseldorf, sieht den stationären Handel deutlich weniger pessimistisch, als er häufig diskutiert wird. Internationale Marken expandieren weiter in Deutschland, nur eben nicht mehr mit 100 Läden, sondern vielleicht mit zehn. Und diese Brands schauen inzwischen sehr genau hin: auf Gebäudequalität und Architektur, auf den Vermieter, die Entwicklung einer Lage und darauf, wer nebenan sitzt. Das gilt auch für die Eigentümer. Gerade in den 1A-Lagen treffen teilweise Immobilien aus jahrzehntelangem Familienbesitz auf einen Markt, in dem erst einmal viel Geld investiert werden muss, um am Ende womöglich die gleiche oder sogar eine niedrigere Miete zu erzielen. Eine Rechnung, die nicht jedem gefällt. Markus hält dagegen: Die Alternative kann Leerstand sein. Und dass Städte Investitionen mit anderthalbjährigen Genehmigungsverfahren oder Diskussionen über einen halben Zentimeter Fassade ausbremsen, macht die Sache nicht einfacher. Wir reden über Warenhäuser, bei denen die Geschichte vielleicht zu Ende erzählt ist, und über Shoppingcenter, bei denen selbst Markus teilweise keine Fantasie mehr hat, was daraus werden soll. Aber auch über das Crown Cologne, wo aus einem ehemaligen Kaufhaus mit Stadtbibliothek, Fitness, Handel und neuen Flächenkonzepten wieder ein funktionierendes Haus geworden ist. Und natürlich musste er mir verraten, wie und wo er einkauft.

    Markus Schäfer, Lührmann Düsseldorf: "Die Alternative ist Leerstand"

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