Immobiléros - Der Podcast für die Immobilienszene

Michael Rücker

Alle 7 Tage Geschichten, Helden und Brains aus der Immobilienwirtschaft. Immobiléros stellt Menschen aus allen Bereichen der Immobilienwirtschaft vor. Entwickler, Bestandshalter, Investoren Wissenschaftler... Und es geht um alle Segmente der Immobilienbranche: Wohnen, Büro, Handel, Logistik und so weiter und sofort. Wir wollen wissen - was wird da gerade gemacht, warum, was treibt die Menschen an, was ist neu, was ist spannend. Und wie gesagt: das alles rund um die Immobilie.

  1. Markus Sack, DORNIEDEN Gruppe: "Wir steigen heute konsequent aus und realisieren woanders"

    1D AGO

    Markus Sack, DORNIEDEN Gruppe: "Wir steigen heute konsequent aus und realisieren woanders"

    „Viele potentielle Erwerber wissen nicht, dass sie nicht durch die Finanzierung kommen“: Markus Sack, Leiter der Niederlassung Nord der DORNIEDEN Gruppe, legt den Finger in die Wunde. Und er geht noch von einer weiteren Welle aus, bestehend aus all denen, die ihre Anschlussfinanzierung nicht mehr bezahlen können. Wohnen im Eigenheim bleibt weiter der Traum vieler, doch so einfach werden Träume nicht wahr. Gleichzeitig zeigt Markus, wie auf diese Lage reagiert werden kann „Ein einziger Architektenentwurf in irgendeinem Bundesland, in einer Stadt, an einer Straße bringt dir nicht den Hebel, den du brauchst“, sagt er, „sondern du musst dieses Gebäude am besten vielfach gebaut haben, dadurch reduzieren sich die Baukosten.“ Was in der Theorie nach Skalierung klingt, stößt in der Praxis schnell an Grenzen. „Wir haben mal versucht, einen Grundriss zu konzipieren, der über vier, fünf Bundesländer funktioniert hätte. Irgendwann haben die Architekten aufgegeben, weil es einfach zu kompliziert war.“ Das gilt auch für Förderungen: Wenn man dann endlich die Baugenehmigung hat, gibt es die Förderung nicht mehr. Natürlich sprechen wir über den Bauturbo und über die Kommunen. Eigentlich ist das Instrument gut gedacht, meint Markus, doch dann: ist bald Kommunalwahl, muss man mal darüber nachdenken und schon „bin ich in der Warteschleife“, so Markus. Also geht DORNIEDEN auch ganz eigene Wege, über einen sprechen wir: als ein Partner bei der Gründung einer Wohnungsgenossenschaft in Meerbusch. Ein langfristiges Projekt, was aber auch nur mit Verlässlichkeit funktionieren kann.

    37 min
  2. Reinhard Müller, EUREF Campus: "Tegel wäre, wenn ich es gemacht hätte, schon lange fertig"

    MAY 18

    Reinhard Müller, EUREF Campus: "Tegel wäre, wenn ich es gemacht hätte, schon lange fertig"

    „Wenn ich Tegel gemacht hätte, wäre es längst fertig“: Reinhard Müller hat bewiesen, dass er es kann. Er ist der Ideengeber hinter dem EUREF Campus in Berlin und in Düsseldorf. Der studierte Architekt besteht darauf: „Das ist keine Raketentechnik, das ist einfach nur unternehmerisches Wollen und Umsetzen.“ Über 600 Millionen flossen in das Berliner Projekt, das am Anfang eben auch von einer Bürgerinitiative gestoppt werden sollte, die von den Grünen initiiert war. Mehr als 7.500 Menschen arbeiten inzwischen auf dem Areal, das aus einem ehemaligen Gaswerksgelände entstanden ist und heute als Reallabor für Energie, Mobilität und neue Arbeitswelten gilt. „Ich wollte zeigen, dass regenerative Energie günstiger sein kann als fossile.“ Das hat er geschafft, auch wenn ihm viele einen Knall im Kopf unterstellten. Er beschreibt, warum Düsseldorf der richtige Standort ist, welcher noch in Deutschland in Frage kommen würde. Wie er junge Menschen für das Projekt begeistert und warum Kunst eine so große Rolle auf dem Campus spielt. Reinhard Müller könnte das Motto erfunden haben: Machen ist wie Wollen, nur krasser. Und irgendwie ist es das auch, wenn Reinhard Müller sagt: „Was ich gemacht habe, können sie alles auf der Hannover Messe kaufen, das müssen sie nur einsetzen und es einfach tun.“ Wenn doch alles so einfach wäre. Ein Podcast-Gast, der klar verlangt: Weniger palawern, mehr machen.

    36 min
  3. Alexander Köth, Immosolve: "Wie soll ein Mensch 2.000 Wohninteressenten fair bewerten?"

    APR 13

    Alexander Köth, Immosolve: "Wie soll ein Mensch 2.000 Wohninteressenten fair bewerten?"

    „Es kommen teilweise 1.500, 1.800, manchmal 2.000 Anfragen auf eine einzige Wohnung. Wie soll man das als Mensch oder als Team noch so handhaben, dass alle Interessenten fair bewertet werden.“ Diese Frage ist kein theoretisches Gedankenspiel, sondern das Ergebnis realer Vermietungsdaten. Mehr als 13.000 Vermietungen von Genossenschaften und kommunalen Wohnungsunternehmen aus dem Jahr 2025 liegen der Analyse von Immosolve zugrunde. Also habe ich den CEO Alexander Köth vor das Podcast-Mikrofon gebeten und wollte von ihm wissen, ob der Engpass im Wohnungsmarkt nicht nur das fehlende Angebot ist, sondern auch zunehmend der Prozess. Die Daten zeigen noch eine Menge mehr: Wir sprechen über Schattenmärkte und Alex erklärt, warum B-Städte aus der Reihe tanzen, wie die Durchschnittswohnung aussieht und wie mit verschiedenen Tools Prozesse optimiert werden. Das habe aber kein Cost Cutting zur Folge, denn hier gehe es – vor allem eben bei Genossenschaften und Kommunalen – stark um soziale Verantwortung. KI sieht er weniger als Heilsversprechen, sondern als einen neuen Kollegen, der erst eingearbeitet werden muss. Alex richtet zudem den Blick auf den Startup-Markt und den Innovationsgrad von Deutschland. In aller Kürze: So schlecht sind wir gar nicht. Das ist doch auch mal schön. Auch wenn er attestiert, dass oft zu viel Geld für ‚keine‘ Ideen ausgegeben wurde und bei guten Ideen die Geduld fehlte, um das Produkt auf den Markt zu bringen.

    41 min

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