Damals in Frankfurt

Mirco Becker

Damals in Frankfurt - Der Podcast, in dem ich, Mirco Becker, mit Menschen spreche, die zu Frankfurt Geschichte ihr ganz eigenes, individuelles – aber wichtiges – Puzzleteil beigetragen haben.

  1. 10/28/2025

    #31: Die Geschichte des Cantate-Saals mit Michael Quast

    In dieser Episode bin ich live vor Ort an der Volksbühne - genauer gesagt im Cantate-Saal. Ein Ort, der mir total viel bedeutet, weil ich hier in der Vergangenheit und auch in der Zukunft mit meiner Show „Damals in Frankfurt LIVE“ auftreten durfte und darf – und weil dieser Ort auch einfach wirklich so, so cool ist. Im Stil der 1950er Jahre erbaut, versprüht er wirklich einen ganz besonderen Charme. Und das mein ich auch so. Schon länger wollte ich mal über diesen Ort hier erzählen. Denn die Anfänge gehen bis in die 1950er Jahre zurück. Und um all das zu erfahren: Also was das eigentlich für ein Ort ist, habe ich mich mit Michael Quast getroffen. Michael ist eigentlich gebürtiger Heidelberger, studierte in Stuttgart an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Danach folgten deutschlandweit zahlreiche Engagements als Regisseur und Schauspieler an den unterschiedlichsten Theatern und Bühnen. 2008 gründete er die „Fliegende Volksbühne Frankfurt“. Und vielleicht habt ihr ihn hier in Frankfurt sogar schon mal live gesehen – denn er ist nicht nur Intendant der Volksbühne, sondern steht nach wie vor regelmäßig auf der Bühne des Cantate-Saals. Er weiß viel über die Geschichte und Geschichten dieser Stätte – und wir hoffentlich nach dieser Folge auch. Die Geschichte des Cantate-Saals, Spielstätte der Fliegenden Volksbühne Frankfurt – heute das Thema bei Damals in Frankfurt mit meinem Gast, dem Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter Michael Quast.

    1h 11m
  2. 02/24/2025

    #28: Ulrike Wernig-Pohlenz - 55 Jahre HDW Design

    1970 gründeten Alf und Beate Pohlenz in ihren Wohnräumen in der Holzhausenstraße 11 im Frankfurter Westend das “Haus der Werbung” - kurz: HDW. Der Ort entwickelte sich schnell zu einem “Place To Be” in der Agenturszene. Kunden und Künstler gingen ein und aus und gemeinsam mit HDW entwickelten sie dort Entwürfe, Ideen und Shootings zu markanten Kampagnen. Das Kundenportfolio wuchs schnell - und prominent: Sei es die Stadt Frankfurt, Hartmann & Braun, Telenorma, AEG oder Porsche. Sie alle fanden Platz am großen Konferenztisch, der zum Mittelpunkt von zahlreichen innovativen Kampagnen wurde. Neben den “klassischen” Agenturthemen wie Corporate Design, Fotografie und Dokumentationen betätigte sich HDW aber auch schnell in einem neuen Berufsfeld - dem Ausstellungsdesign. Ausschlaggebend war ein von der Stadt Frankfurt initiierter Malwettbewerb, “Frankfurt im Jahr 2000”, für den HDW Design eine Ausstellung konzipierte. Das innovative Beleuchtungs- und Wegführungskonzept kam so gut an, dass weitere Anfragen folgten. HDW Design ging es dabei von Anfang an um ein gesamtheitliche Umsetzung: Von den ersten Grobideen bis hinzu haptischen, anfassbaren Objekten - eine in früheren Jahren einmalige Marktlücke, die HDW Design ausfüllte. 1978 folgte der Umzug der wachsenden Designagentur HDW nach Offenbach. Die nun um ein vielfaches größeren Flächen wurde auch dafür genutzt, um Künstlerinnen und Künstlern wie Ferry Ahrle, Christoph M. Gais die Möglichkeit für Ausstellungen zu bieten. 2014 übernahm die Tochter der Firmengründer, Ulrike Wernig-Pohlenz, die Geschäftsführung. Eine Staffelübergabe mit vollem Erfolg - davon zeugen unter anderem Kundenbeziehungen, die seit Jahrzehnten anhalten, der Anspruch an eine ganzheitliche Markengestaltung sowie sowie neue der Erschließung neuer Themenkomplexe wie dem “Healing Environment”. Nach 55 Jahren sieht HDW Design noch immer Entwicklungspotential in der Branche und weiß sich mit seinem Team gut gerüstet für die Zukunft: “Wir sind bereit für die nächsten 55 Jahre!”, so Ulrike Wernig-Pohlenz.

    1h 1m
  3. 01/14/2025

    #25: Das Fernmeldehochhaus Frankfurt 1951-2004. Ein kurzer Abriss

    Heute geht es um ein Gebäude, das mich besonders fasziniert: das 1951 an der Großen Eschenheimer Straße errichtete Fernmeldehochhaus. Spätestens mit der Erweiterung durch das neue Postamt 1 an der Zeil im Jahr 1958 wurden inmitten der Innenstadt alle Post- und Telekommunikations-Dienste auf einem großen Areal vereint. Frankfurt wurde damit endgültig zum Zentrum der Kommunikation. Rund 5.000 Menschen arbeiteten zwischen der Großen Eschenheimer Straße und der Zeil an den modernsten Arbeitsplätzen jener Zeit. Das „Prunkstück“ des Gebäudekomplexes war der 69 Meter hohe Westturm, der fast noch höher geworden wäre – hätte der damalige Oberbürgermeister Walter Kolb nicht bestimmt: „Nicht höher als der Dom!“ Doch schon in den 1960er-Jahren änderte sich die Skyline Frankfurts mit zahlreichen neuen Hochhäusern. Diese beeinträchtigten bald den Richtfunk des Fernmeldehochhauses. Aufgrund des rasanten Wachstums der Kommunikationsdienste wurde das Gebäude schon Ende der 1960er-Jahre zu klein. Die Post reagierte und errichtete in Bockenheim den 337,5 Meter hohen Fernmeldeturm, der 1979 eingeweiht wurde. Einige Dienste wurden verlagert, die Telegrafie nach und nach eingestellt. Das einst hochmoderne Fernmeldehochhaus stand spätestens Anfang der 2000er-Jahre weitestgehend leer, wurde ab 2004 abgerissen und unter anderem durch die MyZeil ersetzt. Doch Frankfurt blieb ein Zentrum der Kommunikation – heute als einer der größten Internetknotenpunkte der Welt. An das frühere Fernmeldehochhaus erinnern Fotografien und die Geschichten der Menschen, die dort gearbeitet haben. All das könnt ihr derzeit im Museum für Kommunikation erleben. Dort läuft noch bis zum 9. März 2025 die Ausstellung „Das Fernmeldehochhaus Frankfurt 1951-2004. Ein kurzer Abriss“. Und ich verrate euch etwas: Diese Ausstellung ist absolut sehenswert. Sie lässt einen in die früheren Jahrzehnte Frankfurts eintauchen - und darüber spreche ich heute mit der verantwortlichen Ausstellungskuratorin Margret Baumann.

    1h 4m
  4. 12/30/2024

    #24: Mike Josef - Was bedeutet dir der Römer?

    Eines meiner absoluten Lieblingsthemen rund um Frankfurts Geschichte ist unser Rathaus – der Frankfurter Römer. Schon bei den ersten Recherchen zu diesem weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Bauwerk wird man direkt in die facettenreiche Geschichte hineingezogen, die nicht am Römerberg selbst beginnt, sondern ein paar Schritte weiter entfernt. Der Römer ist zweifellos wie kaum ein anderes Gebäude mit der Geschichte und Identität unserer Stadt verbunden. Seit Jahrhunderten dient er als Zentrum der politischen Macht, als Ort, an dem Geschichte und Gegenwart, an dem Menschen aufeinandertreffen. Hier wurden Kaiser gewählt, bedeutende Persönlichkeiten aus aller Welt gingen ein und aus, und bis heute ist der Römer das Herz der Frankfurter Stadtpolitik. Ob prunkvolle Zeremonien, internationale Empfänge oder wichtige Entscheidungen – der Römer hat in seiner langen Geschichte viele große Momente erlebt und sich dabei immer wieder neu erfunden. Heute nehme ich euch mit auf eine Reise durch die Jahrhunderte, um die vielen Facetten dieses außergewöhnlichen Bauwerks zu entdecken. Was macht den Römer so besonders? Und wie hat sich seine Bedeutung für die Stadt im Laufe der Zeit verändert? Die Produktion dieser Folge war ein echtes Highlight für mich. Denn während meiner Recherchen habe ich mich immer wieder gefragt, wie es wohl ist, jeden Tag an diesem geschichtsträchtigen Ort zu arbeiten. Wen ich das fragen wollte, das wir mir von Anfang an klar: Unseren Oberbürgermeister Mike Josef – und dass er sich dann tatsächlich auch noch die Zeit für mich genommen hat, das hat mir so unfassbar viel bedeutet. So – und ich würde sagen, wir starten direkt rein: Erst mit der Geschichte des Frankfurter Römers und dann anschließend daran ins Gespräch mit Oberbürgermeister Mike Josef, der mir unter anderem die Frage beantwortet hat, welchen Stellenwert der Römer in seinem Leben spielt.

    36 min

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