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Wer über Freiheit reden will, muss Freiräume schaffen. Jagoda Marinić trifft alle zwei Wochen Menschen, die mit ihren Worten und ihrem Wirken Debatten auslösen und sortieren. Produktion: hr und Börsenverein des Dt. Buchhandels.

FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinic hr

    • Society & Culture
    • 5.0 • 2 Ratings

Wer über Freiheit reden will, muss Freiräume schaffen. Jagoda Marinić trifft alle zwei Wochen Menschen, die mit ihren Worten und ihrem Wirken Debatten auslösen und sortieren. Produktion: hr und Börsenverein des Dt. Buchhandels.

    Katrin Eigendorf – „Das Leiden wahrnehmen“

    Katrin Eigendorf – „Das Leiden wahrnehmen“

    "Kriegsberichterstatterin" möchte sie sich nicht nennen. Nicht der Krieg interessiert Katrin Eigendorf, sondern das Leid der Menschen in einer Ausnahmesituation. "Die Vorstellung, etwas zu erleiden, ohne dass es einer wahrnimmt, ist schrecklich", sagt Katrin Eigendorf. Daher spürt sie die Verpflichtung, zu berichten. Und sie will dabei auf jeden Fall in Verbindung treten mit den Menschen. Das Credo, wonach guter Journalismus nur mit professioneller Distanz möglich sei, teilt sie nicht. Für ihre Berichte aus der Ukraine, aus Afghanistan und dem Nahen Osten ist Katrin Eigendorf vielfach ausgezeichnet worden. Für ihren Sender, das ZDF, ist sie mittlerweile als "Internationale Sonderkorrespondentin" unterwegs.
    Bei FREIHEIT DELUXE lernen wir Katrin Eigendorf sehr persönlich kennen. Im Gespräch mit Jagoda Marinic erzählt sie, wie sie sich ihrem verstorbenen Sohn bis heute nahe und verbunden fühlen kann und wo sie nach seinem Tod Antworten gefunden hat auf ihre Fragen. Sie schildert, wie die Idee von der Verbundenheit aller Menschen auch ihre Arbeit als Journalistin prägt. Und sie erkundet gemeinsam mit Jagoda Marinic, was Menschsein eigentlich bedeutet. Ganz nebenbei lernen wir Snoopy kennen, den Familienhund von Katrin Eigendorf, der sie ins Studio begleitet hat.

    Hier hört ihr,
    wen Katrin ins Studio mitgebracht hat (3:20)
    warum Freiheit nicht mit dem Ego verbunden werden sollte und Menschen Herdentiere sind (4:35)
    wie der Tod ihres Sohns bei Katrin einen Wachstumsschub ausgelöst hat (8’30) und wo sie in dieser Zeit Antworten auf ihre Fragen bekommen hat
    warum Katrin zu keiner Gruppe gehören möchte (19:40)
    was passiert, wenn sich unsere Sinne nur noch auf Netflix und Pizzaservice konzentrieren (27:15)
    wie Katrin in Krisensituationen mit Angst und großen Gefühlen umgeht (42:35) und was sie vom „Credo der totalen Distanz“ hält (43:45)
    warum Katrin sich nicht als Kriegsberichterstatterin versteht (46:15)
    was ein Friedensschluss mit Russland für die Ukraine bedeuten würde (49:30) und warum viele das nicht hören wollen
    warum im Moment keine klare Perspektive für die Ukraine zu erkennen ist (1:03:39)
    warum Katrin sich verpflichtet fühlt, leidenden Menschen eine Stimme zu geben (1:10:15)
    FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinic ist eine Produktion des Hessischen Rundfunks in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels.
    Redaktionsteam: Andrea Geißler, Carla Reitter, Christoph Scheffer

    • 1 hr 15 min
    Hedwig Richter – Das Ende der ungestörten Konsumfreiheit

    Hedwig Richter – Das Ende der ungestörten Konsumfreiheit

    Hedwig Richter ist Historikerin und Essayistin, sie lehrt als Professorin an der Universität der Bundeswehr. Im schwäbischen Bad Urach wuchs sie als siebtes von acht Geschwistern in einem protestantischen Elternhaus auf. Ihre Forschungsgebiete sind so vielfältig wie unerwartet: Sie promovierte über die Herrenhuter Brüdergemeinde in der DDR, sie schrieb über „Moderne Wahlen“ und nun zusammen mit Bernd Ulrich über „Wege aus der ökologischen Unmündigkeit“. Für ihre Schriften wurde sie mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem Preis der Demokratie-Stiftung. Medial bekannt wurde sie für ihre emphatische Unterstützung der Klimabewegung - und dafür, dass sie im größten Twitter-Getöse Hölderlin zitiert.
    Bei FREIHEIT DELUXE erzählt Hedwig Richter von ihrem Aufwachsen „in der Menge“ ihrer Geschwister und mit den klaren Glaubensvorstellungen ihres Elternhauses. Ihren Aufbruch daraus sieht als ein Vorhaben wie die Demokratie, wo man auch nie sagen kann: „So jetzt ist sie da.“ Gemeinsam reflektieren Jagoda Marinić und Hedwig Richter, wie nun der Aufbruch aus der „ökologischen Unmündigkeit“ gelingen kann und wie dabei gerade die Armen profitieren können. Und schließlich sprechen sie auch darüber, ob wir dafür auch an der Deutschen Allerheiligstes ranmüssen: das Auto und die Currywurst…
    Hier hört ihr,
    warum Hedwig Richters protestantische Erziehung eine Enge und zugleich eine Weite hatte (5:25)
    weshalb „Menschenrechte“ anfangs eigentlich nur „Männerrechte“ waren (14:56)
    wie sie den verbalen Schlagabtausch mit Jürgen Kaube in der FAZ wahrnahm (21:37)
    warum sie einen Absolutheitsanspruch in der Wissenschaft für falsch hält (34:07)
    weshalb nach 1945 so viele europäische Verfassungen top-down angelegt wurden (43:05)
    warum Demokratie nicht Anarchie bedeuten kann (56:20)
    weshalb gerade die Landwirtschaft unter einer „Politik der Unmündigkeit“ leidet (1:05:15)
    wie ihrer Meinung nach eine „mündige“ Politik und Kommunikation aussehen könnte. (1:12:54)
    FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinić ist eine Produktion des Hessischen Rundfunks in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels.

    • 1 hr 15 min
    Annekatrin Hendel – Distanzlos

    Annekatrin Hendel – Distanzlos

    Annekatrin Hendel interessiert sich für Leute, nicht für Themen - und das merkt man ihren Filmen an: In „Schönheit und Vergänglichkeit“ porträtierte sie Sven Marquardt, Türsteher des Berghain. „Flake“, dem Keyboarder der Band Rammstein widmete sie ebenso einen Film wie dem Schriftsteller und Stasi-Spitzel Sascha Anderson oder der Fotografin Sibylle Bergemann. Zuletzt erregte sie großes Aufsehen mit ihrem eindrücklichen Porträt über den Fußballverein Union Berlin - und seiner Leute natürlich. Vielleicht liegt es daran, dass sie als gelernte Kostüm- und Szenenbildnerin immer schon die Auftritte von Figuren auf den Ostberliner Theaterbühnen in Szene setzte. Kurz vor der Wende entschied sie sich, noch mehr zu wagen: Sie gründete das Berliner Theater 89 mit, rund zehn Jahre später folgten ihre ersten Filmregie-Projekte und schließlich die Gründung ihrer eigenen Produktionsfirma. Seither wurde sie für ihre Dokumentarfilme vielfach mit Grimme- und Filmpreisen ausgezeichnet.
    Bei Freiheit Deluxe spricht Annekatrin Hendel erstmals ausführlich über ihren Weg „als Außenseiterin“ in die Mitte des Deutschen Films. Gemeinsam mit Jagoda Marinić denkt sie in der vom Börsenverein ausgerufenen "Woche der Meinungsfreiheit” über die Wende nach, die sie „gar nicht wollte“. Dabei kriegen das untergegangene DDR-Regime und der heutige kapitalistische Westen gleichermaßen ihr Fett weg. Doch Annekatrin Hendel und Jagoda Marinić legen auch frei, wofür es sich zu kämpfen lohnt: Ziele, bei denen keiner verliert und ehrliche Leidenschaft für Dinge statt Empörung gegen etwas. Ganz im Sinne eines berühmten Protest-Liedes von Wolf Biermann, das er heute nicht mehr singt - dafür nimmt sich Annekatrin Hendel die Freiheit es zu tun…
    Hier hört ihr,
    warum es für Annekatrin Hendel Freiheiten erst gibt, wenn man sie sich nimmt (3:07)
    wozu sie sich 1989 für einen Künstlerpass etwas einfallen ließ (18:01)
    was „Ostler“ gut machen (27:05)
    warum sie einen „Stinkstiefel“ in ihrem Betrieb haben möchte (39:36)
    weshalb sie oft eher als Quereinsteigerin Hindernisse vorfand denn als Frau (49:21)
    warum sie mit ihren Filmen etwas anderes auslösen will als Harmonie (1:11:55)
    wie Menschen in München reagieren, wenn sie sagt, dass sie aus dem Osten kommt (1:12:15)
    wie Annekatrin Hendel ein Protestlied von Wolf Biermann singt (Bonustrack) (1:28:41)
    FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinić ist eine Produktion des Hessischen Rundfunks in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels.

    • 1 hr 31 min
    Claus Weselsky – Ohne Streit gibt’s keine Lösung!

    Claus Weselsky – Ohne Streit gibt’s keine Lösung!

    Streitbar, Meinungsstark, kampferprobt: Claus Weselsky hat Qualitäten, die sich wohl alle arbeitenden Menschen im Kampf um ihre Rechte wünschen. Selten hat ein Gewerkschafter in Deutschland so polarisiert und auch so aktiv für seine Schützlinge gekämpft wie der GDL-Chef. Für seinen Einsatz trotz aller persönlichen Anfeindungen und für die messbaren Erfolge in den Verhandlungen mit der Bahn genießt Weselsky breiten Rückhalt bei den Gewerkschaftsmitgliedern. Mehr Lohn, weniger Wochenarbeitszeit, mehr Flexibilität: das sind die Ergebnisse der letzten Tarifeinigung mit der Bahn im März. Bevor Weselsky im Sommer abtritt, beschritt er jedoch mit weiteren Vorstandsmitgliedern auch rechtlich neue Wege: Die Gründung von „Fair Train“ ein Genossenschaftsmodell um Lokführer*innen zu höheren Löhnen an die Bahn auszuleihen, bezeichneten selbst Kritiker*innen als „innovativ“.

    Nach dem Tarifkompromiss mit der Bahn bekennt Claus Weselsky bei Freiheit Deluxe mit Jagoda Marinić: „Streit um die Sache gehört für mich seit meinem frühen Leben dazu“. Das Aufwachsen in der DDR und die Wende haben ihn politisiert und motiviert, gewerkschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Ihm gelang ein Aufstieg, der vielen anderen seiner Generation verwehrt blieb. Die Ursachen sieht er in der Heuschreckenmentalität von Investoren aus dem Westen begründet und im Versagen der Politik, die nicht mehr wertegeleitet sei. Weselsky indes beruft sich auf seine Werte und Überzeugungen, bezeichnet sich selbst als konservativ und tritt doch so stark wie kaum jemand sonst für die sozialistischen Ideale der Arbeiterbewegung ein. Jagoda Marinić und Claus Weselsky diskutieren über das verloren gegangene Vertrauen in die Politik, die Schlüsselrolle von Gewerkschaften in Deutschland und den USA und sie feiern das Grundgesetz. Ein Gespräch im Spannungsfeld zwischen gewerkschaftlicher Solidarität und kapitalistischer (Selbst-)Ausbeutung und der Frage, ob man in diesen Zeiten überhaupt noch etwas dagegen tun kann. Claus Weselsky plädiert naturgemäß dafür, dass jede und jeder Einzelne kann, wenn sie wieder lernen, sich mit Anderen zu organisieren…
    Hier hört ihr,
    wie es Claus Weselsky schon früh nach der Wende zum gewerkschaftlichen Engagement zog (5:30)
    welche kollektiven Erfahrungen im Osten zu großen Enttäuschungen geführt haben und dennoch keine „Ostalgie“ rechtfertigen (18:30)
    was er an den derzeitigen Strukturen in der Politik für problematisch hält (36:10)
    warum er eine offene Dabattenkultur für so wichtig hält (47:50)
    was er seinen Kritikern entgegnet (57:07)
    welche charakterliche Disposition ihm als Regisseur zu Gute kommt (1:11:55)
    was für positive und was für negative Aspekte er in der Digitalisierung sieht (1:21:10)
    FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinić ist eine Produktion des Hessischen Rundfunks in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels.

    • 1 hr 51 min
    Ilker Catak – Filmemachen ist meine Emanzipation

    Ilker Catak – Filmemachen ist meine Emanzipation

    İlker Çatak ist einer der größten deutschen Filmemacher, der sich in wenigen Jahren auch international einen Ruf erarbeitet hat. Schon für seinen Abschlussfilm „Sadakat“ (2015) bekam er den Student Academy Award in Gold, „Das gesprochene Wort“ (2019) und vor allem „Das Lehrerzimmer“ wurden mit deutschen und internationalen Filmpreisen überhäuft. Die faszinierende Abgründigkeit des „Lehrerzimmers“ wurde zuletzt auch mit einer Oscar-Nominierung bedacht. İlker Çataks kluger, feinsinniger Blick auf seine Figuren und sein starker Zugriff auf Geschichten zeichnen seine Filme aus, aber ebenso seine Fähigkeit, anderen den Raum für Höchstleistungen zu öffnen. So besetzte er die zarte, aber moralisch so selbstsichere Hauptfigur im „Lehrerzimmer“ mit Leonie Benesch, u.a. weil es ihm wichtig war, dass sie „erröten“ könne, wie er in einem Gespräch mit der FAZ erklärte.
    Dieses Jahr war İlker Çatak mit Wim Wenders und Sandra Hüller für den Oscar nominiert. Leider gelang es einigen Medien nicht, seinen Namen zu nennen, stattdessen schrieben sie von „Das Lehrerzimmer“ - Çatak musste mitten aus Hollywood ein paar Dinge über Namen und Politik klarstellen und fand viel Gehör und Zuspruch.
    Noch mit dem Jetlag vom Flieger zurück aus Hollywood spricht İlker Çatak bei Freiheit Deluxe über die Freiheit der gewählten Perspektive, über Serendipity, das Talent, besondere Momente zu erkennen und zu ergreifen - und natürlich über die Kunst des Filmemachens. Çatak reflektiert seine Auffassung, als Regisseur vor allem Kommunikator zu sein und Menschen zusammen zu bringen. Mit Jagoda Marinić spricht er aber auch über seinen Trugschluss, er könne seine Themen in Filmen verhandeln und müsse als Person nicht dazu Stellung beziehen. Das hat er dieses Jahr gelernt und Diskussionen ausgelöst. Jagoda Marinic Und İlker Çatak analysieren die Debatten rund um die Oscar-Nominierung und richten ihren Blick darauf, wie man zeitgemäß mit Diversität umgehen könnte - oder was dem im Wege steht. Etwa dass die „Sonderzeichen“ in ihrer beider Namen auch heute noch technisch das Podcast-System der ARD sprengen…
    Hier hört ihr,
    wie İlker Çatak jeden Tag daran arbeitet, mit offenem Blick auf die Welt zu schauen (8:53)
    welche Regieanweisung ihm Leonie Benesch von Michael Haneke übermittelte (22:10)
    was er von seinen Eltern als Migra-Kind auf den Weg bekam (33:08)
    welche Geschichten er gerne mal in den Medien lesen würde (47:01)
    wie sich sein Vater und er über die gemeinsame Arbeit an einem Film wieder annäherten (55:10)
    welche charakterliche Disposition ihm als Regisseur zu Gute kommt (1:02:50)
    mit welchen Widerständen er sich bei der Umsetzung von „Das Lehrerzimmer“ konfrontiert sah (1:13:44)
    wie wichtig für ihn ist, zu seinen Ängsten zu stehen - auch beim Filmemachen (1:25:53)
    Welchen Hollywood-Gossip İlker Çatak von den Oscars mitgebracht hat (1:40:10)
    FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinić ist eine Produktion des Hessischen Rundfunks in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels.

    • 1 hr 46 min
    Jan Böhmermann – Gefühle melken

    Jan Böhmermann – Gefühle melken

    Jan Böhmermann hat es nicht leicht. Er ist der wohl meistverklagte Satiriker Deutschlands: Nach dem Beef mit Lukas Podolski, den er in seinen Format Lukas Tagebuch persiflierte und dem Rummel um Yanis Varoufakis, dessen Stinkefinger er mutmaßlich fälschte, geriet er bald in den nächsten Schlamassel. Sein vielfach richtig verstandenes Gedicht „Schmähkritik“ wuchs sich zur Staatsaffäre mit dem türkischen Präsidenten Erdogan aus. Derzeit befindet er sich im Rechtsstreit mit einem Imker, dessen Persönlichkeitsrechte er verletzt hatte. Dabei lastet ohnehin viel auf den dünnen Schultern des Polizistensohns aus Bremen: Seit Jahren moderiert er das ZDF Magazin Royale und den Podcast Fest & Flauschig, ist Musiker und Investigativ-Journalist. Zu seinen zweifellos größten Verdiensten zählt die exklusive Veröffentlichung der „NSU-Leaks“ und der Recherchen zu den „Frontex Files“ im ZDF Magazin Royale.
    Mit Jagoda Marinić verbindet Jan Böhmermann ein Tweet zur Münchner Sicherheits-Konferenz, den er nicht bei ihr geklaut hat, sondern zufällig wenig später auch in seinem Kopf ausgebrütet hat, wie er bei Freiheit Deluxe versichert. Kannst du ernst reden, Jan? Fragt Jagoda Marinić und er tut es immer wieder: Jan Böhmermann spricht über Freiheit, Sorglosigkeit und seine fast preußische Arbeitsmoral. Der Entertainer reflektiert, wie das Improvisationstalent seiner Familie zu seiner DNA gehört, ebenso wie die Fähigkeit, Türen einzutreten - und gibt ein kurzes Tutorial für den ÖRR, wie eingetretene Türen Strukturen verändern können. Er offenbart sein „guilty pleasure“ Schriftsätze aus seinen Klageschriften zu lesen. Und er gibt zu, dass es mitunter schwer auszuhalten war in juristisch unsicherem Terrain. Doch neben dem Ernst ist da auch ein Spieltrieb, der immer wieder durchscheint. Jagoda Marinić und Jan Böhmermann streiten, ob sein „Twitterbuch“ seine größte Frechheit war oder “leider Kunst”. Sie streiten, wie man so einen Podcast denn eigentlich beendet. Sie reden über Gefühle. Und Jan zieht die Aufgabe, der er sich gestellt hat, durch bis zum Knall…
    Hier hört ihr
    Die Vorgeschichte dieser Podcastfolge und was sie mit der Münchner Sicherheitskonferenz zu tun hat (2:50),
    was Jan Böhmermann für einen Arbeitsethos pflegt (13:50),
    warum das was er macht leider Kunst ist (23:15)
    was Böhmermann über Harald Schmidt denkt und vice versa (37:42)
    wie die Jahrhunderte währende deutsche Kleinstaaterei zur Konsensmanie führte (47:26) was sein guilty pleasure ist (55:54)
    wie es sich anfühlt, wenn sich die Bundeskanzlerin bei einem entschuldigt (1:03:35)
    was passieren muss, damit der Podcast endet (1:35:33)
    welche Künstler*innen er bewundert (1:38:15)
    was er über Goethe, Gefühle und Genies denkt (1:43:01)
    wie der Podcast endet (1:53:08)
    Bonustrack (Director’s Cut) (1:53:32)
    FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinić ist eine Produktion des Hessischen Rundfunks in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels.

    • 1 hr 57 min

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