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Das Kirchenjahr sieht etwas anders aus als unser Kalenderjahr. Es beginnt am ersten Advent. Für jeden Sonntag gibt es Texte, wie z.B. einen Wochenspruch, eine Geschichte aus dem Evangelium oder einen bestimmten Psalm.

Innerhalb eines Jahres durchlaufen wir im Kleinen die Lebensgeschichte Jesu: Es geht los mit den Vorzeichen Jesu Geburt. An Weihnachten feiern wir dann, dass der Heiland endlich geboren ist. Wir denken an verschiedene Stationen in seinem Leben und gehen in der Passionszeit zusammen mit ihm zum Kreuz. An Ostern feiern wir Christi Auferstehung und an den Sonntagen danach verfolgen wir die Geschehnisse bis zu Himmelfahrt und Pfingsten. Über den Sommer hören wir Geschichten aus der ganzen Bibel, bis es im November an den letzten Sonntagen auch um unsere letzten Dinge geht.

So können wir das ganze Leben Jesu in einem Jahr nachvollziehen.

Hier kannst Du für jeden Sonntag erfahren, was diese Texte sind. Wir geben jedem Tag ein Motto. Dann kannst Du zusätzlich noch einen kurzen Impuls und ein passendes Gebet dazu lesen oder anhören. Zum Schluss geben wir Dir auch noch ein paar Aktionsideen mit auf den Weg.

Mein Kirchenjahr - Impulse und Gebete für mich‪.‬ Lucas Söker und Anne Schrader

    • Religion & Spirituality

Das Kirchenjahr sieht etwas anders aus als unser Kalenderjahr. Es beginnt am ersten Advent. Für jeden Sonntag gibt es Texte, wie z.B. einen Wochenspruch, eine Geschichte aus dem Evangelium oder einen bestimmten Psalm.

Innerhalb eines Jahres durchlaufen wir im Kleinen die Lebensgeschichte Jesu: Es geht los mit den Vorzeichen Jesu Geburt. An Weihnachten feiern wir dann, dass der Heiland endlich geboren ist. Wir denken an verschiedene Stationen in seinem Leben und gehen in der Passionszeit zusammen mit ihm zum Kreuz. An Ostern feiern wir Christi Auferstehung und an den Sonntagen danach verfolgen wir die Geschehnisse bis zu Himmelfahrt und Pfingsten. Über den Sommer hören wir Geschichten aus der ganzen Bibel, bis es im November an den letzten Sonntagen auch um unsere letzten Dinge geht.

So können wir das ganze Leben Jesu in einem Jahr nachvollziehen.

Hier kannst Du für jeden Sonntag erfahren, was diese Texte sind. Wir geben jedem Tag ein Motto. Dann kannst Du zusätzlich noch einen kurzen Impuls und ein passendes Gebet dazu lesen oder anhören. Zum Schluss geben wir Dir auch noch ein paar Aktionsideen mit auf den Weg.

    Sehen und gesehen werden

    Sehen und gesehen werden

    Als Kind fand ich das immer etwas komisch, wenn meine Oma gesagt hat: „Der liebe Gott sieht alles!“. Ich habe mich gefragt, ob Gott denn nichts Besseres zu tun hat, als mich in jeder Sekunde zu beobachten. Meine Oma wollte mir ein schlechtes Gewissen einreden und deutlich machen, dass auch wenn sie selbst mich nicht erwischt hat, Gott es gesehen hat.

    Das heißt: Gott schaut hin, wenn ich in der Nase popel. Gott schaut hin, wenn ich mir Schokolade stibitze.

    Das fühlt sich gar nicht gut an.

    „Der liebe Gott sieht alles.“, kann man aber auch freundlich sagen.

    Dann heißt es auch: Gott schaut hin, wenn ich geärgert werde. Gott schaut hin, wenn ich traurig bin.

    Das fühlt sich schon besser an.

    Gott sieht alles. Auch das, was im Verborgenen geschieht, was wir gar nicht sehen können. Er öffnet seine Augen sogar dort, wo wir sie lieber verschließen. Jetzt beunruhigt mich dieser Satz nicht mehr. Er macht mir vielmehr Hoffnung darauf, dass niemand alleingelassen ist und dass irgendwann einmal Gerechtigkeit herrschen wird.

    Mehr Informationen und Textformen unter https://kirchenjahr.landesjugendpfarramt-oldenburg.de/infoportal/12-03-2023-okuli/

    Impulse und Gebete: Anne Schrader, Landesjugendpfarramt Oldenburg
    Produktion: Lucas Söker, Landesjugendpfarramt Oldenburg

    • 3 min
    Liebe ist …

    Liebe ist …

    Kennt ihr diese kleinen „Liebe ist…“- Zeichnungen? Die Künstlerin Kim Casali hat eine Reihe Comics gezeichnet, das ein (nacktes) Pärchen zeigt, das sich in einer Alltagssituation befindet. Darüber dann ein lustiger Spruch, der mit „Liebe ist…“ beginnt.

    Auf einem Bild ist das Pärchen im Bett unter einer dicken Herzdecke eingekuschelt zu sehen. Darüber steht: „Liebe ist… unter einer Decke zu stecken.“ Diese zweideutige Anspielung gefällt mir. Wenn man unter einer Decke steckt, ist das erst einmal gemütlich. Man ist sich nah, kann vertrauensvoll kuscheln, ist geschützt vor den Blicken anderer. Es kann unter der Decke aber auch mal heiß her gehen, positiv wie negativ. Es kann auch passieren, dass der eine dem anderen die Decke wegnimmt – und dass man sich die Decke dann doch wieder teilt. Im übertragenen Sinn heißt „unter einer Decke stecken“, dass man gemeinsame Sache macht. Da haben sich zwei abgesprochen, verfolgen ein gemeinsames Ziel, verlassen sich aufeinander. Für mich ist das ein schönes Bild für eine gelungene Liebesbeziehung.

    Wenn sich Menschen untereinander lieben, dann können wir etwas von dem erahnen, wie Gott uns liebt. Eine tiefe Verbundenheit, in der wir uns fallen lassen können. Da brauchen wir uns nicht verstecken und können uns auch draußen in der Welt sicher sein, dass Gott mit uns gemeinsame Sache macht.

    Mehr Informationen und Textformen unter https://kirchenjahr.landesjugendpfarramt-oldenburg.de/infoportal/19-02-2023-estomihi/

    Impulse und Gebete: Anne Schrader, Landesjugendpfarramt Oldenburg
    Produktion: Lucas Söker, Landesjugendpfarramt Oldenburg

    • 3 min
    Offene Herzen

    Offene Herzen

    Mayra, fünf Jahre alt, kommt zielstrebig auf mich zu gelaufen. Ich sitze auf einer Bank in der Sonne, an einem kleinen Spielplatz. Sie stapft mit ihren nackten Füßen durch den Sand. Ihre Lippen sind fest aufeinandergepresst, ihr Blick starr auf mich gerichtet. Ich lasse mein Buch sinken und kann mir ein Grinsen nicht verkneifen.

    Mayra: „Anne, was issn vastocken? Meine Mama hat gesagt da soll ich dich fragen.“
    Ich: „Hmm verstocken. Wie kommst du da denn drauf?“
    Mayra: „Das war mit dem Pharao gestern Abend in der Bibel.“
    Ich: „Ah, das war mit Moses in Ägypten, oder? Gott hat das Herz des Pharaos verstockt, damit der Mose mit seinem Volk nicht gehen lässt. Meinst du das?“

    Nicken.

    Ich schaue mich hilfesuchend um, ach je, verstocken. Hinter der Bank wächst ein Busch, der junge Triebe hat. „Mayra, wie fühlen sich denn die frischen Blätter an?“

    Mayra: „Weich. Und flauschig.“
    Ich: „Und, wie fühlt sich der Ast, also der Stock, daran an?“
    Mayra: „Hart. Wie Holz.“
    Ich: „Das Herz des Pharaos wurde verstockt. Also hart und holzig.“

    Theologisch ist dieses Bild sicher streitbar, aber nun. Etwas Besseres ist mir in diesem Moment nicht eingefallen.

    Mayra: „Aber aus einem harten Stock können Flauschblätter wachsen. Flauschige Herzen. Das weiß Gott.“

    Mayra hüpft zufrieden davon, bevor ich ihr etwas antworten kann. Besser hätte ich es auch nicht sagen können. An diesem Tag habe ich etwas von Mayra gelernt.

    „Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.“ Hebräer 3,15

    Mehr Informationen und Textformen unter https://kirchenjahr.landesjugendpfarramt-oldenburg.de/infoportal/12-02-2023-sexagesimae/

    Impulse und Gebete: Anne Schrader, Landesjugendpfarramt Oldenburg
    Produktion: Lucas Söker, Landesjugendpfarramt Oldenburg

    • 4 min
    Gerechtigkeit

    Gerechtigkeit

    Als Kind hatte ich ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Wenn ich mich unfair behandelt fühlte habe ich protestiert. Wenn eine meiner Freundinnen ungerecht behandelt wurde, bin ich für sie eingestanden.

    Rückblickend sehe ich, dass ich es mir ziemlich leicht gemacht habe mit meinem Urteil, was gerecht und was ungerecht sei. Ich habe die Situationen nicht differenziert betrachtet, sondern nur in schwarz und weiß.

    In der Bibel sind Situationen beschrieben, die auf den ersten Blick ungerecht wirken. Bei den Arbeitern im Weinberg beispielsweise, die alle den gleichen Lohn bekommen, obwohl sie ganz unterschiedlich lang gearbeitet haben. Oder wenn Jesus sich zu den Sündern setzt, anstatt sich mit vorbildlichen Menschen zu umgeben und diese in ihrem Handeln anzuerkennen.

    Gott hat keinen kindlichen Blick auf uns. Er sieht das große ganze, seine Gerechtigkeit geht weiter als unsere. Trotzdem gibt es Situationen, in denen wir uns ungerecht behandelt fühlen. Gott weiß das. Er kennt unsere Sorgen und unseren Ärger, auch unsere Stärken und Schwächen. Und manchmal sieht er sogar, was in uns steckt, von dem wir noch gar nichts ahnen. Wie kann ich mich für Gerechtigkeit in dieser Welt einsetzen?

    Mehr Informationen und Textformen unter https://kirchenjahr.landesjugendpfarramt-oldenburg.de/infoportal/05-02-2023-septuagesimae/

    Impulse und Gebete: Anne Schrader, Landesjugendpfarramt Oldenburg
    Produktion: Lucas Söker, Landesjugendpfarramt Oldenburg

    • 3 min
    Früher war mehr Lametta

    Früher war mehr Lametta

    Heute endet im Kirchenjahr die Weihnachtszeit. Echt jetzt? Weihnachten ist doch schon längst vorbei, der Baum ist entsorgt und die letzten Süßigkeiten wurden aufgefuttert. Der Alltag hat mich wieder.

    Vielleicht kommt diese Erinnerung an das Weihnachtsfest jetzt genau richtig. Ich bin nämlich voll im „Gute-Vorsätze-Wahn“. Täglich eine Viertelstunde Yoga, eine Viertelstunde Staubwischen, eine Viertelstunde Kisten sortieren, eine Viertelstunde Italienisch-Vokabeln lernen, eine Viertelstunde einen wissenschaftlichen Text lesen – ganz ehrlich, das sind zusammen genommen doch ganz schön viele Viertelstunden.

    Das stresst mich und es gibt kaum einen Tag, an dem ich meine Vorsätze durchhalte. Wieso sieht es bei den anderen immer so aus, als wäre es ganz leicht sich selbst zu optimieren? Fröhlich lächelt mich auf YouTube die perfekt gestylte Sportikone an, nachdem sie die 15 min „Bauch-Beine-Po“-Routine erledigt hat. Ich stehe verschwitzt vor dem Spiegel und betrachte kritisch meine Weihnachtsessen-Röllchen. Das kann nicht viel zu tun haben mit dem Licht und der Liebe, von der ich an Weihnachten geredet habe! Ich beschließe mich in einem anderen Licht zu sehen. Einem gnädigen Licht.

    Mehr Informationen und Textformen unter https://kirchenjahr.landesjugendpfarramt-oldenburg.de

    Impulse und Gebete: Anne Schrader, Landesjugendpfarramt Oldenburg
    Produktion: Lucas Söker, Landesjugendpfarramt Oldenburg

    • 3 min
    Gott ist grenzenlos

    Gott ist grenzenlos

    Die Bibel wurde mittlerweile in über 2500 Sprachen übersetzt – ist das nicht irre? Jesus ist umhergezogen und wollte möglichst vielen Menschen von Gott als Vater und Mutter erzählen, von seiner Liebe zu allen Menschen. Einer Liebe, die im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos ist – Gott ist es egal, wo du geboren wurdest und in welchen Kreisen du dich bewegst. Sogar die Zeit stellt für ihn keine Begrenzung dar, er ist von Ewigkeit zu Ewigkeit und so erzählen wir uns auch 2000 Jahre nach Jesu Geburt seine Taten und Worte weiter.
    Wenn ich mir vorstelle, dass sich die gute Botschaft Gottes an uns Menschen tatsächlich über die ganze Welt verbreitet hat, bekomme ich Gänsehaut. Ich fühle mich als Mitglied einer großen Familie. Daher kommt die Tradition, dass man sich früher in den Gemeinden als Schwestern und Brüder angesprochen hat. Das kommt uns heute seltsam vor. Aber wäre es nicht schön, wenn wir unsere Mitmenschen tatsächlich als Geschwister betrachten würden? Da ist es dann wahrscheinlich wie in einer normalen Familie – die einen mag man lieber, mit den anderen streitet man. Aber am Ende bleiben wir eine Familie, die sich verzeiht und zusammen miteinander durch das Leben geht.

    Mehr Informationen und Textformen unter https://kirchenjahr.landesjugendpfarramt-oldenburg.de

    Impulse und Gebete: Anne Schrader, Landesjugendpfarramt Oldenburg
    Produktion: Lucas Söker, Landesjugendpfarramt Oldenburg

    • 3 min

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