Patient im Mittelpunkt! Über neue Wege im Gesundheitswesen.

Christoph Lohfert Stiftung

In diesem Podcast sprechen Tanja Brunner und Julia Hauck mit Expert:innen über die verschiedenen Aspekte von Patientenorientierung und Patient Empowerment. Neben aktuellen Entwicklungen in Medizin und Gesundheitswesen gehen wir auf die ausgezeichneten Lohfert-Preis-Projekte ein. Unsere Ausgangsfrage basiert dabei stets auf dem "Medizinischen Prinzip" des Stifters Dr. Christoph Lohfert: Wie steht´s mit den drei K: Kommunikation, Koordination und Kooperation?

  1. Wie wir medizinische Versorgung besser koordinieren: Ursula Hahn über die Patient Journey

    JAN 27

    Wie wir medizinische Versorgung besser koordinieren: Ursula Hahn über die Patient Journey

    "Diese Idee der Zusammenarbeit, die muss in die Köpfe."PD Dr. Ursula Hahn kennt die Chancen und Herausforderungen einer vernetzten Gesundheitsversorgung aus der eigenen Praxis. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin der OcuNet GmbH & Co. KG, eines fachärztlichen Verbunds, in dem ambulant und stationär vollversorgende sowie filialisierende Facharztzentren für Augenheilkunde zusammenarbeiten. Als Wissenschaftlerin ist ihr zudem der systemische Blick – die „Adlerperspektive“ – vertraut. Diese nutzt sie auch als stellvertretende Vorsitzende des Bundesverband Managed Care (BMC), um Konzepte der integrierten, intersektoralen Versorgung voranzutreiben. Die Ausschreibung des diesjährigen Lohfert-Preises zur „Patient Journey“ gefällt ihr da natürlich besonders gut, denn, so sagt sie: „Es gibt ganz viele, die aufeinander zugehen und miteinander bessere, koordinierte Verzahnung hinbekommen wollen. Aber es gibt auch ganz schön viele Widerstände. Ich glaube, das ist eine der Herausforderungen der nächsten Jahre, sich damit besser zu befassen. Diese Vereinzelung im Gesundheitswesen … besser in den Griff zu kriegen und sich einem übergeordneten Steuerungskonzept oder übergeordneten Steuerungsideen anzunähern.“ Im Überblick: [01:37] Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Verzahnung im Gesundheitswesen [02:43] Interdisziplinärer Blick: Ökonomie, Medizin und Versorgungspraxis aus der "Adlerperspektive" [04:01] Patient Journey: Ein Marketingkonzept als Zukunftsthema für die medizinische Versorgung? [04:48] Patient Journey: Vom Analyseinstrument zum Gestaltungsprinzip [07:09] Viele Stationen, viele Übergänge, viele Brüche: Herausforderungen entlang der Patient Journey [11:25] Primärversorgung ist mehr als hausarztzentrierte Versorgung: Steuerung entlang des tatsächlichen Bedarfs [15:28] Kritische Übergänge und die Rolle der Digitalisierung [19:51] Elektronische Patientenakte als Steuerungsinstrument [21:21] Digitalisierung, Selbstverwaltung und häusliche Versorgung [22:54] Best Practices: aus dem Innovationsausschuss in die Regelversorgung? [25:02] Die Zukunft integrierter Versorgung: Koordination und Verantwortung Links: Direkt zur Bewerbungsplattform: https://www.christophlohfert-stiftung.de/lohfert-preis/ausschreibung-2026/ Zum Ausschreibungsthema des Lohfert-Preises 2026: https://www.christophlohfert-stiftung.de/panorama/lohfert-preis-2026-ausschreibung-zu-patient-journey-gestartet/ Bundesverband Managed Care: https://www.bmcev.de/ Studie: 17 Jahre Hausarztzentrierte Versorgung, AOK Baden-Württemberg: https://www.aok.de/pp/bw/pm/primaerversorgungsmodell/ STROKE OWL - Stiftung Schlaganfallhilfe: https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/das-tun-wir/aktivitaeten/projekt-stroke-owl/

    36 min
  2. Viola Sinirlioğlu und Marcus Rall über Mehr-Patientensicherheit.de

    09/30/2025

    Viola Sinirlioğlu und Marcus Rall über Mehr-Patientensicherheit.de

    Aus Fehlern lernen – darum geht es bei mehr-patientensicherheit.de. Auf der Plattform können Patient:innen anonym ihre Erfahrungen im Gesundheitssystem teilen. Expert:innen werten die Berichte aus und entwickeln daraus konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit. Wie funktioniert das in der Praxis? Wer nutzt das Portal bislang – und bringt es wirklich Verbesserungen? Darüber sprechen Dr. Markus Rall, Gründer der Deutschen Gesellschaft für Patientensicherheit, und Dr. Viola Sinirlioğlu, Patientensicherheitsbeauftragte der DAK. Interview im Überblick [00:01:53] Aktionen am Welttag für Patientensicherheit: Vom „Room of Horror“ im Krankenhaus bis zu Online-Postings zur Kindergesundheit. [00:04:19] Dr. Marcus Rall, Rettungssanitäter & Arzt, seit 25 Jahren für Patientensicherheit aktiv: Fehler entstehen selten aus Unwissen, sondern meist durch fehlendes Training oder Probleme in der Teamarbeit. „70 bis 80 % der Ursachen liegen in den menschlichen Faktoren.“ [00:05:43] Dr. Viola Sinirlioğlu, Ärztin & Gesundheitsökonomin, Patientensicherheitsbeauftragte der DAK: „Patientensicherheit war immer mein Herzblut-Thema. Ich möchte Brücken bauen zwischen den Bereichen im Gesundheitssystem – da gibt es noch zu viele Barrieren.“ [00:08:15] Idee hinter mehr-patientensicherheit.de: Patient:innen können ihre Erfahrungen anonym melden. „Wir bekommen eine Perspektive, die in Klinik und Praxis oft nicht vorhanden ist.“ (Rall) [10:18] Über 1.600 Fälle in zwei Jahren: Wie sie analysiert, ausgewertet und in konkrete Tipps übersetzt werden. [11:58] Ziel: Erkenntnisse auch für Gesundheitsprofis nutzbar machen. „Wir wollen zeigen, was Patient:innen berichten – und wie Fachpersonal reagieren kann.“ (Rall) [13:26] Kommunikations-Challenge: Wie erfahren Patient:innen und Profis gleichermaßen von der Plattform? „Aus Fehlern lernen ist das eine. Das andere ist, vorbeugend aktiv zu werden.“ (Sinirlioğlu) [18:16] Krankenkassen könnten Fälle nutzen, um Patient:innen vorzubereiten – z. B. bei Entlassung aus der Klinik oder beim Umgang mit Delir. Social Media spielt eine wachsende Rolle. [20:15] Vom Pilotprojekt zur kassenübergreifenden Plattform: „Wir haben den Nerv getroffen.“ (Rall) [24:34] Anonymität bleibt gewahrt – 90 % der Nutzer:innen füllen den langen Fragebogen vollständig aus. [26:00] Kliniken lernen voneinander: „Die Fehler ähneln sich überall, besonders Kommunikationsfehler. Ein Datenschatz.“ (Sinirlioğlu) [27:08] Portal als Frühwarnsystem: „Wir können aus hundert kritischen Ereignissen lernen, bevor ein Patient zu Schaden kommt.“ (Rall) [28:31] Melden dürfen alle – unabhängig von der Krankenkasse. [30:35] Evaluation zeigt: In 50 % der Fälle kam es zu Schaden. Allein die Prävention einzelner Sepsis-Fälle kann Millionen sparen. [35:17] Dringend nötig: Mehr Gesundheitskompetenz – besonders bei Kindern. (Sinirlioğlu) [37:38] Wie erreicht das Portal die Menschen? Über Magazine, Websites, Apps und Social Media. [40:25] Aufgabe der Patientensicherheitsbeauftragten: „Patientensicherheit heißt, den Patienten von A bis Z sicher zu begleiten.“ (Sinirlioğlu) [43:04] Fehleroffenheit: „Es geht nicht darum, Schuldige zu suchen, sondern zu lernen.“ (Sinirlioğlu) [46:30] Vision 2045: Mehr Mut für Veränderungen. „20.000 Tote und Hunderttausende vermeidbare Schäden sind eine riesige Last – ethisch und finanziell.“ (Rall)

    49 min
  3. „Dicke Bretter bohren“ – Heinz Lohmann über Wandel, Weitsicht und die Rolle der Christoph Lohfert Stiftung für mehr Patientenorientierung

    09/02/2025

    „Dicke Bretter bohren“ – Heinz Lohmann über Wandel, Weitsicht und die Rolle der Christoph Lohfert Stiftung für mehr Patientenorientierung

    👉 Warum braucht man im Gesundheitswesen manchmal dicke Bretter – und was haben Patient:innen davon? 👉 Welche Rolle spielen Stiftungen, wenn es darum geht, echte Veränderungen anzustoßen? 👉 Und wie kann Kunst dazu beitragen, dass wir die Dinge mal aus einer anderen Perspektive sehen? Prof. Heinz Lohmann erzählt im Gespräch, warum Patient:innen heute die Chance haben, zu Co-Therapeuten zu werden – und was die Christoph Lohfert Stiftung seit 15 Jahren dazu beiträgt. Im Einzelnen: [01:32] Der gemeinsame Antrieb von Prof. Heinz Lohmann und dem Stifter Dr. Christoph Lohfert: Die Rolle der Patientinnen und Patienten stärken [03:16] Ob mit Flyer oder Handy: Das Ziel bleibt gleich – die Menschen auf ihrem Weg durch das Gesundheitssystem stärken [05:27] Ein persönliches Anliegen zum Wohle der Gesellschaft verstetigen - zur Zusammensetzung der Stiftungsgremien und die Funktion eines Förderpreises für langfristige Sichtbarkeit [10:55] „Dicke Bretter bohren“ - wie sich das Wissensgefälle auf die Beziehung zwischen Patient:in und Arzt auswirkt [14:52] Wie der medizinische Fortschritt die Rolle der Patientinnen und Patienten verändert und die Digitalisierung Patient:innen auf ihrem Weg zwischen ambulanter und stationärer Behandlung hilft [16:46] Angebot und Nachfrage: Warum auch das Gesundheitswesen als Wirtschaft zu begreifen ist, der Lohfert-Preis zum Gesundheitswirtschaftskongress gehört - und warum die Akteure in der Gesundheitswirtschaft in einer besonderen Beziehung zueinander stehen [23:28] Über die prämierten Projekte des Lohfert-Preises [25:19] Über Effektivität und Effizienz im Gesundheitswesen, warum Patient.innen durch den medizinischen Fortschritt eine aktivere Rolle im Gesundungsprozess einnehmen, wie Patientenmanagement die Patient:innen dabei begleiten kann und was die sogenannte „Patientenreise“ für die Christoph Lohfert Stiftung zum Thema macht [29:31] Je spezialisierter, desto enger der Blick – wie Kunst auf dem Gesundheitswirtschaftskongress Perspektivwechsel und Weitsicht ermöglicht und warum Heinz Lohmann experimentelle Kunstwerke besonders schätzt [33:57] Über den Mail Art Künstler Hans Braumüller und die Heinz und Ulla Lohmann Stiftung für experimentelle Kunst [38:18] Öffentlichkeitsarbeit für experimentelle Kunst und die Frage „Was soll das?“ [40:45] Was macht eigentlich Stiftungen so attraktiv? Über die Rolle der Stiftungen in unserer Gesellschaft  [44:48] Über ehrenamtliches Engagement und das eigene Stiftungsengagement – und warum es gut ist, auch die kleinen „Off“-Orte zu besuchen

    48 min
  4. Uwe Platzbecker, Patrick Emmerlich: Wie funktioniert das Nachhaltigkeitsmanagement am UK Dresden

    07/08/2025

    Uwe Platzbecker, Patrick Emmerlich: Wie funktioniert das Nachhaltigkeitsmanagement am UK Dresden

    Das Potenzial ist da! Wie die Mitarbeitendeninitiative CARUS GREEN Nachhaltigkeit zum Topthema machtDas Projekt „Carus Green – Nachhaltigkeit und höhere Umweltverträglichkeit“ am Universitätsklinikum Dresden hat den Lohfert-Preis 2025 gewonnen – und steht für über 50 konkrete Maßnahmen, die den Klinikalltag umweltfreundlicher machen. Im Podcast sprechen wir mit Prof. Dr. Uwe Platzbecker, medizinischer Vorstand, und Projektkoordinator Patrick Emmerlich über den Weg vom Trainee-Projekt zur Klinikbewegung. Das Interview im Überblick:  1:49 – Ist das Carus Green Team Ihr Dreamteam? „Also ich würde das absolut bejahen. Wir brauchen aber, um in diesem Bereich die Zukunft zu gestalten, noch weitere Dreamteam-Mitglieder.“ (Prof. Platzbecker) 03:08 – Inwiefern begleitet Sie das Thema Nachhaltigkeit als Klinikleitung – und warum ist es so wichtig? „Auch die kleinen Dinge können am Ende dann Großes bewirken. Das ist zumindest unser Credo.“ (Prof. Platzbecker) „Wir wollen ein atmendes System der Nachhaltigkeit am Klinikum formieren.“ 05: 48 - Was bedeutet „Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“ im Kontext eines Krankenhauses? „Beide Ziele sind untrennbar miteinander verbunden und essenziell für eine nachhaltige und gesunde Zukunft.“ (Prof. Platzbecker) 07: 48 - Wie wurde aus einem interdisziplinären Traineeprojekt das Carus Green Team? „Wie können wir ressourcenschonend im Kontext von Spitzenmedizin und Spitzenforschung agieren?“ (Patrick Emmerlich) 10:18 – Wie ist die Arbeit des Carus Green Teams heute organisiert? „Energieeinsparungen über die gesamten OPs hin gerechnet von 40 MWh pro Jahr, einige 10.000 Euro an Stromkosten, die man spart, aber natürlich auch CO2-Emissionen in Höhe von circa zwölf Tonnen pro Jahr.“ (Patrick Emmerlich) 12:35 – Was motiviert die Mitarbeitenden, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen? 14:00 – Wie sieht nachhaltiges Handeln konkret im Klinikalltag aus? „Ideal ist es, wenn die Leute aus ihrem Fachbereich selbst heraus Potenziale erkennen und diese dann innerhalb ihres Arbeitsumfelds umsetzen.“ 16:13 – Kann ein nachhaltiges Krankenhaus auch Patient:innen zu nachhaltigerem, gesünderem Verhalten bewegen? 19:13 – Spielt Nachhaltigkeit eine Rolle in der Führungskräfteentwicklung? 20:49 – Gibt es Unterschiede zwischen den Generationen beim Thema Nachhaltigkeit? „Das Entscheidende ist aber, dass „die Alten“ jetzt nicht  auch plötzlich zu Aktivisten werden, sondern dass sie die, die Aktivisten sind und die besten Ideen haben, nämlich „die Jungen“, machen lassen.“ (Prof. Platzbecker) 22:12 - Beispiele für nachhaltige Maßnahmen am UKD 28:18 – Grüner Campus als Lernort für Biodiversität „... das ist ja unser Ansatz: Wir leben vor, wir zeigen, dass wir auch innerstädtisch Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten einen Lebensraum bieten können.“ (P. Emmerlich) 30:29 – Wo liegen die größten Herausforderungen? Was können andere Kliniken lernen? „Es ist großes Potenzial da, und zwar unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Und dieses Potenzial, gerade im Bereich Umweltschutz, Nachhaltigkeit, das gilt es zu heben.“ (Prof. Platzbecker) 36:56 – Wie gehen Sie mit Widerständen um? 43:17 – Vision für 2045? "... das schaffen wir nur gesamtgesellschaftlich, alle zusammen. … da können wir im besten Fall als großes Unternehmen mit Vorbildwirkung aktiv sein“ (Patrick Emmerlich)

    46 min
  5. Gesundheitsförderung an Schulen: Mia Schafmeister im Interview

    05/15/2025

    Gesundheitsförderung an Schulen: Mia Schafmeister im Interview

    Wie frühe Prävention gelingt - über das Projekt "Gesunde Schule" der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Resilienz aufbauen, gesunde Ernährung lernen, Bewegungsfreude entwickeln – effektive Gesundheitsbildung bei Kindern legt den Grundstein für lebenslange gesunde Verhaltensweisen. Schulen sind zentrale Orte, an denen genau dies unterstützt werden kann. Hier setzt die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) mit dem Projekt "Gesunde Schule" an. Das Interview im Überblick Was ist die HAG? [01:59] Mia Schafmeister über die Arbeit der HAG als landesweites, unabhängiges und gemeinnütziges Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung in Hamburg; finanziert aus Mitteln der Sozialbehörde, aus Projektmitteln der gesetzlichen Krankenkassen, von anderen Trägern und durch Mitgliedsbeiträge Seit wie viel Jahren gibt es das Projekt und wie entstand die Idee dazu?  [04:01] Mia Schafmeister über das Projekt „Gesunde Schule“; gegründet 1998 in Kooperation mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI); gefördert durch die Sozialbehörde und durch Mittel der gesetzlichen Krankenkassen. Welche Handlungsfelder gibt es in diesem Projekt für die Schulen?  [05:11] Bewegungsförderung Sicherheit Schulverpflegung und Ernährungsbildung Stärkung psychosozialer Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung Gewaltprävention Stressprävention Suchtprävention Gestaltung des Schulgeländes Gesundheit der Lehrkräfte und des Schulpersonals.  [06:13] Konkrete Projekte wie die Einführung von Streitschlichter:innen im Handlungsfeld Gewaltprävention Wie können Schulen teilnehmen?  [08:25 ] Mia Schafmeister darüber, wie viele Schulen bereits in ganz unterschiedlicher Form gesundheitsfördernde Projekte umsetzen und welche Voraussetzugen dafür nötig sind Wie sieht die Unterstützung durch die HAG aus? [10:05] Mia Schafmeister über die Netzwerk-Arbeit der HAG in Kooperation mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Was die Projekte ausmacht [11:31 ] Mia Schafmeister über Partizipation Über Gesundheitskompetenz im Besonderen und frühe Förderung [12:47] Mia Schafmeister über die Frage, warum das Thema Gesundheitskompetenz so wichtig ist und wie Kinder als Multiplikator:innen in die Familien wirken Über die Anforderungen für eine Auszeichnung als "Gesunde Schule" [14:39] Mia Schafmeister zu der Dokumentation, die von den Schulen erstellt wird.  [17:22] Über 60 angemeldete Schulen  Über Finanzierungsmöglichkeiten von Projekten und den Vergabeprozess  [18:13] Mia Schafmeister über die beratende Funktion der HAG bei Fragen der finanziellen Unterstützung Spielt der Klimawandel oder die Anpassung an den Klimawandel eine Rolle? [21:56 ] Mia Schafmeister über Nachhaltigkeit als Querschnittsthema und entsprechende Projekte zur Umgestaltung des Schulhofs oder vegetarische Speisen [23:23 ] Das Projekt Tellerreste-Messaktion. Wie gehen Sie auf die Gesundheit der Lehrkräfte und des Schulpersonals ein? [26:42] Mia Schafmeister über das Handlungsfeld Gesundheit der Lehrkräfte und den "Personal-Gesundheitstag" In welchen Handlungsfeldern sind die Schulen am aktivsten? [20:21] Mia Schafmeister über das Handlungsfeld Bewegungsförderung am Beispiel von Bewegungscoaches

    28 min
  6. Thomas Voß über GREEN Hospitals - wie Krankenhäuser ökologischer werden

    01/22/2025

    Thomas Voß über GREEN Hospitals - wie Krankenhäuser ökologischer werden

    Über Hebel und Highlights bei der Einführung eines EMAS-UmweltmanagementsystemsThomas Voß hat mit der LWL-Klinik Münster als erstem psychiatrischen Fachkrankenhaus in Deutschland eine EMAS-Validierung erreicht. Inzwischen sind 26 Jahre vergangen – das EMAS der LWL-Kliniken wird kontinuierlich weiterentwickelt und Thomas Voß, der ehemalige kaufmännische Direktor, ist inzwischen im Ruhestand. Aber er engagiert sich weiter für die ökologische Nachhaltigkeit in der stationären Versorgung. Besonders wichtig ist ihm die Umstellung der Essensversorgung, weg von Convenience hin zur Frischküche mit regionalen und Bio-Produkten. Dabei denkt er nie nur an die Patient:innen, sondern auch an die Belegschaft, denn, so sein Credo: „Das Mitnehmen der Beschäftigten war für mich immer das A und O.“ Wir haben mit ihm über seine Erfahrungen gesprochen, warum er auch heute noch das umfassendere EMAS dem Energiemanagement nach ISO 50001 vorzieht, wieso ihn EMAS immer gut schlafen ließ und worauf es wirklich ankommt. Das Interview im Überblick: 01:47: Wie es dazu kam, dass Thomas Voß das erste EMAS in einem psychiatrischen Fachkrankenhaus eingeführt hat 03:39: Wie EMAS zur Systematisierung der bis dahin einzelnen Maßnahmen beigetragen hat 04:40: Was Thomas Voß besonders geprägt hat: die Erfahrung, wenn die Belegschaft begeistert mitmacht 06:45: Über die Überzeugungsarbeit, die es brauchte, um die Akzeptanz für das das EMAS tatsächlich auch bei allen Beschäftigten zu erreichen 10:55: Thomas Voß über die Frage, welche Bedeutung das Thema ökologische Nachhaltigkeit zurzeit in den Kliniken besitzt und warum es nicht nur auf technisch-bauliche Maßnahmen ankommt 12:44 :  Thomas Voß über die größten Umweltbelastungen, die von Krankenhäusern ausgehen, über die Maßnahmenfelder, mit denen Verantwortliche im Krankenhaus konfrontiert sind und mögliche "low hanging fruits" 15:02: Thomas Voß über einen der größten Hebel, CO2 zu reduzieren: die Ernährung im Krankenhaus 18:08: EMAS, ISO 14000 oder ISO 51000? Thomas Voß über die Unterschiede der Managementsysteme und die Vorteile von EMAS 22:39: Über das Vorgehen, ein EMAS zu implementieren - und die finanzielle Frage 26:25: Über die Frage, welche Handhabe eine neue  Bundesregierung hat, die bestehenden regulatorischen Anforderungen an die Krankenhäuser zu reduzieren – über die neue CSRD-Berichtspflicht und was ein Umweltmanagement-Handbuch ist 30:40: Inwiefern EMAS hilft, die unterschiedlichen Genehmigungen im Blick zu behalten, über die Erstellung eines Rechtskatasters und warum das Thomas Voß während seiner aktiven Zeit als kaufmännischer Direktor gut schlafen ließ 32:12: Und wie hält man ein Umweltmanagementsystem „lebendig“? Über den kontinuierlichen Verbesserungsprozess und einen unerschöpflichen Ideen-Fundus der Beschäftigten 33:28: Thomas Voß über die Arbeit der BioMentor:innen 36:00: Über die Arbeit der Jury für den Lohfert-Preis und die Kriterien, die für Thomas Voß am wichtigsten sind 38:32: Thomas Voß zum Krankenhaus der Zukunft, wenn Deutschland 2045 klimaneutral ist

    40 min
  7. Nicole Krojer: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz!

    11/21/2024

    Nicole Krojer: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz!

    Über den ZUKE Green Health Kongress 2025Vernetzen und Wissen teilen: ZUKE bringt die GREEN HOSPITAL-Community zwei Tage lang in 22 Sessions mit mehr als 80 Speakern zusammen. Der ZUKE Green Health Kongress hat schon fast Tradition, und das Thema boomt. Nachhaltigkeit ist in der Gesundheitsversorgung angekommen. Anders als der aktuelle politische Diskurs denken lässt, hat Nachhaltigkeit zumindest unter Führungskräften in Krankenhäusern eine hohe Relevanz. Der große Nachholbedarf in diesem Sektor, der in Deutschland für ca. fünf Prozent der jährlichen CO2-Emissionen verantwortlich ist, wird immer deutlicher. Gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen, das unternehmerische Handeln auf Nachhaltigkeit zu überprüfen. Was nun zu tun ist, welche Chancen und Risiken sich für Kliniken auf dem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften ergeben – darüber diskutieren Führungskräfte, Expert:innen  und Klinikmitarbeitende am kommenden ZUKE - Kongress am 26. und 27. November. Der Online-Kongress, der für Klinikmitarbeitende kostenlos ist, findet bereits zum vierten Mal statt. Der diesjährige Fokus soll auf „transformativen und praxiserprobten Lösungen für ein nachhaltigeres Wirtschaften und Praktizieren in Kliniken“ liegen. Mehr zum Kongress unter: https://kongress.zuke-green.de/ Zum Lohfert-Preis 2025: https://www.christophlohfert-stiftung.de/panorama/fuer-lohfert-preis-2025-bewerben/ Das Interview im Überblick: 01:56 – Über die Anfangsjahre von ZUKE: von der Notwendigkeit zur  Digitalisierung hin zu Nachhaltigkeit 04:45 - Die ZUKE Green Community bietet ein Netzwerk für die über 80 Nachhaltigkeitsbotschafter:innen und Nachhaltigkeitsmanager:innnen in Klinken sowie – ganz neu – eine Plattform für die Zulieferer und Partnerunternehmen der stationären Gesundheitsversorgung. 07:07 - Über den Aspekt der Wirtschaftlichkeit als Voraussetzung für jede nachhaltige Transformation und die "Krise als Chance" 08:16  - Über den Kongress als Online-Event mit 70 Speakern und über 500 Teilnehmenden, die sich - je nach Bedarf - zu verschiedenen Panels und sog. „Netzwerktischen“ zuschalten können. Alle Sessions sind im Anschluss an den Kongress noch zwei Monate lang abrufbar. Orientierung bieten die Cluster Initiativen-Navigator über Fördermöglichkeiten / Weiterbildungs-Navigator /Kongress-Navigator 11:18 - Darüber, dass Nachhaltigkeitsmanager:innen allein in der Klinik wenig bewegen können 13:27 - Über den Begriff „transformative Lösungen“ 15:59 - Über die Freude am Vernetzen und ein besonderes Projekt – Über die Herausforderungen, ein neues Kreislaufsystem innerhalb der „alten“ Regulatorik zu entwickeln 18:57 - Übers digitale Vernetzen

    24 min
  8. IPSTA in der Kinderkardiologie: Wie interprofessionelle Zusammenarbeit Fachkräfte und Patientensicherheit stärkt

    09/17/2024

    IPSTA in der Kinderkardiologie: Wie interprofessionelle Zusammenarbeit Fachkräfte und Patientensicherheit stärkt

    „IPSTA sollte selbstverständlich sein“ – dank besonderen Sicherheitskonzepts bildet das UK Bonn sogar auf der kinderkardiologischen Intensivstation interprofessionell ausEs gibt sie noch nicht in jedem Krankenhaus, aber wo es sie gibt, überzeugen sie alle Beteiligten - die interprofessionellen Ausbildungsstationen. Dort lernen Pflegeauszubildende und Medizinstudierende gemeinsam den Alltag der jeweils anderen Berufsgruppe und die Vorteile von interprofessioneller Zusammenarbeit kennen. Durch die eigenverantwortliche Betreuung ausgewählter Patient:innen unter interprofessioneller Anleitung erfahren die Lernenden zudem eine psychologische Sicherheit, die sich für Lernende und Uniklinikum gleichermaßen bezahlt macht: Viele ehemalige IPSTA-Absolvent:innen arbeiten später im Kinderherzzentrum. Auch auf der kinderkardiologischen Intensivstation, einem besonders sensiblen und anspruchsvollen Aufgabengebiet, sieht man darin eine Chance, neue Fachkräfte zu gewinnen – und zu halten. Das Projekt „Kinder-IPSTA - Interprofessionelle Ausbildungsstationen in der Kinderkardiologie“ am Universitätsklinikum Bonn wurde von der Jury des Lohfert-Preises 2024 lobend erwähnt. Wir haben mit der Projektleiterin und Oberärztin Dr. Anthea Peters und der Lernbegleiterin und Kinderkrankenschwester Christina Kariyawasam gesprochen. Das Interview im Überblick: 01:20 - Über interprofessionelle Ausbildungsstationen, auf denen Auszubildende verschiedener Berufsgruppen zusammen auf Station „praktisch am Patienten lernen“ – sie tragen gemeinsam über drei Wochen Verantwortung für die Patientenversorgung, indem sie die Patient:innenen im besten Fall von der Aufnahme bis zur Entlassung betreuen. 02:40 - Die Bonner Kinder-IPSTA geht auf die Heidelberger HIPSTA zurück  - mit Anpassungen an das Fach Kinderkardiologie 03:13 - Über interprofessionelle Kompetenz und die Kompetenz zur interprofessionellen Kommunikation 04:15 - Ein typischer Tag auf einer interprofessionellen Ausbildungsstation – grundsätzlich in Begleitung einer pflegerischen und medizinischen Lernbegleitung 07:32 - Über die Frage, ob interprofessionelle Aufnahmen und Visiten zwischen Pflege und Medizin nicht prinzipiell erstrebenswert wären 09:15 – Patientensicherheit ist oberstes Gebot - über die IPSTA auf der Intensivstation 13:54 - Über die Frage, inwiefern interprofessionelle Zusammenarbeit die Arbeitsdynamik und das Teamgefühl verändert und den schönen Effekt, dass viele ehemalige IPSTA-Teilnehmende nach der Ausbildung auf den Kinderkardiologischen Stationen arbeiten möchten (Auf einer Station haben in fünf Jahren 13 Pflegekräfte, die ehemals aus der IPSTA kamen, angefangen zu arbeiten). 15:20 - Zum Fachkräftemangel auf der Kinderintensivstation und die Sicherheit im Umgang auch mit schweren Erkrankungen, die IPSTA schon vor Arbeitsbeginn vermitteln kann 17:32 -  Über den Faktor Zeit und Personal im Projekt 19:42 - Nachmachen empfohlen! Über die Projektanfänge, die vielen Beteiligten und die größten Herausforderungen 22:41 -  Auch nach manchmal anfänglicher Skepsis - über die durchweg positiven Rückmeldungen der Patient:innen und ihrer Eltern 25:51 - Über Wünsche für die Zukunft 27:43 -  Last but not least: Über die weltweit erste IPSTA auf einer kinderkardiologischen Intensivstation

    31 min

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In diesem Podcast sprechen Tanja Brunner und Julia Hauck mit Expert:innen über die verschiedenen Aspekte von Patientenorientierung und Patient Empowerment. Neben aktuellen Entwicklungen in Medizin und Gesundheitswesen gehen wir auf die ausgezeichneten Lohfert-Preis-Projekte ein. Unsere Ausgangsfrage basiert dabei stets auf dem "Medizinischen Prinzip" des Stifters Dr. Christoph Lohfert: Wie steht´s mit den drei K: Kommunikation, Koordination und Kooperation?