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Musiker:innen, die plötzlich gute Romane veröffentlichen. Autor:innen, deren Bücher wie guter Rap klingen. Aufregende Bücher, die ein größeres Publikum verdient hätten. Neuerscheinungen, an denen kein Weg vorbei führt. Interviews zwischen Bookstagram-Nerdtum und Deep-Talk. All das gibt es jede Woche neu im „Buch zur Woche“ vom Popkultur-Magazin DIFFUS. Moderation: Daniel Koch.

Das Buch zur Woche DIFFUS

    • Gesellschaft und Kultur
    • 3,3 • 4 Bewertungen

Musiker:innen, die plötzlich gute Romane veröffentlichen. Autor:innen, deren Bücher wie guter Rap klingen. Aufregende Bücher, die ein größeres Publikum verdient hätten. Neuerscheinungen, an denen kein Weg vorbei führt. Interviews zwischen Bookstagram-Nerdtum und Deep-Talk. All das gibt es jede Woche neu im „Buch zur Woche“ vom Popkultur-Magazin DIFFUS. Moderation: Daniel Koch.

    „I really thought writing would get easier…“ – an interview with Chris Whitaker

    „I really thought writing would get easier…“ – an interview with Chris Whitaker

    (English interview starts at 4.40 min)

    Heute gibt es ein Interview mit dem britischen Autoren Chris Whitaker. Wir sprechen über seinen aktuellen Bestseller „Von hier bis zum Anfang“ und über sein neu auf Deutsch veröffentlichtes Roman-Debüt. Das heißt jetzt, nicht ganz zufällig, „Was auf das Ende folgt“. Auch die Umschlag-Gestaltung ist dermaßen nah am Layout des Bestsellers, dass jeder kapiert, was da passieren soll: Man will den Hype abgraben. Aber hey, warum nicht. Marketing muss manchmal den Holzhammer schwingen – gerade im Bahnhofsbuchhandel und auf den prominent platzierten Auslagen. Wo man Chris in fast jedem Buchladen findet.

    Ein paar Basics, bevor wir in das Interview einsteigen: „Von hier bis zum Anfang“, auf Englisch „We Begin At The End“, ist sein aktueller Roman. Er war DER Überraschungserfolg des letzten Jahres. Whitaker erzählt darin eine Mischung aus Coming-of-Age-Drama, Krimi und Western – vor allem die Figur der 13jährigen Duchess wird man nie mehr vergessen, wenn man dieses Buch gelesen. Auch die Atmosphäre der amerikanischen Provinz trifft er so genau, dass man sich schon fragt: Ist der Typ wirklich Brite?

    Auch das Buch „Was auf das Ende folgt“ spielt in Amerika – in einer fiktiven Kleinstadt namens „Tall Oaks“, was auch der englische Buchtitel ist. Chris Whitaker hat damals für dieses Buch seinen gut bezahlten Finanzjob an den Nagel gehängt. Wobei gut bezahlt so eine Sache ist: In den ersten Wochen als Investmentbanker hat er sich dermaßen verzockt, dass er auf einem Berg Schulden saß. Als er sich aus diesem Loch wieder herausgearbeitet und den Dreh raushatte – beschloss er, den Kurs zu ändern und Autor zu werden. Ein, finanziell betrachtet, äußerst gewagter Move, der im Rückblick erstaunlich gut aufging. Was man außerdem wissen muss: Zu der Zeit wurde Chris Whitaker bei einem Überfall in London mit einem Messer verletzt. Ein Vorfall, der ihn ebenfalls dazu brachte, mal zu überdenken, was er vom Leben will.

    • 41 Min.
    Judith Holofernes, das Leben nach den Hits und „Die Träume anderer Leute“

    Judith Holofernes, das Leben nach den Hits und „Die Träume anderer Leute“

    Judith Holofernes ist bekanntlich Solokünstlerin, Songwriterin, Kinderbuchautorin, Sing mein Song-Teilnehmerin und natürlich ein Viertel der Band Wir Sind Helden. Nun hat Judith ein weiteres Buch geschrieben und gerade bei KiWi veröffentlicht: Es heißt „Die Träume anderer Leute“, wie der Helden-Song, hat ein wunderschönes illustriertes Cover – und ist ein weiteres Buch über ein Musikerinnen-Leben. Davon gibt es viele – aber es gibt wenige, die so gut sind, wie dieses hier.

    „Die Träume anderer Leute“ ist eine autobiografische Erzählung der letzten und ersten Heldenjahre und ihres Lebens, nach dem sehr freundschaftlichen und erschöpften Ende der Band. Dazwischen gibt es immer wieder Rückblicke in Judiths Kindheit und auf ihre besondere Verbindung zu ihrer Mutter. Ihre Familie spielt natürlich ebenfalls eine große Rolle – vor allem ihr Ehemann und ehemaliger Bandkollege Pola Roy.

    Was dieses Buch so besonders macht und warum es alle lesen sollten, die Musik lieben oder sich gar selbst ins Haifischbecken Musikindustrie trauen, erfahrt ihr in dieser Folge.

    Wenn ihr nun neugierig geworden seid, dann könnt ihr bei uns wieder zwei Exemplare des Buches gewinnen. Schreibt uns einfach eine Mail mit dem Stichwort „Die Träume anderer Leute“ an verlosung@diffusmag.de. Viel Erfolg dabei.

    • 10 Min.
    Tim Jürgens über die Welt des Fußballs und sein Buch „Lieber Herr Bundestrainer“

    Tim Jürgens über die Welt des Fußballs und sein Buch „Lieber Herr Bundestrainer“

    Ein ausführliches Interview mit dem stellvertretenden „11 Freunde“-Chefredakteur und Musiker Tim Jürgens, der mit seinem Kolleggen Philipp Köster vor kurzem das Buch „Lieber Herr Bundestrainer – Briefe, die die Fußballwelt bewegten“ bei Heyne Hardcore veröffentlicht hat. 80 Briefe, Tagebuch-Einträge und Notizen sind darin versammelt und beackern thematisch ein weites Spielfeld: Es geht um die Anfänge des organisierten Fußballs, um den Sport zu Zeiten der Nazis, man erfährt etwas über Fußball im geteilten Deutschland, man bekommt Einblicke in das Verschachern von jungen Fußballtalenten und in den Umgang mit Mental Health Aspekten im Profi-Fußball. Dazwischen findet man jedoch auch immer wieder eher leichte Häppchen: Anekdoten zu historischen Spielen, verkaterte Nationalspieler, die sich wortreich beim Trainer für ihr Nichterscheinen entschuldigen wollen oder aber Schriftstücke, die beweisen, dass der DFB schon immer von einem Haufen älterer Herren geleitetet wurde, die bei gesellschaftlichen Dingen manchmal ein wenig hinterherhinken. Tim und Philipp ist es mit ihren Texten zu den Schriftstücken gelungen, die sehr spezielle Materie auch für Menschen zugänglich zu machen, die gar nicht so tief in der Fußballwelt drinstecken. Und natürlich blitzt immer wieder ihr kundiger Humor auf, der auch 11 Freunde auszeichnet.

    Wir haben das Gespräch mit Tim an einigen ausgewählten Briefen ausgerichtet – und mit ihm dabei über Frauenfußball, Mental Health, die Geschäftspraktiken des Profifußballs und die Entstehung des Buches gesprochen. Und am Ende wird er nicht an einer Frage vorbeikommen, die wohl jeden Fan und Über-Fußball-Schreibenden gerade umtreibt – wie steht man eigentlich zu dieser verdammten WM in Katar in diesem Jahr?

    Wenn ihr nun neugierig geworden seid, verlosen wir dank des Verlags Heyne Hardcore zwei Exemplare des sehr schön gestalteten Hardcover-Buches. Schickt uns einfach eine Mail mit dem Stichwort „Lieber Herr Bundestrainer“, eurer Postadresse und eurem Lieblingsverein an verlosung@diffusmag.de. Viel Spaß!

    • 59 Min.
    „Unter den Wolken“ von Achim Bogdahn – ein Buch über das Wandern, das zu DIFFUS passt? WTF?

    „Unter den Wolken“ von Achim Bogdahn – ein Buch über das Wandern, das zu DIFFUS passt? WTF?

    Manchmal bekommen wir Bücher und Anfragen, bei denen wir kurz denken: Wollen wir das wirklich lesen? Das Buch, das wir heute vorstellen möchten, war so ein Fall. Im Pressetext stand, dass uns ein bekannter Radiomoderator davon erzählen will, wie er auf und über Berge wandert. Der Untertitel lautete: „Meine Deutschlandreise auf die höchsten Berge aller 16 Bundesländer“. Da denkt man doch sofort: Nee, das passt nun wirklich nicht zu einem hippen Popkulturmagazin wie DIFFUS. Aber, kleiner Spoiler: „Unter den Wolken“ von Achim Bogdahn ist dann doch ein sehr unterhaltsames und tolles und zu uns passendes Buch.

    Achim Bogdahn ist in unserer Heimatstadt Berlin nicht ganz so bekannt – in Süddeutschland sieht das ein wenig anders aus. Er ist seit den frühen Neunzigern bei Bayern 2 und beim Bayerischen Rundfunk am Mikro, wo er unter anderem die Sendung „Zündfunk" moderiert – was ihn dann doch sehr nah in unsere musikalische Nachbarschaft bringt. Mit „Unter den Wolken“ hat er nun sein erstes Buch geschrieben. Es ist eine Art Reportagen- oder Interview-Sammlung, denn Achim hat tatsächlich die höchsten Berge aller Bundesländer bestiegen und dabei immer eine Begleitung gewählt, die aus dem jeweiligen Bundesland stammt.

    Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid: Wir verlosen wieder 3 Exemplare von „Unter den Wolken - Meine Deutschlandreise auf die höchsten Berge aller 16 Bundesländer“. Schickt uns einfach eine Mail mit dem Stichwort „Unter den Wolken“, eurer Postadresse und eurem Lieblingsberg an verlosung@diffusmag.de. Viel Erfolg!

    • 11 Min.
    Daniela Dröscher und ihre „Lügen über meine Mutter“

    Daniela Dröscher und ihre „Lügen über meine Mutter“

    Daniela Dröscher erzählt in ihrem autofiktionalen Roman nicht wirklich „Lügen über meine Mutter“. Sie erinnert sich vielmehr an ihre Kindheit und Jugend, die geprägt war vom schwierigen Verhältnis der Eltern. Ihr Vater und dessen Mutter mäkeln nämlich permanent an Dröschers Mutter herum – eine stolze, schöne Frau, die angeblich „zu dick“ sei. Aber was bedeutet das überhaupt? Wer entscheidet das? Und warum zum Henker projiziert ihr Vater die eigene Unsicherheit auf seine Frau und macht sie ständig runter? Ein tragisches, manchmal lustiges Buch, das von einer ganz „normalen“ Familie erzählt, die man eigentlich nicht „normal“ nennen dürfte.

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    Mehr zum Buch:

    Dieser autofiktionale Roman wird gerade eigentlich überall besprochen, wo es um gute Bücher geht und das hat gleich mehrere Gründe. Einer ist – dieses Buch ist wirklich sehr zugänglich, klar und intensiv geschrieben. Und Daniela Dröscher hat diesen halbtrockenen Humor, der selbst zwischenmenschlich brutale Szenen ein wenig abmildert – und damit gleichzeitig die Ungeheuerlichkeit der beschriebenen Situationen deutlicher macht. Ein weiterer Grund, warum sich viele für Dröschers Buch interessieren, ist dieses Wort das wir anfangs gedroppt haben: „autofiktional“.

    Wir sind in „Lügen über meiner Mutter“ in dem Grenzgebiet, das in den letzten Jahren von Autoren wie Karl Ove Knausgård oder Edouard Louis sehr erfolgreich ausgelotet wurde – oder von der großartigen Autorin Maggie Nelson. Es bedeutet, im Grunde, dass Menschen mit literarischen Mitteln das eigene Leben erzählen, sezieren, analysieren – und dabei zumindest simulieren, es ginge um ihr wahres Leben. Daniela Dröscher macht das auf sehr smarte Weise: Auf den über 400 Seiten wechseln sich kleine literarische Kapitel mit kurzen essayistischen Exkursionen über den gerade laufenden Schreibprozess und den Risiken und Nebenwirkungen, die dieser mit sich bringen könnte. Denn ihr Thema ist ein sehr persönliches: sie schreibt über ihre Mutter, wie der Titel vermuten lässt. Allerdings sind die „Lügen über meine Mutter“ nicht unbedingt die Dinge, die Daniela Dröscher erzählt, sondern die Dinge, die ihr Vater über diese Frau verbreitet.

    Dank des KiWi-Verlags dürfen wir auch wieder drei Exemplare des Buches verlosen. Wenn ihr eines haben wollt, schickt uns eine Mail mit dem Stichwort „Lügen über meine Mutter“ an verlosung@diffusmag.de. Bitte vergesst eure Postadresse nicht.

    • 9 Min.
    Warum die „Paper Girls“ als Comic und als TV-Serie toll sind

    Warum die „Paper Girls“ als Comic und als TV-Serie toll sind

    Diesmal geht es um eine Comic-Reihe, die gerade zurecht in aller Munde ist: Was daran liegt, dass sie von Amazon als Serie verfilmt wurde. Comic-Fans kennen die 30 Hefte umfassende Reihe „Paper Girls“ vermutlich eh schon. Wir möchten hier ein wenig dafür werben, dass die Fans der sehr guten Amazon-Serie auch die Comics für sich entdecken. Die deutsche Übersetzung ist im Verlag Cross Cult erschienen. Da gibt’s passend zum Serienstart die komplette Geschichte in einem 800 Seiten Starken Softcover-Band.

    Aber der Reihe nach: Das erste Heft von Paper Girls erschien im Oktober 2015, abgeschlossen wurde die Story im Juli 2019. Dass die Geschichte um vier Teenagerinnen, die beim Zeitungen ausfahren in einen Zeitreise-Krieg geraten, gut werden würde, ahnte man schon, wenn man wusste, wer als Autor dahinter steckte. Das ist nämlich Brian K. Vaughan. Der hat unter anderem die b********n verfilmte, aber sehr gute Comic-Reihe „Y: The Last Man“ geschrieben hat und die „Saga“-Reihe – die wohl bunteste, lustigste, romantischste, wokeste, actionreichste Space Opera, die man im Comic-Laden kaufen kann. Für „Paper Girls“ arbeitete Vaughan mit dem Zeichner Cliff Chiang zusammen. Hier erfahrt ihr, warum es durchaus lohnt, Serie und Comic-Reihe zu kennen.

    Dank des Cross Cult Verlags können wir an dieser Stelle drei Gesamtausgaben verlosen. Und zwar zweimal im Softcover, und eine sogar im Hardcover. Wenn ihr mitmachen wollt, schreibt uns einfach eine Mail mit dem Stichwort "Paper Girls", eurer Postadresse und eurer Lieblings-Charakterin an verlosung@diffusmag.de. Viel Glück!

    • 7 Min.

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