71 Folgen

Musiker:innen, die plötzlich gute Romane veröffentlichen. Autor:innen, deren Bücher wie guter Rap klingen. Aufregende Bücher, die ein größeres Publikum verdient hätten. Neuerscheinungen, an denen kein Weg vorbei führt. Interviews zwischen Bookstagram-Nerdtum und Deep-Talk. All das gibt es jede Woche neu im „Buch zur Woche“ vom Popkultur-Magazin DIFFUS. Moderation: Daniel Koch und Celine Leonora

Das Buch zur Woche DIFFUS

    • Gesellschaft und Kultur
    • 3,7 • 6 Bewertungen

Musiker:innen, die plötzlich gute Romane veröffentlichen. Autor:innen, deren Bücher wie guter Rap klingen. Aufregende Bücher, die ein größeres Publikum verdient hätten. Neuerscheinungen, an denen kein Weg vorbei führt. Interviews zwischen Bookstagram-Nerdtum und Deep-Talk. All das gibt es jede Woche neu im „Buch zur Woche“ vom Popkultur-Magazin DIFFUS. Moderation: Daniel Koch und Celine Leonora

    „Chaing Gang All-Stars“: Als hätte Kendrick Lamar „Squid Game“ geschrieben

    „Chaing Gang All-Stars“: Als hätte Kendrick Lamar „Squid Game“ geschrieben

    Nana Kwame Adjei-Brenyah hatten wir schon mit seinem Short-Story-Band „Friday Black“ in unserem Podcast. Nun erscheint sein Romandebüt auf Deutsch bei Hoffmann & Campe. „Chaing Gang All-Stars“ heißt es und ist ein satirischer, politischer Thriller, der allen Fans von Kendrick Lamar, „Mad Max“, „1984“, „Atlanta“, „Gladiator“, „Squid Game“, „Running Man“ und der „Hunger Games“-Reihe gefallen dürfte.

    Schon der Titel knallt gewaltig. Die Worte „Chain Gang“ erinnern zugleich an die Zeit der Sklaverei in den Südstaaten und an das amerikanische Gefängnis-
    System. Damals wurden Sklaven und Gefangene oft als „Chain Gangs“ in Gruppen aneinandergekettet, um harte Arbeiten auf den Feldern und in den Städten zu verrichten. Die Worte „All-Stars“ wiederum erinnern an die bunte Welt des Profisports – an All-Star-Basketball-Teams oder Football-Duelle.

    Beide Welten bringt Nana Kwame Adjei-Brenyah zusammen: In seiner nahen Zukunft kämpfen Häftlinge in „Death Matches“ gegeneinander, wer lange überlebt, kann am Ende die Freiheit gewinnen. Aber die beiden Kämpferinnen Loretta Thurwar und Hamar Stacker, namens „Hurricane Staxxx“, versuchen das zynische Spiel zu sprengen …

    • 12 Min.
    „Dieses Buch hat mich zerstört!“ Im Interview mit okaychiara über „Babel“ von R. F. Kuang

    „Dieses Buch hat mich zerstört!“ Im Interview mit okaychiara über „Babel“ von R. F. Kuang

    In dieser Folge ist die Buchbloggerin @okaychiara bei uns zu Gast und erzählt über ihr Lieblingsbuch "Babel" von R.F. Kuang. Denn sie hat wohl erst mit ihren Videos auf TikTok die deutsche Buch-Community auf dieses Meisterwerk aufmerksam gemacht. Zudem wissen ihre Follower sicherlich von ihren 11 verschiedenen Ausgaben, die sie sammelt. Aber warum hat sie dieses Buch so gecatcht?

    In Babel verfolgen wir den chinesischen Waisenjungen Robin, der von dem britischen Professor Lovell nach England gebracht wird. Dort wird er mit dem Lernen von Latein, Altgriechisch, Englisch und Chinesisch darauf vorbereitet, eines Tages in Babel zu studieren. Dies ist das in Oxford ansässige königliche Institut für Übersetzung. Oxford ist das Zentrum allen Wissens und Fortschritts in der Welt. Und ein Traum wird wahr, als Robin dort wirklich studieren kann. Denn in Babel wird nicht nur Übersetzung gelehrt, sondern auch Magie. Das Silberwerken in Verbindung mit Sprache bringt das britische Imperium zu großer Macht, dadurch wurden jedoch auch große Teile der Welt kolonisiert. Während er in Babel studiert, lernt Robin außerdem Freunde kennen, die zum Teil das gleiche Schicksal wie er erleiden müssen und von Rassismus nicht verschont bleiben.
    Im Laufe seines Studiums gerät Robin zwischen Babel und dem zwielichtigen Hermes-Bund, einer Organisation, die die imperiale Expansion stoppen will. Als Großbritannien einen ungerechten Krieg mit China um Silber und Opium führt, muss Robin sich für eine Seite entscheiden ...
    Aber wird er gegen ein Imperium bestehen?

    Eins lässt sich jedoch von vorneherein sagen: R.F. Kuang ist eine Meisterin!

    • 21 Min.
    Nino Haratischwili und „Das mangelnde Licht“ einer Jugend in Georgien

    Nino Haratischwili und „Das mangelnde Licht“ einer Jugend in Georgien

    Wer Bücher über Freundschaften liebt – wie zum Beispiel Stephen Kings „Es“ oder „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante –, sollte auch dieses Buch lesen. Die in Deutschland lebende, aus Georgien stammende Autorin Nino Haratischwili erzählt in „Das mangelnde Licht“ von vier Freundinnen, die Ende der 80er/Anfang der 90er in Tbilissi aufwachsen. Das ist die georgische Hauptstadt, die fälschlicherweise in Deutschland oft noch Tiflis genannt wird. Die sensible Ich-Erzählerin Keto, die abenteuerhungrige Dina, die schlaue Eigenbrötlerin Ira und die romantische Nene, Nichte des mächtigsten Kriminellen der Stadt, geraten im Roman nicht nur in die Irrungen und Wirrungen der Pubertät – sondern auch in eine Zeit der politischen Unruhe und der Gewalt. Georgien war eines nämlich eines der ersten Länder, das sich 1991 von der kollabierenden Sowjetunion lossagte und die Unabhängigkeit erklärte. Nichts kann die Vier in all dem Chaos trennen – bis ein tragischer Tod und ein Verrat die Clique schließlich auseinandertreibt …

    • 10 Min.
    Buchclub | Über Krieg, pinke Schachbücher und koreanische Horrorhasen

    Buchclub | Über Krieg, pinke Schachbücher und koreanische Horrorhasen

    Juhu, endlich wieder eine Special-Folge! In der neuesten Buchclub-Folge stellen Celine und Daniel euch Bücher in folgenden Kategorien vor: Current Reads, Lieblingsbücher & Bücher, auf die man sich 2024 freuen darf. Schnell stellen sich hier folgende Fragen: Wie pink darf ein romantisches Buch über Schach sein? Wie ist es, mitten im Krieg groß zu werden? Und wieso kommt es nicht häufiger vor, dass man Milliarden-Erbin wird?

    • 29 Min.
    Maximilian Hecker über „Lottewelt“, „Neverheart“ und die grelle Welt des K-Pop

    Maximilian Hecker über „Lottewelt“, „Neverheart“ und die grelle Welt des K-Pop

    Der in Berlin lebende und aus Bünde stammende Sänger und Songwriter Maximilian Hecker hat eine recht seltsame und faszinierende Karriere: In den Nullerjahren war er der smarte Schmerzensmann der Berlin-Mitte-Indie-Szene und veröffentlichte großartige Alben wie „Infinite Love Songs“ (2001), „Lady Sleep“ (2005) und „I’ll Be A Virgin, I’ll Be A Mountain“ (2010). Über das Berliner Label Kitty-Yo, das international als recht geschmackssicher galt, gelangten seine Alben auch auf den asiatischen Markt. Dort trafen seine intensiven Balladen einen Nerv – was in den Folgejahren dazu führte, dass seine größten Märkte China, Japan und Südkorea wurden. Dort nannte man ihn in den Landesprachen: „der melancholische Prinz“. Heckers Musik lief in K-Dramas und wurde von vielen koreanischen Idols gehört. Selbst die heutigen Superstars BTS empfahlen einmal via Twitter sein 2010er-Album „I’ll Be A Virgin, I’ll Be A Mountain“.

    https://open.spotify.com/intl-de/album/3opzhZggQUcwCMu5oFmAER?si=treot_QkRl-dLb79nvP-uw

    Maximilian Hecker hat nie aufgehört, traurig-schöne Musik zu veröffentlichen. Gerade kam das Album „Neverheart“ raus, das den Sound voll auf Heckers Stärken reduziert: Stimme, Klavier und perfekt abgeschmeckte Arrangements irgendwo zwischen Neo-Klassik, Ambient und Pop. Ende letzten Jahres erschien außerdem sein Romandebüt „Lottewelt“. In einer soghaften, lyrischen Prosa erzählt er darin aus dem Leben seines Protagonisten Maximilian Hecker. Dieser hadert mit einem Kindheitstrauma nach dem Tod seiner Schwester Liselotte. Er sucht in den grellen Neonlichtern des Vergnügungsparks „Lotte World“ in Seoul nach der Liebe, ringt mit seinen Projektionen, Abgründen und Gelüsten – und findet am Ende schließlich so etwas wie den eigenen Frieden. Die Parallelen zu seinem realen Leben sind dabei ebenso offensichtlich wie gewollt.

    Wir sprachen mit Maximilian Hecker über das Buch und das Album – und damit immer wieder auch über das seltsame Karriere-Leben zwischen zwei Kontinenten und die südkoreanische Popwelt, in der Glanz und Schmerz oft nah beieinander liegen.

    • 1 Std. 8 Min.
    Die Unsterbliche und der Tod bei "Belladonna" von Adalyn Grace

    Die Unsterbliche und der Tod bei "Belladonna" von Adalyn Grace

    Ein fantastisches und gleichzeitig düsteres Murder Mystery erwartet euch in der neuesten Folge.

    Was wäre, wenn du nicht sterben könntest, doch alle um dich herum es tun? Und was wäre, wenn du den leibhaftigen Tod sehen könntest, ja sogar mit ihm sprichst?

    Signa führt ein seltsames Leben und es droht sogar noch verhängnisvoller zu werden, als sie zu ihrer entfernten Familie nach Thorn Grove geschickt wird. Dort geht etwas nicht mit rechten Dingen zu und schonbald muss Signa einen Giftanschlag und einen Mord aufklären und dabei hilft ihr niemand geringeres als der Tod selbst.

    Ein wundervoll poetisch geschriebenes Werk, das endlich auch auf Deutsch übersetzt wurde. Eines unserer absoluten Highlights im Jahre 2023.

    • 10 Min.

Kundenrezensionen

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6 Bewertungen

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