Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Mitteldeutscher Rundfunk

Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.

  1. vor 9 Std.

    #363 Die schwierige Lage in Kostjantyniwka

    Die Lage in der Stadt Kostjantyniwka ist kompliziert. Die ukrainische Armee kontrolliert noch bedeutende Teile davon. Aber auch die russische Armee ist tief in die Stadt vorgedrungen. "Nach wie vor kontrollieren die Russen die Stadt nicht, aber auch die Ukrainer nicht mehr", sagt Ex-Nato-General Erhard Bühler dazu. Die Lage sei unübersichtlich und sehr schwierig für die Soldaten. Die Versorgung erfolge vor allem über Drohnen und unbemannte Fahrzeuge. Auch der Abtransport von Verwundeten sei kompliziert. "Also eine sehr komplexe und schwierige Lage in dieser Stadt", fasst Bühler zusammen.Die weitere aktuelle militärische Lage: Im Nordosten der Ukraine tut sich wenig an der Front, obwohl es immer wieder Kämpfe gibt. Russische Vorstöße werden meist durch ukrainische Gegenangriffe beantwortet, Geländegewinne sind oft nur von kurzer Dauer. Weiter südlich, beim sogenannten Festungsgürtel, haben die Russen bei Slowjansk kleinere Erfolge erzielt. Im Süden der Ukraine haben die Ukrainer dagegen kleinere Geländegewinne erreicht.Die weiteren Themen in dieser Folge des Podcasts "Was tun, Herr General?": Luftangriffe auf beiden Seiten + Nato-Übung in Polen an der Grenze zur russischen Enklave Kaliningrad + Sichtung eines russischen Kriegsschiffs vor der deutschen Insel FehmarnInhaltsverzeichnis0:00 Begrüßung1:00 Militärische Lage am Boden7:22 Luftangriffe auf beiden Seiten19:35 Nato-Übung28:55 Russisches Kriegsschiff vor FehmarnPodcast-Tipp: Putins Krieg https://www.ardsounds.de/sendung/putins-krieg-interviews-und-hintergruende/urn:ard:show:37f0223a9ecc3629/Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 26. August 2026 geplant.

  2. vor 5 Tagen

    #362 Bundeswehr-Aufrüstung: Zu viele Panzer, zu wenig KI?

    In dieser Folge geht es ums Geld und darum, wofür die Bundeswehr es ausgibt. Ein renommierter Ökonom hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius vorgeworfen, die falschen Prioritäten zu setzen. Es handelt sich um Moritz Schularick, den Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Host Christian Erll spricht in dieser Folge des Podcasts "Was tun, Herr General" mit Ex-Nato General Erhard Bühler darüber, was Schularick genau gesagt hat und warum Bühler die Äußerungen teilweise als anmaßend empfindet. Bühler sagt, er wünsche sich mehr inhaltliche Auseinandersetzungen und weniger Populismus. Und es geht darum, wie genau die Bundeswehr aufrüstet und welche Prioritäten dabei gesetzt werden.Dabei spielt eine Art Einkaufsliste des Verteidigungsministeriums eine Rolle, die zeigt, was in den kommenden Monaten beschafft werden soll. Berichtet hat darüber die "Welt am Sonntag". Die Liste ist lang und milliardenschwer. Wird da klug investiert oder wird da einfach nur viel Geld ausgegeben?Inhaltsverzeichnis:00:00 Begrüßung01:28 Die Kritik von IfW-Präsident Schularick an den Investitionen bei der Bundeswehr11:07 Die Einkaufsliste der BundeswehrPodcast-Tipp Wahlkreis Ost – Deep Talks vor der Landtagswahl in Sachsen-AnhaltWenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 25. August 2026 geplant.

  3. vor 6 Tagen

    #361 Die ukrainische Olexandriwka-Offensive

    Ohne großes Aufsehen hat die Ukraine eine Offensive im Süden des Landes durchgeführt. Nach ukrainischen Angaben wurden dabei seit Beginn des Jahres 745 Quadratkilometer zurückerobert. Der ehemalige Nato-General Erhard Bühler erklärt, wie sogenannte Olexandriwka-Gegenoffensive ablief und wie die Erfolge zu bewerten sind, die dabei in den vergangenen Monaten erreicht wurden. Als Grund für den Erfolg sieht Bühler vor allem einen Grund: "Das war sicher die Schwäche der an der Südfront unterversorgten russischen Armee." Diese sei durch ukrainische Luftangriffe im Hinterland seit Längerem von einem Großteil ihrer Versorgung abgeschnitten. "Das ist ein taktischer Erfolg der Ukraine", so Bühler zu den Eroberungen im Süden. "Ob er nachhaltig sein wird oder ob der Erfolg gar ausgebaut werden kann, das werden wir sehen."Die weitere militärische Lage: Im Norden der Front in der Ostukraine gibt es wenig Neuigkeiten. Weiter südlich, beim sogenannten Festungsgürtel, ist die ukrainische Armee unter Druck. Das gilt vor allem für den Frontabschnitt bei der Stadt Kostjantyniwka. Bühler geht davon aus, dass die Stadt über kurz oder lang an die Russen fallen wird. Außerdem besprechen Host Christian Erll und Bühler in dieser Folge von "Was tun, Herr General?" die Luftangriffe auf beiden Seiten.Im zweiten Teil des Podcasts geht es um eine Nato-Übung, bei der ukrainische Drohnenpiloten amerikanische Panzerverbände ziemlich in die Bredouille gebracht haben sollen. Die Übung fand in Deutschland statt. Es ist nicht die erste Meldung dieser Art. Doch wenn man die Details der Übung kennt, relativiert sich der Bericht schnell.Inhaltsverzeichnis:00:00 Begrüßung01:18 Die militärische Lage am Boden15:16 Die Luftangriffe auf beiden Seiten30:24 Die Nato-Übung mit ukrainischen Drohnen-PilotenPodcast-Tipp Wahlkreis Ost – Deep Talks vor der Landtagswahl in Sachsen-AnhaltWenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 20. August 2026 geplant.

  4. 13. Aug.

    #360 US-Generäle: Wer nicht folgt, fliegt

    In dieser Folge geht der Blick in die USA. Dort gibt es Konflikte zwischen Generälen und Verteidigungsminister Pete Hegseth. Zuletzt wurden erneut ranghohe Militärs entlassen. Es handelt sich um General Christopher Donahue und Generalleutnant Charles Costanza. Wie das zu bewerten ist, darüber spricht Host Christian Erll mit Ex-Nato-General Erhard Bühler in dieser Folge des Podcasts "Was tun, Herr General?". Bühler sagt, solche Entlassungen seien zunächst durchaus ein normaler Vorgang. Er wisse aber von zahlreichen Bekannten im US-Militär, dass Hegseth als Minister bei der US Army insgesamt unbeliebt sei. Ihm werde die Kompetenz für das Amt abgesprochen. Dabei spiele auch der Iran-Krieg eine Rolle. Bühler erklärt außerdem, welche Rolle Donahue und Costanza bisher gespielt haben. Und warum er ihre Absetzung kritisch sieht.Zum Beginn des Podcasts geht es zunächst um einen Vergleich zwischen dem Ukraine-Krieg und dem Bosnienkrieg, der hier im Podcast gezogen wurde und zu dem es eine Reihe von Reaktionen gab.Inhaltsverzeichnis:00:00 Begrüßung01:06 Diskussion um Vergleich zwischen Ukraine-Krieg und Bosnienkrieg09:24 Die Konflikte in der US-MilitärführungPodcast-Tipp: Das wahre Leben: Unter Drohnen – mein Kriegsalltag an der ukrainischen FrontWenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 19. August 2026 geplant.

  5. 12. Aug.

    #359 Leipziger Drohnen-Vorfall: "Ein terroristischer Anschlag"

    Es war ein aufsehenerregender Zwischenfall: Am Flughafen Leipzig/Halle ist eine Sprengstoff-Drohne gefunden worden. Sie soll gegen ein ukrainisches Transportflugzeug geflogen sein, jedoch ohne Detonation. In dieser Folge erklären Host Christian Erll und der ehemalige Nato-General Erhard Bühler, was inzwischen bekannt ist. "Es ist auf jeden Fall ein sehr ernstzunehmender Vorfall, der auf keinen Fall heruntergespielt werden darf. Das ist ein terroristischer Anschlag, der hier verübt worden ist", sagt Bühler. Glücklicherweise sei der Angriff offenbar nicht erfolgreich gewesen. "So eine Drohne hätte niemals in den Sicherheitsbereich einfliegen dürfen", findet Bühler. Flughäfen müssten so mit Sensoren, Radargeräten und weiterer Technik ausgestattet werden, dass sie Drohnen rechtzeitig erkennen könnten, damit sie dann auch abgewehrt werden könnten. Bisher ist unklar, wer hinter dem Angriff steckt. Bühler hält Vermutungen, dass es Russland gewesen sei, für plausibel. Außerdem spricht Bühler darüber, wo Deutschland bei der Drohnenabwehr steht. "Ich denke, dass wir dort auf dem richtigen Weg sind", so Bühler mit Blick auf die Investitionen in dem Bereich. Deutschland stehe nicht so blank da, wie es scheine.Zur aktuellen militärischen Lage im Ukraine-Krieg: Im Osten der Ukraine gibt es an vielen Frontabschnitten heftige Kämpfe. Die Ukrainer können die Front aber weitgehend halten. An einer Stelle ist den Russen laut Bühler ein kleiner taktischer Vorstoß gelungen. Eine wichtige Rolle spielen an der Front auch sogenannte Infiltrationseinsätze und Repeater für Drohnen. Bühler erklärt die Hintergründe.Inhaltsverzeichnis:00:00 Begrüßung01:00 Die aktuelle militärische Lage20:06 Der Leipziger Drohnen-ZwischenfallPodcast-Tipp: Das wahre Leben: Unter Drohnen – mein Kriegsalltag an der ukrainischen FrontWenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 13. August 2026 geplant.

  6. 7. Aug.

    #358 Bröckelt Putins Bündnissystem?

    Ein Verbündeter widerspricht Wladimir Putin öffentlich: Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew fordert ein Ende der Kämpfe in der Ukraine und neue Verhandlungen. Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt die Rolle Kasachstans und die Signalwirkung des ungewöhnlichen Vorstoßes nach innen und nach außen. Auch im zweiten Teil dieser Folge von "Was tun, Herr General?" geht es um einen Verbündeten Russlands: Nordkorea. Bühler bespricht mit Host Christian Erll, was von den Berichten zu halten ist, dass 30.000 nordkoreanische Soldaten Russland unterstützen sollen. Welche Aufgaben könnten sie übernehmen und welchen militärischen Nutzen hätten sie überhaupt?Und schließlich steht eine Frage im Raum, die seit Monaten diskutiert wird. Bereitet Russland eine neue Mobilisierungswelle vor? Erhard Bühler stellt zunächst klar, dass es seiner Ansicht nach nicht um neue Rekruten, sondern um die Aktivierung von Reservisten geht. Er kann sich auch eine Größenordnung von über 300.000 Mann nicht vorstellen, weil es organisatorisch mit Ausbildung und Ausrüstung kaum machbar wäre. Bühler hält aber eine verdeckte, schrittweise Mobilisierung für plausibel. Inhaltsverzeichnis:01:30 Kasachstan fordert auf Gipfel Einfrieren des Ukraine-Krieges11:00 Nordkorea will angeblich 30.000 Soldaten schicken21:00 Einordnung der Berichten über eine große russische Mobilmachung Erhard Bühlers Podcast-Tipp: Streitkräfte und Strategien Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 12. August 2026 geplant.

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Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.

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