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Deep Technology ist ein Podcast von Manuel Stagars, in dem Menschen aus der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommen Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Studierende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer, Politikerinnen und Künstlerinnen zu Wort. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag in der Schweiz.

Medienpartner: watson. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz. Produktion: 8GR8.

Deep Technology Podcast Manuel Stagars

    • Technology

Deep Technology ist ein Podcast von Manuel Stagars, in dem Menschen aus der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommen Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Studierende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer, Politikerinnen und Künstlerinnen zu Wort. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag in der Schweiz.

Medienpartner: watson. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz. Produktion: 8GR8.

    Wie denkt eine Kochbuchautorin über neue Technologien? Nadia Damaso

    Wie denkt eine Kochbuchautorin über neue Technologien? Nadia Damaso

    Nadia Damaso ist Kochbuchautorin und kreativer Kopf in alle Richtungen. Wir sprechen über ihre Ansichten zu Social Media, Essen aus der Natur und aus dem Labor, den Einfluss von Filmen und Medien auf die Zukunft und auch darüber, warum sie künstliche Intelligenz unnötig findet.

    Kernaussagen: 

    Auf Instagram musst du eigentlich immer “on” sein, doch ich nehme es nicht so ernst. Ich bin das nicht als Mensch, ich mag nicht den ganzen Tag das Handy vor dem Gesicht haben, ich finde das zu anstrengend.

    Influencer, die andere beinflussen, das finde ich nicht positiv. Je mehr man sich beeinflussen lässt, desto mehr vergisst man seine eigenen Stärken und Talente. Man vergleicht sich auch viel zu stark of Social Media. Es wäre glaub für alle gut, wenn man mal zwei Monate von Social Media weg ist.

    Social Media ist nicht nur negativ. Wenn es Social Media nicht mehr gäbe, hätte ich bestimmt kein Problem damit. Manchmal würde ich am liebsten im Wald wohnen. Trotzdem bin ich froh, dass es Social Media gibt, weil ich dann auch eine gute Message verbreiten kann, um andere zu inspirieren. Man muss es bewusst und achtsam nutzen.

    Die Entwicklung von Technologie geht mir einen Schritt zu weit. Innerlich sträubt sich der Mensch dagegen. Der Kopf versteht es, aber das Herz nicht. Wir leben in einer gesellschaftlichen Struktur mit so vielen Regeln. Das zerreist uns innerlich fast.

    Ich verstehe nicht, warum wir alles automatisieren wollen. Ich habe lieber Sachen, die ich anfassen kann, als alles auf dem Handy.

    Alle Ideen kommen mir in der Natur draussen. Dort laufen meine Gedanken. Ich muss mir Zeit nehmen für mich selber.

    Es gibt in unserer Gesellschaft einen riesigen Leistungsdruck, der uns den Eindruck gibt, dass wir da irgendwie mithalten müssen. Viele sind sich glaube ich bewusst, dass sie etwas anderes wollen, doch sie unterdrücken dieses Gefühl. Wichtig ist, dass man ehrlich ist zu sich selber. Nur dann kann man wachsen.

    Künstliche Intelligenz und Roboter brauchen wir glaube ich nicht. Wir Menschen hätten noch so viele Fähigkeiten, die wir nicht nutzen. KI und das alles, das ist für mich mega begrenzt. Wie wenn man sich eine 500 Kilo schwere Ritterrüstung überstülpt, mit der man sich gar nicht mehr bewegen kann.

    Künstliche Intelligenz ist ein Kontrollmechanismus, eine Manipulation der Menschheit. Es geht darum, ein System von Macht und Geld aufrechtzuerhalten. Doch gerade in den letzten Monaten glaube ich, rebellieren immer mehr Menschen. Es kann nicht soweit kommen, dass wir alle einen Chip in Hirn haben werden.

    Ein Apfel oder eine Banane sind Superfood, das muss nicht aus dem Labor kommen. Sicher ist es gut, dass es künstliche Alternativen aus dem Labor gibt für Fleisch, aber ich kann künstliche Sachen nicht essen. Frisches Essen ist das Beste.

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    Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen aus der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Schweizer Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag in der Schweiz.

    Medienpartner: watson. Dieser Podcast erscheint zuerst auf watson.ch und dann auf allen auf allen grossen Podcast-Plattformen und auf deeptechnology.ch. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz und Kultur Wetzikon. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars.

    Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf https://www.deeptechnology.ch.

    • 34 min
    Wie denkt ein Zivildienstler über neue Technologien? Jonas

    Wie denkt ein Zivildienstler über neue Technologien? Jonas

    Jonas hat gerade seine Matur gemacht und leistet Zivildienst bei einer Primarschule und einem Kindergarten. Er spricht über Technologie und ihren Impact in der Ausbildung, die Zukunft von Berufen, was es braucht, damit alles in geordneten und nachhaltigen Bahnen verläuft und warum er sich mehr Gesetze für Technologiefirmen wünscht.

    Kernaussagen:

    Ich habe zwar Social Media Accounts, die brauche ich aber nie, weil es mich nicht interessiert. Ich habe lieber mit weniger Leuten Kontakt, dafür sieht man sich richtig beim Abmachen.

    Mit YouTube kann man zwar viel lernen, aber ein Studium kann es nicht ersetzen. Man bleibt meistens oberflächlich, wenn man etwas mit YouTube lernt.

    Wenn die Automatisierung langsam ist, können wir damit umgehen, aber wenn es schnell geht, wird es ein Problem. Der Staat muss Lösungen finden. 

    Man muss vorsichtig sein, dass Internetgiganten keinen Freipass mehr haben für die Datensammlung.

    Lobbies sind oft stärker als die Politik und bringen teilweise erschreckende Forderungen durch.

    Es braucht Eigenverantwortung beim Umgang mit Ressourcen. Ein Wochenendausflug mit dem Flugzeug ist ein Seich. Wir müssen sparsamer und effizienter sein.

    Wir sollten mehr auf die einzelne Person schauen, und den Verbrauchern mehr Macht geben. Wir sollten schauen, was wir haben, was wir daraus machen, und wie wir miteinander umgehen.

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    Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen aus der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Schweizer Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag in der Schweiz.

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    • 21 min
    Wie denkt eine Juristin über neue Technologien? Karin Lorez

    Wie denkt eine Juristin über neue Technologien? Karin Lorez

    Karin Lorez ist selbständige Juristin und Modedesignerin. Sie spricht über den Einfluss von Technologie auf Gesetze und die Arbeit von Juristen, wie künstliche Intelligenz den Anwalt ersetzen kann und warum es gefährlich ist, wenn man Technologie und ihren Machern zu unkritisch gegenüber steht.

    Kernaussagen:

    Wie lange braucht es noch Juristen? In gewissen Bereichen definitiv nicht mehr. 

    Das unterscheidet uns noch von Maschinen: Selber denken, Ideen entwicklen, die eben nicht einer totalen Logik entsprechen, das sollte man fördern. Es ist wichtig, dass man in den Hochschulen lernt, dass man selber denken muss und kann.

    Digitalisierung finde ich super, Angst macht sie mir nicht, nur, dass die Leute nicht mehr denken können, das macht mir Angst.

    Tools, die mit künstlicher Intelligenz funktionieren, brauchen persönliche Daten. Man verlässt sich zu sehr auf diese ganzen Tools und hofft, dass nichts passiert.

    Wenn man Informationen über sich rausgibt, dann kann dein Gegenüber dich manipulieren und beeinflussen. Gerade, wenn es jemand ist, der es nicht gut meint mit dir oder einem ganzen Volk, dann ist das gefährlich.

    Es findet eine schleichende Verschiebung der Machtverhältnisse statt. Im Moment haben wir den Eindruck, dass der Staat die Macht hat. Aber private Firmen haben soviele Informationen und verstehen die Zusammenhänge oft besser, als der Staat. Das ist gefährlich.

    Ich wünsche mir, dass Technologie mich unterstützt in meinem Job, dass sie eine Vereinfachung bringt und ich effizienter werde, aber mir nicht sämtliche Entscheidungen und Gedankengänge wegnimmt.

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    Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen aus der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Schweizer Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag in der Schweiz.

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    • 25 min
    Wie denkt ein Kommunikationsberater über neue Technologien? Daniel Heller

    Wie denkt ein Kommunikationsberater über neue Technologien? Daniel Heller

    Daniel Heller ist Kommunikationsberater und Verwaltungsratspräsident des Kantonsspitals Baden. Wir sprechen darüber, wie neue Technologien die Medien und Kommunikation beeinflussen, wie sie das Funktionieren des Spitals verändern, die Rolle der Demokratie und der Regierung im Umgang mit neuen Technologien, wichtige Skills im Umgang mit Technologie, und warum er trotz Robotern und künstlicher Intelligenz wenig Angst um die Zukunft der Arbeit hat.

    Kernaussagen:

    Technologien waren schon immer umstritten. Bis 1912 war das Auto in Graubünden verboten, oder man hatte Angst vor der Einführung der Eisenbahn. Man wusste nicht, ob es den Menschen schadet, wenn sie sich so schnell bewegen, oder ob die Kühe darunter leiden.

    Ich habe Mühe mit Technologien, die dazu dienen, die Menschen permanent zu überwachen. Aber wenn man ein Smartphone benutzt, dann ist das halt oft die Folge davon.

    Es wird immer nur annähernd gute Lösungen geben, was man zulässt. Die Daten, das ist das heikelste an den neuen Technologien, aus meiner Sicht.

    Die Angst, dass Technologie die menschliche Arbeitskraft überflüssig macht, die sehe ich nicht.

    Es ist prekär, wenn zu viele Leute nur noch Teilzeitjobs haben.

    Alle Roboter müssen ja auch fabriziert werden und gewartet und ersetzt. Es gibt so viele neue Businessmöglichkeiten, dass ich davor keine Angst habe. Es ist eher wieder der Staat, der hier hintendreinhinkt und stecken bleibt, weil er keinen hohen Innovationsdruck hat.

    Wenn Technologie helfen kann, eine Volkswirtschaft fit zu machen, dass möglichst viele ein gutes Einkommen haben, dass der Staat gut funktioniert und finanziert ist, dann finde ich leistet neue Technologie einen guten und wichtigen Beitrag.

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    Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen aus der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Schweizer Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag in der Schweiz.

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    • 33 min
    Wie denkt ein Pfarrer über neue Technologien? Kurt Stehlin

    Wie denkt ein Pfarrer über neue Technologien? Kurt Stehlin

    Kurt Stehlin ist reformierter Pfarrer. Wir sprechen über Technologie als Hilfsmittel, das den realen Kontakt nicht ersetzen kann, wie Technologie in die Arbeit als Pfarrer einfliesst, Informationsflut, Suchtpotenzial, Ansichten zu Biotech und Gentechnologie, und wie sich Innovation nachhaltiger gestalten liesse. 

    Kernaussagen: 

    Für mich ist Erlösung nicht in der Technik. Da geht der Mensch da und dort über die Grenzen hinaus, wo er Sachen initiiert, bei denen die Folgen nicht absehbar sind.

    Overnewsd and underinformed: Ich habe so viele Meldungen aber keine substantielle Information. Das begegnet mir regelmässig.

    Eine Grundfrage ist, wie Facebook, Google und wie sie alle heissen mit unseren Daten umgehen. Wenn ich eine Jogginguhr kaufe, die ich nur in Betrieb nehmen kann, wenn meine Daten weltweit ausgetauscht werden, sehe ich da eine Gefahr.

    Ich habe eine gewisse Skepsis, dass wir Menschen es besser machen können als die Natur. Wenn man ein neues Produkt gentechnisch verändert, dann weiss man einfach zu wenig, was das genau für Folgen hat. Einiges liest man, aber vieles hört man auch nie, weil es nicht sein darf.

    Wenn Forscher sagen, wir wollen den Menschen, die Pflanzen oder die Tiere besser machen, habe ich eine grosse Skepsis. Die Natur ist so faszinierend eingerichtet, wir Menschen bringen es nicht besser hin.

    Der Mensch darf nicht von Technik dominiert werden.

    Wo sind die Folgen bei Missbrauch von Technologie oder einer Entwicklung, die wir nicht abschätzen können und es wie beim Zauberlehrling aus dem Ruder läuft?

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    Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen aus der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Schweizer Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag in der Schweiz.

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    • 24 min
    Wie denkt eine Medienwissenschaftlerin über neue Technologien? Sarah Genner

    Wie denkt eine Medienwissenschaftlerin über neue Technologien? Sarah Genner

    Sarah Genner ist Medienwissenschaftlerin, Dozentin und Digitalexpertin. Wir sprechen über Forschungsresultate und Volksweisheiten zum Einfluss digitaler Technologien auf die Menschen, Life-Domain-Balance, das Big-Brother-Szenario, Internetsucht, und darüber, dass es parallele Zukünfte geben wird.

    Kernaussagen:

    Es braucht viel Neugier und eine hohe Frustrationstoleranz mit neuen Technologien. Es gibt ein Produktivitätsparadox mit digitalen Technologien: Manchmal ist der Aufwand grösser als der Effizienzgewinn.

    Wie können wir uns gesund halten in diesem digitalen Überfluss, wie halten wir eine gute Life-Domain-Balance? Es ist schwieriger geworden, konsequent Ferien zu machen, weil man immer erreichbar ist. Das Abschalten von Technologie muss man lernen.

    Menschen können erst ab etwa dem zwanzigsten Lebensjahr verantwortungsvoll mit digitalen Technologien umgehen, weil erst dann das Gehirn voll ausgebildet ist. Die Volksweisheit, dass die Digital Natives kompetent sind mit neuen Technologien ist ein Klischee. Es braucht Schulung und persönliche Reife, damit gut umzugehen.

    Es braucht viel, bis man sagen kann, dass man eine Internet- und Handysucht hat. Viele Firmen fördern zwar eine intensive Nutzung ihrer Technologie oder ihres sozialen Netzwerks, weil sie damit Geld verdienen, aber das ist nicht unbedingt eine Sucht.

    Technologien sind Werkzeuge, die man gut oder schlecht einsetzen kann. Verbote finde ich nicht gut, weil sie den Fortschritt hemmen. Dann wird es einfach in einem anderen Land gemacht. Die globale Diskussion ist sehr wichtig.

    Das Big Brother-Szenario finde ich übertrieben, denn die Angst vor neuen Technologien war schon immer da und ist unbegründet. Roboter und Künstliche Intelligenz übernehmen Arbeitsplätze aber es werden viel mehr neue geschaffen. Ich sehe keine Anzeichen, dass Roboter bald alle Arbeit machen werden.

    Wir driften in eine technologisierte und digitale Zukunft. Man kann sie nicht aufhalten, aber wenn man eine bestimmte Zukunft will, dann muss man sich dafür engagieren.

    Wir sind abhängig von Technologiefirmen. Sollte Microsoft den Laden dicht machen, würde die Schweiz zusammenbrechen, weil fast alle ihre Produkte benutzen.

    Es gibt auch eine Gegenbewegung: Leute ohne Smartphone, Ruhe in der Natur, der Retrotrend. Es gibt parallele Zukünfte. Man sollte Technologie nach seinen persönlichen Prioritäten einsetzen. Wir sollten die Zukunft aktiv gestalten und die Risiken und Nebenwirkungen möglichst gering halten.

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    • 33 min

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