Movecast

Martin Benz

Menschen und Glauben entwickeln sich! Und immer mehr Christen stellen fest, dass ihr Glaube nicht mehr passt. Er muss sich weiterentwickeln, sonst wird er unrelevant, kraftlos oder geht verloren. Movecast will Umzugshelfer sein, damit Menschen mit ihrem Glauben ein neues Zuhause finden. Und wie bei jedem Umzug, muss man sich die Frage stellen: Was nehme ich mit? Was entsorge ich? Was schaffe ich neu an? Genau um diese Fragen geht es bei Movecast!

  1. vor 19 Std.

    MC 245: Hartmut Rosa - Zwischen Handeln und Vollziehen: Warum Glaube und Gesellschaft mehr Fingerspitzengefühl brauchen

    In dieser Episode spricht Martin Benz mit dem Soziologen Prof. Dr. Hartmut Rosa über dessen Werk Situation und Konstellation. Gemeinsam ergründen sie den Unterschied zwischen situativem menschlichen Handeln mit Augenmaß und dem bloßen Vollziehen starrer Regeln. Anhand von Beispielen aus Sport, Bildung, Alltag und Politik zeigt Hartmut Rosa auf, wie eine Überregulierung zu Ohnmacht und Erschöpfung führt – und warum fundamentalistische Glaubensmuster die Bibel fälschlicherweise als starre Handlungsanweisung missverstehen. Ein leidenschaftliches Plädoyer für Resonanz, situative Urteilskraft und gelebte Menschlichkeit. Themenübersicht Handeln vs. Vollziehen: Der fundamentale Gegensatz zwischen lebendigem Reagieren auf einen Kontext und dem algorithmischen Abarbeiten von Regeln, verdeutlicht am Einsatz des Video-Schiedsrichters im Fußball. Der „Mehltau des Lebens“: Wie Sicherheitsbedürfnis, Bürokratie und technische Systeme die Handlungsenergie ersticken und das Gefühl erzeugen, nur noch als Automat zu funktionieren. Politik, Populismus und binäre Verengung: Warum populistische Bewegungen die Sehnsucht bedienen, starre bürokratische Konstellationen zu durchbrechen, und warum komplexe Krisen nicht auf Ja/Nein-Entscheidungen reduziert werden dürfen. Filterkaffee, Lego-Bausätze und Schneepflug-Eltern: Wie sich der Verlust offener Spiel- und Erfahrungsräume von der Kaffeemaschine bis zur Kindererziehung durchzieht. Die Bibel: Starre Konstellation oder Resonanzraum? Wie fundamentalistische Auslegungen biblische Texte als Gebrauchs- und Gesetzesschablonen missbrauchen, während biblische Vorbilder wie der barmherzige Samariter oder Jesus bei der Ehebrecherin den Vorrang situativer Barmherzigkeit vor sturen Paragrafen betonen. Aristoteles und die „Billigkeit“: Warum moralisches und geistliches Handeln das Aushalten von Ambivalenzen und die Schulung der eigenen Urteilskraft verlangt. Hermeneutik des Zutrauens: Wege aus der Kontrollfalle durch Vertrauen in Handlungsspielräume – von der Altenpflege bis zur Seelsorge. Erwähnte Bücher & Referenzen Hartmut Rosa: Situation und Konstellation Hartmut Rosa: Demokratie braucht Religion Jonathan Haidt: Generation Angst (The Anxious Generation) Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10) Jesus und die Ehebrecherin (Johannes 8) Weiterführende Links Vertiefender Blogartikel von Martin Benz zu Hartmut Rosas Buch: https://movecast.de/die-bibel-ist-keine-gebrauchsanweisung-was-soziologe-hartmut-rosa-ueber-unseren-glauben-offenbart/  _________________________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain Morning Label: Audio Hero Album: Good Beginnings Alternate Versions: 4 License: Music Track

  2. vor 4 Tagen

    MC 244 Mini: Der jüdische Hintergrund zum barmherzigen Samariter - und das Dilemma der Bibeltreue

    In dieser Folge von Movecast Mini beleuchtet Martin Benz den historischen und jüdischen Hintergrund des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter aus Lukas 10. Im Zentrum steht eine scheinbar paradoxe Erkenntnis: Der Priester, der an dem Überfallenen vorbeigeht, handelt streng nach biblischem Gebot – und verfehlt dennoch den Willen Gottes. Anhand des seltenen griechischen Begriffs „halbtot“ (hēmithanēs), der priesterlichen Reinheitsgebote aus Levitikus 21 und des rabbinischen Konzepts der Überdachung (Ohel) wird deutlich, in welchem Konflikt Priester und Levit tatsächlich standen. Die Folge bietet einen pointierten Denkanstoß darüber, wie leicht Barmherzigkeit und Nächstenliebe auf dem Altar formaler Korrektheit geopfert werden – damals wie heute. Wichtigste Inhalte & Aha-Momente Das Dilemma um „halbtot“ (hēmithanēs): Lukas wählt diesen Begriff ganz bewusst, weil von außen nicht sofort feststellbar war, ob der verletzte Mann noch lebte oder bereits tot war. Kultische Reinheitsvorschriften für Priester: Nach Levitikus 21 war es einem Priester strengstens untersagt, sich an einer Leiche zu verunreinigen; dies galt als schwere Sünde und kultische Entweihung. Das Zelt-Prinzip (Ohel): Nach 4. Mose 19 sowie der Mischna führte nicht nur direkte Berührung zur Unreinheit, sondern bereits das Beugen über einen Toten oder das Stehen unter denselben Baumzweigen, da der eigene Körper eine Überdachung bildete. Der weite Bogen der Geistlichen: Priester und Levit wechselten die Straßenseite nicht primär aus Feigheit vor Räubern, sondern um jedes Risiko einer siebentägigen rituellen Verunreinigung gesetzestreu auszuschließen. Barmherzigkeit auf dem Altar der Korrektheit: Indem der Priester formal ein Gebot befolgte, opferte er das eigentliche Herzstück der Thora: das Gebot der Nächstenliebe und das Erbarmen. Aktuelle Übertragung: Wenn Bibelstellen instrumentalisiert werden, um Menschen abzulehnen, auszuschließen oder abzuwerten, wird der Buchstabe der Schrift gegen ihren eigentlichen Geist ausgespielt. Quellen zum Podcast: Levitikus 21,1–4 – besondere Totenreinheitsvorschriften für Priester. Numeri 19,11–16 – allgemeine Totenunreinheit durch Berührung und Aufenthalt im Bereich eines Toten. Flavius Josephus, Antiquitates 3,276–278 – Josephus beschreibt die „doppelte Reinheit“ der Priester und die besondere Totenreinheit des Hohepriesters. Besonders wichtig ist hier, dass Josephus ein jüdischer Autor des 1. Jahrhunderts ist. Philo von Alexandria, De specialibus legibus I,112–116 – ebenfalls ein jüdischer Autor des 1. Jahrhunderts; beschreibt die Totenreinheitsvorschriften für Priester und die besondere Stellung des Hohepriesters. Mischna Nazir 7,2 – Totenunreinheit durch Berührung, Tragen und „Ohel“; dort wird ausdrücklich die Situation des „Überzeltens“ beschrieben. Mischna Ohalot 2,1 – der Tote als Quelle von Unreinheit durch „Ohel“. Lukas 10,30–34 – der Mann ist „halb tot“ (hēmithanēs); Priester und Levit gehen vorbei, der Samariter nähert sich und versorgt ihn. __________________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain Morning Label: Audio Hero Album: Good Beginnings Alternate Versions: 4 License: Music Track

    MC 244 Mini: Der jüdische Hintergrund zum barmherzigen Samariter - und das Dilemma der Bibeltreue
  3. 25. Sept.

    MC 243 Duo: Wenn Täter neben Opfern sitzen - Scheitert die Allversöhnung an der Gerechtigkeit?

    In dieser Folge von Movecast Duo sprechen Martin Benz und Martin Thoms über eine der häufigsten Rückfragen an die Allversöhnung: Braucht es nicht trotzdem ein Gericht? Wenn alle in den Himmel kommen – sitzen dann Täter und Opfer einfach nebeneinander? Anhand von Beispielen, biblischen Bildern und den vier Thesen zur Frage „Ist Hitler im Himmel?“ beleuchten die beiden, warum ein echtes Gericht kein Widerspruch zur Allversöhnung ist, sondern ihre unverzichtbare Voraussetzung. Kernthemen der Folge Das Gerechtigkeitsproblem: Kritiker der Allversöhnung wenden oft ein, dass der Himmel kein Ort des Friedens sein könne, wenn dort auch Mörder, Vergewaltiger oder historische Verbrecher wie Adolf Hitler säßen. Das Dilemma der klassischen Bekehrungslogik: Wer Gerechtigkeit rein auf den Moment einer Bekehrung reduziert, steht vor demselben Problem: Nach traditioneller Lesart käme selbst der schlimmste Täter bei einer Bekehrung auf dem Sterbebett unverändert in den Himmel – während die traumatischen Beziehungen zu den Opfern ungeklärt blieben. Gericht als transformativer Zwischenschritt: Weder Täter noch Opfer können unverändert in die Ewigkeit eingehen. Es bedarf eines heilsamen Prozesses, der verletzte Beziehungen aufarbeitet, Täter von ihrer Schuld befreit und Opfer von ihrem Trauma entlastet. Vergeltung versus Wiederherstellung: Menschliche Gerichte kennen oft nur Strafe und Isolation. Das biblische Gericht Gottes zielt dagegen darauf ab, Schwache aufzurichten, Beziehungen zu heilen und die gesamte Schöpfung in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuführen. Universal statt rein individualistisch: Versöhnung betrifft nicht nur die Beziehung zwischen dem einzelnen Menschen und Gott, sondern das gesamte Netz menschlicher und schöpfungsmäßiger Verflechtungen. ___________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain Morning Label: Audio Hero Album: Good Beginnings Alternate Versions: 4 License: Music Track

    MC 243 Duo: Wenn Täter neben Opfern sitzen - Scheitert die Allversöhnung an der Gerechtigkeit?
  4. 18. Sept.

    MC 242 Duo: Was heißt Gott mehr lieben als die Menschen? Und wie kann man Gott überhaupt lieben?

    In dieser Folge setzen Martin Benz und Martin Toms die Reihe zu Martins Buch "Zur Hölle mit der Hölle" fort. Im Zentrum steht der vermeintlich fromme Satz „Liebe deinen Nächsten, aber nicht mehr als Gott“ – und wie dieser Gedanke in der Praxis oft zu religiöser Härte, psychischem Druck und einer Spaltung von Gottes- und Nächstenliebe führt. Kernthemen der Episode Gottesliebe auf Kosten der Nächsten: Wenn Gebote oder vermeintliche Frömmigkeit über das Wohl von Mitmenschen gestellt werden, wird Nächstenliebe auf dem Altar der Korrektheit geopfert. Die Bindung Isaaks (Genesis 22) neu gelesen: Jeremia 7 stellt klar: Kinderopfer sind Gott „nie in den Sinn gekommen“. Das hebräische Wort alah bedeutet grundlegend „hinaufführen“ / „mitnehmen“ und nicht zwingend „schlachten/opfern“. Der Text wechselt bewusst von der allgemeinen Gottesbezeichnung Elohim zum Bundesnamen Jahwe. Bestätigung aus der jüdischen Tradition: Bereits der Midrasch Bereschit Rabba legt die Szene so aus, dass Gott Abraham lediglich aufforderte, Isaak zum Gottesdienst hinaufzubringen, nicht ihn zu töten. Radikale Reduktion im Neuen Testament: Propheten (Amos, Jesaja, Hosea), Jesus und Paulus reduzieren die Erfüllung des Gesetzes konsequent auf die praktische Nächstenliebe (Galater 5,14; Römer 13). Konkretion statt Konkurrenz: Gottesliebe und Nächstenliebe sind keine Gegenspieler auf derselben Ebene. Der unsichtbare Gott lässt sich nicht direkt mit Werken verehren, sondern wird im Nächsten geliebt und berührt. Ist Gott Humanist? Warum der christliche Glaube kein abstrakter Kult ist, sondern Gott im Titusbrief wörtlich als „Philanthrop“ (Menschenliebhaber) bezeichnet wird. Bibelstellen & historische Quellen Genesis 22 – Die Bindung Isaaks (Akedah) Jeremia 7,31 – Ablehnung von Kinderopfern im Hinnomtal Lukas 14,26 – „Wer nicht hasst Vater und Mutter...“ als drastisches Sprachspiel zur Nachfolge Jesaja 1 / Amos 5 / Hosea 6,6 – Barmherzigkeit und Recht statt Opferkult und lauter Lobpreis Matthäus 7,12 & 25,40 – Die Goldene Regel und der Dienst am Geringsten Galater 5,14 / Römer 13,8–10 / 1. Korinther 13 – Das Gesetz wird erfüllt im Liebesgebot 1. Johannes 3,18 – Lieben mit der Tat und mit der Wahrheit Titus 3,4 – Die Menschenliebe (Philanthropia) Gottes Teresa von Ávila – Mystisches Gebet über die Christusbegegnung im Nächsten Midrasch Bereschit Rabba – Ältester rabbinischer Kommentar zur Genesis Erwähnte Angebote & Links Buch: Zur Hölle mit der Hölle von Martin Toms Online-Kurse von Martin Toms im Oktober: Zur Hölle mit der Hölle (10-teiliger Kurs) Kreuzestheologie / Das Kreuz neu verstehen Website, Blog & Unterstützung: movecast.de Partner-Podcast: Lovecast (Themen: Liebe, Partnerschaft, Sexualität)   Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain Morning Label: Audio Hero Album: Good Beginnings Alternate Versions: 4 License: Music Track

    MC 242 Duo: Was heißt Gott mehr lieben als die Menschen? Und wie kann man Gott überhaupt lieben?
  5. 11. Sept.

    MC 241 Duo: Liebe und Heiligkeit - wie hängen sie zusammen?

    In dieser Movecast-Duo-Folge sprechen Martin Benz und Martin Thoms über Martins neues Buch „Zur Hölle mit der Hölle“ (Neukirchener Verlag). Ausgehend von persönlichen Erlebnissen und der Frage, wie konsequent wir theologische Überzeugungen im Alltag leben, nehmen die beiden gängige Denkmuster über Gericht, Verdammnis und Heiligkeit unter die Lupe. Ein Schwerpunkt liegt auf dem sogenannten „Aber-Glauben“: Sätzen wie „Gott ist Liebe, ABER er ist auch heilig / gerecht / zornig“. Am Beispiel des alttestamentlichen Versöhnungstages (Levitikus 16 & 19), der Ethik der Propheten (Hosea 11) und dem Wirken Jesu wird gezeigt: Gottes Heiligkeit stößt das Unreine nicht ab – sie verwandelt, heilt und steckt an. Kapitelübersicht  Begrüßung & Intro: Willkommen zu Movecast Duo; Vorstellung des neuen Buchs von Martin Thoms. Warum ein zweites Buch zum Thema Hölle? Der Unterschied zwischen Fachliteratur und allgemeiner Verständlichkeit; der dreigeteilte Aufbau des neuen Buchs. Haltung & Gesprächskultur: Überzeugungen mit Leidenschaft vertreten, ohne Andersdenkende abzuwerten oder zu verurteilen. Der persönliche Wendepunkt: Das „Stranderlebnis“ am Mittelmeer – Wenn die Hölle Realität wäre, müssten wir anders leben und fühlen. Der „Aber-Glaube“: Fünf Sätze, die Gottes Liebe relativieren (Gerechtigkeit, Wahrheit, Heiligkeit, Zorn, Nächstenliebe). Missverständnis Heiligkeit (Levitikus 16): Ist Unreinheit ansteckend oder Heiligkeit? Der Versöhnungstag neu verstanden: Die Gottesbegegnung heiligt den Menschen. Jesus und die ansteckende Heiligkeit: Wie Jesus das Reinheitsverständnis auf den Kopf stellt (Aussätzige, Blutflüssige, Zöllner). Heiligung ist Wachstum in der Liebe: John Wesley und das Heiligkeitsgesetz (Levitikus 19: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“). Der Sühneort am Kreuz: Christus als der Versöhnungsort am dunkelsten, „unheiligsten“ Ort. Hosea 11 – Göttliche Heiligkeit ist Mitleid: Warum Gottes Heiligkeit menschliche Rache- und Abgrenzungsmuster sprengt. Erwähnte Bücher, Bibelstellen & Ressourcen Bücher: Martin Thoms: Zur Hölle mit der Hölle – Die frohe Botschaft ohne Wenn und Aber (Neukirchener Verlag) Martin Thoms: Es ist vollbracht oder doch nicht? Antwortversuche auf Einwände zur Fantasie der Allversöhnung (Evangelische Verlagsanstalt) Martin Benz: Wenn die Kirche nicht mehr passt – Zutaten für eine Kirche der Zukunft Schlüssel-Bibelstellen: Levitikus 16: Der große Versöhnungstag (Jom Kippur) & der Sühneort Levitikus 19,18: Das Zentrum des Heiligkeitsgesetzes („Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“) Römer 3,25: Christus als Hilasterion (Sühneort / Gnadenstuhl) Hosea 6,6 & 11,8–9: Barmherzigkeit statt Opfer; „Mein Mitleid entbrennt, denn ich bin Gott und kein Mensch, heilig in eurer Mitte.“ Online-Kurs & Podcast-Links: Online-Kurs: „Zur Hölle mit der Hölle“ (Start: 08. Oktober) Weitere Infos, Blogbeiträge & Unterstützung: movecast.de Podcast Lovecast (Liebe, Beziehungen, Sexualität) Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain Morning Label: Audio Hero Album: Good Beginnings Alternate Versions: 4 License: Music Track

    MC 241 Duo: Liebe und Heiligkeit - wie hängen sie zusammen?
  6. 4. Sept.

    MM 240: Wie gelingt ein (christliches) Miteinander trotz Differenzen (Movecast Mini)

    Spaltung, Lagerdenken und Feindbilder prägen zunehmend unsere Gesellschaft – und machen auch vor der christlichen Welt nicht halt. Ob theologische Differenzen oder gesellschaftspolitische Gräben: Immer häufiger fällt es schwer, miteinander im Gespräch zu bleiben. In dieser Ausgabe von Movecast Mini geht Martin Benz der Frage nach, wie ein verbindendes Miteinander gelingen kann, ohne die eigenen Überzeugungen aufgeben oder verwässern zu müssen. Zwei Schlüsselimpulse aus dieser Episode: 1. Liebe legt Menschen nicht auf ihre Positionen fest: Inspiriert durch Daniel Schreibers Buch Liebe. Ein Aufruf: Jeder Mensch ist weit mehr als seine theologische oder politische Haltung – er ist Nachbar, Freund, Mitbürger und vielschichtige Persönlichkeit. (Wichtige Einschränkung: Diese Haltung stößt an ihre Grenzen, wo Positionen zutiefst menschenfeindlich oder entmenschlichend sind.) 2. Die Kunst, nicht auf alles zu reagieren: In einer impulsgesteuerten Welt aus Social-Media-Reizen und schnellen Empörungen braucht es die Gelassenheit, Dinge vorbeiziehen zu lassen, gründlich zu reflektieren und nicht jeden Impuls mit einer Gegenreaktion zu beantworten. Frei nach dem Buch Prediger: „Nimm auch nicht alles zu Herzen, was man sagt.“ Erwähnte Literatur: Daniel Schreiber: Liebe. Ein Aufruf Mehr von Movecast: Website & Unterstützung: movecast.de Weitere Podcasts: Movecast & Lovecast _________________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain Morning Label: Audio Hero Album: Good Beginnings Alternate Versions: 4 License: Music Track

    MM 240: Wie gelingt ein (christliches) Miteinander trotz Differenzen  (Movecast Mini)
  7. 24. Aug.

    MC 239: Liebe und Gerechtigkeit - wie hängen sie zusammen?

    „Gott ist Liebe – aber er ist auch gerecht!“ Für viele Christen ist dieser Satz sehr vertraut. Die Liebe Gottes wird ausgebremst durch ein höchstes Gesetz der Vergeltung, der Strafe und des Gerichts. Doch haben wir damit das biblische Zeugnis vielleicht auf den Kopf gestellt? In dieser Folge gehen wir der hebräischen Idee von Gerechtigkeit auf den Grund: Warum die biblische Gerechtigkeit (Tzedakah) keine römische Strafgerechtigkeit (Iustitia) ist, sondern rettende Bündnistreue. Weshalb die Propheten und Jesus Gerechtigkeit als bedingungslosen Einsatz für die Armen und Verwundbaren lebten. Was Paulus wirklich meinte, als er von Rechtfertigung aus Glauben sprach – und warum es dabei nicht um einen kalten Gerichtssaal geht, sondern um heilsame Versöhnung. Wie das Kreuz von Golgatha nicht Gottes Strafbedürfnis befriedigt, sondern die endlose Spirale der Vergeltung für immer durchbricht.   Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain Morning Label: Audio Hero Album: Good Beginnings Alternate Versions: 4 License: Music Track

  8. 7. Aug.

    MC 238: Liebe und Wahrheit - wie hängen sie zusammen?

    „Liebe ist wichtig, aber ohne die Wahrheit wird sie gefährlich!“ – Wer über bedingungslose Liebe spricht, bekommt oft schnell diesen Einwand zu hören. Aber stimmt das wirklich? Muss die Liebe durch eine dogmatische Wahrheit „gebändigt“ oder „an die Leine genommen“ werden, damit sie nicht über die Stränge schlägt? In dieser Folge hinterfragen wir das bekannte Zwillingspaar „Liebe und Wahrheit“ gründlich. Wir schauen darauf, wie Jesus mit dem Risiko der Liebe umgegangen ist, warum risikolose Liebe oft nur unsere eigene Komfortzone schützt und was der dramatische Unterschied zwischen dem hebräischen Wahrheitsbegriff (Emet) und der griechischen Logik (Aletheia) für unseren Glauben bedeutet. Eine Folge über das Herzstück des Evangeliums, das Befreien der Liebe aus theologischen Käfigen und den Mut, wieder wie Jesus zu lieben. In dieser Folge erfährst du: Die Illusion der „risikolosen Liebe“: Warum wir der Liebe oft Bedingungen vorschalten, um uns abzusichern. Wie Jesus geliebt hat: Warum bei Jesus die liebevolle Zuwendung oft vor der Reue und Korrektur stand (z.B. Zachäus, die Ehebrecherin, die Prostituierte u. a.). Begriffsverwirrung benannt: Warum „Wahrheit“ in Debatten oft mit der eigenen Dogmatik verwechselt wird. Sprachliche Untersuchung: Der Unterschied zwischen Aletheia (griechisch: intellektuelle Richtigkeit) und Emet (hebräisch: verlässliche Bündnistreue). Chesed ve-Emet: Wie Gnade und Wahrheit im Alten Testament zusammenhängen – kein Gegensatz, sondern Ausdruck für treue, beständige Liebe. Baum & Frucht: Warum die Liebe das Fundament und der Maßstab aller Tugenden ist und die Wahrheit ihr dient, nicht umgekehrt. __________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain Morning Label: Audio Hero Album: Good Beginnings Alternate Versions: 4 License: Music Track

4.7
von 5
69 Bewertungen

Info

Menschen und Glauben entwickeln sich! Und immer mehr Christen stellen fest, dass ihr Glaube nicht mehr passt. Er muss sich weiterentwickeln, sonst wird er unrelevant, kraftlos oder geht verloren. Movecast will Umzugshelfer sein, damit Menschen mit ihrem Glauben ein neues Zuhause finden. Und wie bei jedem Umzug, muss man sich die Frage stellen: Was nehme ich mit? Was entsorge ich? Was schaffe ich neu an? Genau um diese Fragen geht es bei Movecast!

Das gefällt dir vielleicht auch