Apropos Psychologie!

Junfermann Verlag

Immer alles 1000-prozentig machen? Warum habe ich immer was an mir herumzumäkeln? Müsste ich nicht einfach mal genießen? Glücklich sein? Ich bin wie ich bin! Oder doch besser flüchten? Und wohin dann? … Wovor habe ich eigentlich Angst? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es in Gesprächen mit Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen und Coaches. Du erfährst aus erster Hand Tricks für ein einfacheres Leben, erhältst überraschende Einblicke in persönliche Erfahrungen und Entwicklungen und lernst eine ganze Menge darüber, wie wir manchmal ticken und warum. Alle zwei Wochen mittwochs neu.

  1. Apropos ... Berührungen!

    15. APR.

    Apropos ... Berührungen!

    Berührung begleitet uns von Geburt an, prägt unser Sicherheitsgefühl und unsere Beziehung zur Welt. Und dennoch scheint sie im modernen Alltag immer mehr zu verschwinden. Wie wir näher mit der Berührung in Berührung kommen und mit ihr Körper, Geist und Seele stärken können, darüber sprechen wir in dieser Folge mit Dr. Michaela Maria Arnold. Sie plädiert dafür, dass wir uns wieder trauen, uns näher zu kommen – uns selbst und anderen. Die Hand halten, tröstend über den Rücken streicheln: Gerade in der Medizin sind Berührungen eher tabu. Dabei sind sie für den Patienten essenziell. „Wenn wir die Berührung wieder bewusst in unser Leben zu lassen, und zwar in allen Bereichen, wirkt sich das auf unsere gesellschaftliche Grundstimmung aus“, ist sich Dr. Arnold sicher. Tatsächlich ist das Thema „Berührung“ in der Wissenschaft noch ein junges Gebiet, mit der sich die Gesellschaft für Berührungsmedizin beschäftigt. Mittlerweile finden die Erkenntnisse den Transfer in die Gesundheitsversorgung. Seit Corona hat sich die Singularisierung der Gesellschaft verstärkt. Menschen pflegen weniger echte Kontakte, suchen aber trotzdem die Nähe. Die therapeutische Massage wie die affektregulierende Massage kann helfen. Sie kann das Körpergefühl positiv beeinflussen und Klienten dazu anregen, aktiver zu werden, Achtsamkeit für ihren Körper, sowie ein stärkeres Bewusstsein für Selbstfürsorge und Selbstwirksamkeit zu entwickeln. Berührung hat viele Ausdrucksformen und Möglichkeiten. Sie beginnt mit der Selbstberührung. Es geht nicht um Sexualität: Berührung ist vielfältig. Mit ihr können wir Liebe, Zuneigung und Trost, aber auch Wut und Abgrenzung ausdrücken. Sie hat immer einen Kontext, findet in der Familie, bei der Arbeit oder in der Freizeit statt. Dr. Arnold zeigt sieben Dimensionen von Berührung in unterschiedlichen Lebensbereichen auf. Auch erklärt sie, was Berührung hormonell auslöst. Selbst nach den Wechseljahren bleibt der Wunsch nach Nähe und Verbindung bestehen, weiß sie. Berührung hat auch Schattenseiten. Bei der Biografiearbeit wird auf die Berührungskultur innerhalb der Familie geschaut. Wo und wann hat die Person Zuneigung erfahren, wann hat sie übergriffige Berührungen erfahren?   Dr. med. Michaela Maria Arnold ist Ärztin für Naturheilverfahren und Berührungsmedizin mit einer Praxis bei Würzburg. Buchtipp: Dr. Michaela Maria Arnold: „Das Berührungsbuch. Wie Berührung Körper, Geist und Seele stärkt“, Klett-Cotta Verlag 2026  Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

    43 Min.
  2. Apropos ... Sag es achtsam!

    1. APR.

    Apropos ... Sag es achtsam!

    Wie schnell kann ein Gespräch kippen? Ein falsch verstandenes Wort, ein unbedachter Satz – und plötzlich fühlen wir uns nicht mehr gesehen. In unserer neuen Podcast-Folge sprechen wir mit Trainer Stefan Bukacek darüber, wie die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) genau in solchen Momenten Orientierung geben kann. Wir beleuchten, warum Kommunikation oft verletzend wirkt, obwohl wir das selten beabsichtigen. Stress, alte Muster und automatische Vorwürfe prägen unseren Alltag – in Partnerschaft, Familie oder Beruf. Die GFK lädt dazu ein, den Fokus auf die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu richten und sie klar auszudrücken, statt Schuld und Angriffen Raum zu geben. Stefan Bukacek erläutert die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation – Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte – und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie sie im Alltag helfen können, respektvoller und lösungsorientierter miteinander zu sprechen. Dabei betont er: „Dazu braucht es Klarheit, die erst im Inneren entstehen muss, bevor ich sie sprechen kann“. Im Gespräch geht es darum, wie wir Verantwortung für unsere Worte übernehmen und durch bewusste Kommunikation mehr Verbindung schaffen – unabhängig vom Vokabular, dafür mit echtem Verständnis füreinander. Stefan Bukacek ist Trainer für Gewaltfreie Kommunikation und Unternehmensberater für Tech-Unternehmen Buchtipp: Stefan Bukacek: Sag es achtsam. Wie Gewaltfreie Kommunikation dein Denken und deine Beziehungen verbessert“, Junfermann 2025. __________________________________________________________________________ 14.–16. April 2026: Onlinekongress Gewaltfreie Kommunikation  Für mehr Verbindung, Klarheit und Verständnis – mit Herz und Haltung Zum 25-jährigen Jubiläum der Gewaltfreien Kommunikation in Deutschland laden wir dich ein, die ganze Vielfalt der GFK neu zu entdecken – inspirierend, praxisnah und unmittelbar alltagsrelevant. An drei Kongresstagen erwarten dich führende Expert:innen der GFK, die ihre Erfahrungen, Einsichten und Werkzeuge teilen – von den Grundlagen bis zu neuen, innovativen Anwendungsfeldern.  Erhalte wertvolle Impulse für Beruf und Privatleben:   Wie können wir Konflikte einfühlsamer lösen?   Wie stärken wir Verbindung, auch in herausfordernden Momenten?   Wie gelingt Kommunikation, die Klarheit schafft und unser Miteinander verbessert?  In Interviews und Vorträgen bekommst du Antworten, Denkanstöße und konkrete Methoden, die sich sofort umsetzen lassen.  Der Kongress richtet sich an alle, die achtsam und wirkungsvoll kommunizieren möchten: egal, ob du gerade erst einsteigst oder schon lange mit der GFK arbeitest.   Ticket: 15 Euro – ein kleiner Beitrag für Erkenntnisse, die nachhaltig wirken.  Jetzt anmelden auf PlanetPsy.de  __________________________________________________________________________ Folge direkt herunterladen

    38 Min.
  3. Apropos ... Beratung in Bewegung!

    18. MÄRZ

    Apropos ... Beratung in Bewegung!

    Wie unterstützt körperliche Bewegung und Naturerleben Beratungs- und Coachingprozesse? Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es zu Bewegung, Natur und Psyche? Und welche Methoden können Coaches & Therapeut:innen konkret einsetzen? In dieser Folge sprechen wir über die heilende und inspirierende Kraft von Bewegung und Natur in Beratung und Coaching. Darüber sprechen wir in dieser Folge mit der Heil- und Traumapädagogin Eva Istas. Natur als effektives Tool im Coaching Bewegung im Coaching spielt eine noch untergeordnete Rolle. Dabei gibt es kleinschrittige Übungen, mit denen man sie problemlos einsetzen kann. Bewegung wirkt nicht nur körperlich – sie hat auch messbare Effekte auf Geist und Psyche. Bewegung in Beratung kann tiefgreifend unterstützen, weil sie Denkprozesse anregt, Stress reduziert und Raum für neue Einsichten schafft. Kopf aus, Sinne an Wissenschaftliche Studien zeigen, dass körperliche Aktivität die Stimmung verbessert, Stress reduziert und die kognitive Leistungsfähigkeit steigert – etwa durch Veränderungen in der Gehirnchemie (z. B. Serotonin & Endorphine). Bewegung hat vergleichbare positive Effekte auf die Psyche wie psychologische Interventionen.   Während wir gehen, kommt nicht nur der Körper in Bewegung – auch Gedanken, Emotionen und festgefahrene Muster können sich leichter lösen. Der Wechsel aus physischer Aktivität und Gespräch fördert Kreativität, emotionale Offenheit und neue Perspektiven. Aufenthalte im Grünen senken den Cortisol-Spiegel (Stresshormon), reduzieren Angst und stärken emotionale Resilienz. Schon kurze Zeit in der Natur kann messbar positive Effekte haben. Übungen, die in Beratung, Therapie oder Coaching integriert werden, können unter anderem die Blütenatmung, das Betrachten von Wolkenbildern, die Geh-Meditation oder die Baum-Atmung sein. Tiefer in die Reflexion geht es mit einer Metaphern basierten Übung: Stell dir eine „Brücke“ zwischen dem alten und dem gewünschten Zustand vor. Sie kann beim Waldbaden oder an einem ruhigen Ort draußen visualisiert werden. Innere Kraftquellen können ein großer Stein oder fließendes Wasser sein. Darf ich als Therapeut:in „nach draußen“? Ja – sowohl ethisch als auch methodisch ist das möglich: Coaching- und Beratungsprozesse in der Natur sind etablierte Ansätze. Noch aber findet sie zu wenig Berücksichtigung. Dabei sind wichtig: Rahmenvereinbarungen mit Klient:innen inklusive Ort, Dauer, Wetterplan und Erreichbarkeiten. Eva Istas ist Heil- und Traumapädagogin mit einer heilpädagogischen Praxis für Traumaintegration und Potentialentfaltung und ist Gründerin des Lebensfreudeateliers bei Aachen. Du bist neugierig und möchtest Eva einmal persönlich kennenlernen? Dann buch dir hier einfach dein kostenloses Infogespräch: https://calendly.com/evaistaslebensfreude/info Buchtipp: Eva Istas und Johann-Friedrich Weber: Beratung in der Bewegung. Praxisbuch für Coaching und Therapie in der Natur. Klett Cotta-Verlag 2025 Folge direkt herunterladen

    52 Min.
  4. Apropos ... das Leben wählen!

    4. MÄRZ

    Apropos ... das Leben wählen!

    Maria Reuter hat viel Drama erlebt „und selbst gemacht“, wie sie von sich sagt. Maria hat mit ihren 33 Jahren sehr viele Tiefschläge erlebt, die einen Menschen normalerweise zerstören. Als Kind musste sie Missbrauch erfahren, sie hat Drogen genommen, stand kurz vor dem Suizid und hat seit über 20 Jahren psychiatrische Therapien durchlaufen. Sie hat ein Leben voller Krisen erfahren. Doch wer Maria zuhört, spürt einen Menschen, der trotz allem begeistert ist vom Leben und der seinen Weg zu sich gefunden hat. Sie hilft – als Genesungsbegleiterin und Coach –, indem sie von sich und ihrem Weg zum Leben erzählt, macht Mut und zeigt konkret auf, was ihr geholfen hat. Krisen haben sie gestärkt und „[…] haben mich überleben lassen“, sagt Maria, die mit 17 ihre schwerste Depression erlebt hat. Mit ihren Erfahrungen, ihrem Krisenplan und Workbook, möchte sie anderen Menschen, die Ähnliches erlebt oder schwierige Krisen in ihrem Leben erfahren haben, helfen, nicht mehr der Angst zu folgen. Wo sind Warnsignale, was sind individuelle Skills? Wir gehen durch, was akut helfen kann, zum Beispiel in die Aktion zu kommen, haptische Erlebnisse zu schaffen oder seinen eigenen sicheren Ort zu finden, einen Film oder ein Raum, der Körper und Geist entspannt.  Aufarbeitung ist ein Geschenk, sagt sie angesichts ambulanter und stationärer Therapien, die ihr sehr geholfen haben. Größte Fähigkeit: Dankbarkeit, größtes Lebensmantra: Verantwortung – für sich und für andere. Schließlich: Wer seine Persönlichkeit entwickelt, steuert zum Frieden, bei - zum inneren und weltlichen Frieden. „Ich möchte, dass mein Licht brennt“, sagt die lebensfrohe Maria. Nicht der Angst zu folgen. Maria Reuter ist Genesungsbegleiterin, Speakerin und Coachin. Interessiert dich Marias Arbeit oder möchtest vielleicht nach einem Erstgespräch fragen? Dann schau doch mal auf ihrer Website oder auf Instagram vorbei! Und wenn du auf der Suche nach einem neuen Podcast bist, schau doch mal Marias Podcast „Deine Begleitung, der Podcast auf Augenhöhe“ auf Spotify vorbei. TW Hinweis: In dieser Folge sprechen wir über Themen, die emotional belastend sein können, darunter Kindheitstrauma, sexualisierte Gewalt, psychische Erkrankungen, Sucht, selbstverletzendes Verhalten und Suizidgedanken. Bitte höre achtsam und entscheide selbst, ob diese Inhalte für dich gerade gut auszuhalten sind. Wenn du merkst, dass dich etwas triggert, leg gerne eine Pause ein oder höre die Folge zu einem anderen Zeitpunkt weiter. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

    41 Min.
  5. Apropos ... Jenseits der Einsamkeit!

    18. FEB.

    Apropos ... Jenseits der Einsamkeit!

    Einsamkeit ist ein Gefühl, das wohl jede und jeder von uns kennt – mal leise im Hintergrund, mal schmerzhaft präsent. Doch ab wann gilt ein Mensch als einsam? Wann wird Einsamkeit zur seelischen Belastung? Und vor allem: Wie können wir wieder echte Verbindung erleben? In dieser Folge von Apropos ... Psychologie! spreche ich mit der Psychologin, Paartherapeutin und Kommunikationstrainerin Mia Flora über eines der größten psychologischen Themen unserer Zeit: Einsamkeit – offen, tiefgehend und mit klarem Blick auf gesellschaftliche Zusammenhänge. Was ist Einsamkeit wirklich, wie ist sie definiert? Warum ist sie kein individuelles Versagen, sondern menschengemacht? Mia Flora spricht Klartext, sie spricht vom Verlust gemeinschaftlicher Systeme, einem Leben in einem entfremdeten System und von asozialen Medien, die keine Verbindung schaffen. Sie nennt sieben Gründe, die uns in die Einsamkeit, das größte psychologische Problem unserer Zeit, geführt haben. Wege aus der Einsamkeit sieht sie in der Heilenden Psychologie, im freundlichen, positiven Umgang miteinander. Ganz konkret hilft, den Parasympathikus zu aktivieren und ein schöner Impuls vorm Zubettgehen. Einsamkeit überwinden heißt, wieder in Beziehung zu treten – mit sich selbst und anderen. Mia Flora macht deutlich: Frieden – innerlich wie gesellschaftlich – entsteht jenseits der Einsamkeit. Damit wird Einsamkeit nicht nur zu einem psychologischen, sondern auch zu einem politischen Thema. Mia Flora ist Psychologin, Paartherapeutin und Kommunikationstrainerin. Sie war „Mensch der Woche“ bei Frank Elstner, ist gefragter TV-Talk-Gast und erfolgreiche Autorin. Buchempfehlung: Mia Flora: Jenseits der Einsamkeit – Für ein verbundenes Leben, Klett-Cotta Verlag 2025 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

    46 Min.
  6. Apropos ... Präsenz mit Leichtigkeit!

    4. FEB.

    Apropos ... Präsenz mit Leichtigkeit!

    Präsenz im Alltag, im Beruf, auf der Bühne. Präsenz wird eigentlich immer von uns gefordert, ob im Kleinen oder Großen. Wie wir nach außen wirken, hat sehr viel mit unserer Stimme, aber auch inneren Haltung zu tun. „Präsenz ist ein Zusammenspiel von Körper, Stimme und innerer Haltung und wir besitzen sie lange bevor wir einen Raum betreten“, sagt Kathrin Kräft. Die ehemalige Musicaldarstellerin und Präsenz-Coachin zeigt auf, warum Präsenz für uns wichtig ist und dass auch schüchterne Menschen davon profitieren können. Für sie gilt der spielerische Ansatz, das Prinzip der Leichtigkeit. Zu ihrem Handwerkszeug gehören etwa das Improvisationstheater, Schauspiel, Stimmübungen und Textarbeit. „Nur wenn sich der Kopf vom ständigen Gedankenkarussell befreien kann, können sich auch Ängste lösen“, weiß sie. Kathrin Kräft nennt alltagstaugliche Übungen, mit denen wir unsere Präsenz und unsere authentische Stimme verbessern und das persönliche Wachstum fördern können. Die innere Haltung stärken wir durch eine positive Perspektive, eine tragfähige Stimme, gestützte Atmung und gerade Körperhaltung. Authentisch bleiben wir auch durch Gestik und Mimik. Und Lampenfieber? „Nicht schlimm, das haben auch Schauspieler“. Auch diese Energie können wir positiv nutzen. Um in die natürliche Präsenz zu kommen, ist ein Umdenken erforderlich, das nicht von einem Tag auf den anderen geschieht. Es ist mit Training verbunden, mit Lockerungs- und Stimmübungen oder dem Finden der ureigenen Tonlage. Die Atmung gibt Ruhe und Stabilität und sie fördert eine gesunde Stimmführung. Kathrin Kräft nennt konkrete Übungen von Summen bis Zungenbrecher, die das Stimmvolumen erweitern sowie die Artikulation und Tragfähigkeit der Stimme verbessern. Kathrin Kräft ist ehemalige Musicaldarstellerin, systemische Beraterin und Präsenz-Coachin für sicheres Auftreten & Wirkung, Präsentations- und Vortragstraining. Tipp: Auf ihrer Website bietet Kathrin Kräft Coachings und Workshops an – für eine starke Wirkung auf der Bühne, im Business und im Alltag. https://praesenzmitleichtigkeit.de Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

    37 Min.
  7. Apropos ... das Unbewusste im Coaching!

    21. JAN.

    Apropos ... das Unbewusste im Coaching!

    Unbewusste Prozesse im Coaching Unser Unterbewusstsein spielt eine größere Rolle für unser Verhalten, als uns bewusst ist. Man staune: 95 Prozent unserer Denkprozesse laufen unbewusst ab. Sonst nämlich „hätten wir einen absoluten Overkill an Informationen“, sagt Dr. Alica Ryba. Mit der Wirtschaftspsychologin und Trainerin werfen wir einen Blick auf unser Unterbewusstsein, darauf, wie unbewusste und intuitive Prozesse unser Erleben und Handeln beeinflussen und wie wir es in unser Bewusstsein heben und ändern können. Das Unterbewusstsein prägt unser Verhalten Schon gewusst? Unser Bewusstsein nimmt nur das auf, was das Gehirn als neu und wichtig einstuft. Alles andere landet im Unterbewusstsein. Das aber steuert unser Verhalten. Wir werfen einen Blick auf die Historie, auf die Entwicklung der Psychoanalyse, die mit Sigmund Freud begann und mit dem Psychotherapeuten und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick populärwissenschaftlich wurde.    Kleinkindern bis zum dritten Lebensjahr fehlt das deklarative Gedächtnis. An diese Zeit können wir uns nicht erinnern, doch werden in diesen Jahren unsere Verhaltensmuster geprägt. Das Unbewusste drückt sich konkret in unserem Handeln aus. Es hat das letzte Wort bei jeder Willenshandlung“, so Ryba. Es äußert sich konkret durch Körperaktionen, in Mimik, Gestik oder Stimme. Das Bauchgefühl beruht auf der Summe unserer Erfahrungen, „ist aber nicht objektiv“, so Ryba. „Die innere Bewertung kann auch falsch sein“.  Im Coaching geht es an tiefe Themen und Verhaltensweisen heran, indem sich der Klient mit dem Körper verbindet und sich Reaktionen bewusst macht. „Schon nach zehn Minuten weiß man oft schon, was das Thema ist. das kann die Angst vor etwas sein oder fehlende Anerkennung“, sagt Alica Ryba. Ist das Bedürfnis identifiziert, kommt ein Methodenkoffer mit einem „Best Of an individuell wirksamen Tools“ zum Einsatz. Dazu gehören körperzentrierte oder auch hypnotherapeutische Methoden. Sinnvoll ist der Blick ins Unbewusste, wenn wir ein bestimmtes Problemverhalten verändern wollen, wir von der Couch runter und in die Bewegung kommen wollen oder Mitarbeiter besser „briefen“ wollen. Sich auf das Bauchgefühl zu verlassen, ist nicht immer der richtige Weg. Alica Ryba unterstützt Coaches, Klientinnen und Klienten durch ein praxisbezogenes wissenschaftliches Persönlichkeits- und Wirkmodell, damit sie effektiver und punktgenauer intervenieren und damit nachhaltige Veränderungen möglich werden können.   Buchtipp: Alica Ryba: Die Rolle unbewusster und vorbewusst-intuitiver Prozesse im Coaching, VdR 2025; Alica Ryba und Gerhard Roth: Coaching und Beratung in der Praxis, Klett-Cotta 2022 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

  8. Apropos ... Breathwork!

    7. JAN.

    Apropos ... Breathwork!

    Ohne Atem kein Leben: In dieser Folge tauchen wir mit der Neurowissenschaftlerin Martha Havenith in die wunderbare Kraft des Atmens ein. Durch das Atmen versorgen wir nicht nur unseren Körper mit Sauerstoff. Die Atmung kann auch unser seelisches Gleichgewicht stärken. Martha Havenith geht auf neue Atemtechniken ein, die sich in den vergangenen Jahrzehnten in der westlichen Hemisphäre entwickelt haben. Diese Techniken sind sowohl bewusstseinserweiternd als auch entspannungsfördernd und heilsam. Neurowissenschaft trifft Atemarbeit: Wir gehen darauf ein, was die Forschung heute über die Wirkmechanismen weiß und wie sich durch bewusste Atmung Wahrnehmung, Emotion und Körpererleben verändern lassen können. „Es geht nicht nur darum, Wunden zu heilen, sondern eigene Quellen der Freude zu finden“, fasst die Atem-Expertin, die in Breathwork auch ihre eigene Methode gefunden hat, zusammen. Sie erläutert, was Breathwork ist und welche modernen Methoden es gibt, mit denen einerseits auf einer tiefen Bewusstseinsebene emotionale Themen verarbeitet werden können und andererseits in langsamer Ausführung Entspannung herbeigeführt werden kann. Martha Havenith nennt praktische Übungen von langen Sessions mit zirkulärer Atemarbeit, bei denen es um eine bewusst tiefe Atmung geht, die nicht an Mantras oder das Zählen gebunden ist. Breathwork wird in der Regel mit Musik unterlegt. Für Anfänger, die tiefer eintauchen wollen, empfiehlt sich eine Begleitung. Sie nennt aber auch einfache Breathwork-Techniken für den Alltag, die etwa 15 Minuten dauern. Sie führt die Wim-Hof-Methode an, bei der 40 aktive Atemzüge kombiniert werden mit einem langen Einatmen, Luft anhalten und ausatmen. Diese Technik ist gut für das Immunsystem und die Fitness. Das koharänte, langsame Atmen eignet sich zur Entspannung. Beim Cyclic Sighing wird intensiv zwei Mal über die Nase eingeatmet und über den Mund schnell und mit einem Seufzer ausgeatmet. Schon allein fünf Minuten täglich können so für eine physiologische Baseline und Wohlbefinden, weniger Stress- und Angstempfinden sorgen, so Martha Havenith. Dr. Martha Havenith ist promovierte Neurowissenschaftlerin und Breathwork-Praktizierende. Nach Stationen an der Universität Oxford, dem Max-Planck-Institut für Hirnforschung und dem University College London leitet sie heute eine eigene Forschungsgruppe in Frankfurt. Ihr Schwerpunkt: Wie das Gehirn mehrere kognitive Prozesse gleichzeitig koordiniert – und was der Atem damit zu tun haben könnte. Buchtipp: Martha Havenith und Abdellatif Nemri: „Atemkraft – Das Breathwork-Handbuch“, Schattauer-Verlag 2025 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team

    41 Min.
4,4
von 5
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Immer alles 1000-prozentig machen? Warum habe ich immer was an mir herumzumäkeln? Müsste ich nicht einfach mal genießen? Glücklich sein? Ich bin wie ich bin! Oder doch besser flüchten? Und wohin dann? … Wovor habe ich eigentlich Angst? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es in Gesprächen mit Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen und Coaches. Du erfährst aus erster Hand Tricks für ein einfacheres Leben, erhältst überraschende Einblicke in persönliche Erfahrungen und Entwicklungen und lernst eine ganze Menge darüber, wie wir manchmal ticken und warum. Alle zwei Wochen mittwochs neu.

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