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Der Podcast für Auszubildende, Ausbilder und IHK-Prüfer in den IT-Berufen (Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung/Systemintegration/Daten- und Prozessanalyse/Digitale Vernetzung, IT-Systemelektroniker, Kaufmann für IT-Systemmanagement, Kaufmann für Digitalisierungsmanagement). Stefan Macke gibt Tipps für die Ausbildung, die IHK-Prüfungen und alles, was sonst noch mit den Berufsbildern zu tun hat. Aber auch für bereits ausgebildete Softwareentwickler/Programmierer/Administratoren und alle, die Interesse an der Softwareentwicklung oder IT haben, ist bestimmt etwas Interessantes dabei!



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IT-Berufe-Podcast Stefan Macke

    • Technologie
    • 5,0 • 118 Bewertungen

Der Podcast für Auszubildende, Ausbilder und IHK-Prüfer in den IT-Berufen (Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung/Systemintegration/Daten- und Prozessanalyse/Digitale Vernetzung, IT-Systemelektroniker, Kaufmann für IT-Systemmanagement, Kaufmann für Digitalisierungsmanagement). Stefan Macke gibt Tipps für die Ausbildung, die IHK-Prüfungen und alles, was sonst noch mit den Berufsbildern zu tun hat. Aber auch für bereits ausgebildete Softwareentwickler/Programmierer/Administratoren und alle, die Interesse an der Softwareentwicklung oder IT haben, ist bestimmt etwas Interessantes dabei!



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    Aufbau und Ablauf der IHK-Abschlussprüfung in den IT-Berufen – IT-Berufe-Podcast #180

    Aufbau und Ablauf der IHK-Abschlussprüfung in den IT-Berufen – IT-Berufe-Podcast #180

    Um den Aufbau und den Ablauf der Abschlussprüfung in den IT-Berufen geht es in der einhundertachzigsten Episode des IT-Berufe-Pocasts.



    Inhalt



    * Die Teile der Abschlussprüfung sollten allen Auszubildenden und Ausbilder:innen geläufig sein, da die drei Jahre der Ausbildung hauptsächlich auf diese Prüfung hinarbeiten.

    * Der Aufbau der Abschlussprüfung ist für alle IT-Berufe identisch, die Inhalte unterscheiden sich aber natürlich. Insbesondere die Dauer und die Inhalte der Projektarbeit sind berufsspezifisch.

    * Es gibt insgesamt 7 verschiedene IT-Berufe.



    * Fachinformatiker:in



    * Anwendungsentwicklung

    * Systemintegration

    * Daten- und Prozessanalyse

    * Digitale Vernetzung





    * IT-System-Elektroniker:in

    * Kauf­mann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement

    * Kaufmann/Kauffrau für IT-System-Management





    * Der Großteil (60%) der Inhalte der schriftlichen Prüfung (GAP Teil 1 und WiSo) ist für alle Berufe gleich.

    * Achtung: Die IHK-Prüfungen sind bundesweit einheitlich, aber in Baden-Württemberg laufen sie anders als in den übrigen 15 Bundesländern. Die folgenden Ausführungen gelten daher ggfs. nicht für Prüfungen in Baden-Württemberg.



    Aufbau der Abschlussprüfung

    Wer es ganz genau wissen will, schaut am besten in die jeweilige Berufsverordnung:



    * Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung

    * Fachinformatiker:in Systemintegration

    * Fachinformatiker:in Daten- und Prozessanalyse

    * Fachinformatiker:in Digitale Vernetzung

    * IT-System-Elektroniker:in

    * Kauf­mann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement

    * Kaufmann/Kauffrau für IT-System-Management



    Die folgenden Zitate stammen aus der FIAusbV.

    Teil 1 (der gestreckten Abschlussprüfung)

    Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung findet im Prüfungsbereich Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes statt. Dieser Prüfungsteil ist für alle IT-Berufe identisch.



    Im Prüfungsbereich Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,

    1. Kundenbedarfe zielgruppengerecht zu ermitteln,

    2. Hard- und Software auszuwählen und ihre Beschaffung einzuleiten,

    3. einen IT-Arbeitsplatz zu konfigurieren und zu testen und dabei die Bestimmungen und die betrieblichen Vorgaben zum Datenschutz, zur IT-Sicherheit und zur Qualitätssicherung einzuhalten,

    4. Kunden und Kundinnen in die Nutzung des Arbeitsplatzes einzuweisen und

    5. die Leistungserbringung zu kontrollieren und zu protokollieren.

    (FIAusbV §9 Abs. 2)

    • 51 Min.
    RAID – Redundant Array of Independent Disks – IT-Berufe-Podcast #179

    RAID – Redundant Array of Independent Disks – IT-Berufe-Podcast #179

    Um das beliebte Prüfungsthema RAID geht es in der einhundertneunundsiebzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.



    Inhalt



    * RAID: Redundant Array of Independent Disks (bzw. früher „inexpensive“ statt „independent)

    * Idee: Mehrere Festplatten zu einem Verbund („array“) zusammenschließen

    * Ziel: Ausfallsicherheit und höhere Verfügbarkeit (durch Einführung von Redundanz)

    * Bei Ausfall einer Festplatte kann sie getauscht und das RAID-Array wiederhergestellt werden („Rebuild“), in dieser Phase ist das RAID durch die hohe Belastung aber anfälliger für einen weiteren Festplattenausfall.

    * RAID ersetzt nicht die Datensicherung.

    * Lösung: Hardware- oder Software-RAID



    * Hardware mit speziellen RAID-Controllern

    * Software meist schon ins Betriebssystem eingebaut (z.B. in Linux)





    * Alternative: JBOD (just a bunch of disks)

    * Es gibt verschiedene RAID-Level



    * Kriterien: Mindestanzahl Festplatten, Ausfallwahrscheinlichkeit, maximal verkraftbare ausgefallene Festplatten, Lese-/Schreibgeschwindigkeit, Nettokapazität







    RAID 0: Striping



    * keine Redundanz, Merksatz: „0 Redundanz“, „0 Sicherheit“

    * mindestens 2 Festplatten nötig

    * teilt Festplatten in gleich große Blöcke auf und verteilt die Daten darauf (stripes)

    * Kapazität kann komplett genutzt werden

    * dadurch kann schneller gelesen werden, da von mehreren Festplatten parallel gelesen wird

    * auch das Schreiben geht schneller, da Daten parallel auf mehrere Festplatten geschrieben werden (aufgeteilt)

    * fällt eine Festplatte aus, ist der gesamte Verbund defekt

    * Ausfallwahrscheinlichkeit steigt, da Einzelwahrscheinlichkeiten multipliziert werden (z.B. bei 1% Ausfallwahrscheinlichkeit 2,97% gesamt)

    * Einsatz: Streaming (viel Lesen, wenig Schreiben, Datenverlust verkraftbar bzw. anderweitig abgesichert), mehrere kleine zu einem großen Datenträger zusammenbauen

    * Nachteil: hohe Ausfallwahrscheinlichkeit



    RAID 1: Mirroring



    * komplette Redundanz, Merksatz: „1-zu-1-Kopie“

    * mindestens 2 Festplatten nötig

    * Daten werden auf allen Festplatten identisch abgelegt

    * Kapazität wird halbiert oder gedrittelt usw.

    * Lesegeschwindigkeit kann erhöht werden, indem Daten parallel von mehreren Festplatten gelesen werden

    * Schreiben dauert länger, weil Daten auf mehrere Platten geschrieben werden müssen (Redundanz)

    * Verbund fällt erst aus, wenn alle Festplatten ausfallen

    * Ausfallwahrscheinlichkeit sinkt deutlich, z.B. bei 1% je Platte auf 0,0001%

    * auch Mirroring ist keine Datensicherung, Viren werden sofort auf alle Platten geschrieben

    * Einsatz: Hochverfügbarkeitssysteme

    * Nachteil: geringe Nettokapazität



    RAID 5: Paritäten



    * Teilredundanz durch Ablage von Paritätsinformationen

    * mindestens 3 Festplatten nötig

    * zusätzlich zu den auf mehrere Festplatten verteilten Daten werden auf allen Festplatten Paritätsinformationen (z.B. XOR) je Datenblock abgelegt

    * Kapazität wird reduziert (z.B. 2/3 bei drei Festplatten)

    * Lesegeschwindigkeit kann erhöht werden, indem Daten parallel von mehreren Festplatten gelesen werden

    * Schreiben dauert durch Berechnung der Parität länger

    * Verbund fällt erst aus, wenn zwei Festplatten defekt sind

    * Ausfallwahrscheinlichkeit sinkt, z.B. bei 1% je Platte auf 0,0298%

    * Nachteil: bei häufigen Schreibzugriffen durch Berechnung der Parität langsamer



    Irrelevante RAID-Level



    * RAID 2: Striping mit Fehlerkorrektur, nur bei Großrechnern eingesetzt

    • 1 Std. 4 Min.
    Datensicherung (Backup) – IT-Berufe-Podcast #178

    Datensicherung (Backup) – IT-Berufe-Podcast #178

    Um das beliebte Prüfungsthema Datensicherung geht es in der einhundertachtundsiebzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.



    Inhalt

    Datensicherung ist quasi das deutsche Wort für Backup und behandelt das Sichern und Wiederherstellen von Daten auf Sicherungsmedien wie Magnetbändern, externen Festplatten oder der Cloud. Es geht hierbei um den Schutz vor Datenverlust.



    * Abgrenzung von Datensicherung, Datensicherheit und Datenschutz. Siehe auch Datenschutz vs. Datensicherheit vs. Datensicherung.



    * Die Datensicherung ist ein Teil der Datensicherheit, der sich um das Schutzziel Verfügbarkeit kümmert.





    * Warum können Daten verloren gehen?



    * Hardwaredefekte, Probleme im Stromnetz, Feuer/Wasser, Naturkatastrophen, menschliches Versagen oder Vorsatz (z.B. absichtliches Löschen oder Diebstahl), Ransomware





    * Ein Datenverlust kann für Unternehmen (aber auch Privatpersonen) große negative Auswirkungen haben. In schlimmen Fällen kann das Unternehmen nicht weiter arbeiten und muss Insolvenz anmelden.

    * Mitarbeiter sollten zum Thema Datenverlust sensibilisiert werden.



    * Was sind die Konsequenzen eines Datenverlustes für das Unternehmen und die Person selbst?

    * Dateien sofort abspeichern und nicht erst nach stundenlanger Arbeit.

    * Dateien regelmäßig speichern.

    * Nicht nur auf der eigenen Festplatte speichern, sondern im Netzwerk.





    * Was sind sicherungswürdige Daten?



    * Daten, die man nicht ohne Weiteres wiederbeschaffen kann (z.B. selbst erstellte Dateien, Fotos, Dokumente, Arbeitsergebnisse).

    * Meist werden Betriebssystemdaten und Programminstallationen nicht gesichert.

    * Grundsätzlich kommt es darauf an, wie schnell Daten wiederhergestellt werden können müssen. Auch das Betriebssystem kann daher gesichert werden müssen, wenn eine Neuinstallation zu lange dauern würde.

    * Es gibt auch gesetzliche Aufbewahrungsfristen für Daten, aber bitte nicht mit Archivierung durcheinanderbringen.





    * Wichtig bei der Datensicherung: auch die Datenwiederherstellung testen!

    * Wie erkennt die Software, welche Daten zu sichern sind?



    * Metadaten wie letztes Änderungsdatum, Archiv-Flag oder Dateihash.





    * Wie viele Daten werden gesichert und wie lange dauert die Wiederherstellung?



    * Trade Off zwischen geringem Speicherverbrauch bzw. langer Backuplaufzeit und schneller Wiederherstellungsdauer.

    * Unterschiedliche Verfahren: Vollbackup (alle Daten sichern), differenzielles Backup (nur geänderte Daten zum letzten Vollbackup werden gesichert) und inkrementelles Backup (geänderte Daten zum letzten Voll- oder inkrementellen Backup werden gesichert).

    * Vollbackup: Viel Speicherverbrauch, lange Backuplaufzeit, schnelle Wiederherstellung (nur 1 Backup nötig).

    * Differenzielles Backup: Mittelweg zwischen Speicherverbrauch/Backuplaufzeit und Wiederherstellung (2 Backups nötig).

    * Inkrementelles Backup: Geringster Speicherverbrauch, aber längste Wiederherstellung (z.B. 5 Backups nötig).





    * Backup-Medien



    * Kriterien bei der Auswahl von Backupmedien: Kapazität, Transferrate, Zugriffsgeschwindigkeit, Kosten, Lebensdauer, Störanfälligkeit

    * Mögliche Medien: Magnetbänder, Festplatten/HDDs, SSDs, USB-Sticks, CDs/DVDs/BluRays, Cloud





    * Generationenprinzip bzw. Großvater/Vater/Sohn



    * Auch Backup-Medien können kaputt gehen! Nur ein einziges Medium zu nutzen, ist daher nicht zu empfehlen.

    * Außerdem würden neue Sicherungen die alten überschreiben, enthalten aber ggfs. früher gelöschte Daten nicht mehr für eine spätere Wiederherstellung.

    • 1 Std. 15 Min.
    Rückblick auf die Fachgespräche der Sommerprüfung 2022 (Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung) – IT-Berufe-Podcast #177

    Rückblick auf die Fachgespräche der Sommerprüfung 2022 (Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung) – IT-Berufe-Podcast #177

    Einen Rückblick auf die Fachgespräche (Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung) zu Teil 2 der gestreckten Abschlussprüfung im Sommer 2022 gibt es in der einhundertsiebenundsiebzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.



    Inhalt

    Fachgespräche Sommer 2022 (Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung)



    * Disclaimer: Meine Erfahrungen aus den Prüfungen, an denen ich beteiligt war, ist nicht stellvertretend für alle Prüfungsausschüsse in Deutschland.

    * Viele der genannten Themen für das Fachgespräch gelten 1-zu-1 in allen IT-Berufen, da sie gar nichts mit Anwendungsentwicklung zu tun haben (insb. die wirtschaftlichen Themen).

    * Fast immer falsch beantwortet wurden Fragen nach Stundensatz, laufenden Kosten, Lösch-Anomalie, Lambda-Ausdrücken, generischen Klassen.



    Häufige Fragen im Fachgespräch

    Das hier ist meine Liste mit den häufigsten Fragen im Fachgespräch für Fachinformatiker:innen Anwendungsentwicklung, absteigend nach Anzahl sortiert.

    Man erkennt deutlich, dass unter der Top-Themen sehr viele Wirtschaftsthemen sind, weil viele „Techniker:innen“ diesen Bereich bei der Prüfungsvorbereitung vernachlässigen und dementsprechend in Projektdokumentation und Projektpräsentation falsch machen, was dann entsprechende Fragen im Fachgespräch provoziert.

    Viele der anderen Themen ergeben sich aus Technologien, die die Prüflinge selbst eingesetzt haben. Ich sage immer wieder: Alles, was man benutzt (oder in der Projektpräsentation erwähnt), muss man auch erklären können. Da viele Projekte aktuell als Single-Page-Application in JavaScript mit einer anderen Programmiersprache im Backend (z.B. Java) umgesetzt werden, kommen z.B. Fragen nach REST, OAuth, Typisierung und JavaScript-Spefizika immer öfter vor.



    * Stundensatz (15)



    * Fast immer falsch berechnet (nur Brutto-Ausbildungsvergütung enthalten).





    * Normalisierung (13)



    * Oft nicht sauber mit Fachbegriffen erklärt.





    * Sozialversicherung (13)



    * Viele kennen den Arbeitgeberanteil nicht.





    * Kapselung (11)



    * Getter/Setter, Sichtbarkeitsmodifizierer usw.





    * Klasse vs. Objekt (11)



    * „Ein Objekt ist ein Teil einer Klasse“ usw.





    * Lambda-Ausdrücke (11)



    * Werden ständig genutzt, aber nur sehr wenige Prüflinge können sie erklären.





    * Vererbung (10)



    * Wir insb. in Frameworks häufig benötigt, aber zu den Details fehlen häufig Kenntnisse.





    * Anomalien (Einfüge-/Änderungs-/Löschanomalie) (9)



    * Die Löschanomalie wurde dieses Jahr nicht einmal korrekt erklärt.





    * Einzel- vs.

    • 1 Std. 5 Min.
    Rückblick auf die Projektpräsentationen der Sommerprüfung 2022 (Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung) – IT-Berufe-Podcast #176

    Rückblick auf die Projektpräsentationen der Sommerprüfung 2022 (Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung) – IT-Berufe-Podcast #176

    Einen Rückblick auf die Projektpräsentationen (Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung) zu Teil 2 der gestreckten Abschlussprüfung im Sommer 2022 gibt es in der einhundertsechsundsiebzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.



    Inhalt

    Projektpräsentationen Sommer 2022 (Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung)



    * Disclaimer: Meine Meinung ist nicht stellvertretend für alle Prüfungsausschüsse in Deutschland.

    * Ich schaue insbesondere auf die Gestaltung der Folien und den Vortrag, aber wichtig sind natürlich auch die fachlichen/technischen Inhalte der Präsentation.

    * Einzelne Punkte auf der folgenden Liste führen nicht zwangsläufig zu Punktabzug bei der Note, aber oft treten mehrere Punkte gemeinsam auf, was dann einen Punktabzug rechtfertigt.

    * Viele „Probleme“ mit den Projektpräsentationen gelten 1-zu-1 in allen IT-Berufen, da sie gar nichts mit Anwendungsentwicklung zu tun haben.



    Foliengestaltung und Vortrag



    * Oft wurden Punktlisten nicht Schritt-für-Schritt eingeblendet, sondern sofort als Ganzes gezeigt.

    * (Unnötige) Kopfzeile in einer Präsentation war winzig klein.

    * Cliparts für die Darstellung des Ist-Zustands, anstatt eigene Fotos zu machen.

    * Präsentationen vom selben Unternehmen sahen fast identisch aus und hatten auch einen sehr ähnlichen Aufbau.

    * Der Text auf den Folien war oft sehr klein und kaum lesbar.

    * (Offensichtliche) Rechtschreibfehler auf den Folien.

    * Tortendiagramme sahen in fast allen Präsentationen identisch aus (Standardfarben von PowerPoint genutzt).

    * Vorstellung des Prüflings: graue Silhouette statt Bild verwendet.

    * Präsentation mit LaTeX erstellt, aber leider ausschließlich Textfolien.

    * Code wurde durch Zeigen an der Leinwand erklärt, anstatt ihn visuell hervorzuheben.

    * Prüfling kommentierte die Vorstellung des Unternehmens mit „hier habe ich mal statt des klassischen Bildes unsere Azubis genommen“.

    * Ein Prüfling hat die Architektur seiner Anwendung an die Tafel gezeichnet.

    * Einige Prüflinge haben stark abgelesen und kaum Blickkontakt zum Prüfungsausschuss gehabt.



    Fehlende/unnötige Inhalte



    * Oft wurden die Artefakte aus der Projektdokumentation nicht in der Projektpräsentation gezeigt.

    * Oft werden Inhalte genannt, aber nicht visualisiert (z.B. 3-Schichten-Architektur ohne Grafik).

    * Angeblich erstellte Artefakte werden erwähnt, aber nicht gezeigt.

    * Teilweise wurde viel zu detailliert auf Code eingegangen.

    * Das Ziel des Projekts wird oft nicht deutlich.

    * Jedes genutzt JavaScript-Package wurde inkl. Versionsnummer aufgeführt und erklärt.

    * Ein Prüfling hat jede verwendete Technologie ausführlich erklärt (z.B. Kafka und Kubernetes).

    * Scrum wurde in einer Präsentation ausführlich erklärt.



    Sonstiges



    * Notepad++ als IDE verwendet.

    * Deployment als Upload auf einen FTP-Server.

    * Einige Prüflinge haben den Prüfungsausschuss geduzt.

    • 1 Std. 6 Min.
    Rückblick auf die Projektdokumentationen der Sommerprüfung 2022 (Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung) – IT-Berufe-Podcast #175

    Rückblick auf die Projektdokumentationen der Sommerprüfung 2022 (Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung) – IT-Berufe-Podcast #175

    Einen Rückblick auf die Projektdokumentationen (Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung) zu Teil 2 der gestreckten Abschlussprüfung im Sommer 2022 gibt es in der einhundertfünfundsiebzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.



    Inhalt

    Projektdokumentationen Sommer 2022 (Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung)



    * Disclaimer: Meine Meinung ist nicht stellvertretend für alle Prüfungsausschüsse in Deutschland.

    * Ich schaue oft auch auf die formellen Details, aber wichtiger sind natürlich immer die fachlichen/technischen Inhalte.

    * Einzelne Punkte auf der folgenden Liste führen nicht zwangsläufig zu Punktabzug bei der Note, aber oft treten mehrere Punkte gemeinsam auf, was dann einen Punktabzug rechtfertigt.

    * Viele „Probleme“ mit den Projektdokumentationen gelten 1-zu-1 in allen IT-Berufen, da sie gar nichts mit Anwendungsentwicklung zu tun haben.



    Allgemeines



    * Messaging wird in mehreren Projekten eingesetzt.

    * Nur wenige Use-Case-Diagramme gesehen. -> Was macht das System eigentlich?

    * Oft wurde ein Tabellenmodell ER-Modell genannt.

    * Frameworks oder gar Programmiersprachen waren vor der Projektdurchführung nicht bekannt.



    Formalia



    * Abbildungen wurden mit ihrem Namen referenziert, anstatt mit der Seitenzahl.

    * Einige Dokumentationen waren im Flattersatz gesetzt.

    * Eine Dokumentation hatte 5 (!) Ebenen im Inhaltsverzeichnis, also z.B. bis Kapitel 4.2.4.1.2.

    * Ein Kapitel bestand nur aus einem (!) Aufzählungspunkt.

    * „Textmarke nicht definiert“ im Dokument.



    Stundensatzberechnung



    * Es wurden verschiedene Stundensätze für einzelne Mitarbeiter angegeben, dann aber nur mit einem einheitlichen gerechnet.

    * Der Stundensatz wurde oft nur aus der Azubivergütung berechnet (z.B. Vergütung / 20 / 8 -> 6 EUR/h).

    * Ein Prüfling hat explizit geschrieben, dass der Stundensatz sich nur aus der Azubivergütung berechnet, setzt dann aber 75 EUR/h an.

    * Oft wird der Datenschutz als Begründung genutzt, die echten Stundensätze nicht nennen zu können.



    Kosten



    * Es wurden 500 EUR/Monat als laufende Kosten für einen (!) Server angesetzt.

    * Die Abnahme wurde mit 3h eingeplant, aber nur mit 1h in den Kosten aufgeführt.

    * Stunden des Fachbereichs tauchten nicht in den Kosten auf.

    * Ein Prüfling hat die Stunden anderer Mitarbeiter mit in seine 70h aufsummiert.



    Begründung von Entscheidungen



    * Begründung für technische Entscheidung: „Ich soll das so machen.“

    * Ein Prüfling hat durchgängig geschrieben, dass „man“ das Projekt umgesetzt hat.

    * Es gab eine Nutzwertanalyse, bei der die Eigenentwicklung in allen (!) Kriterien die maximale Punktzahl hatte.

    • 1 Std. 11 Min.

Kundenrezensionen

5,0 von 5
118 Bewertungen

118 Bewertungen

B. Funk ,

Von Ausbilder zu Ausbilder

Bin sehr dankbar über diesen Potcast und die Arbeit von Stefan Macke, hilft mir im vielerlei Hinsicht als Ausbilder. Vielen Dank dafür👍🏼

Sakuraba020778 ,

Spitze!!

Hat mich informativ durch meine Umschulung begleitet. Vielen Dank dafür 👏👏

SancarMa ,

Ein Riesen Lob

Einfach unglaublich wieviel Zeit

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