Morgenimpuls

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Gedanken zu Gott und der Welt, Erlebnisse aus dem Alltag einer Ordensfrau - die Olper Franziskanerin Schwester Katharina startet mit Gebeten und Texten um 6 Uhr in den Morgen.

  1. VOR 7 STD.

    Die Aufgabe von Weihnachten

    Beim amerikanischen Autor, Menschenrechtler und Theologen Howard Thurmann, der 1981 gestorben ist, habe ich einen sehr interessanten Text gefunden, der noch einmal ganz anders mein derzeitiges Lieblingswort von der Weihnachtsnachfreude beschreibt. Der Text geht so:DIE AUFGABE VON WEIHNACHTENWenn das Lied der Engel ausklingt und der Stern im Himmel erloschen ist,die Könige und Weisen zu Hause und die Hirten wieder bei ihren Schafen sind,beginnt die Arbeit von Weihnachten:die Verlorenen zu finden, die Zerbrochenen zu heilen, die Hungrigen zu speisen,die Gefangenen zu befreien, die Nationen wiederherzustellen, den Frieden zu bringen,Musik im Herzen anzustimmen.Diese Aufzählung von Aufgaben von Weihnachten ist sehr konkret und ist nicht zu verwechseln mit Weihnachtsbaum abbauen, Deko verpacken, Sterne von den Fenstern abmachen und einmal durchsaugen. Die Aufgaben von Weihnachten sind all die Dinge, die Jesus getan hat und zu denen er uns, seine Jünger, Follower, Christen ebenso aufruft. Die Verlorenen finden hat vielerlei Aspekte: es können die sein, die sich irgendwann zurückgezogen haben und keinen Kontakt mehr wollten und jetzt den Neuanfang nicht mehr hinbekommen. Es können die sein, die durch Krankheiten, Süchte und Schicksalsschläge einsam und versteckt in der Anonymität der Masse mehr existieren als leben. Und es können die sein, die für sich keinen Sinn und keine Perspektive im Leben mehr sehen und nur noch einen Schritt vor dem drohenden Abgrund stehen.Um die Verlorenen zu finden braucht es offene Augen und Ohren im normalen Alltag. Nicht verschämt vorbeigehen an offensichtlicher Not und nicht die Straßenseite wechseln, um den Bettelnden auszuweichen. Die Aktion Glücklichter hier im Bistum Paderborn hat vielen Menschen, die sonst kaum gesehen und beachtet werden, Zuwendung, notwendige Lebensmittel und Alltagsnotwendigkeiten geschenkt und hat scheinbar Verlorene aufgespürt und ihnen aufgeholfen.Die Aufgaben von Weihnachten sind nicht so lieblich, gemütlich und heimelig wie die Krippe im Wohnzimmer unterm leuchtenden Tannenbaum. Die Aufgabe von Weihnachten ist es, wie dieses zu uns gekommene Gotteskind, Gottes Menschen zu suchen und zu finden und ihnen leben zu helfen.

    3 Min.
  2. VOR 1 TAG

    "Auch ich kannte ihn nicht."

    In diesen Tagen nach dem Fest der Taufe Jesu, ist die Weihnachtszeit liturgisch zu Ende. Aber dieses schöne Wort von der Weihnachtsnachfreude beschäftigt mich noch. Vorgestern haben wir uns mit einigen Frauen zum Bibelgespräch getroffen. In dem Raum hinter der Kapelle habe ich alles hergerichtet und dann die Heizung hochgedreht. Aber ein Heizkörper ließ sich auch mit allen Tricks und Kniffen nicht dazu bringen zu arbeiten. Und der eine verbliebene Heizkörper hat es nicht geschafft, den Raum benutzbar zu wärmen. Also sind wir zum Gespräch in die gut temperierte Kapelle gegangen, wo noch das hölzerne Krippenkind mit den ausgebreiteten Armen liegt, wo seit dem 24. Dezember ein Sträußchen Christrosen unentwegt blüht, wo der große grüne Tannenstrauß mit kleinen warmen Lichtern glänzt und wo tatsächlich seit einigen Tagen ein großer Strauß mit Barbarazweigen in üppiger Blüte steht.Und im Evangelium vom kommenden Sonntag geht es um das Zeugnis des Johannes der zunächst sagt: "Auch ich kannte ihn nicht." Und dieses Wort hat mich sehr angesprochen. Seit 45 Jahren bin ich im Orden und beschäftige mich mit der Bibel, mit dem Alten und Neuen Testament, lese und bewege jeden Tag die Worte, die uns täglich vorgelegt werden von und über Gott und Jesus Christus. Und trotzdem habe ich manchmal das nicht so tolle Gefühl, "auch ich kenne ihn nicht". Und manche von euch haben das auch schon erlebt.Jetzt gibt es die Möglichkeit zu denken, okay, das wars, wenn das alles so schwierig ist, lasse ich das. Und es gibt auch die andere Möglichkeit: trotzdem immer weiter neugierig zu bleiben auf diesen Gott, der nicht zu begreifen ist, den unser Verstand nicht fassen kann, den wir aber immer neu bitten können, unser Herz, unseren Verstand und unsere Seele zu füllen mit seiner Größe und Nähe und seiner Gegenwart. Und der Täufer Johannes, der von seinem Erleben mit Jesus bei der Taufe am Jordan berichtet, sagt einige Zeilen später, dass ihm gesagt worden ist, dass jener, auf den er den Geist herabkommen sieht, der Erwählte Gottes ist. Und dann wird er sagen: "Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist der Sohn Gottes." Von seinem jahrelangen Suchen und Fragen nach dem, der nach ihm kommen soll und den er nicht kennt, kommt er, durch das Wirken des Geistes zur großen Erkenntnis: Dieser ist der Sohn Gottes. Und so haben auch wir an diesem Abend neue Hoffnung geschöpft.

    3 Min.
  3. VOR 2 TAGEN

    Eine richtig laute Segensrakete

    Am Samstag sind hier und in weiten Teilen unseres Landes nochmals die Sternsinger durch die Städte und Dörfer gezogen, um die Botschaft vom guten Stern, der uns auf unseren Wegen leuchtet, weiterzutragen, den Segen über die Türen zu schreiben oder zu kleben und für Projekte weltweit Geld zu sammeln. Es geht in diesem Jahr darum, Kindern zu ermöglichen, statt in der Fabrik zu arbeiten, in die Schule gehen zu können und eine bessere Chance auf Zukunft zu haben.Vor unserer Haustür war die Riesengruppe versammelt, die aus der Kirche kommend sich dann in der Stadt verteilt. Aber eben nicht nur die Kinder, sondern auch die großen Geschwister, Eltern und Engagierte aus den Gemeinden, die den Taxidienst übernehmen, die die Beutel und Dosen leeren, die warme Getränke bereithalten und Schals und warme Jacken, da dieser Tag besonders kalt und schneereich war. Die Begeisterung von Kindern und Jugendlichen ist dann ungebrochen, wenn sie merken, dass sie gebraucht werden, dass ihr Tun Sinn macht und für andere da ist.Am Sonntag war dann der Abschlussgottesdienst der Sternsingeraktion dieses Jahres. Mit dem Einzug der vielen Sternsingerkinder und Jugendlichen, den goldenen Sternen und den vielen schönen Gewändern war es eine Pracht. Kyriegebete und Fürbitten aus dem Mund von Kindern klingen anders, nicht so alltäglich routiniert, sondern irgendwie ernsthafter und gehen ins Herz. Auf die Frage bei der Predigt, was denn ein Kronzeuge ist, hatte niemand zunächst eine Idee. Aber Kinder sind kreativ und so gab es witzige Vorschläge: einer, der eine Krönung beobachtet; einer, der bei der Geburt eines Königskindes dabei ist oder eine, die Kronen bewacht.Die versammelte Gemeinde hatte Spaß und die Kinder waren verblüfft als sie dann hörten, dass sie als Botschafter:innen des Segens Gottes Kronzeugen für diesen Gott sind, der als Kind in die Welt gekommen ist. Eine ziemlich coole Idee fanden das viele Kinder und haben begeistert mit allen in der großen Kirche eine richtig laute Segensrakete gestartet, die mir neu war und die ich wie die ganze Sternsingeraktion einfach göttlich schön finde.

    3 Min.
  4. VOR 3 TAGEN

    Morgenimpuls mit Schwester Katharina

    Wir haben seit Jahren ein interessantes Phänomen in der täglichen Debatte: eine Empörungskultur gegen alles und jedes und jede und jeden. Die Wetterkapriolen am Wochenende haben das nochmal deutlich gezeigt.Die einen empören sich gegen die übertriebenen Vorwarnungen vor dem Wetterchaos, die anderen empören sich, dass viel zu wenig gewarnt wurde in ihrem Bereich, wo es viel schlimmer war, als im ganzen übrigen Land.Die einen empören sich, dass in ihrer Straße wieder nicht geräumt worden ist und die anderen empören sich, dass viel zu viel Salz gestreut wird und die Straßen damit wieder kaputt gehen. Die ein empören sich, dass Kitas und Schulen wegen der Wettervorhersagen geschlossen wurden und die anderen empören sich, dass die Wege und Straßen gerade für Kinder doch viel zu glatt und gefährlich sind.Die einen empören sich über die störanfällige Infrastruktur in Berlin und die anderen nutzen das genüsslich aus um gegen Staat und Politik zu hetzen. Und dann passiert etwas ganz Wunderbares: in vielen Berliner Pfarreien und Gemeinden, den Hilfsorganisationen von Caritas über Diakonie, von Rotem Kreuz und Maltesern, legen die Leute los und organisieren Hilfe für die, die einige Tage weder Strom noch Heizung haben. Sie organisieren Unterkünfte, warme Mahlzeiten, Nachbarschaftshilfe und Handyladestationen, klopfen und rufen nach denen, die vielleicht Hilfe brauchen und sich nicht trauen, sammeln Lebensmittel und verteilen sie und so weiter und so fort. Sich empören ist oft gut und notwendig, damit auf Fehler aufmerksam gemacht wird. Aber Dauerempörung ist nicht das, was uns, den im Moment Hilfsbedürftigen und unserer Gesellschaft hilft. Nicht empören ist angesagt, sondern hören, verstehen, einschätzen und dann handeln. "Was ihr von den anderen erwartet, dass tut ebenso für sie", ist die goldene Regel jeder Religion und jedes menschlichen Zusammenlebens.

    3 Min.
  5. VOR 6 TAGEN

    Nachfreude auf Weihnachten

    Am Sonntag endet sie offiziell, die diesjährige Weihnachtszeit. Das Fest der Taufe Jesu ist quasi Ende und Anfang für das Feiern dieser göttlichen Geheimnisse rund um die Menschwerdung Gottes. Weihnachten als Gedenken an die Geburt Christi, Epiphanie als die Deutung der Erscheinung der Herrlichkeit Gottes vor aller Welt, die Taufe im Jordan als Startpunkt des öffentlichen Erscheinens Jesu und mit der Ablösung Johannes des Täufers und die Hochzeit in Kanaan als Wunder der Zuwendung Gottes zu seinen Menschen. Dieser Tage habe ich ein schönes Wort gelesen. Es ging um die Nachfreude des Weihnachtsfestes. Vorfreude können schon die Kinder gut und wir fangen schon früh an mit dem Feiern. Aber die Nachfreude? Also die Freude über all diese schönen Zeichen, die wir in den letzten 19 Tagen erlebt haben. Bedenkenswert!In unserer Mutterhauskirche ist nach alter franziskanischer Tradition Krippe, Altar und Kreuz auf einer Linie angelegt: die Krippe vor dem Altar und dahinter das Kreuz. Einen Gottesdienst vor einer schönen Krippe zu feiern, wo auch drei prächtig gekleidete Sterndeuter zu sehen sind, hat etwas sehr Berührendes. Das Kind in der Krippe ist nicht nur lieblich und freundlich und herzig, es ist auch das Versprechen dieses Gottes: ich gehe alle Eure Wege mit. Die Wege derer, die sich und ihr Leben ihm weihen, die Wege derer, denen das völlig egal ist, und auch die Wege derer, die zwar sein Wort im Mund führen und sich mit der Bibel in der Hand fotografieren lassen, denen Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit, Respekt und Liebe aber völlig unwichtig sind. Das ist das große Wagnis dieses Gottes. Er hat uns die Freiheit der Kinder Gottes gegeben und die Zusage, bei uns zu bleiben in allen unseren Haupt- und Neben- und Irrwegen. Ein ziemlich guter Grund für noch viel Nachfreude in diesen Tagen.

    3 Min.
  6. 8. JAN.

    Suchen wir den unbekannten Gott!

    Vorgestern haben wir das Fest der Erscheinung des Herrn, Heilige drei Könige, gefeiert und der Dom in Köln ist zu ihrer Verehrung gebaut worden. Um den größten goldenen Schrein der Geschichte herum wurde diese Kathedrale gebaut. Um Pilgerscharen aus aller Welt anzulocken und die Stadt und die Kirche von Köln noch bekannter zu machen und Handel und Verkehr zu beleben. Die Stadt wurde im späten Mittelalter zum drittgrößten Pilgerort der Christen und Reichtum und Pracht kamen in die Stadt. Den Festgottesdienst in diesem Jahr über die Medien mit zu feiern, war einfach wunderbar, das Evangelium von der Anbetung der Sterndeuter zu hören und wie sie dem Herodes ein Schnippchen geschlagen haben und auf einem anderen Weg nachhause zurückgekehrt sind.Vom verstorbenen Aachener Bischof Klaus Hemmerle habe ich einen Text zu diesem Fest, der auch in eine ganz andere Richtung geht und der mir sehr gefällt. Diese Zeilen möchte ich Dir mit in diesen Tag geben. Sie lauten: „Der Stern hat sich nicht geirrt, als er die Fernsten rief, aufzubrechen zum nahen Gott.Der Stern hat sich nicht geirrt, als er den Wüstenweg wies, den untersten, den härtesten Weg. Der Stern hat sich nicht geirrt, als er stehen blieb über dem Haus der kleinen Leute:Dort ist die große Zukunft geboren.Dein Herz hat sich nicht geirrt, als es sich aufmachte, den Unbekannten zu suchen. Dein Herz hat sich nicht geirrt, als es nicht aufgab in der sichtlosen Ungeduld. Dein Herz hat sich nicht geirrt, als es sich beugte vor dem Kind.“Manche Menschen haben ihr Leben lang nach Gott und dem Sinn ihres Lebens gesucht und ihn dann in einem Weihnachtsgottesdienst gefunden, den sie nur wegen der Stimmung besucht haben. Sich aufmachen um den unbekannten Gott zu suchen, geht immer und das Herz, das immer unruhig bleibt, bis es Ruhe findet in Gott, irrt nie. Und sich beugen vor dem Kind, in der Krippe oder unter den Nachbarskindern, im Flüchtlingslager oder im Kinderhospiz, dazu ist unser Herz geschaffen, vom Schöpfer aller Dinge, dem kleinen großen Gott.Beugen wir also heute und in den kommenden Tagen unsere Knie und unser Herz vor diesem Kind, dass sich nicht gescheut hat, unter den kleinen Leuten auf die Welt zu kommen, damit die kleinen Leute groß werden vor aller Welt.

    3 Min.
  7. 7. JAN.

    Hat die Bibel eigentlich Humor?

    Manchmal frage ich mich, ob die Verfasser der Bibel Humor hatten. Wir wissen ja, dass die Heilige Schrift nicht vom Himmel gefallen ist, sondern die Texte - göttlich inspiriert – nach und nach entstanden sind, erst mündlich weitergegeben und dann irgendwann in schriftliche Form gebracht. Gotteswort in Menschenwort – so nennt das die Bibelwissenschaft. Und bei der heutigen Lesung aus dem Buch Jesaja ist mir aufgefallen: Viel größer können die Gegensätze innerhalb eines kurzen Textabschnittes nicht sein. Da heißt es:  Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt – ja klar, wir sind ja noch in der Weihnachtszeit. Aber auf das kleine Kind folgen geradezu hymnische Worte: Starker Gott, Friedensfürst, Vater in Ewigkeit – all das soll ein Baby sein, das irgendwo in einem Stall geboren wurde? Wie war das mit dem Humor in der Bibel? Das Faszinierende für mich an unserem Glauben ist, dass die markigen Sprüche über das Kind und das tatsächliche Leben von Jesus Christus nur scheinbar nicht zusammenpassen. Nach weltlichen Maßstäben ist Jesus am Kreuz gescheitert.  Aber Gott hat ihn gerettet, der Tod hat seinen Schrecken verloren. Jesus steht in der Tat für Stärke, aber eben für Glaubensstärke und Frieden. Und seine Auferstehung lässt auch uns hoffen – aber nicht nur auf Ewiges Leben, sondern auch darauf, dass unser persönliches Leben in Gott immer einen Sinn hat. Egal, ob wir nach weltlichen Maßstäben scheitern oder prima vor unseren Mitmenschen dastehen – wir können darauf vertrauen, dass Gott uns immer liebt – weil bei ihm alles möglich ist und alles einen Wert hat.  Und so passt auf einmal alles zusammen: ein kleines Kind, das zum Friedensfürsten wird, ein Baby, das Gottes Sohn ist. Jetzt weiß ich zwar immer noch nicht, ob die Männer und Frauen der Bibel Humor hatten – aber die Botschaft vom Kind im Stall, die kann uns auf jeden Fall froh machen – jeden Tag, nicht nur an Weihnachten!

    3 Min.
  8. 6. JAN.

    Machen wir die Welt ein Stückchen heller!

    Heute feiert die Kirche das (Hoch-)Fest "Epiphani". "Epiphanias" kommt aus dem Griechischen und bedeutet Erscheinung, Offenbarwerdung. An diesem Tag wird die Offenbarwerdung der Göttlichkeit Jesu vor aller Welt gefeiert. Erst ab dem 4. Jahrhundert wurde der Tag auch "Dreikönigstag" bzw. "Heilige Drei Könige" genannt.Neben der hohen Theologie, die sich dahinter verbirgt, hat mich immer am meisten daran fasziniert, dass sich um diesen 6. Januar herum zigtausende Kinder in ganz Deutschland auf den Weg machen – so wie damals die drei Sterndeuter. Sie ziehen von Haustür zu Haustür für die gute Sache. Sie sammeln Geld für Kinder, denen es nicht so gut geht, die dringend unsere Hilfe brauchen. Ihre Geschenke sind also nicht Gold, Weihrauch und Myrre, die sie dem Kind von Bethlehem geben. Ihr Geschenk ist das „auf den Weg machen“ und damit die Botschaft dieses göttlichen Kindes lebendig halten! Denn das spätere Leben dieses Jesuskindes hat so deutlich gemacht, dass auch darum geht: sich für den Nächsten einsetzen, seine materielle und seelische Not wahrnehmen und sich auf den Weg machen, um diesem Nächsten wirklich liebend zu begegnen. Wer das tut, kommt dem Kind von Bethlehem automatisch ganz nah – so nah wie damals die drei Sterndeuter. Wer das tut, kommt dem göttlichen Licht ganz nah und macht unsere Welt dadurch ein Stück heller. Also nehmen wir uns doch an Sternsingern ein Beispiel, die trotz der herausfordernden Zeiten munter und mutig losgehen.Herausfordernde Zeiten gab es in den letzten zwei Jahrtausenden immer und auch wir Christen müssen immer wieder neu schauen, dass wir dem richtigen Stern und nicht irgendwelchen Herrschern, Königen oder Präsidenten folgen, statt nach dem göttlichen Kind zu suchen, das zu uns in die reale Welt gekommen ist um unser Leben hell zu machen und die göttlichen Gaben an alle Menschen weiter zu geben.

    3 Min.
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Gedanken zu Gott und der Welt, Erlebnisse aus dem Alltag einer Ordensfrau - die Olper Franziskanerin Schwester Katharina startet mit Gebeten und Texten um 6 Uhr in den Morgen.

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