17 Folgen

Ideen haben wir alle. Woran liegt’s, dass wir sie so selten umsetzen? Was machen Macher anders? Wie gelingt es, aus Vorstellungen Wirklichkeit werden zu lassen und völlig Neues in die Welt zu bringen? Die Wege zum Erfolg sind oft so überraschend, so eigentümlich und dabei so inspirierend, dass es viel zu schade wäre, nicht über sie zu sprechen. Genau darum gibt es jetzt diesen Podcast.

Jürgen Alker spricht mit Menschen, die ihre Ideen erfolgreich realisiert haben – alle zwei Wochen in UNWORDY.

Mehr Infos auf https://unwordy.com

UNWORDY - Don't talk. Do‪.‬ Jürgen Alker

    • Wirtschaft
    • 4,7 • 20 Bewertungen

Ideen haben wir alle. Woran liegt’s, dass wir sie so selten umsetzen? Was machen Macher anders? Wie gelingt es, aus Vorstellungen Wirklichkeit werden zu lassen und völlig Neues in die Welt zu bringen? Die Wege zum Erfolg sind oft so überraschend, so eigentümlich und dabei so inspirierend, dass es viel zu schade wäre, nicht über sie zu sprechen. Genau darum gibt es jetzt diesen Podcast.

Jürgen Alker spricht mit Menschen, die ihre Ideen erfolgreich realisiert haben – alle zwei Wochen in UNWORDY.

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    #16 Eugenia Gagin von Dentalheld

    #16 Eugenia Gagin von Dentalheld

    Wenn Eltern einen Wunschzettel ausfüllen würden, darauf die ideale Vorstellung jenes Weges, den ihr Kind einmal einschlagen sollte, die Koordinaten dürften ein ums andere Mal wohl so aussehen: Gut durch die Schule kommen, das Abi bauen, etwas Vernünftiges studieren, einen sicheren Job in Festanstellung. Auch die Eltern von Eugenia Gagin haben das in etwa so gesehen. Und lange Zeit folgte die 34-Jährige diesem Pfad. Studierte mit Schwerpunkt Wirtschaftsrecht, baute ihren MBA in Accounting und Controlling und war mehrere Jahre im Bereich Unternehmensbewertung und -Beratung tätig. Doch irgendwann wurde eine Stimme in ihr immer lauter, wurde unüberhörbar. Das kann es nicht gewesen sein. Was ist mit meinen Träumen? Was würde mich wirklich glücklich machen und warum scheue ich davor zurück, den entscheidenden Schritt zu machen?

    Es dauert ein wenig, Eugenia Gagin zögert, hadert auch, bis sie schließlich „The 4-Hour-Workweek“ von Tim Harris in die Hände bekommt. Harris’ Ansage ist so simpel wie genial: Hinsetzen. Aufschreiben. Was ist mein größter Wunsch? Was ist dafür nötig? Und was könnte schlimmstenfalls passieren? Den Gedanken im Kopf mit sich herumtragen, ist das Eine. Eine ganze andere Geschichte wird es, sieht man das Ganze auf einem Blatt Papier vor sich. Eugenia Gagin erlebt es - und geht einen lebensentscheidenden Schritt: Sie kündigt. Und macht sich auf in die Welt. Lernt Tauchen, geht paragliden, schnuppert durch Zufall in Vietnam in ein landwirtschaftliches Startup rein und stellt fest: So fühlt es sich an, das Leben, wenn man den Mut hat, zu neuen Ufern aufzubrechen.

    Für ihre weitere Karriere wird das der Schlüssel: Die Kombi aus ihrem Know-How und der Chuzpe, mal eben alles über den Haufen zu werfen. Sie kanalisiert die Energie, die daraus entsteht und stellt eine innovative Plattform auf die Beine: 2018 launcht sie zusammen mit Maximilian Auf der Lanver „Dentalheld“, ein Vergleichsportal für Zahnarztmaterialien, eine Art „Amazon für Dentisten“.
    Wie das funktioniert, was das Fortschrittliche daran ist und wie die Perspektive ausschaut - und was ihre Eltern heute dazu sagen - davon erzählt die sympathische Macherin mit dem Freiheitsdrang und dem Spirit für unbekanntes Terrain in der neuen Episode von „Unwordy“.

    • 1 Std. 10 Min.
    #15 Stephanie Dettmann von Und Gretel Berlin

    #15 Stephanie Dettmann von Und Gretel Berlin

    Wer sich große Errungenschaften im Rückspiegel der Geschichte betrachtet, bekommt zuweilen das Gefühl: Konnte eigentlich gar nicht anders laufen. Musste so kommen. Konnte ja nur klappen. Eine gute Idee, eine vernünftige Planung, das richtige Team - fertig ist die Erfolgsstory. Doch wieviel mehr dazugehört, wird deutlich, wenn man Stephanie Dettmann zuhört, die von ihrer Kosmetikmarke „Und Gretel“ erzählt.

    Gretel, das klingt erst einmal märchenhaft. Dass Hänsel nicht dabei ist, hat natürlich auch seinen Grund. „Ich bin eine Frau, die Kosmetik liebt, die sich gern schminkt“, so Stephanie Dettmann. Nun gründet nicht jede Frau, die gern zu Lippenstift und Kompaktpuder greift, ein Unternehmen, bei der gebürtigen Konstanzerin kommt da aber eines zum anderen. Zwischen München, Hamburg und Berlin lernt sie das Agentur-Handwerk, betreut für Jung von Matt und AimaqRappStolle renommierteste Kunden. Immer schon treibt sie eine große Leidenschaft für den Job, das Kreative, das Netzwerken an, solides Teamleadership im Kreuzpunkt aus Engagement und Nachhaltigkeit.

    Ende der Nuller Jahre, lange bevor auch hierzulande der Mundschutz Einzug ins Straßenbild hält, hat sie auf einer ihrer Japan-Reisen die grandiose Idee, die kleine Fläche der Maske zu vermarkten. Und setzt sie dann doch nicht in die Tat um. Eine Narbe, die auch heute noch ein wenig piekst. Bei der nächsten großen Idee gibt es kein Zögern mehr, das muss jetzt passieren. Woran man die gute Idee erkennt? Stephanie Dettmann hat dafür eine ebenso einfache wie einleuchtende Antwort parat. Bei richtig guten Ideen denkt man immer: Das gibt es doch schon. Das muss es doch schon geben. Das fühlt sich so richtig an, da müsste doch längst jemand draufgekommen sein.

    Die richtig gute Idee in diesem Fall: Kosmetik, erstklassige Kosmetik, aber alles organic, nachhaltig, 100% zertifiziert. Als Christina Roth, ihre Nachbarin, sie vom Balkon aus anspricht, und ihr von dieser Idee, dieser Vision, erzählt, sogar der Name „Und Gretel“ schon feststeht, wird klar: Balkonszenen haben in der Weltliteratur aus gutem Grund eine besondere Strahlkraft. Die beiden tun sich zusammen, die Chemie stimmt (wobei das mit der Chemie in diesem Kontext zugegebenermaßen etwas skurril klingt), Mission „Und Gretel“ nimmt seinen Anfang.

    Eine Dekade später wissen wir: Das war tatsächlich eine erstklassige Idee. „Und Gretel“ heißt das Baby und zählt heute zu den äußerst erfolgreichen High-End-Kosmetikmarken. Wie sie das alles geschafft, wer ihre Kompagnons sind, was sie antreibt und wie sie dann auch noch zwei Kinder erzieht – davon erzählt sie in der neuesten Folge von „Unwordy“.

    • 50 Min.
    #14 Alex Jacobi von With love and data

    #14 Alex Jacobi von With love and data

    Treffen sich zwei Rheinländer, sagt der eine zum anderen: Das kann heute länger werden. Jou, sagt der andere, dann lass’ uns mal losmachen. Gesagt, getan – bei Alex Jacobi ist das kein erdachtes Lebensmotto, kein Wandtattoo, kein Allerweltsspruch, der Typ ist so: Intuitiv, begeistert und begeisternd, ideenreich und leidenschaftlich.

    Heute zählt der Audio-Unternehmer aus Aachen mit seinem Podcast „With Love And Data“, Projekten wie Wundervoices oder Sonarbird, einer Podcast-Plattform für Publisher, und vielen Konzepten mehr zu den prägenden Figuren der Branche. Es verwundert kaum, dass die Anfänge dieses Weges, wie so oft bei besonders kreativen Köpfen, schon ganz früh ihren Ursprung haben. Die Kombi aus Wissenschaft und Kultur liegt bereits seinem Großvater am Herzen. Der ist Urologe. Und ein großartiger Pianist. Der alte Herr fördert junge Talente, hat einen eigenen Konzertsaal und ist ungemein umtriebig.

    So etwas färbt natürlich ab, selbst wenn die Eltern es mit Rockmusik nicht so haben. Auch Alex kombiniert Wissensdrang mit Freiheitsliebe, Fakten mit Freigeist. Er experimentiert mit Kosmos-Kästen, weckt den Forscher in sich – und entdeckt den Rock’n’Roll. Led Zeppelin, Deep Purple, die Sex Pistols, die Saat ist gelegt. Alex gründet mit 14 Jahren seine erste Band, veranstaltet kurz darauf bereits Musikfestivals an seiner Schule.

    Nach dem Abi sieht er für sich zwei Karriere-Optionen: Entweder er wird Doktor in Physik – oder der zweite Dr. Dre. Er lernt das Studiowesen von der Pike auf, produziert selbst in den legendären Hansa Studios zu Berlin, fliegt ins New Yorker Mastering-Mekka zu Howie Weinberg. Als er in der digitalen Revolution neue Wege realisiert, über eine Online-App fürs Voice Casting einen ersten Durchbruch erlebt, gibt es für ihn kein Halten mehr. Ein Deal mit Nivea wird zum Gamechanger, in puncto SEO machen Alex und sein Team alles richtig. Als es ihm gelingt, „Coke Zero“-Mastermind Javier Sanchez Lamelas als ersten Gast für seinen Podcast zu verpflichten, kommen die Dinge so richtig ins Rollen.

    Alles nur Glück? Leidenschaft? Können? Alex nennt es ‚Opportunity by Preparation’. Anders gesagt: Wenn die Chance kommt, muss man bereit sein, sofort zuzupacken. Wie das geht, was es dafür braucht und warum es von Vorteil ist, den Nerd in sich zu pflegen, davon erzählt in der neuen Ausgabe von ‚Unwordy‘ der eine Rheinländer dem anderen.

    • 1 Std. 18 Min.
    #13 Katharina Kurz von BRLO

    #13 Katharina Kurz von BRLO

    Bier ist Männersache? Nicht so für Katharina Kurz. Natürlich kennt auch sie das Klischee rund um die Kerle und ihr Pils, aber damit gilt es aufzuräumen. Dabei ist ihre Motivation zunächst einmal eine ganz persönliche: Die gebürtige Fränkin hat selbst schon immer gern Bier getrunken. Das allein befähigt natürlich noch nicht zur erfolgreichen Bier-Unternehmerin, dennoch reicht zuweilen eine kleine Auszeit, um auf neue Ideen zu kommen, neue Projekte anzugehen.

    Nach erfolgreichen Jahren im Hause Bertelsmann gönnt sich Katharina so ein kurzes Break. Es dauert nicht lang, und es tun sich neue Perspektiven auf. Stichwort Craft Beer - auf ihren vielen Reisen hat sie davon so einige probiert und ist vor allem zu zwei Schlüssen gekommen: Das schmeckt verdammt lecker. Und Deutschland hat da noch so einigen Nachholbedarf. Tradition gut und schön, Reinheitsgebot ist auch eine dufte Sache, aber auf Dauer ist das doch ganz schön langweilig.

    Zusammen mit Christian Laase, einem alten Freund aus Studienzeiten, wird aus der Idee schließlich eine handfeste Perspektive. Da gärt etwas, um mal im Duktus zu bleiben, und das ziemlich schnell, ziemlich konkret. Ein Craft Beer soll es sein, Berlin als Firmensitz eine Rolle bei der Markenbildung spielen. BRLO, so wird das Baby heißen. Kein ganz leicht auszusprechender Name, aber auch das gehört zur Philosophie dazu, ist doch ein Zungenbrecher fast noch einprägsamer als ein griffiger Slogan. Braumeister Michael Lemble komplettiert 2014 das Team, mit der ersten Charge von 25.000 Flaschen BRLO nimmt das Ganze seinen Anfang.

    Sieben Jahre später, nach viel Arbeit und noch mehr Leidenschaft ist aus Katharinas Idee eine echte Erfolgsstory geworden, und das auf dem so extrem umkämpften, deutschen Biermarkt. Am Gleisdreieck hat BRLO eine Gastro-Location gefunden, die inzwischen stadtbekannt ist. Was es mit den 38 gebrauchten Schiffscontainern auf sich hat, welche Rolle gesundes Gemüse bei all dem spielt und wie es ist, mit BRLO-Fans gemeinsam am Computerscreen ein Pale Ale oder ein Helles zu genießen, all das erzählt sie in der neuen Episode. Und einen Ausblick auf kommende Projekte, Stichwort Cider und Limo, liefert sich auch gleich noch mit.

    • 56 Min.
    #12 Jeff Staple from Staple Pigeon and Reed Art Department

    #12 Jeff Staple from Staple Pigeon and Reed Art Department

    Jeff's career in streetwear and youth culture spans over more than two decades. As he describes it: "If I can outwork people, I stay ahead." And he outworked a lot of people in this "niche field." Jeff is a designer by trade; he started different businesses. He is taking us on a journey along with his career, from the mid-nineties till today.

    Jeff rarely took the front entrance. Most of the time, he needed to get through the back door to achieve what he wanted to do, "I am not that book smart. I don't love rules."

    Looking back on his career, it feels it was well planned. But nothing could be further from the truth. Jeff took opportunities when they were there.

    Jeff has been working since he was 13. When he wanted to spend money, he needed to earn it.

    One of his many side jobs led him into a design agency where he needed to add data into their systems – by using graphic design software like Illustrator, Photoshop, and QuarkXpress. "This was the first time where I wondered if there was a career in this." That led him to drop out of NY University, where he studied journalism and join Parsons, one of the best design schools in the world.

    His application was almost rejected: "When I applied at Parsons, I used my sketches from when I was 8 - 13 years old". But Jeff found a way to get accepted. "This is a precursor to my whole career. Someone said you can't come in here. Stop, you can't come in. But I figured out another way in."

    His love for design led him to start printing his own T-Shirts. At night, at Parsons, as he was not allowed to silkscreen on anything else than paper.

    "I wanted to start printing silkscreen on T-Shirts. But I was not allowed to do that. So another friend and I broke into the silkscreen lab."

    "Instead of putting art on a piece of paper, I thought to put it on a T-Shirt. Probably 10.000 people look at your T-Shirt, and that is a better billboard than a piece of artwork that is hanging on a wall."

    March 7th, 1997 influenced his way forward. It is not just Jeff's birthday. The day that his wife got a new haircut and he strolled around Soho while waiting for her. At the Triple Five Soul store, the manager asked Jeff where he got his T-Shirt from: "This is my design" was his answer.

    "I had no entrepreneurial spirit, no dreams of owning a company. I was silkscreening T-Shirts and wanted to give them to my friends."

    The store manager ordered 12 right away. Jeff printed in secrecy and at night. The next order was already double the size, and Union started to sell his T-Shirts as well. Sometime later, someone from Japan called Jeff. He got his hands on one of his T-Shirts when he was in NYC and wanted to order some for his store in Japan. "How many," Jeff asked. "1000" was the answer.

    At this moment, Jeff realized: "OK, Jeff, there is a business here if you want it. If you don't, you can hang up the phone and say thank you and go back and be a full-time student."

    "And I decided to pursue this brand thing."

    He decided to call his brand "Staple." "I wanted to call it Staple. The raw thing that you can't live without."

    "My name is not Staple. It was actually the store manager who called me Staple, Jeff Staple." A name that stuck from that day.

    In the aftermath of 9/11, Jeff needed to find a new location for his office. He stumbled over the site of what became an epicenter of streetwear in the 2000s: Reed Space.

    Of course, a lot happened after 2005, which Jeff talks about in this podcast and how he thinks Covid will change the industry.

    Jump right into this episode and learn more about how Jeff stayed relevant in an industry that has seen many people and bran

    • 1 Std. 5 Min.
    #11 Michael Götz von Gustavo Gusto

    #11 Michael Götz von Gustavo Gusto

    Nein, Gustavo Gusto ist sicher nicht die Neuerfindung der Pizza. Aber eines ist sicher: Die lange Geschichte der italienischen Spezialität hat damit ein leckeres neues Kapitel bekommen. Die „Financial Times“ nennt Gustavo Gusto sogar die „wachstumsstärksten Food-Brand“. Marketingchef Michael Götz erzählt in Unwordy, wie aus einer Idee von Studienfreunden eine Kultmarke wurde.

    Noch während seines BWL-Studium eröffnet der gebürtige Münchner Christoph Schramm im Jahr 2003 eine Pizzeria direkt gegenüber der Universität Passau. Es ist eine spontane Idee, da die Abendmensa gerade dicht macht und das Restaurant leer steht. Bereits damals steht Qualität an oberster Stelle, es ist klar, dass hier nicht irgendeine Pizza serviert werden soll, sondern die beste der Stadt. Also fährt Christoph durch Italien, probiert sich durch die Pizzerien des Landes, kauft einen Holzofengrill und kommt mit einer Handvoll Rezepten zurück, die in etlichen Testessen mit seinen Freunden verfeinert werden. Die Pizzen sind ein großer Erfolg in Passau, die Geschichte könnte an dieser Stelle enden.

    Es gibt tausende Pizzerien in ganz Deutschland. So ist klar, dass er nicht einfach weitere Restaurants eröffnen wird, sondern lieber die Pizzen im ganzen Land zugänglich machen will. Christoph stellt sich die Frage, ob es nicht möglich ist, das uritalienische Geschmackserlebnis einzufrieren und zu den Menschen nach Hause zu bringen. Doch statt mit einem bundesweiten Lieferservice durchzustarten wählt er den Weg über die Tiefkühltruhen der Supermärkte. Dafür gründet er 2014 die Firma Franco Fresco und erfindet die Marke Gustavo Gusto. „Wir haben nie versucht, eine weitere Tiefkühlpizza auf den Markt zu bringen, sondern wollten eine Restaurantpizza für zuhause produzieren“, sagt Michael Götz. Er ist Chief Marketing Officer im Unternehmen und kennt Christoph Schramm seit der Schulzeit. „Wir verarbeiten frische Zutaten ohne Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und künstliche Backtriebmittel.“

    Anfangs stellen 15 Mitarbeiter jeden Tag von Hand rund 2.000 Pizzen her, die Firma beliefert zunächst Bistros, Kneipen und Schwimmbäder in der Umgebung. Dann klopft die Rewe-Gruppe an und lässt die Pizzen in die Regale vieler südbayerischer Filialen legen. Schon das ist ein großer Erfolg, doch so richtig startet Gustavo Gusto mit dem Influencer Luca durch. Der Youtube-Star mit mehreren Millionen Fans ist Pizza-Fan, gemeinsam kreieren sie die Luca-Pizza. Bei der Premiere kommen tausende Jugendliche aus ganz Deutschland nach Köln. „Eltern sind hunderte Kilometer gereist, um die Pizza zu bekommen“, erzählt Michael im Podcast über die Punktlandung. Auch nach der Premiere stürmen Jugendliche in ganz Deutschland die Supermärkte, um einen weißen Karton zu ergattern. „Wir haben uns mit der Aktion an eine Zielgruppe zwischen 10 und 18 gerichtet, die kein Geld hat und bisher nicht so viel Wert auf kulinarische Qualität legte“, erzählt Michael bei Unwordy. Das Konzept geht auf.

    Immer mehr Supermärkte nimmt die auffällige Pizza ins Sortiment, schon der weiße Karton mit den coolen Statements sprengt alle Normen, er ist deutlich größer als die Konkurrenzprodukte. Die riesige Pizza sollte nicht nur schmecken wie in einem italienischen Restaurant, sondern auch so aussehen, „obwohl wir wussten, dass es das ganze Truhensystem sprengt.“, sagt Michael und ergänzt: „Einen 25-Zentimeter Keks gibt es in keiner italienischen Pizzeria.“

    Aber nicht nur bei Größe und Geschmack denkt das Unternehmen radikal neu. Auch beim Marketing für Gustavo Gusto beschreitet das Team neue Wege. Als die Corona-Krise die Existenzen von Gastronomen bedroht, empfiehlt das Unternehmen in einer spektakulären Kampagne „Esst weniger Tiefkühlpizzen“. Diesmal geht es den Pizzabäckern nicht um markige Sprüche, sondern um Haltung und Verantwortung, die Aktion ist ihnen ein gesellschaftliches Anliegen: „Restaurants sind wichtig für

    • 1 Std. 28 Min.

Kundenrezensionen

4,7 von 5
20 Bewertungen

20 Bewertungen

NickNebula ,

Menschen. Machen. Marken.

Spannender Podcast für und über Leute, die etwas auf die Beine stellen. Empfehlenswert!

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