18 episodes

Das Gehirn ist ein ungeheuer komplexes Organ, und entsprechend komplex sind auch Krankheiten wie Alzheimer und andere Formen von Demenz, aber auch Parkinson, ALS und andere. Gemeinsames Merkmal dieser Erkrankungen ist, dass sie Nervenzellen schädigen und zerstören – und das bislang irreversibel.
Am DZNE, dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, geht man diesem Problem mit modernsten Forschungsmethoden auf den Grund.
Aber wo steht die Forschung aktuell? Welche Krankheitsmechanismen und –Ursachen sind bekannt? Welche Hoffnung versprechen Medikamente, und was kann man heute schon tun, um Krankheitsrisiken zu senken oder um die Lebensqualität von Patienten und Angehörigen zu verbessern?
Diese Fragen stellt Sabine Heinrich an international führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DZNE.

Hirn & Heinrich – der Wissenspodcast des DZNE Forschungszentrum DZNE

    • Science
    • 5.0 • 1 Rating

Das Gehirn ist ein ungeheuer komplexes Organ, und entsprechend komplex sind auch Krankheiten wie Alzheimer und andere Formen von Demenz, aber auch Parkinson, ALS und andere. Gemeinsames Merkmal dieser Erkrankungen ist, dass sie Nervenzellen schädigen und zerstören – und das bislang irreversibel.
Am DZNE, dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, geht man diesem Problem mit modernsten Forschungsmethoden auf den Grund.
Aber wo steht die Forschung aktuell? Welche Krankheitsmechanismen und –Ursachen sind bekannt? Welche Hoffnung versprechen Medikamente, und was kann man heute schon tun, um Krankheitsrisiken zu senken oder um die Lebensqualität von Patienten und Angehörigen zu verbessern?
Diese Fragen stellt Sabine Heinrich an international führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DZNE.

    Hirn & Heinrich - Leben mit der Huntington-Erkrankung

    Hirn & Heinrich - Leben mit der Huntington-Erkrankung

    Alina ist dreißig Jahre alt und engagiert sich neben ihrer Arbeit in der Filmwirtschaft für die Deutsche Huntington Hilfe (DHH). Das ist eine Selbsthilfe-Institution für Menschen, die unter der seltenen, neurodegenerativen Huntington-Krankheit leiden. Vor einigen Jahren ist Alinas Vater daran erkrankt und eine Tante bereits daran verstorben. Alina kann beobachten, wie Betroffene an der Unaufgeklärtheit der Mitmenschen leiden: Da diese bislang unheilbare Nervenkrankheit genetisch, also erblich bedingt ist, wird sie meist verschwiegen bzw. die Betroffenen werden aufgrund ihrer Symptomatik in der Gesellschaft diskriminiert.

    Als Alina vor fünf Jahren durch einen Gentest erfuhr, dass sie selbst Genträgerin ist und früher oder später daran erkranken wird, entschied sie sich dazu, aktiv zu werden und anderen zu helfen -im Zuge startete sie den Podcast “Grow Strong”. In ihm beschäftigt sie sich mit dem Umgang mit Schicksalsschlägen. Außerdem entschloss sie sich dazu, alles in ihrer Möglichkeit Stehende zu unternehmen, damit Angehörige aus Huntington-Familien besser aufgefangen werden. Ihr Anliegen ist es, die Gesellschaft für die Krankheit zu sensibilisieren und Betroffene und Angehörige zu stärken, offener mit der Krankheit leben zu können.

    Wie kam es zu ihrer Entscheidung zum Huntington-Gentest? Was hat die Diagnose bei ihr ausgelöst, und wie hat sie nach ihrer Diagnose einen neuen positiven Lebensweg gefunden? Und was bedeutet Alina ihr Engagement für Betroffene und Angehörige? Darüber spricht sie mit Sabine Heinrich.

    • 32 min
    Hirn & Heinrich - Tödlicher „Veitstanz“: Die Chorea-Huntington-Erkrankung

    Hirn & Heinrich - Tödlicher „Veitstanz“: Die Chorea-Huntington-Erkrankung

    Chorea Huntington, auch „Huntington-Krankheit“ oder „Morbus Huntington“ genannt, ist eine seltene, aber tödlich verlaufende Erkrankung des Gehirns. Die Huntington-Krankheit hat genetische, also erbliche Ursachen und ist bislang unheilbar. Sie kann sowohl im Kindesalter bis zum hohen Alter ausbrechen. Zu den Symptomen zählen unwillkürliche zuckende Bewegungen und ein charakteristischer tänzelnder Gang: Deshalb wurde die Krankheit früher „Veitstanz“ genannt. Auch der Begriff „Chorea“ stammt vom griechischen Wort „choreia“ für „Tanz“.

    Die Huntington-Krankheit ist aber weit mehr als eine Bewegungsstörung: Im Gehirn von Menschen mit Morbus Huntington gehen nach und nach Bereiche zugrunde, die nicht nur für die Steuerung der Muskeln, sondern auch für psychische und kognitive Funktionen wichtig sind.

    Was passiert mit Körper und Psyche der Erkrankten? Was weiß man über die erblichen Ursachen? Wie ist der aktuelle Stand der Forschung? Diese und andere Fragen rund um Morbus Huntington bespricht die Journalistin Sabine Heinrich mit dem Neurologen Prof. Dr. Albert Ludolph. Er ist Standortsprecher am DZNE Ulm und Ärztlicher Direktor der Neurologischen Klinik am RKU – Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm. Im Podcast spricht der Spezialist für seltene neurodegenerative Erkrankungen über frühe Huntington-Anzeichen wie Verhaltensstörungen, Depressionen oder Wahnvorstellungen (Psychosen) und erklärt, ob man den Verlauf der Erbkrankheit hinauszögern kann.

    • 27 min
    Hirn & Heinrich - Der Kampf einer Familie gegen Kinderdemenz

    Hirn & Heinrich - Der Kampf einer Familie gegen Kinderdemenz

    „Kinderdemenz“ ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von seltenen, aber schwerwiegenden Gehirn-Erkrankungen, die bereits Kinder betrifft. In dieser Episode spricht die Moderatorin Sabine Heinrich nicht mit jemandem aus der Wissenschaft oder Medizin, sondern mit einem Vater: Robert Bopp. Er ist Vater von drei Kindern, die alle drei eine seltene erbliche Stoffwechselerkrankung haben, bei der das Gehirn nicht mit Folat (Vitamin B9) versorgt wird und die dementielle Folgen hat, wenn sie nicht diagnostiziert und behandelt wird: Cerebrale Folattransportdefizienz, kurz CFTD oder Cerebrale Folatdefizienz (CFD).

    Bei Robert Bopps ältestem Sohn Sebastian wird CFD vor zwölf Jahren am Uniklinikum Göttingen diagnostiziert – zuvor war die Krankheit völlig unerkannt und hatte gar keinen Namen. Auch Sebastians beide jüngeren Schwestern haben diesen Gen-Defekt. Robert Bopp und seine Frau kämpfen um das Leben ihrer Kinder. Und in kürzester Zeit kann von den Göttinger Ärzten erfolgreich eine Therapie der CFD etabliert werden, die bei betroffenen Kindern und Jugendlichen die Neurodegeneration und damit die dementielle Entwicklung und den Tod verhindert.

    Zudem ist es möglich, die Erkrankung im Rahmen der Pränataldiagnostik und des Neugeborenenscreenings durch angemessene und geeignete Untersuchungen frühzeitig zu diagnostizieren. 2015 gründet Robert Bopp die CFD Foundation „Folate for Life“, unter anderem, um die Forschung und Aufklärung zur CFD zu unterstützen. Über die Herausforderungen durch die Erkrankung seiner Kinder und sein Engagement berichtet er im Podcast.

    • 29 min
    Hirn & Heinrich - Kinderdemenz: Wenn Kinder plötzlich geistig abbauen

    Hirn & Heinrich - Kinderdemenz: Wenn Kinder plötzlich geistig abbauen

    Demenz-Erkrankungen machen sich zumeist erst im späteren Erwachsenenalter bemerkbar – wie beispielsweise Alzheimer. Allerdings können degenerative Hirnerkrankungen auch in jungen Jahren auftreten. Mehr als 250 verschiedene Erkrankungen sind mittlerweile bekannt, die die kognitiven Fähigkeiten von Kindern beeinträchtigen. Diese Erkrankungen werden zusammenfassend als „Kinderdemenz“ bezeichnet. Sie sind selten, doch ihre Auswirkungen sind schwerwiegend: Kinder, die sich in den ersten Jahren völlig normal entwickelt haben, verlieren im Verlaufe dieser Formen der Demenz alles Erlernte wieder.

    Was weiß man über die Ursachen? Welche Symptome gibt es und warum dauert es oft lange bis zur Diagnose? Wie ist der Verlauf? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es momentan? Welche deuten sich an? Diese und andere Fragen rund um Kinderdemenz bespricht Journalistin Sabine Heinrich mit der Neuropädiaterin Prof. Jutta Gärtner. Sie ist Forschungsgruppenleiterin am DZNE Göttingen. An der Universitätsmedizin Göttingen leitet sie als Direktorin das Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin sowie das Zentrum für seltene kinderneurologische Erkrankungen. Im Gespräch berichtet die Medizinerin über ihre Erfahrungen mit Kinderdemenz-Patientinnen und -Patienten und deren Familien und erklärt, warum eine frühzeitige Diagnostik so wichtig ist.

    • 39 min
    Hirn & Heinrich - Ataxie: Die unbekannte Bewegungsstörung

    Hirn & Heinrich - Ataxie: Die unbekannte Bewegungsstörung

    Weltweit gibt es etwa 6.000 bis 8.000 verschiedene Arten Seltener Erkrankungen. Jede Diagnose ist mit einem Schicksal verbunden, denn die Krankheiten sind meist unheilbar. Das trifft auch auf Ataxien zu: Als Ataxien bezeichnet man eine Gruppe von Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks, die bisher weder heil- noch medikamentös behandelbar sind.

    Ataxien äußern sich durch Störungen im Bewegungsapparat und können in jedem Lebensalter auftreten – auch schon bei Kindern. Rund 20 von 100.000 Menschen sind davon betroffen. Prof.
    Thomas Klockgether ist Spezialist für Ataxien. Der Neurologe ist Direktor der klinischen Forschung am DZNE, Mitglied im Leitungsgremium des „Zentrums für Seltene Erkrankungen“ und Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikums Bonn. Im Gespräch mit Sabine Heinrich spricht der Mediziner über den Verlauf von Ataxien, Ursachen und mögliche Therapien. Zudem verrät er, warum er als Neurologe nicht vorurteilsfrei durch eine Fußgängerzone laufen kann.

    • 20 min
    Hirn & Heinrich - Klinische Forschung: Erfolgsfaktor Mensch

    Hirn & Heinrich - Klinische Forschung: Erfolgsfaktor Mensch

    Klinische Forschung ist die „Jagd nach Lösungen“. Im Mittelpunkt stehen Patientinnen und Patienten und deren Erkrankungen. Als Forschung mit Menschen für Menschen bezeichnet es Dr. Annika Spottke im Gespräch mit Sabine Heinrich.

    Die Neurologin ist Leiterin der Clinical Research Platform (CRP) und Koordinatorin der klinischen Forschung am DZNE. Zudem ist sie Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikum Bonn. Dr. Annika Spottke ist für die Qualität, Transparenz und Einheitlichkeit der klinischen Studien des DZNE von der Konzeption bis zum Abschluss verantwortlich.

    Mit Moderatorin Sabine Heinrich spricht die Medizinerin über die Suche nach dem „Urknall“ mit der Hilfe freiwilliger Studienteilnehmender. Gemeint ist damit: Wann, wo und warum beginnt eine neurodegenerative Erkrankung? Denn je früher eine Krankheit – auch bereits vor dem Auftreten von Symptomen – erkannt wird, desto früher kann auch eine mögliche Therapie greifen.

    So sind Therapieanwendungen bei betroffenen Probandinnen und Probanden ebenfalls Teil der klinischen Forschung. Wer außerdem wissen möchte, wer und wie man an klinischen Studien teilnehmen kann, was eine „Brainbank“ ist und welche Rolle die Ethik-Kommission bei einer klinischen Studie spielt, sollte sich den aktuellen Wissens-Podcast nicht entgehen lassen.

    • 37 min

Customer Reviews

5.0 out of 5
1 Rating

1 Rating

Top Podcasts In Science

You Might Also Like