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Antenne Witten stellt im Podcast lokale Ereignisse aus den Bereichen Kultur, Gesellschaft und Technik vor. Wir berichten aus Witten und den Nachbarstädten Bochum und Dortmund. Ganze Radiosendungen der Antenne Witten finden Sie außerdem auf NRWision.de

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    • Society & Culture

Antenne Witten stellt im Podcast lokale Ereignisse aus den Bereichen Kultur, Gesellschaft und Technik vor. Wir berichten aus Witten und den Nachbarstädten Bochum und Dortmund. Ganze Radiosendungen der Antenne Witten finden Sie außerdem auf NRWision.de

    10. Westfälische Kulturkonferenz in Witten

    10. Westfälische Kulturkonferenz in Witten

    Seit 10 Jahren gibt es die Westfälische Kulturkonferenz. Das erste Mal kommt die Konferenz nach Witten. Vor 13 Jahren haben die Staatskanzlei und die Kunststiftung NRW den Bericht „Kunst.NRW“ veröffentlicht. In dem Gutachten wurden Perspektiven für die kulturelle Entwicklung Nordrhein-Westfalens vorgestellt, doch der Blick von Düsseldorf auf das Land Nordrhein-Westfalen reichte nur bis zur Grenze zwischen dem Rheinland und Westfalen, die bekanntlich durch Wattenscheid und Hattingen verläuft. Viel Kunst haben die Rheinländer in Westfalen nicht entdeckt. Westfalen kam in dem Bericht fast gar nicht vor, erklärt Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Landesrätin für Kultur beim Landschaftsverband Westfalen Lippe:



















    Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (Foto: LWL)











    Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger:„Dieser Bericht hat alle Bereiche beleuchtet – alle Sparten. Zu unserem Entsetzen kam Westfalen-Lippe eigentlich überhaupt nicht vor, einmal am Rande Dortmund und dann wurde einmal gesagt in Westfalen gab es eine ganz bekannte Dichterin die Annette von Droste-Hülshoff und sonst spielt die Musik überwiegend an der Rhein-Ruhr-Schiene“











    Das Entsetzen in Westfalen war große. Die LWL-Kulturabteilung führte gemeinsam mit den Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold und Münster eine Analyse des Bestandes und des kulturellen Potenzials in der Region durch.







    Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger:„Und dann haben wir uns gedacht, na ja, kann das es sein? Haben wir überhaupt keine Potentiale? Das war der Auslöser zusagen, jetzt müssen wir zusammenarbeiten.“







    Die Akteure vernetzen sich, führten gemeinsam Konferenzen durch, am Anfang gab es die Sorge:







    Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger:„Es ist Kulturkonferenz und keiner geht hin. Aber es war ein unheimlicher Erfolg gewesen.“







    Über 200 Kulturakteure aus ganz Westfalen-Lippe trafen sich am 18.3.2011 in Dortmund zur 1. Westfälischen Kulturkonferenz. (Foto: LWL/Kallerhoff)







    Die erste Westfälische Kulturkonferenz gab es in Dortmund, dann lagen die Austragungsorte in Ostwestfalen, dem Münster- und der Sauerland. Zum zweiten Mal kommt die Konferenz ins Ruhrgebiet. Dr. Yasmine Freigang, Leiterin der LWL Kulturabteilung Kultur in Westfalen, erläutert warum die Wahl auf Witten viel.







    Dr. Yasmine Freigang:„Wir sind in Witten, weil die Orte an denen wir mit unserer Westfälischen Kulturkonferenz sind, immer bestimmte Anforderungen erfüllen müssen. Wir brauchen einen großen Raum für 400 Leute, wir brauchen Nebenräume für Workshops, dann sollte der Ort natürlich ein schöner Kulturort sein und er sollte gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sein. Alle diese Bedienungen erfüllt der Saalbau Witten.“







    Leider kommen die Menschen nicht nach Witten, wie es ursprünglich geplante war. Die Konferenz sollte hybrid stattfinden – mit Zuschauern im Saalbau und im Internet. Nur wenige Tage vor der Konferenz im vergangenen November wurde diese allerdings abgesagt. Grund dafür war der erneute Corona-Shutdown.











    Lars König, Bürgermeister von Witten: „Wir haben Corona-bedingt das Format verschieben müssen. Ich freu mich ausdrücklich, dass wir in diesem Jahr – wenn auch zu den aller größten Teilen digital in der Lage sein werden die Kulturkonferenz zu zelebrieren. Ich denke das ist genauso, wie die Wittener Tage für neue Kammermusik hervorragend für den Standort Witten, was auch das überregionale Renommee im Bereich Kultur betrifft, insofern freue ich mich einfach drauf.“











    Lars König, Bürgermeister der Stadt Witten

    Zeero Slam in Hattingen

    Zeero Slam in Hattingen

    Der Druck auf Unternehmen effizienter, sparsamer und umweltbewusster zu produzieren wächsts seit vielen Jahren. Krisen sind häufig Beschleuniger für neue Ideen und erhöhen den Druck noch besser zu werden. Beim Zeero-Slam in der Grauzone Hattingen werden Ideen von Gründer_innen, Start-Ups und Querdenker_innen im 10 Minutentakt vorgestellt. Auf die Bühne darf jeder, der eine innovative Idee hat. Im Podcast von Antenne Witten erklärt die Ingenieurin für Energie und Umweltmanagement und Managerin für Erneuerbare Energien bei der EN-Agentur B. Eng. M. Sc. Kathrin Peters die Idee des Business Slams.















    Ihren Auftritt beim Slam am Mittwoch (27.5.), ab 17 Uhr haben auch Mirko Schulte (Abteilungsleiter Zahlungsverkehr der GLS Bank) und Dipl.-Ing. Matthias Graf (Ressourceneffizienz-Berater bei der Effizienz Agentur NRW) angekündigt. Im Podcast stellen wir kurz vor, welche Idee sie vorstellen werden.







    Der Slam wird im Internet liveübertragen, Zuschauen können sich über eine Konferenzsoftware kostenlos dazuschalten. Anschließen wird die EN-Agentur den Slam auf ihrem Youtube-Kanal veröffentlichen. Wer seine Idee veröffentlichen will, kann sich bei der EN-Agentur melden.

    Digitalisierung des Einzelhandels

    Digitalisierung des Einzelhandels

    Die Corona-Krise hat unser Einkaufsverhalten verändert. Die Geschäfte sind wieder geöffnet. Die Fußgängerzonen wirken wesentlich leerer als zuvor. Die Geschäftsleute fragen sich, wo bleiben unsere Kunden. Am Donnerstag fand die erste Digitalisierungskonferenz für den Einzelhandel im Ennepe-Ruhr-Kreis statt. Die EN-Agentur hat eingeladen. Die EN-Agentur ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Ennepe-Ruhr-Kreises. Wir haben die Konferenz begleitet und im Anschluss den Verantwortlichen Fragen gestellt. Die Antworten hören Sie im Podcast von Antenne Witten.















    Unterstützungsangebote der EN-Agentur







    Der Shutdown ist vorbei und wir dürfen wieder einkaufen. Als die Geschäfte alle noch geschlossen waren und wir nur Lebensmittel und den täglichen Bedarf sichern konnten, waren einige Einzelhändler bei uns im Ennepe-Ruhr-Kreis erfinderisch. Sie haben ihre Produkte nicht im Laden verkauft, sondern ihre Kunden über WhatsApp und Facebook beraten und über ihren eigenen Online-Shop die Waren verkauft. Auf der Digitalisierung-Konferenz des Ennepe-Ruhr-Kreis wurden Best-Practice-Beispiele vorgestellt. Die EN-Agentur hat zu dieser Konferenz eingeladen. Jürgen Köder, Sie sind Geschäftsführer der EN-Agentur, wie unterstützt die EN-Agentur die Geschäftsleute bei uns im Kreis?







    Jürgen Köder:Nun in dem wir als Agentur unseren Kunden, also den Unternehmen hier im Ennepe-Ruhr-Kreis – in dieser schwierigen Zeit – mit Rat und Tat beiseite stehen. D.h. in erster Linie beraten wir in vielen Fragen, die jetzt im Rahmen von Corona auftauchen. Stichworte sind hierbei immer Kurzarbeit, die Kreditvergaben, die Soforthilfen aber auch die Hilfe zum Lebensunterhalt oder eben halt Beratung in Sachen ALG II, die wir gemeinsam mit unseren regionalen Partnern – also der Arbeitsagentur, den Kammern und dem Jobcenter EN durchführen. Wir haben seitdem, wir die Hotline vor dreieinhalb vier Wochen freigeschaltet haben, inzwischen weit über 500 Beratungen für Unternehmen hier im Kreis durchgeführt.







    Mussten Sie das Unterstützungsangebote ihrer Agentur jetzt in der Corona-Zeit anpassen? Hat sich der Bedarf an Unterstützung gewandelt?







    Jürgen Köder:Absolut, wie für viele andere sind natürlich auch für uns die Zeiten vorbei, zu den wir zur Veranstaltung einladen, wo Menschen zusammenkommen, Probleme besprechen und Lösung erarbeiten. Dies alles findet bekanntermaßen inzwischen alles nur im Internet statt. Genau dahin sind wir auch mit vielen unseren Angeboten ausgewandert.Wie viele andere Unternehmen bei uns im Kreis haben wir einen gigantischen Sprung in Sachen Digitalisierung durchgeführt. Ich hätte mir persönlich vor etlichen Wochen nicht vorstellen können, dass wir inzwischen zu Portalbetreibern geworden sind. Wir organisieren für die Händler im Ennepe-Ruhr-Kreis das Portal ennepe-ruhr-liefert.de oder eben unser Gutscheinportal mit den VeedelsRetter gemeinsam oder eben halt, dass wir Videos drehen oder Podcasts organisieren. Alles in einer gewissen Art und Weise unvorstellbar noch gewesen vor etlichen Wochen, inzwischen prägt es einfach unseren Alltag.









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    • 17 min
    Zwei Meter Kunst

    Zwei Meter Kunst

    Zwei-Meter-Kunst heißt ein neues Projekt des Wiesenviertel e.V. Wittener Künstler_Innen stellen ihre Werke in Schaufenstern der Ladenlokale aus. Die Wittener Kulturschaffenden Ronja Gerlach (Theaterpädagogin), Gabriel Schunk (Regisseur) und Joscha Denzel (Musiker und Booker) haben das Projekt initiiert. In der Marek Show erklären sie die Idee und stellen zukünftige Pläne vor. Marek Schirmer spricht mit Ihnen im Podcast und am Sonntag (12.4.) ab 19:04 Uhr im Bürgerfunk auf Radio Ennepe Ruhr.















    Wie seid ihr auf die Idee gekommen?







    Joscha Denzel: Das Leben ist runtergefahren und irgendwie muss doch das sichtbar bleiben, dass die ganzen Künstler_Innen in Witten weiter aktiv sind. Die ganzen Ladenlokale sind jetzt geschlossen, haben aber zum Teil tolle Angebote, machen Mitnahmeangebote oder haben Onlinestores oder wollen einfach Grüße raussenden, an die Leute die sie sonst besuchen kommen. Die Idee war sehr schnell da, das zusammen zu bringen. Wir drei haben uns zusammengesetzt und schnell war der Geistesblitz da. Die zwei Meter Abstand – die jetzt zwischen den Menschen entstanden sind – die haben wir im Schaufenster normalerweise auch als Fläche und die wollen wir bespielen.







    Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit zwischen den Ladenlokalen, die etwas auszustellen haben – also normalerweise ihre Ware und heutzutage Kunst – und euch, die ihr im Alltag eher Kultur schafft.







    Gabriel Schunck: Das war relativ einfach. Wir haben uns umgeschaut, in welchen Ladenlokalen die Möglichkeit besteht Flächen zu bespielen. Durch unsere Arbeit, Joscha als Kulturschaffender im Wiesenviertel, ich als ehemaliges Stellwerk-Mitglied und Ronja als Organisatorin in der Projektfabrik sind wir alle hier in Witten vorortet. Wir haben dadurch schnell und gute Verbindung zu den Ladenlokalinhabern aufbauen können, die insbesondere hier in der Innenstadt uns eigentlich alle persönlich bekannt sind. Damit war das fast eigentlich der einfachste Schritt in diesem ganzen Projekt, die Leute zu motivieren und zu begeistern ihre Schaufensterflächen zur Verfügung zu stellen.







    Die Projektfabrik ist mitten in der Fußgängerzone.







    Ronja Gerlach: Genau, die Projektfabrik ist eines der Fenster in der Fußgängerzone, die eben eine Schaufensterfläche zur Verfügung stellt. Uns war es aber wichtig, dass wir nicht nur mitten in der City sind. Das ist schön und wichtig, denn hier gehen die Menschen noch ihre Einkäufe machen und man kann dann auf dem Weg zum Einkaufen an den Fenstern vorbei flanieren. Wir haben auch Schaufenster z. B. in Annen, auch etwas außerhalb von der City, die dann bei täglichen Spaziergängen angesteuert werden können.







    Nur zur Erinnerung, die Projektfabrik befindet sich im ehemaligen Café Leye. Das steht nicht über dem Eingang, aber dort ist schon häufiger Kunst im Schaufenster ausgestellt worden. Wie kann ich mir das Ganze vorstellen? Ich gehe in Witten durch die Fußgängerzone, schaue nach links und rechts und dort stehen Bilder?







    Joscha Denzel: Ganz genauso. Wir sind jetzt in der besonderen Situation. Die Leute halten sich – ich finde – recht vorbildlich an die Kriterien, die das Robert-Koch-Institut vorgibt. Man soll also nur das Haus verlassen, wenn man wirklich einen dringenden Einkauf macht oder um täglich eine Dosis frische Luft abzubekommen. Das bedeutet, das Leben reduziert sich so auf die Grundbedürfnisse, wie Essen kaufen und bisschen Bewegung. Ein Grundbedürfnis ist eben auch Kunst und Kultur. Das lässt sich jetzt ganz einfach verbinden. Auf dem Weg zum Einkaufen oder beim Spaziergang kann man dann tatsächlich in der Wiesenstraße oder in den Seitenstraßen der Bahnhofstraße diese großen Aufkleber in Türkis „2-Meter-Kunst“ entdecken und sich dann dem nähern und im Schaufenster Kunst angucken.

    Beschwerdeformular für ÖPNV-Fahrgäste in Witten

    Beschwerdeformular für ÖPNV-Fahrgäste in Witten

    Die Stadt Witten hat im Internet ein Formular veröffentlicht, in das unzufriedene Fahrgäste ihre Anregungen und Beschwerden zum Bus- und Bahn-Angebot in Witten eintragen können. Die Bürger können drei Wochen lang zum besseren ÖPNV-Angebot in ihrer Stadt beitragen. Die Eingaben der Bürger fassen zusammen die städtische Leiterin der Kommunikationsabteilung Astrid Raith und der konzeptionellen Verkehrsplaner Hennig Fort. Marek Schirmer sprach mit beiden im Rathaus. Das Interview hören Sie in unseren Podcast.















    Am Samstag, 29. Februar 2020 endet die Frist für a rel="noreferrer noopener" aria-label="Anregungen der Fahrgäste (öffnet in neuem Tab)" href="https://formular.kdz-ws.net/metaform/Form-Solutions/?2&assistant=KFAS_Hinweise_und_Anregungen_zum_Nahverkehr_in_Witten&successUrl=https://serviceportal.witten.de/fs/success/74d6df83-b8a7-4f8c-9b9e-986cdfce262e&storable=true&oID=05954036-0001&cacheID=2129387a-ba64-4136-8903-6822f1d51ffc&errorUrl=https://serviceportal.witten.de/fs/error/74d6df83-b8a7-4f8c-9b9e-986cdfce262e&cancelUrl=https://serviceportal.witten.de/fs/cancel/74d6df83-b8a7-4f8c-9b9e-986cdfce262e&releaseUserId=05954036-0001-0019&releaseID=5e3c59972d0e420aa5d6bcdb&releaseOrganizationID=05954036-0001&translation=false&b12c96nfOrdnungsziffer=74d6df83-b8a7-4f8c-9b9e-986cdfce262e&notifyUrl=https://serviceportal.witten.de/fs/notify/74d6df83-b8a7-4f8c-9b9e-986cdfce262e&fileUrl=https%253A%252F%252Fformular.kdz-ws.net%253A443%252Fmetaform%252FForm-Solutions%252Fsid%252Fassistant%252F5e3c59972d0e420aa5d6bcdb%253FcacheID%253D73f0ed10-7670-404f-83c9-7c6f4478d204%2526successUrl%253Dhttps%25253A%25252F%25252Fserviceportal.witten.de%25252Ffs%25252Fsuccess%25252F74d6df83-b8a7-4f8c-9b9e-986cdfce262e%2526errorUrl%253Dhttps%25253A%25252F%25252Fserviceportal.witten.de%25252Ffs%25252Ferror%25252F74d6df83-b8a7-4f8c-9b9e-986cdfce262e%2526cancelUrl%253Dhttps%25253A%25252F%25252Fserviceportal.witten.de%25252Ffs%25252Fcancel%25252F74d6df83-b8a7-4f8c-9b9e-986cdfce262e%2526notifyUrl%253Dhttps%25253A%25252F%25252Fserviceportal.witten.de%25252Ffs%25252Fnotify%25252F74d6df83-b8a7-4f8c-9b9e-986cdfce262e%2526b12c96nfOrdnungsziffer%253D74d6df83-b8a...

    Das Sterben kleiner Buchläden

    Das Sterben kleiner Buchläden

    Die Wittenerin Gudrun Gronau schließt nach 15 Jahren ihre Buchhandlung in Witten-Stockum. „Es rechnet sich wirtschaftlich nicht mehr dieses Ladenlokal zu öffnen“, erklärt Gronau.







    „Wir waren immer sehr gerne hier als Familie, weil Frau Gronau uns immer gut beraten hat und immer ein offenes Ohr für die Kinder hatte“,







    erklärt die Kundin Cornelia Jaeger-Stiehle und ergänzt „in großen Geschäften wird man relativ unpersönlich beraten.“ Der Versandhandel entziehe den inhabergeführten Geschäften einen Teil ihrer Kunden, doch stärker wirke sich das geänderte Kaufverhalten der Kunden aus, stellt Gronau fest: „Man fährt in die großen Städte, man geht zu den großen Händlern“.















    „Es ist so, dass man hier die Füller ausprobiert und abfotografiert, geht aus dem Laden heraus und bestellt im Internet“.







    Gronau hat eine Ausbildung bei einem Füller-Hersteller absolviert und stellt ihr Fachwissen den Kunden zur Verfügung. Sie berät aber verkauft nicht, davon könne sie nicht leben, erklärt sie im Podcast. Nach dem Gronau ein großes Plakat mit der Ankündigung der Ladenschließung ins Schaufenster hängte, erinnerten sich viele ehemalige Kunden an den Laden und neue Kunden kamen hinzu. Die Kunden lockte der Rabatt von 50 %. Bücher unterliegen in Deutschland der Buchpreisbindung und werden deshalb nicht zum reduzierten Preis verkauft.







    Bei Gronau gab es nicht nur Bücher, sondern auch Fahrkarten

    und Schreibwaren. Die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr sucht im Stadtteil einen

    neuen Händler, der den Fahrkartenverkauf übernimmt. Gronau hoffte den Laden an

    einen Nachfolger übergeben zu können, dazu wird es nicht kommen.







    Der neue Lebensabschnitt bringt für die Buchhändlerin auch

    einen Luxus, den sie in den letzten 15 Jahren sich kaum leisten konnte: Urlaub.

    Höchstens für sechs Tage konnte sie verreisen, denn sie musste ihren Urlaub und

    ihre Vertretung gleichzeitig bezahlen. Jetzt möchte sie gerne einmal für zwei

    Wochen am Stück verreisen, gerne in den Norden nach Schweden oder Norwegen.

    Auch Kunst und Kultur kam in den letzten Jahren bei ihr zu kurz, weil der Laden

    an sechs Tagen in der Woche geöffnet war, in Zukunft findet man Frau Gronau und

    ihren Ehemann in Museen und bei Konzerten.

    • 24 min

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