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«Kontext» ist der Podcast zu relevanten Themen aus Kultur und Gesellschaft. Dienstag und Freitag um 9 Uhr und 18.30 Uhr auf SRF 2 Kultur setzt «Kontext» eine halbe Stunde lang einen Akzent gegen die kurzatmige, schnell konsumierte Berichterstattung – hintergründig, mutig und überraschend.

Leitung: Sandra Leis

Redaktion: Igor Basic, Katrin Becker, Norbert Bischofberger, Sabine Bitter, Katharina Brierley, Vanda Dürring, Noëmi Gradwohl, Irene Grüter, Brigitte Häring, Alice Henkes, Sarah Herwig, Anna Jungen, Ellinor Landmann, Monika Schärer, Susanne Schmugge, Bernard Senn, Michael Sennhauser, Dagmar Walser, Raphael Zehnder.

Programmassistenz: Elisa Jaun

Kontakt: info@srf2kultur.ch

 

 

Kontext Schweizer Radio und Fernsehen

    • Society & Culture
    • 5.0 • 1 Rating

«Kontext» ist der Podcast zu relevanten Themen aus Kultur und Gesellschaft. Dienstag und Freitag um 9 Uhr und 18.30 Uhr auf SRF 2 Kultur setzt «Kontext» eine halbe Stunde lang einen Akzent gegen die kurzatmige, schnell konsumierte Berichterstattung – hintergründig, mutig und überraschend.

Leitung: Sandra Leis

Redaktion: Igor Basic, Katrin Becker, Norbert Bischofberger, Sabine Bitter, Katharina Brierley, Vanda Dürring, Noëmi Gradwohl, Irene Grüter, Brigitte Häring, Alice Henkes, Sarah Herwig, Anna Jungen, Ellinor Landmann, Monika Schärer, Susanne Schmugge, Bernard Senn, Michael Sennhauser, Dagmar Walser, Raphael Zehnder.

Programmassistenz: Elisa Jaun

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    "Meine Grossmutter war Nationalsozialistin"

    "Meine Grossmutter war Nationalsozialistin"

    Grosses Schweigen herrscht bis heute in manchen Familien vor, wenn es darum geht, über die nationalsozialistische Vergangenheit der Grosseltern-Generation zu sprechen.

    "Gäll, dini Eltere sind Nazis?" Diese Frage wurde Barbara Bonhage als Kind deutscher Eltern im Kindergarten gestellt. Als Historikerin hat sie 2001 in der Bergier-Kommission die Herkunft nachrichtenloser Vermögen abgeklärt. Über die nationalsozialistische Vergangenheit ihrer Grosseltern wusste sie aber kaum etwas. Diese wurde verschwiegen, bis 2015 nach dem Tod eines Onkels über 1000 Briefe zum Vorschein kamen. Darin erfuhr sie, wie stark ihre Grosseltern mit der Hitlerdiktatur verstrickt waren. Barbara Bonhage hat diese Geschichte im Buch "Gnadenlos geirrt" rekonstruiert und veröffentlicht.

    • 27 min
    Der schmale Grat zwischen Arzneimittel und Selbstoptimierung

    Der schmale Grat zwischen Arzneimittel und Selbstoptimierung

    Ein Bauer im Niger, der dank dem Schmerzmittel Tramadol nicht mehr müde ist. Die Schülerin in den USA, die dank Adderall besser lernen soll. Der italienische Berufs-Gigolo, der dank Potenzmitteln stets seinen Mann steht. Wann hört die Medizin auf und wann geht es darum, die Leistung zu steigern?

    Während fünf Jahren haben der Westschweizer Journalist Arnaud Robert und der Fotograf Paolo Woods für das Projekt «Happy Pills» rund um den Globus das Verhältnis zwischen Menschen und Medizin dokumentiert. Tabletten und andere Pharmaprodukte gleichen heute Versprechen: keine Schmerzen mehr etwa, mehr Potenz oder mehr Erfolg. Auf fast alles menschliche Streben hat die Pharmabranche eine standardisierte Antwort. Was sind die Folgen? Antworten mit Arnaud Robert und Paolo Woods, Einordnungen von Nikola Biller-Andorno des Instituts für Biomedizinische Ethik in Zürich.


    Ausstellungshinweis:Das Projekt «Happy Pills» ist bis am 16. Januar 2022 als Foto-Ausstellung in der «Ferme des Tilleuls» in Renens VD zu sehen.

    • 28 min
    True Crime – was hinter dem Mordsspass steckt

    True Crime – was hinter dem Mordsspass steckt

    Ob in Serien, Podcasts oder Bücher – Erzählungen über wahre Verbrechen boomen. True Crimes setzen reale Täter und Opfer in Szene und verursachen dadurch umso mehr Gänsehaut. Dies wirft moralische Fragen auf, die sich auch die erfolgreiche Schweizer Bestsellerautorin Christine Brand stellt.

    True Crimes seien ein wichtiges Mittel, um über das Verbrechen als gesellschaftliches Phänomen aufzuklären, sagt Christine Brand. Die Bernerin ist seit ihrer Kindheit von der Kriminalistik fasziniert und stürmt mit ihren Büchern über wahre und fiktive Verbrechen regelmässig die Bestsellerlisten.

    Für die Kulturwissenschafterin Christine Hämmerling von der Universität Zürich steht die Beliebtheit des Genres in engem Zusammenhang mit der verbreiteten Sehnsucht nach «Authentizität» - in Zeiten von Fake-News und endlosen Möglichkeiten zur Selbstinszenierung in den sozialen Medien.

    Buchhinweise:
    - Christine Brand: Bis er gesteht, Kampa 2021.
    - Christine Brand: Wahre Verbrechen. Die dramatischsten Fälle einer Gerichtsreporterin, Blanvalet 2021.

    • 27 min
    Auf Jagd als Vegetarierin – wie geht das zusammen?

    Auf Jagd als Vegetarierin – wie geht das zusammen?

    Nicole Vogel ist Informatikerin, Ende 40, naturverbunden – und sie isst kein Fleisch. Doch seit Anfang Jahr lässt sie sich in einer Jagdgesellschaft im Kanton Baselland zur Jägerin ausbilden. Eine Öko-Jägerin im Revier der traditionellen Jäger-Platzhirsche – vertragen sich die beiden Welten?

    Kaum eine Freizeitbeschäftigung ist derart von Traditionen durchdrungen wie das Jagen. Doch während Turnvereine, Kirchenchöre oder Schützengesellschaften landauf, landab Mitglieder verlieren, stehen Interessierte bei den Jagdgesellschaften Schlange. Der Grund des Booms: In die Jagdlehrgänge drängen immer mehr Personen, die keinen familiären oder sonst wie tradierten Bezug zur Jagd haben. Unter ihnen sind viele urban Geprägte mit ökologischen Motiven – so wie Nicole Vogel. Auf der anderen Seite sind die Traditionsverbundenen: Jene Jäger, bei denen die Jagd seit Generationen die Familie prägt und die das alte Brauchtum schätzen.

    • 28 min
    Revolution auf dem Dancefloor: CH-Clubkultur spiegelt die Zeit

    Revolution auf dem Dancefloor: CH-Clubkultur spiegelt die Zeit

    «Im Zwingli-Staat war alles verboten», sagt DJ-Pionier Oliver Stumm über die Anfänge der Partykultur in den 1980er Jahren. Clubs waren ein Ventil, ein Ort, an dem die Jugend rebellieren konnte. Ihre Partys in schummrigen Kellern haben die Gesellschaft in der Schweiz verändert und nachhaltig geprägt.

    Ab 1984 organisierte Oliver Stumm mit Freunden illegale Partys. Sie sind finanziell meist ein Desaster, doch Oliver Stumm wollte damit die Welt verändern. Was als schräge Kostümfeste und Happenings beginnt, wächst schliesslich zu Massenveranstaltungen wie die Street Parade. Ist Clubkultur inzwischen nur noch Kommerz? Welche Rolle spielt die Schweiz in der internationalen Clubszene und was macht Oliver Stumm heute?

    • 25 min
    Diagnose Long Covid – wie weiter?

    Diagnose Long Covid – wie weiter?

    Schmerzen, Erschöpfung, Depression - die Symptome sind diffus, die Forschung weiss erst wenig. Manchmal Wochen, oft noch Monate nach ihrer Infektion mit dem Sars-Cov-2 Virus leiden Menschen an Long-Covid, über 200'000 sind es in der Schweiz.Eine von ihnen ist Spitzensportlerin Selina Rutz-Büchel.

    Ihr halbes Leben trainiert Selina Rutz-Büchel intensiv, ist Europameisterin im 800m-Lauf und qualifiziert sich für die Olympischen Spiele in Tokyo. Heute leidet Selina Rutz-Büchel schwer darunter, dass sie kaum einen Spaziergang schafft. Wie mit dieser Situation umgehen? Hilfreich ist der Austausch unter Betroffenen. Für sie setzt sich Chantal Britt ein. Sie hat eine Selbsthilfegruppe und den Verein Long-Covid Schweiz gegründet und arbeitet eng mit dem Epidemiologen Milo Puhan zusammen. Er glaubt, dass viele sich von Long Covid erholen werden, aber vermutlich nicht alle.

    • 28 min

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