Werkspost. Der politische Salzburg-Kommentar. Newsletter & Podcast

Radiofabrik

Die Werkspost ist der politische Salzburg-Kommentar aus der Radiofabrik Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und bringt die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht's zum Newsletter-Abo. In diesem Werkspost-Podcast, oder kurz Werkspodcast, vertiefen die Verfasser:innen des Newsletter-Kommentars das jeweilige Thema in einem Studiogespräch mit einem oder mehreren Gästen. Am Donnerstag nach der Newsletter-Aussendung ist der Werkspodcast um 18:30 Uhr auch auf der Radiofabrik zu hören.   Finanziert aus Eigenmitteln der Radiofabrik, Mitteln des NKRF – Nichtkommerzieller Rundfunkfond (2023) der RTR & der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung    

  1. 18. FEB.

    Wer darf regieren?

    Jede Person, die in Österreich wählen darf, kann auch in ein Amt gewählt werden. Das ist ein unabdingbarer Grundpfeiler der Demokratie. Dass viele mit diesem Modus Operandi alles andere als zufrieden sind, konnte man jüngst bei der Bestellung von Maximilian Aigner als Landesrat für Landwirtschaft und Energie in Salzburg im vergangenen Dezember beobachten. Wenn ein 25-jähriger Lehrer, dessen — wenn man’s großzügig auslegt — bisher einschlägigste Tätigkeit der Vorsitz der Salzburger Landjugend war, eine solche zentrale Rolle in der Landesregierung einnimmt, ist Skepsis geboten. Das ist aber gar nicht der Knackpunkt. Die Kritik am Alter und der vermeintlichen Unreife eines Kandidaten verfehlt dabei den Kern der Sache. Spätestens seit der Ära Kurz wurde klar, dass Politiker*innen medial tauglich performen müssen, wollen sie erfolgreich sein. Inhalte sind in Zeiten der Hyperpolitik sowieso zweitrangig. Wenn also Edtstadler nach dem Antritt im Sommer 2025 verlautbaren ließ, dass die Salzburger Volkspartei jünger und weiblicher werden müsse, ist die Bestellung eines 25-jährigen Landesrats nur der konsequente Schritt einer Politikerin, die den Imagekampf gegen die FPÖ zusehends verliert. David Mehlhart spricht in dieser Episode mit Maximilian Aigner über seine politischen Ziele und seine Rolle als Landesrat. Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Wer darf regieren?“ von David Mehlhart lesen. — Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und macht Regionaljournalismus, wie wir ihn brauchen. Die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht’s zum Newsletter-Abo. Der Werkspodcast vertieft das jeweilige Thema des Werkspost-Kommentars in einem Studiogespräch. — Redaktion: David Mehlhart Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer

    29 Min.
  2. 4. FEB.

    Ein bisserl Klassenkampf in der Stadtplanung

    Wer wachen Auges durch die Stadt Salzburg geht oder radelt sieht es auch ohne Zahlen und Statistiken auf den ersten Blick: Die nördlichen Stadtteile Lehen, Elisabeth-Vorstadt, Itzling, Schallmoos sind tendenziell dicht verbaut, der Süden mit Morzg, Gneis, Hellbrunn, Nonntal, Salzburg-Süd ist tendenziell grüner. Im Norden ist die Verkehrsbelastung deutlich höher – hier führt die B1 mitten durchs Stadtgebiet. Kongruent zur Bebauungsdichte und Verkehrsbelastung ist die Sozialstruktur in der Stadt. In Itzling und in der E-Vorstadt ist der relative Anteil an Sozialhilfeempfängern und -empfängerinnen (Bedarfsorientierte Mindestsicherung) mehr als drei Mal so hoch wie in Morzg, Gneis, Leopoldskron oder Hellbrunn. Und natürlich ist auch der Anteil an Migranten- und Migrantinnen im Norden entsprechend höher als in den Villenvierteln im Süden. Vieles an dieser Aufteilung der Stadt ist historisch gewachsen, vieles aber auch den politisch Verantwortlichen der jüngeren Vergangenheit zuzuschreiben. Die neue rot-rot-grüne Stadtregierung hat dieses Ungleichgewicht erkannt und hat unter Federführung von Planungsstadträtin Anna Schiester (Bürgerliste) einen Entwurf für das Räumliche Entwicklungskonzept (REK) vorgelegt, nach welchem auch Wohnbauten in den südlichen Stadtteilen möglich sein sollen. Thomas Neuhold spricht in dieser Episode mit Stadt- und Raumplaner Bernhard Gugg über die räumliche Entwicklung der Stadt Salzburg. Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Ein bisserl Klassenkampf in der Stadtplanung“ von Thomas Neuhold lesen. — Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und macht Regionaljournalismus, wie wir ihn brauchen. Die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht’s zum Newsletter-Abo. Der Werkspodcast vertieft das jeweilige Thema des Werkspost-Kommentars in einem Studiogespräch. — Redaktion: Thomas Neuhold Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer

    26 Min.
  3. 21. JAN.

    Salzburg könnte beim inklusiven Unterricht Vorreiter sein

    In der Debatte um Sonderschulen beharrt die Salzburger Landesregierung darauf, am getrennten Unterricht für Kinder mit Förderbedarf festzuhalten. Dabei ist inklusive Bildung ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention verankert ist. Mit deren Ratifizierung hat sich die Republik verpflichtet, Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam zu unterrichten. Bildungslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) bezeichnet die Kritik des unabhängigen Monitoring-Ausschusses und dessen Forderung nach einer gemeinsamen Schule für alle Kinder als „Sozialromantik“. Tatsächlich handelt es sich dabei nicht um eine idealistische Vision, sondern um ein völkerrechtlich verankertes Recht, das vielen Kindern weiterhin verwehrt bleibt. Salzburg könnte hier eine Vorreiterrolle einnehmen und inklusive Bildung konsequent umsetzen. Anstatt teure Doppelstrukturen aufrechtzuerhalten, sollte gezielt in die gemeinsame Schule investiert werden – um echte Inklusion endlich Realität werden zu lassen. Stefanie Ruep spricht in dieser Episode mit Behindertenanwältin Christine Steger über Sonderschulen in Österreich. Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Salzburg könnte beim inklusiven Unterricht Vorreiter sein“ von Stefanie Ruep lesen. — Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und macht Regionaljournalismus, wie wir ihn brauchen. Die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht’s zum Newsletter-Abo. Der Werkspodcast vertieft das jeweilige Thema des Werkspost-Kommentars in einem Studiogespräch. — Redaktion: Stefanie Ruep Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer

    29 Min.
  4. 24.12.2025

    Macht braucht Kontrolle

    Intransparenz, Politik im Modus des „eh schon wissen“ und Nepotismus gehören zu Österreich wie Kaiserschmarrn und Donauwalzer. Allesamt ein schlechtes Fundament für einen modernen Staat, der in erster Linie den Bürger:innen verpflichtet sein sollte. Dass es auch anders gehen kann, zeigt zum Beispiel der Landesrechnungshofes in Salzburg. Nicht nur sind die Berichte wenig zurückhaltend, wenn es darum geht, das Gebaren der Landesregierung und anderer öffentlicher Stellen zu evaluieren. So manches Prestigeprojekt wurde dort bereits als unwirtschaftlich gescholten. Dass das Land Salzburg beim Ankauf der Antheringer Au ordentlich über den Tisch gezogen wurde, war nicht allzu subtil zwischen den Zeilen zu lesen. Seit 2014 steht diesem Rechnungshof Ludwig Hillinger vor. Hillinger trat den Posten des Direktors in einer Zeit an, als sich die Wogen nach dem Salzburger Finanzskandal gerade zu glätten begannen. Um sich selbst über jeden Zweifel erhaben zu machen, trat Hillinger aus dem Cartellverband (CV) aus, um nicht den Anschein zu erwecken, seinem Cartellbruder und damlaigem Landeshauptmann Wilfried Haslauer zur Loyalität verpflichtet zu sein – ist mit Sicherheit ein Novum in der Alpenrepublik und könnte Vorbildwirkung haben. Mehr Transparenz sollte das Ziel aller Politikerinnen hierzulande sein. David Mehlhart spricht in dieser Episode mit Ludwig Hillinger, Direktor des Landesrechnungshofes. Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Macht braucht Kontrolle“ von David Mehlhart lesen. — Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und macht Regionaljournalismus, wie wir ihn brauchen. Die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht’s zum Newsletter-Abo. Der Werkspodcast vertieft das jeweilige Thema des Werkspost-Kommentars in einem Studiogespräch. — Redaktion: David Mehlhart Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer

    27 Min.
  5. 10.12.2025

    Der Salzburger Skitourismus bewirbt sich für den Darwin Award

    Weil sich die Österreicher:innen das Skifahren nicht mehr leisten können oder wollen, setzt der Salzburger Tourismus jetzt auf Skigäste aus den USA oder China. Doch in Zeiten des Klimawandels um Wintergäste auf den USA und aus China zu werben ist paradox. Die Anreise mit dem Flugzeug befeuert die Erderwärmung und zerstört somit die Lebensgrundlage des Skitourismus. Die Tourismusindustrie bewirbt sich damit selbst für den Darwin Award. Er wird normalerweise an Menschen verliehen, die sich durch verblüffenden Fehleinsatz von Urteilsvermögen selbst eliminieren. Trifft auch auf den Skitourismus zu: Im Angesicht der Klimakrise, von der er selbst hart getroffen ist, lockt er Leute an, die durch ihre Flugreise die Erderwärmung noch befeuern. Stefanie Ruep spricht in dieser Episode mit Laura Anninger, Umweltjournalistin und  Autorin, über Wintersport in Zeiten des Klimawandels. Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Der Salzburger Skitourismus bewirbt sich für den Darwin Award“ von Stefanie Ruep lesen. — Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und macht Regionaljournalismus, wie wir ihn brauchen. Die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht’s zum Newsletter-Abo. Der Werkspodcast vertieft das jeweilige Thema des Werkspost-Kommentars in einem Studiogespräch. — Redaktion: Stefanie Ruep Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer

    29 Min.
  6. 26.11.2025

    Sparkurs auf Kosten der Gesundheit

    Die Salzburger Landesregierung will Beschäftigten im Pflege- und Sozialbereich ihren Bonus streichen und stattdessen für das Landesbudget verwenden. Laut dem Soziallandesrat Wolfgang Fürweger (FPÖ) war der Bonus ein Ausgleich für die erhöhten Anforderungen an Beschäftigte während der Corona-Pandemie. Diese Anforderungen seien jetzt vorbei. Abgesehen davon, dass der Zuschuss inhaltlich wie gesetzlich weit über die Pandemie hinausgeht, sind wir vor weiteren Gesundheitskrisen nicht gefeit. Wenn wir jetzt die Situation in der Pflege verschlechtern, müssen wir im Ernstfall mit noch drastischeren Situationen rechnen. Das Steichen des Bonus könnte ihn auch österreichweit aufs Spiel setzen und zeigt, dass die in der Coronakrise gepriesene Wertschätzung der Pflege vergessen ist. Statt den Zuschuss zu kürzen, braucht es dauerhaft mehr Gehalt für alle im Gesundheits- und Sozialbereich. Flora Platzer spricht in dieser Episode mit Christoph Eschbacher, Betriebsrat bei der Lebenshilfe Salzburg, über den Pflegebonus. Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Sparkurs auf Kosten der Gesundheit“ von Flora Platzer lesen. — Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und macht Regionaljournalismus, wie wir ihn brauchen. Die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht’s zum Newsletter-Abo. Der Werkspodcast vertieft das jeweilige Thema des Werkspost-Kommentars in einem Studiogespräch. — Redaktion: Flora Platzer Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer

    29 Min.

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