109 Folgen

Was heisst das eigentlich, Christ zu sein? Woran glauben Christen und was können sie getrost aufgeben? Logisch, dass sich Manuel Schmid & Stephan Jütte dabei nicht immer einig sind. Aber sie versuchen in diesem Podcast zusammen herauszufinden, was für sie wirklich zählt und was ihnen eher im Weg steht. Und klar: Beide wissen es auch nicht wirklich. Aber vielleicht regt es dich an zum Mitdenken. Oder es regt dich auf und du magst mit ihnen streiten. Oder du schreibst ihnen einfach mal, was du nicht mehr glauben kannst oder musst oder willst.

Ausgeglaubt: ein RefLab-Podcast Stephan Jütte & Manuel Schmid

    • Religion und Spiritualität
    • 4.8 • 46 Bewertungen

Was heisst das eigentlich, Christ zu sein? Woran glauben Christen und was können sie getrost aufgeben? Logisch, dass sich Manuel Schmid & Stephan Jütte dabei nicht immer einig sind. Aber sie versuchen in diesem Podcast zusammen herauszufinden, was für sie wirklich zählt und was ihnen eher im Weg steht. Und klar: Beide wissen es auch nicht wirklich. Aber vielleicht regt es dich an zum Mitdenken. Oder es regt dich auf und du magst mit ihnen streiten. Oder du schreibst ihnen einfach mal, was du nicht mehr glauben kannst oder musst oder willst.

    «Grosser Gott wir loben dich»

    «Grosser Gott wir loben dich»

    Dieses Lied geht an den wenigsten vorbei: «Grosser Gott wir loben dich» gehört zu den verbreitetsten Kirchenliedern überhaupt. Ursprünglich geht es auf den lateinischen Hymnus «Te Deum» zurück, ein Gotteslob aus dem 4. Jahrhundert. Seit dem 19. Jahrhundert wird es in fast allen Konfessionen gesungen, ist in Übersetzungen um die ganze Welt gegangen – und hat eine Reihe von musikalischen und textlichen Überarbeitungen erfahren.
    Von den Deutschen Christen wurde es im zweiten Weltkrieg nationalsozialistisch umgedeutet. Der Schweizer Pfarrer Karl von Greyerz hat dem Lied nach dem Ersten Weltkrieg einen pazifistischen, sozialistischen und anti-kapitalistischen Text gegeben.
    Manuel und Stephan können ihre Faszination für dieses Lied nur schwer verbergen. In einer kurzlebigen, sich rasant verändernden Welt steht ein Hymnus, der seit über 1600 Jahren von Christen gesungen wird und uns fast mit der ganzen Kirchengeschichte verbindet, irgendwie quer in der Landschaft. Die hymnische, erhabene Melodie trägt dazu bei, dass dieses Lied bei vielen Gänsehaut auslöst. Vernebeln solche Gefühle aber den Text, und können sie auch für niedere Motive missbraucht werden?
    Über diese und andere Fragen diskutieren Stephan und Manuel in dieser Folge…

    • 1 Std. 7 Min.
    «O Haupt voll Blut und Wunden»

    «O Haupt voll Blut und Wunden»

    Und weiter geht's mit der aktuellen Staffel von «Ausgeglaubt» – heute mit einer Diskussion des wohl bekanntesten deutschsprachigen Passionslied überhaupt: «O Haupt voll Blut und Wunden» von Paul Gerhard. Das Lied wird in verschiedenen Konfessionen gesungen und malt uns das Leiden Christi sehr (zu?) anschaulich vor Augen.
    Stephan und Manuel diskutieren die Fremdheit, aber auch die Faszination dieses Liedes. Dabei kommen sie auf die Tabuisierung von Leiden und Tod in unserer Zeit zu sprechen – und auf das von Verlusterfahrungen erfüllte Leben des Dichters Paul Gerhard.
    Stephan ist von dem Lied begeistert und will es auch nicht einfach im Gedanken des stellvertretenden Strafleidens aufgehen lassen. Er findet darin ein grandioses Beziehungsangebot Gottes. Manuel hat mehr Mühe damit, vor allem weil er sich an die Leidens-Pornographie um Mel Gibsons Film «The Passion» noch sehr lebhaft erinnert.
    Den Trost des Liedes wollen sich aber beide gerne zusprechen lassen – denn wer möchte nicht gern «wohl sterben», wie es in der letzten Strophe heisst?

    • 55 Min.
    «Ein feste Burg ist unser Gott»

    «Ein feste Burg ist unser Gott»

    We are back! Ausgeglaubt geht in eine neue Staffel – und diesmal haben wir uns die grossen Lieder der Christenheit vorgenommen. Bestimmte Lieder prägen eine ganze Generation von Christ:innen oder überdauern Jahrhunderte. Sie erzählen uns etwas über das Verständnis des Glaubens in diesen Zeiten, sie laden aber auch zur Kritik ein.
    Heute starten wir mit dem Reformations-Klassiker schlechthin ein: Martin Luthers Gassenhauer «Ein feste Burg ist unser Gott». Das Lied hat eine faszinierende Rezeptionsgeschichte in den vergangenen Jahrhunderten geschrieben. Es wurde in verschiedenen Kriegen als Kampfeslied zur Ermunterung deutscher Soldaten gesungen, aber auch in aufklärerischer oder sozialistischer Absicht umgeschrieben. Manuel und Stephan unterhalten sich über das dahinterstehende dualistische Weltbild, über die Frage, ob uns heute der trotzig-kämpferische Charakter des Glaubens abhanden gekommen ist – und über das Problem, dass wir uns meistens selbstverständlich zum richtigen Team zählen und mit den Fingern auf die anderen zeigen…

    • 56 Min.
    Paulo Coelho: Der Alchimist

    Paulo Coelho: Der Alchimist

    Es nimmt kein Ende mit den Spezialfolgen dieser Staffel: Nach dem fulminanten Rückblick mit Thorsten Dietz hängen Manuel und Stephan hier noch eine Folge zum Weltbestseller «Der Alchimist» von Paulo Coelho an. Das Buch wurde gegen 100 Mio Mal verkauft und ist zur meistübersetzten Erzählung der Literaturgeschichte geworden.
    In dieser Folge gehen Manuel und Stephan dem Geheimnis des Romans auf die Spur und klopfen ihn nach seinen religiösen Prämissen ab. Gibt es eine Weltseele, die uns durch alltägliche Zeichen auf unserem persönlichen Lebensweg begleitet? Ist es hilfreich, an einen individuellen Traum zu glauben, den es zu verwirklichen gilt – und wo liegen die Probleme einer solchen Lebensphilosophie? Stephan und Manuel sind sich mal wieder nicht wirklich einig… was das Gespräch aber umso interessanter macht.

    Anmerkung: Diese Folge wurde an unserem RefLab-Sommerfest live aufgezeichnet – was auch die Lacher und Nebengeräusche im Hintergrund erklärt…;-)

    • 46 Min.
    Thorsten Dietz: Die grosse Buch-Revue

    Thorsten Dietz: Die grosse Buch-Revue

    Am Ende unserer Buchstaffel treffen wir Thorsten Dietz um ein wenig Ordnung in unsere Leseeindrücke zu bringen. Wir sprechen über Highlights und Tiefpunkte, wesentliche Strömungen und grosse Umbrüche auf dem geistlichen Markt.
    Nächste Woche gibt es eine Urlaubsfolge – viel Spass ;-)

    • 1 Std.
    Manuel Schmid: Gott hat keinen Plan für dein Leben

    Manuel Schmid: Gott hat keinen Plan für dein Leben

    Die heutige Folge von «Ausgeglaubt» fällt aus der Reihe: Stephan redet mit Manuel über sein neustes Buch mit dem Titel «Gott hat keinen Plan für dein Leben – aber 1000 Möglichkeiten, mit dir ans Ziel zu kommen».
    Das Gespräch führt sie vom Glauben an die Vorsehung Gottes über die Crux der Leidfrage bis zur Hoffnung auf ein gutes Ende der Geschichte. Stephan ringt Manuel ein Bekenntnis zu einem «christlichen Nihilismus» ab, der das Motto «Shit happens» mit der Gewissheit verbindet, dass Gott uns trotzdem nicht im Stich lässt.
    Und ein paar Deterministen-Witze sind auch mit dabei…;-)

    • 1 Std. 3 Min.

Kundenrezensionen

4.8 von 5
46 Bewertungen

46 Bewertungen

Stephan Germann ,

Interessante Fragen, spannende Gespräche

Eine spannende und unterhaltsame Auseinandersetzung zu Themen, die mir auf dem Magen liegen. Angenehme Dauer. Man hat das Gefühl, ihr habt ein paar Jahre und Bücher vorgedenkt. Danke für das öffentliche Ringen.

Lorizoni ,

Weiter so!

Ich finde es sehr toll, gibt es nun ein für mich lokales Format über theologische Themen. Freue mich au die Folgen. Etwas, dass ich in der ersten Folge vermisste: Eine Vorstellungsrunde. Zudem würde ich gerne mehr lernen über Stephans Eschatologie. Hab das überhaupt nicht verstanden, im Gegensatz zu den Ausführungen von Manuel Schmid.

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