86 Folgen

Rap liebt Politik. Und Politik liebt Rap. Vassili Golod und Jan Kawelke sprechen und streiten über diese Liebesgeschichte. Es geht um Menschen mit einer Stimme, um Menschen mit Macht.

Machiavelli - Rap und Politi‪k‬ Westdeutscher Rundfunk

    • Politik
    • 4.7 • 419 Bewertungen

Rap liebt Politik. Und Politik liebt Rap. Vassili Golod und Jan Kawelke sprechen und streiten über diese Liebesgeschichte. Es geht um Menschen mit einer Stimme, um Menschen mit Macht.

    PUSH - mit Enissa Amani #21

    PUSH - mit Enissa Amani #21

    Talkmaster-Legende David Letterman fragte mal Rap-Ikone Jay-Z: "Was ist Flow?" Jay-Z antwortete: "Das solltest du wissen, du bist Comedian." Rap (und Politik) und Comedy haben mehr gemeinsam, als viele auf den ersten Blick sehen. "Mit wenigen Worten Dinge auf den Punkt bringen, Selbstflex, aber auch gesellschaftskritische Inhalte - und vor allem in den USA ein gegenseitiger Respekt: Das verbindet HipHop und Comedy", sagt Enissa Amani.
    Und sie muss es wissen, denn Enissa vereint all das auch selbst in sich: Die Comedian ist für ihre Schlagfertigkeit bekannt, für politische Punchlines genauso, wie für Selbstflex und Rap-Referenzen. Kein Wunder also, dass Salwa und Jan mit ihr über die Verwebung zwischen HipHop und Comedy sprechen mussten. Ebenfalls viel zu bereden gab es bei der tragischsten Trennung des Jahrhunderts von Kim Kardashian & Kanye West - und bei der Frage, wie sexistisch und toxisch Promi-Trennungen eigentlich sind. Ein Ausflug über Justin Timberlake und Britney Spears, zu Monica Lewinsky und Bill Clinton - nur, um am Ende der Folge mal wieder bei Tupac zu landen. Was Flow ist? Das hört ihr in dieser Folge. So viel Selbstflex muss sein. Shownotes: www.wdr.de/k/machiavelli

    • 54 Min.
    Ungleichheit: Armes Deutschland

    Ungleichheit: Armes Deutschland

    Wir machen eine Folge über Armut und die erste Frage, die gestellt wird, ist: Warum lässt sich ein Rapper einen 25-Millionen-Dollar-Diamanten in die Stirn implantieren? Aber keine Sorge: Heute geht es nicht nur um absurde Ausgaben, sondern auch um absurde Aussagen. Zum Beispiel die von Ex-Kanzler Gerhard Schröder, der damals Hartz IV begründete. Warum dieses Arbeitslosengeld eine problematische politische Entscheidung war, erklärt uns Sarah-Lee Heinrich. Sie ist im Bundesvorstand der Grünen Jugend und kämpft für arme Menschen, denn die haben, sagt Heinrich, keine Lobby: „Wer geht schon gerne gegen Armut auf die Straße?” Von der Straße und aus der Armut kommen viele Rapper:innen und deswegen wird das wenige Geld gerne und viel in den Raptexten thematisiert. Zum Beispiel von Said. Der Berliner Rapper erzählt Vassili Golod und Jan Kawelke von seinen Erfahrungen mit Armut. Und es ist wichtig, dass Said und viele andere Rapper:innen in ihren Songs von diesem Leben erzählen. Davon, dass es das auch in einem reichen Land wie Deutschland gibt: Abgestellte Heizungen und abgetragene Kleidung, geteilte Matratzen und Mahlzeiten, Menschen, die einbrechen müssen oder zusammenbrechen. Wollen kann das niemand. Da sind sich FDP-Politiker Johannes Vogel und Armutsforscher Christoph Butterwegge einig. Wo sie sich jedoch nicht einig sind, ist der Ansatz wie Armut abgeschafft werden soll. Viel zu besprechen in einer Folge, die mehr wird, wenn ihr sie hört & teilt.
    http://www.wdr.de/k/machiavelli

    • 59 Min.
    PUSH - Ein Jahr Hanau #20

    PUSH - Ein Jahr Hanau #20

    Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov wurden vor einem Jahr in Hanau von einem rassistischen Terroristen getötet. Seitdem ist vieles nicht mehr wie zuvor. Aber ist das wirklich so? Ist der Anschlag von Hanau die Zäsur für Rap, Politik und Gesellschaft von der so viele sprechen? Salwa Houmsi und Jan Kawelke gehen in der neuen Folge Machiavelli Push dieser Frage nach und sind dafür nach Hanau gefahren, zur Initiative des 19. Februar, um dort mit Abdullah Unvar, dem Cousin des getöteten Ferhat Unvar, zu sprechen - über den Anschlag, die Konsequenzen, die Erinnerung und dessen eigenen politischen Ambitionen. Denn Abdullah Unvar möchte für die SPD in den Bundestag.
    Apropos SPD: In Hanau haben sich Salwa & Jan auch mit dem Oberbürgermeister Claus Kaminsky getroffen und darüber geredet, wie so eine Tat eine Stadt und ein politisches Amt verändert. Kaminsky findet außerdem klare Worte in Richtung Bundesinnenminister Horst Seehofer und fordert eine lückenlose Aufklärung der Tatnacht. Dieselbe Forderung kommt auch von Judith Rahner, sie forscht zu Rechtsextremismus und arbeitet bei der Amadeu-Antonio-Stiftung. Mit ihr haben Salwa und Jan über die politische Dimension des Themas gesprochen. Außerdem haben wir Kool Savas, Rola, Credibil, Disarstar & Sylabil Spill gebeten, uns ihre Gedanken zu schicken: Zu Hanau, zu Veränderungen in der Musikindustrie und zu dem von Azzi Memo initiierten Song "Bist du wach?". Die neue Folge Machiavelli Push "Ein Jahr Hanau" findet ihr auf allen Streamingplattformen und in der COSMO App. http://www.wdr.de/k/machiavelli

    • 1 Std. 19 Min.
    Proteste in Russland: Krawallny

    Proteste in Russland: Krawallny

    Vergiftete politische Gegner, Rapper von Eliteunis, nie dagewesene Proteste – Russland bietet gerade Filmstoff. Nur, dass das, was im größten Land der Welt passiert, keine Fiktion ist, sondern sehr real. Die Vergiftung und Verhaftung des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny ist dabei kein Einzelfall, sondern elementarer Teil eines skrupellosen politischen Systems, das auf Machterhalt, Korruption und Unterdrückung aufbaut – und an dessen Spitze seit 1999 derselbe Mann steht: Wladimir Putin.
    Wie immer bei großen Protesten ist der Fall Nawalny nur ein Zünder für einen Brand, der lange schon schwelte. Von der brodelnden Unzufriedenheit erzählt nicht nur die Sozialwissenschaftlerin Alexandra Archipowa, die die aktuellen Proteste untersucht, sondern auch die Rapper*innen im Land. Zum Song von Face hängen Jugendliche in russischen Schulen Bilder von Putin ab, zu der Musik von Oxxxymiron gehen sie auf die Straße. Während die russische Regierung versucht, Rap wahlweise zu vereinnahmen oder zu verdammen, sind die Kreativen der HipHop-Szene längst überlegen. Kein Wunder, wenn man den trilingualen Oxford-studierten Superstar-Rapper Oxxxymiron in den eigenen Reihen weiß. Eine Folge wie Krimi, ein Thriller, ein Battle, eine Geschichte, so groß, wie es dem größten Land der Welt nur gerecht wird.

    • 1 Std. 7 Min.
    PUSH - mit Audio88 & Yassin #19

    PUSH - mit Audio88 & Yassin #19

    Wir sind einsam. Uns allen fehlen in der Pandemie nicht nur die Freund*innen & die Familie, sondern auch die Fremden, der Zufallsplausch & die Gelegenheitsgespräche. Also dachten sich Salwa & Jan in dieser Woche: Laden wir uns Gäste ein, um über die Themen der Woche zu sprechen! Diesmal dabei: Audio88 & Yassin. Denn: Wer könnte besser passen, als das Faustball-Zähneknirsch-Duo, um ein paar frustrierende Ereignisse zu durchdenken. Da wäre natürlich der WDR-WTF-Moment rund um den Rassismus-Shitstorm für die Talk-Sendung „Die letzte Instanz”, in der fünf weiße Menschen mit Schiri-Karten darüber urteilten, dass diskriminierende Sprache ja gar nicht so schlimm sei. Da ist natürlich Abfuck-Thema Nummer 1, die Pandemie und das digitale Treffen von Audio & Friedrich Merz und ein erneutes (reales) Treffen zwischen Yassin & Martin Schulz. Keine Sorge, es wird nicht die große Zeter-Sendung, sondern auch unterhaltsam, spätestens beim Ehrenmove & den Songs der Woche sogar versöhnlich und vor allem eines nicht: einsam.

    • 1 Std. 4 Min.
    Jüdisches Leben: Battles & Bar Mizwa

    Jüdisches Leben: Battles & Bar Mizwa

    Shadrach, Meshach und Abednego - die drei unbeugsamen Juden aus dem Buch Daniel waren ein metaphorisches Vorbild für eines der prägendsten HipHop-Trios der Geschichte: die Beastie Boys. Drei jüdische Jungs aus Brooklyn, die Rap mit Hilfe von Produzentenlegende Rick Rubin für immer veränderten. Die eine Heimat fanden in der Musik und damit eine Blaupause für viele jüdische Rapper legten, darunter Lil Dicky, Action Bronson, Mac Miller und vielleicht sogar Drake.

    Auch der Deutschrapper Ben Salomo fand eine Heimat in der HipHop-Kultur - bis 2018. Da verkündete er seinen Rückzug aus der Szene. Der Grund: Antisemitismus. Leider lässt sich nicht über jüdisches Leben reden, ohne nicht auch über Judenfeindlichkeit zu sprechen und deswegen sprechen wir für diese Folge auch mit Felix Klein, dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung.

    "Jüdisches Leben […] hinter schusssicherem Panzerglas", rappt Ben Salomo. Menschen jüdischer Herkunft leben rund um die Welt in Gefahr. In Deutschland, dem Land mit der größten Verantwortung gegenüber dieser Bevölkerungsgruppe, in New York City, der Stadt mit der größten jüdischen Diaspora - und überall sonst auf der Welt. Einzig Israel scheint ein Ort der Sicherheit. Vassili und Jan haben mit der israelischen Rapperin Echo gesprochen. Darüber, wie es ist, dort zu leben und Musik zu machen, wie sich ihr Jüdischsein auf ihr Leben auswirkt und warum es schwieriger ist, auf hebräisch zu rappen. 

    Zusätzlich zu dieser Folge legen wir euch die Machiavelli-Folgen "Immer wieder - Antisemitismus" und "Immer wieder - Spezial: Interview mit Esther Bejarano" ans Herz.

    • 1 Std. 7 Min.

Kundenrezensionen

4.7 von 5
419 Bewertungen

419 Bewertungen

fietefietefiete ,

Beste Entdeckung 2021

Irgendwie ein bisschen late to the party, i know. Aber besser spät als nie. Absoluter Fan der interessanten Themen, gut recherchierten Hintergründe und kleinen Prise Gossip. Gerade die Mischung von Rap (bzw. oft auch Popkultur) und Politik finde ich sehr nice.

goannaaaaa ,

Joa

Zwischen political correctness und Deutschrap ... bleibt der Podcast oft an der Oberfläche und ist weder politisch korrekt noch „real“.

Lahara* ,

I like it

entspannt & informativ. Perfekte Mischung. Zum Teil ziemlich „hipp“. Manche Wörter von Jan wirken sozial Media geprägt und ich fühle mich plötzlich zu alt. Ich bin mir unsicher wer die Zielgruppe ist.
Dieser Eindruck ändert aber nichts an der ansonsten überzeugenden Leistung.

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