14 Folgen

Deutschlands Familienunternehmen: Sie sind unser Mittelstand. Erfahre, was die neue Generation an der Spitze von Familienunternehmen antreibt. Ist ihr Erbe mehr Last oder eher Chance? Wie erleben sie Disruption und Wandel? Was ist ihr Verständnis von Führung und ihre Vorstellung von gesellschaftlicher Verantwortung? In diesem Podcast entdeckst und erlebst du gemeinsam mit Fabian Kienbaum Deutschlands Familienunternehmen.

Pioniere wie wir - Der Kienbaum Podcast Kienbaum Consultants International

    • Wirtschaft
    • 4.8 • 19 Bewertungen

Deutschlands Familienunternehmen: Sie sind unser Mittelstand. Erfahre, was die neue Generation an der Spitze von Familienunternehmen antreibt. Ist ihr Erbe mehr Last oder eher Chance? Wie erleben sie Disruption und Wandel? Was ist ihr Verständnis von Führung und ihre Vorstellung von gesellschaftlicher Verantwortung? In diesem Podcast entdeckst und erlebst du gemeinsam mit Fabian Kienbaum Deutschlands Familienunternehmen.

    Dr. Anna Weber & Dr. Jan-Willem Weischer - Mit Mut zur Veränderung

    Dr. Anna Weber & Dr. Jan-Willem Weischer - Mit Mut zur Veränderung

    Unternehmerischer Mut, Shared Leadership und Digitalisierung im Handel – darüber spricht Fabian Kienbaum in dieser Episode von „Pioniere wir wir“ mit Dr. Anna Weber und Dr. Jan-Willem Weischer. Gemeinsam steht das Geschwisterpaar seit Ende vergangenen Jahres BabyOne, dem deutschen Baby- und Kinderfachmarktpionier, vor. „Du kannst doch nicht in so einem Jahr gehen“, hörte insbesondere ihr Vater beim Generationenwechsel im Corona-Jahr 2020 häufig, doch tatsächlich setzte das letzte Jahr auch bei BabyOne neue Potentiale frei. Wie das Führungstandem die Erfolgsgeschichte des Unternehmens in Zukunft weiterschreiben möchte? „Unser Motto für dieses und das kommende Jahr lautet „Alles ist IT“. Wir sind uns einfach sehr bewusst darüber, dass gerade jeder Schritt, den wir in unserer weiteren Entwicklung gehen, IT-gestützt passiert“, erklärt Jan Weischer. „Veränderungsfähigkeit ist heute die absolut wichtigste Fähigkeit“, sind sich die beiden einig – umso wichtiger ist ihnen aber der Erhalt der Werte, mit denen das Familienunternehmen groß geworden ist. Systemische Führung ist dank ihrer Mutter integraler Bestandteil der Kultur von BabyOne. „Bevor ich irgendjemanden führe, muss ich mich ja erstmal selbst kennenlernen“, erläutert Anna Weber. Besonders wichtig ist den beiden auch die Übernahme von Verantwortung, sowohl auf persönlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene: „Uns wurde das Unternehmertum in die Wiege gelegt, doch die Demokratisierung und Förderung von Unternehmertum für alle und damit einhergehend die Verantwortungsübernahme kann in Deutschland noch ausgebaut werden.“

    Dr. Anna Weber studierte Business Administration und Management in Köln und Mailand. Nach einer Station in der Beratung bei Michael Page promovierte sie an der Fernuniversität Hagen, bevor sie schließlich bei Vodafone tätig wurde, wo sie fast fünf Jahre lang als Projektmanagerin für die Themen Leadership, Talent & Engagement zuständig war. 2017 stieg die Diplom-Kauffrau und zertifizierte systemische Beraterin als Leiterin der Unternehmensentwicklung ins Familiengeschäft ein.
    Dr. Jan-Willem Weischer ist promovierter Business-Jurist und begann seine Laufbahn bei BabyOne im Jahr 2017 als Leiter der Rechtsabteilung. Zuvor war er bereits als Rechtreferendar im Auswärtigen Amt in Berlin, bei der Deutschen Botschaft in Montevideo in Uruguay und bei Taylor Wessing tätig, außerdem drei Jahre lang als Anwalt bei der internationalen Kanzlei KPMG Law. Zu seinen Mandanten dort zählten Online-Händler, Softwarefirmen und Start-Ups.
    Im September 2019 stiegen die Geschwister gemeinsam in die Geschäftsleitung von BabyOne ein, die sie Ende 2020 ganz von ihren Eltern übernahmen. Anna Weber verantwortet in ihrer neuen Rolle die Bereiche Retail, Marketing, E-Commerce und Personal, Jan Weischer Einkauf, Finanzen, IT und Recht.

    • 39 Min.
    Marie-Christine Ostermann - Gegen die German Angst

    Marie-Christine Ostermann - Gegen die German Angst

    „Meine Entscheidung, in die Firma meiner Eltern einzusteigen, habe ich mit 16 Jahren getroffen.“ In dieser Episode von Pioniere wie wir trifft Fabian Kienbaum auf Familienunternehmerin Marie-Christine Ostermann. Die Geschäftsführerin des Lebensmittelgroßhändlers Rullko ist bekannt für ihre Haltung und klaren Statements. Von Themenfeldern wie Diversity & Rollenbilder über das Bildungssystem bis hin zu Kritik an übertriebener staatlicher Regulierung; Ostermann nimmt auch in diesem Gespräch kein Blatt vor den Mund. „Mit einer Frauenquote tut man uns keinen Gefallen“, findet sie. Man müsse der Politik aufzeigen, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen in der unternehmerischen Praxis haben.“ Bei der Frage nach einer neuen und fähigen Generation von UnternehmerInnen wirbt Marie-Christine Ostermann vor allem für Änderungen und massive Investitionen ins Bildungssystem. „German Angst ist das Stichwort“, sagt sie. „Unser Bildungssystem ist voller Menschen mit einem Fokus auf Sicherheit und Verwaltung des Bestehenden. Was wir aber brauchen, ist die Vermittlung von unternehmerischem Denken und Handeln.“

    Marie-Christine Ostermann führt den 1923 gegründeten Lebensmittelgroßhandel Rullko in vierter Generation. 2006 stieg sie nach ihrer Tätigkeit als Bereichsleiterin bei Aldi Süd als geschäftsführende Gesellschafterin in das von ihrem Vater Carl Dieter Ostermann geführte Unternehmen Rullko ein. Von 2009 bis 2012 war Ostermann Bundesvorsitzende des Verbands der jungen Unternehmer. Eines ihrer Hauptanliegen ist die Investition in eine neue Generation von UnternehmerInnen, weshalb sie sich leidenschaftlich im Projekt StartUp-Teens engagiert – einer digitalen Bildungsplattform für das Unternehmertum der Zukunft. Neben ihren unternehmerischen Tätigkeiten bringt sich Ostermann intensiv in den politischen Diskurs ein – besonders dann, wenn sie den Eindruck hat, dass Politik sich von der Realität entfernt.

    • 39 Min.
    Christian Weber - Führen bedeutet zu dienen

    Christian Weber - Führen bedeutet zu dienen

    „Führen“, sagt Christian Weber, „ist eine Dienstleistung“. Der Besitzer der Karlsberg-Brauerei im Saarland hat sein eigenes Verständnis vom Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Dasein: Seine Mitarbeiter geben ihre Arbeitskraft, er als Chef müsse im Gegenzug dafür sorgen, dass sie sich entfalten können. Auch sonst geht der mittelständische Familienunternehmer ungewöhnliche Wege: Investitionen finanzierte er über eine Mittelstandsanleihe. Der Vorteil: Bier zu brauen ist ein verständliches Geschäftsmodell und als Familienunternehmer steht er selbst dafür gerade, dass die Anleihezeichner ihr Geld zurückerhalten. Investoren mögen das. Von selbst allerdings läuft derzeit wenig. „Das Jahr“, sagt Weber mit Blick auf 2020, „hat keiner gebraucht.“ Umso stolzer sei er, die harte Zeit durchzustehen.

    Christian Webers Ur-Ur-Großvater gleichen Namens gründete die Brauerei, die heute neben den bekannten Marken Karlsberg und Mixery innerhalb eines Verbunds von Firmen auch Fruchtsäfte, Mineralwässer und Limonaden herstellt. Als Generalbevollmächtigter ist der 41-jährige gelernte Volkswirt seit zehn Jahren im familieneigenen Unternehmen. Er hat seitdem begonnen, durch einen gemeinsamen Werte- und Kulturwandel-Prozess die 1300 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der rund ein Dutzend Tochterfirmen einander näher zu bringen. 460 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet die Firmengruppe – 250 Millionen Euro davon mit Bier, wobei das Frankreich-Geschäft einberechnet ist. Eine seiner spektakulärsten Entscheidungen war, im Jahr 2017 ganz bewusst 30 Prozent weniger Bier zu produzieren, um damit aus manch margenschwachen Märkten auszusteigen. Erst jüngst hat Weber für das deutsche Geschäft einen CEO aus den eigenen Reihen ernannt. Zusammen mit dem CEO des französischen Geschäfts und dem CFO leitet dieses Team den Unternehmensverbund, der Familienunternehmer selbst konzentriert sich auf die langfristige Strategie und die Kultur des Unternehmens.

    • 42 Min.
    Nils Glagau - Von Indianern, Löwen & guter Führung

    Nils Glagau - Von Indianern, Löwen & guter Führung

    Er war 15 Jahre alt, als sein Vater beschloss, sich mit Produkten basierend auf der orthomolekularen Ernährungsmedizin selbständig zu machen. Heute sagt der Sohn: „Unser Gesundheitssystem ist ein Krankheitssystem.“ Nils Glagau ist Chef des Mittelständlers Orthomol, der mit seinen Produkten in der blauen Packung, die meistens ganz vorn in der Apotheke aufgereiht sind, einen Beitrag zur Gesundheit der Menschen leisten möchte. Über 400 Mitarbeiter versorgen aus Langenfeld bei Düsseldorf die Welt mit Vitaminen und Mikronährstoffen. Glagau ist Juror in der „Höhle der Löwen“, jener TV-Show, in der Unternehmer Start-ups auf den Zahn fühlen. „Die Zusammenarbeit mit den Start-ups befruchtet auch das System Orthomol“, sagt er im Podcast mit Fabian Kienbaum. Für seine Serie „Pioniere wie wir“ besucht Kienbaum junge Familienunternehmer. Er fragt sie nach dem speziellen Gen, das sie antreibt, ihr Unternehmen nachhaltig zu leiten. Wofür stehen sie? Wie führen sie? „Pioniere wie wir“ ist eine faszinierende Serie über die Generation der Nachfolger, die das Land verändert.

    **Nils Glagau**
    Wo er heute arbeitet, ist er aufgewachsen: In Langenfeld zwischen Köln und Düsseldorf machte sich sein Vater 1991 mit seiner Firma Orthomol selbständig, die Nahrungsergänzungsmittel produziert und damit einen Beitrag zur Gesundheit der Menschen leisten möchte. Der heute 45-jährige Nils Glagau übernahm nach dem Tod des Vaters 2011 zunächst u.a. gemeinsam mit seiner Schwester die Geschäftsführung des Unternehmens. Heute leitet Glagau, studierter Ethnologe mit Schwerpunkt Altamerikanistik und Ex-Betreiber einer mexikanischen Bar in Bonn, den über 400 Mitarbeiter großen Betrieb mit einem zweiten Geschäftsführer zusammen. Er selbst widmet sich dem Marketing und Vertrieb und hat einen erfolgreichen Inkubator für Start-ups gegründet – wozu auch seine Auftritte als Juror in der TV-Serie „Höhle der Löwen“ passen.

    • 43 Min.
    Antje von Dewitz - Wir müssen Verantwortung übernehmen

    Antje von Dewitz - Wir müssen Verantwortung übernehmen

    Sie sitzt im Showroom am tischtennisplattengroßen Tisch, wo Händler sonst die neuesten Berg- und Radsport-Kollektionen begutachten. Um sie herum die Kulisse von Bodensee und Bergen. Familienunternehmerin und Vaude-Chefin Antje von Dewitz hat sich eine Stunde Zeit genommen, um mit Fabian Kienbaum den Podcast „Pioniere wie wir“ aufzunehmen. Heute Abend steht noch Klettern auf dem Programm. Seit zwölf Jahren ist sie Geschäftsführerin des Outdoor-Unternehmens, das sie konsequent nachhaltig ausgerichtet hat. „Wir wollen“, sagt sie, „die Auswirkungen unseres unternehmerischen Handelns so gestalten, dass wir Mensch und Natur nicht schaden, sondern sogar einen Mehrwert schaffen. Das heißt, wir wollen zu Lösungen für globale Probleme wie Klimawandel etc. beitragen.“ Es klingt überzeugt und leidenschaftlich, es ist eine Reise, auf die sie sich begeben hat: „Es ist machbar von hier aus, eine lebenswerte Welt zu gestalten.“ Um diese Themen geht es auch in ihrem ersten Buch „Mut steht uns gut“, das dieses Jahr erschienen ist. Darin beschreibt sie den Weg von VAUDE zu einem konsequent nachhaltigen Unternehmen und zeigt, wie wir gemeinsam Großes bewegen und vorantreiben können. Vaude hat mit dieser Mission Erfolg – die Marke genießt eine hohe Glaubwürdigkeit und wächst stärker als der umkämpfte Markt.
    Fabian Kienbaum, selbst Familienunternehmer in dritter Generation, reist für seinen Podcast regelmäßig zu den Familienunternehmern und -unternehmerinnen der jüngsten Generation. Er gibt ihnen eine Stimme, fragt nach, wie viel Lust und wie viel Verantwortung sie spüren, und will wissen, was sie antreibt: „Unseren Kindern eine lebenswerte Welt zu hinterlassen“ ist die Antwort von Antje von Dewitz.

    Antje von Dewitz wuchs bei Tettnang am Bodensee auf. Der Vater Albrecht gründete 1974 das Familienunternehmen Vaude, der Name ist eine Abkürzung für die Anfangsbuchstaben des Familiennamens „von Dewitz“. Die Tochter studierte in Passau Wirtschafts- und Kulturraumstudien und hatte zunächst im Sinn, für eine NGO zu arbeiten, bevor sie sich entschloss, in das Unternehmen ihres Vaters einzusteigen. Sie wurde gleich damit beauftragt, einen neuen Geschäftsbereich aufzubauen und merkte, dass sie gerade hier sehr viel gestalten und bewirken kann, erzählt sie. Sie blieb, erhielt die Verantwortung für das Marketing, promovierte und übernahm im Jahr 2009 vom Vater die Geschäftsführung. Fortan richtet sie alle Prozesse im Haus konsequent an den Kriterien Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit aus. Von Dewitz ist politisch engagiert und gründete Anfang 2018 die Initiative „Bleiberecht für Flüchtlinge“. Die Fraktion der Grünen schickte sie als Kandidatin in die Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten. Die 48-jährige Familienunternehmerin, die ihre Mitarbeitenden dabei unterstützt, berufliche und persönliche Bedürfnisse zu verwirklichen, hat einen Traum: In zwei Jahren möchte sie gerne selbst eine Auszeit nehmen, den Rucksack packen und für zwei bis drei Monate auf große Trekkingtour gehen: „Ich liebe das Weitwandern und träume schon lange davon, Europa zu Fuß zu durchqueren.“

    • 43 Min.
    Max Viessmann - Eine Familie von 12.000

    Max Viessmann - Eine Familie von 12.000

    "Tell me why" Nicht nur das „Was“, sondern vielmehr das „Warum“ treibt ihn um: Max Viessmann, 31 Jahre jung und Co-CEO des Klima- und Energietechnik-Unternehmens Viessmann, redet darüber, warum es die Firma seit mehr als 100 Jahren gibt. „Glaubwürdigkeit“, sagt er, „entsteht durch den ständigen Nachweis, nachhaltig zu handeln“. Der Lenker eines weltweiten Familienunternehmens mit 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist verwundert über die Lethargie, mit der andere die Digitalisierung angehen. „Familienunternehmer haben immer Mut bewiesen. Sie müssen es auch jetzt tun“.
    Familienunternehmer Fabian Kienbaum hat für seinen Podcast „Pioniere wie wir“ Max Viessmann am Hauptsitz seines Unternehmens im hessischen Allendorf (Eder) besucht.

    Zur Person: Max Viessmann
    Sein Urgroßvater hat die Firma 1917 gegründet und den Stahlheizkessel erfunden. Der Großvater fügte einen Vertrieb für Deutschland hinzu und entwickelte als genialer Erfinder viele Meilensteine der Heiztechnik; der Vater machte aus dem deutschen Mittelständler einen Global Player. Und nun ist der 31-jährige Max Viessmann dran, der seit 2017 zusammen mit Co-Chef Joachim Janssen das operative Geschäft leitet. 12.300 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erzielten im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von 2,65 Milliarden Euro solide Gewinne. Und im Corona-Jahr sei das Geschäft anfangs eher noch besser gelaufen, sagt Viessmann. Der Wirtschaftsingenieur und Unternehmensberater hat in seiner Firma das „Du“ eingeführt. Der junge Vater kehrte nach seiner Ausbildung im Jahr 2015 ins Unternehmen zurück und ist inzwischen als Co-CEO zuständig für die Bereiche Klimalösungen sowie Strategie und digitale Innovationen.

    • 38 Min.

Kundenrezensionen

4.8 von 5
19 Bewertungen

19 Bewertungen

Top‑Podcasts in Wirtschaft

Zuhörer haben auch Folgendes abonniert: