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Vorträge aus dem digitalen Kolloquium "Soziologische Perspektiven auf die Corona-Krise"

Soziologische Perspektiven auf die Corona-Krise Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

    • Sozialwissenschaften
    • 4.6 • 14 Bewertungen

Vorträge aus dem digitalen Kolloquium "Soziologische Perspektiven auf die Corona-Krise"

    Jan Paul Heisig: Soziale Ungleichheiten in den gesundheitlichen Folgen der Pandemie

    Jan Paul Heisig: Soziale Ungleichheiten in den gesundheitlichen Folgen der Pandemie

    Schon früh in der Corona-Pandemie gab es Hinweise, dass sozial benachteiligte Gruppen besonders hohe Erkrankungs- und Sterberisiken tragen. Mittlerweile liegen zahlreiche Studien vor, die dieses Muster belegen und erste Hinweise auf die Ursachen geben.

    Jan Paul Heisig leitet die Forschungsgruppe Gesundheit und soziale Ungleichheit am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB).

    Nach wie vor kommen die meisten Arbeiten aus den USA und dem Vereinigten Königreich, aber auch für Deutschland und für andere Staaten der Europäischen Union gibt es inzwischen belastbare Befunde. In seinem Vortrag vom 18. November 2020 fasst Jan Paul Heisig die Ergebnisse einiger zentraler Studien zusammen. Zudem diskutiert er wichtige offene Fragen und Herausforderungen für die weitere Erforschung der laufenden und möglicher zukünftiger Pandemien.

    Moderation: Michelle Boden

    • 30 Min.
    Gabriele Klein und Katharina Liebsch: Vom Ausnahmezustand zum Krisenmodus. Körper in der Corona-Pandemie

    Gabriele Klein und Katharina Liebsch: Vom Ausnahmezustand zum Krisenmodus. Körper in der Corona-Pandemie

    In ihrem Beitrag vom 18. November 2020 diskutieren Gabriele Klein und Katharina Liebsch die Bedeutung der Fortsetzung des Ausnahmezustands und die Verstetigung des Krisenhaften, die mit dem ‚social distancing‘ für die Körper verbunden ist. Die anhaltende Präsenz des Außergewöhnlichen – Masken, Abstandsgebote, Kontaktbeschränkungen, ‚lockdown light‘ – versetzt die Körper in einen Krisen-Modus, der anhand von zwei Fragen veranschaulicht werden soll: Was bedeutet die Verstetigung des Ausnahme-Zustands für Prozesse der Vergesellschaftung von Körpern und Subjekten?Welche grundlegenden Transformationen von Körperpraktiken und Körperordnungen bringen die „Körper im Krisen-Modus“ hervor?

    Gabriele Klein ist Professorin für Soziologie und Psychologie von Bewegung, Sport und Tanz am Institut für Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg. Katharina Liebsch ist Professorin für Soziologie an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.

    Moderation: Joshua Perleberg

    • 29 Min.
    Roland Rau: (Über-)Sterblichkeit während der Corona-Pandemie

    Roland Rau: (Über-)Sterblichkeit während der Corona-Pandemie

    Ein wichtiger Indikator für die Einschätzung einer Pandemie ist die Sterblichkeit, insbesondere die Übersterblichkeit, auch Exzess-Mortalität genannt. In seinem Vortrag vom 11. November 2o2o stellt Roland Rau was man unter Exzess-Mortalität versteht und wie man diese misst. Zudem stellt er die Ergebnisse für Deutschland bis zur 41. Kalenderwoche (Verfügbarkeit am 6. November 2020) vor und kontrastiert diese mit den Entwicklungen anderer Länder sowie ausgewählten Bundesstaaten in den USA.

    Roland Rau ist Professor für Demographie an der Universität Rostock und Leiter der Forschungsgruppe Mathematische Demografie am Max-Planck-Institut für Demografische Forschung.

    • 33 Min.
    Manfred Prisching: Viren, Wirren, Wissen: eine Irritation wird bearbeitet – eine wissenssoziologische Perspektive

    Manfred Prisching: Viren, Wirren, Wissen: eine Irritation wird bearbeitet – eine wissenssoziologische Perspektive

    Die Corona-Krise verändert das Zusammenspiel von Wissenschaft, Politik, Medien und Öffentlichkeit, so die Grundannahme von Manfred Prisching. In seinem Vortrag vom 11. November mit dem Titel „Viren, Wirren, Wissen: eine Irritation wird bearbeitet“ schlug er eine wissenssoziologische Perspektive auf Veränderungsprozesse vor. Die Corona-Pandemie fordert Weltsichten heraus. Sie verändert die Rolle von Nichtwissen für Wissenschaft, Politik und Medien. Sie geht mit einer neuen Visualität der Pandemie einher, in Statistiken oder Piktogrammen. Schließlich erfordert ihre Bewältigung eine politische Symbolik.

    Manfred Prisching ist emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Graz und hat sich in seiner Arbeit mit gesellschaftlichen Krisen sowie wissenssoziologischen und zeitdiagnostischen Fragen beschäftigt.

    • 31 Min.
    Fraya Frehse: Gegenwärtige Räumlichkeiten sozialer Interaktionen und post-Corona-Urbanität in São Paulo (Brasilien)

    Fraya Frehse: Gegenwärtige Räumlichkeiten sozialer Interaktionen und post-Corona-Urbanität in São Paulo (Brasilien)

    Wenn Urbanität auf der Pluralität sozialer Alltagsinteraktionen im Stadtraum beruht, dann ist sie auch zeitlich: Interaktionen produzieren Raum. Zeit-raumsoziologisch befragt Fraya Frehse, was die Räumlichkeiten von (nicht-)verbalen Interaktionen bzgl. der Corona-Maßnahmen in São Paulo über diese Stadt nach Corona aussagen. Soziale Ungleichheiten historischer Natur verweben sich räumlich mit der Corona-Krise so, dass fünf Typen von post-Corona-Urbanität zum Vorschein kommen.

    Fraya Frehse ist seit 2006 Professorin für Soziologie (Schwerpunkt Alltags-, Stadt- und Raumsoziologie) an der Universidade de São Paulo.

    Moderation: Florian Binder

    • 29 Min.
    Stefan Liebig und Simon Kühne: Drei Monate leben unter Corona-Beschränkungen. Zentrale Ergebnisse aus der SOEP-CoV-Studie

    Stefan Liebig und Simon Kühne: Drei Monate leben unter Corona-Beschränkungen. Zentrale Ergebnisse aus der SOEP-CoV-Studie

    Im Zeitraum April bis Juni wurden mehr als 6000 Personen aus Haushalten, die an den jährlichen Erhebungen des Sozio-oekonomischen Panels teilnehmen, zu ihrer Lebenssituation in der Pandemie und ihren Wahrnehmungen und Bewertungen befragt. Damit ist es möglich, sowohl Veränderungen im Vergleich zu den Jahren vorher, als auch Dynamiken über den Beobachtungszeitraum hinweg festzustellen. In diesem Beitrag berichten Simon Kühne und Stefan Liebig zentrale Ergebnisse mit Blick auf die sozio-ökonomische Situation der Haushalte, die Art und Weise, wie sie mit den sozialen und ökonomischen Einschränkungen durch die Pandemie umgegangen sind und wie sich dies im subjektiven Wohlbefinden und der psychischen Verfasstheit widerspiegelt.

    Stefan Liebig ist Direktor des Sozio-oekonomischen Panels sowie wissenschaftliches Vorstandsmitglied des DIW Berlin. Zudem ist er seit 2019 Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin. Simon Kühne arbeitet am Lehrstuhl für Methoden der empirischen Sozialforschung mit dem Schwerpunkt quantitative Methoden der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld.

    Moderation: Joshua Perleberg

    • 33 Min.

Kundenrezensionen

4.6 von 5
14 Bewertungen

14 Bewertungen

janoe ,

Interessant

Interessante Vorträge, die bei der Bewertung der aktuellen Situation helfen. Bin gespannt auf die weiteren Folgen!

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