Regalplatz

Lebensmittel Praxis

Regalplatz – Der Podcast der Lebensmittel Praxis. In "Regalplatz" diskutieren unsere Redakteurinnen Elena Kuss, Susanne Klopsch und Theresa Kalmer gemeinsam mit ExpertInnen der Branche die aktuellen Trends im Lebensmitteleinzelhandel. Sie beleuchten Hintergründe und geben wertvolle Tipps für Handel und Hersteller. Schreiben Sie uns gerne an: redaktion@lebensmittelpraxis.de

  1. 1d ago

    Aldi USA: Warum der wichtigste Wachstumsmarkt die ganze Gruppe verändert

    Aldi ist seit 50 Jahren in den USA. Heute ist dasUS-Geschäft der größte Ländermarkt von Aldi Süd und der Discounter will weitermassiv wachsen: Bis Ende 2028 sollen es 3.200 Standorte sein. Doch selbst daskönnte erst der Anfang sein. Warum funktioniert Aldi ausgerechnet in den USA so gut? Wieschafft es der Discounter, in einem stark markengetriebenen Markt mit rund 90Prozent Eigenmarken eine Fangemeinde aufzubauen? Und warum gelingt Lidl, das2017 mit großen Ambitionen in den US-Markt gestartet ist, bislang nichtdasselbe? Darüber spricht Elena Kuss in dieser Folge von „Regalplatz“mit Markus Schröder. Der Handelsexperte kennt Aldi auch von innen: Er hatselbst als Einkäufer für den Discounter gearbeitet und sich zuletzt vor Ortangesehen, wie Aldi in den USA aufgestellt ist. Schröder erklärt, warum das reduzierte Sortiment, dieEigenmarken, die kleinen Flächen und eine über Jahrzehnte aufgebauteMarkenstärke zusammenspielen. Er nimmt die Hörer mit in einen Aldi-Markt in LasVegas und zeigt am Beispiel des Käseregals, wie es Aldi gelingt, auf deutlichweniger Fläche ein aus seiner Sicht attraktiveres Sortiment zusammenzustellenals Walmart. Auch Lidl USA kommt zur Sprache. Schröder analysiert, warumder Konkurrent trotz großer Investitionen bis heute Schwierigkeiten hat, in denUSA ausreichend Größe aufzubauen und weshalb regionale Übernahmen zumentscheidenden Hebel werden könnten. Der Blick geht aber auch zurück nach Europa und Deutschland.Denn während das US-Geschäft wächst, sieht Schröder Aldi in einigeneuropäischen Märkten unter Druck. Gleichzeitig versucht Aldi Süd, internationalstärker zu bündeln und Synergien zu heben. Genau darin sieht Schröder einRisiko: Wenn lokale Geschmacksprofile bei den Eigenmarken verloren gehen,könnte Aldi an einer seiner wichtigsten Stärken rütteln. Eine Folge über Aldis größten Wachstumsmarkt, denschwierigen US-Weg von Lidl und die Frage, welche Weichen Aldi Süd jetzt fürdie kommenden Jahre stellt.

    Aldi USA: Warum der wichtigste Wachstumsmarkt die ganze Gruppe verändert
  2. Aug 31

    Podcast aus dem Supermarkt: Wie Kraftling-Gründer Friedrich Kalthoff seinen Regalplatz gegen die Großen verteidigt

    Diese Folge „Regalplatz“ klingt anders als sonst. Denn aufgenommen wurde sie mitten im Supermarkt, zwischen Kunden, Durchsagen und piependen Kassen. Und zwar genau an dem Ort, an dem für den Ingwer-Shot-Hersteller Kraftling vor acht Jahren vieles angefangen hat. 2018 durften die beiden Gründer ihre Ingwer-Shots zum ersten Mal bei Edeka Fett in Linz am Rhein verkosten. Acht Jahre später ist Mitgründer Friedrich Kalthoff für „Regalplatz“ dorthin zurückgekehrt. Im Gespräch geht es darum, wie es eine vergleichsweise kleine Marke schafft, sich mit ihren Ingwer-Shots im Regal gegen große Wettbewerber zu behaupten. Kalthoff spricht darüber, was am Regal wirklich zählt, welche Rolle Drehung spielt und was eine Marke tun muss, damit sie ihren Regalplatz nicht nur bekommt, sondern auch behält. Dabei erzählt er offen von den vergangenen acht Jahren als Food-Unternehmer. Von verschiedenen Designversuchen und der Frage, wie stark die Verpackung über den Erfolg am Regal mitentscheidet. Von der Expansion ins Ausland und den Herausforderungen, die entstehen, wenn aus einer Idee Schritt für Schritt ein größeres Unternehmen wird. Auch Finanzierung ist Thema. Kalthoff spricht über externe Finanzierungsrunden, die Entscheidungen dahinter und darüber, was Wachstum für ein Unternehmen wie Kraftling bedeutet. Entstanden ist ein sehr offenes Gespräch über acht Jahre Ingwer-Shots, Lebensmittelhandel und Unternehmertum. Und gleichzeitig eine kleine Rückkehr zu den Wurzeln: an den Ort, an dem Kraftling zum ersten Mal zeigen durfte, ob Kunden den Ingwer-Shot überhaupt kaufen wollen. Mit dem unverwechselbaren Sound eines laufenden Supermarkts im Hintergrund.

    Podcast aus dem Supermarkt: Wie Kraftling-Gründer Friedrich Kalthoff seinen Regalplatz gegen die Großen verteidigt
  3. Aug 25

    „Ich musste Mitarbeiter entlassen“: Was Food-Unternehmerin Josefine Staats heute anders macht und wie ihr Unternehmen durch KI produktiver wird

    Wenn der Handel in einer Warengruppe verstärkt aufEigenmarken setzt, kann das für kleinere Hersteller existenzielle Folgen haben.Kulau-Gründerin und CEO Josefine Staats hat genau das erlebt. Ihr Unternehmenwuchs mit Kokosprodukten, beschäftigte zeitweise 20 Mitarbeiter und verlor dannerheblich an Umsatz. Staats verkleinerte Kulau, entließ Mitarbeiter und stelltedas Unternehmen neu auf. Heute verkauft die Marke unter anderem Algenproduktewie Nori-Snacks und arbeitet wieder profitabel. Im Gespräch mit LP-Redakteurin Elena Kuss spricht Staatsüber die Macht der Eigenmarken, schmerzhafte unternehmerische Entscheidungenund die Frage, wie KI kleinen Herstellern dabei helfen kann, mit deutlichweniger Mitarbeitern wieder zu wachsen. Sie erklärt, in welche FallenFood-Unternehmen geraten und warum Gründer nicht zu sehr in ihre eigenenProdukte verliebt sein dürfen. Entscheidend sei, den Blick auf die Kunden zurichten: Was erwarten die Einkäufer und was wollen die Shopper tatsächlich? Josefine Staats erzählt, was sie in mehr als einem Jahrzehntals Food-Unternehmerin über den Einkauf gelernt hat und welche AnforderungenHersteller erfüllen müssen, um für Einkäufer interessant zu sein. Sie erklärt,warum der Biohandel derzeit der stärkste Vertriebskanal für Kulau ist, weshalbsich der klassische Lebensmitteleinzelhandel mit dem Ausprobieren neuerProdukte häufig schwertut und warum ihm mehr Experimentierfreude guttun könnte. Außerdem verrät Staats, wie sie heute ein neuesFood-Unternehmen aufbauen würde und was für sie das wichtigste Erfolgsrezeptist. Ihre Erfahrungen gibt sie inzwischen auch als Beraterin an Unternehmenweiter, die wachsen und ihr Geschäft skalieren wollen.

    „Ich musste Mitarbeiter entlassen“: Was Food-Unternehmerin Josefine Staats heute anders macht und wie ihr Unternehmen durch KI produktiver wird
  4. Aug 18

    Eigenmarke gegen Marke: Gründer der Verbraucher-App Markendetektive, Patrick Sieber, erklärt, warum Verbraucher zur Eigenmarke wechseln und wie Hersteller ihren Regalplatz verteidigen können

    Eigenmarken gewinnen im Supermarkt immer mehr an Bedeutung. Doch steckt in Markenprodukt und Handelsmarke wirklich das Gleiche? Und wie können sich Marken behaupten, wenn die günstigere Alternative direkt neben ihnen im Regal steht? Patrick Sieber ist Gründer und CEO von Markendetektive. Die App zeigt Verbrauchern, welcher Hersteller hinter einem Produkt steckt. Seit Kurzem ist sie vollständig kostenlos. Denn Markendetektive verändert sein Geschäftsmodell und will künftig vor allem Markenhersteller und Händler dabei beraten, ihre Produkte und Sortimente weiterzuentwickeln. Die Grundlage dafür bilden die Daten aus der App. Sie zeigen zum Beispiel, welche Produkte häufig gemeinsam gekauft werden. Patrick Sieber erzählt von einer überraschenden Verbindung zwischen Schinken und Reiswaffeln. Für einen Händler hat es sich tatsächlich gelohnt, beide Produkte gemeinsam zu platzieren. Mithilfe von KI werden außerdem Nutzerdaten ausgewertet und Profile erstellt. So lässt sich genauer erkennen, warum ein Verbraucher von einer Marke zu einer Eigenmarke wechselt. Liegt es am Preis, an der Verpackung, an einer bestimmten Funktion oder an etwas ganz anderem? Diese Erkenntnisse können Herstellern helfen, ihre Produkte gezielt weiterzuentwickeln und im Wettbewerb mit Eigenmarken zu bestehen. Elena Kuss spricht mit Patrick Sieber darüber, was Eigenmarken so erfolgreich macht, was Verbraucher heute erwarten und warum die Produktion von Handelsmarken für Hersteller auch eine strategische Chance sein kann.

    Eigenmarke gegen Marke: Gründer der Verbraucher-App Markendetektive, Patrick Sieber, erklärt, warum Verbraucher zur Eigenmarke wechseln und wie Hersteller ihren Regalplatz verteidigen können

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