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Die grossen Fragen der Gegenwart, erörtert im Gespräch mit den herausragenden Köpfen unserer Zeit, so lautet seit mehr als 25 Jahren das Angebot der „Sternstunde Philosophie“. Führende Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik geben in diesem einzigartigen Fernsehformat ihre zentralen Erkenntnisse und Erfahrungen weiter. Klärende Analysen verbinden sich mit lebensnahen Denkanstössen, neue Einsichten mit kritischen Impulsen. Aufklärung für das 21. Jahrhundert

 

 

 

 

 

Sternstunde Philosophie Schweizer Radio und Fernsehen

    • Gesellschaft und Kultur
    • 5,0 • 9 Bewertungen

Die grossen Fragen der Gegenwart, erörtert im Gespräch mit den herausragenden Köpfen unserer Zeit, so lautet seit mehr als 25 Jahren das Angebot der „Sternstunde Philosophie“. Führende Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik geben in diesem einzigartigen Fernsehformat ihre zentralen Erkenntnisse und Erfahrungen weiter. Klärende Analysen verbinden sich mit lebensnahen Denkanstössen, neue Einsichten mit kritischen Impulsen. Aufklärung für das 21. Jahrhundert

 

 

 

 

 

    Leïla Slimani – Sex, Gewalt und Freiheit

    Leïla Slimani – Sex, Gewalt und Freiheit

    Leïla Slimani ist ein wahrer Superstar der Literatur. Die französisch-marokkanische Schriftstellerin und Essayistin bricht mit ihren Büchern gerne Tabus. Yves Bossart spricht mit ihr über menschliche Abgründe, über das Verlangen nach Freiheit und über unser Sexleben als Spiegel der Gesellschaft.

    2017 wollte der französische Präsident Emanuel Macron die Schriftstellerin Leïla Slimani zur Kulturministerin Frankreichs ernennen. Sie hat dankend abgelehnt. Sie wolle lieber schreiben. Denn nur im einsamen Prozess des Schreibens fühlt sich die preisgekrönte Schriftstellerin und zweifache Mutter wirklich frei. Die Sehnsucht nach Freiheit war es auch, die sie mit 17 Jahren von Marokko nach Paris geführt hat. Ihr grosses Vorbild damals war die Existentialistin Simone de Beauvoir, die ihr feministisches Denken bis heute prägt. Slimani bricht gerne Tabus und Stereotypen, etwa wenn sie über weibliche Sexsucht schreibt oder über den Mord einer Nanny an ihren Pflegekindern. Ihr neuestes Buch trägt den Titel «Das Land der Anderen» und beschreibt das Leben ihrer elsässischen Grossmutter im Marokko der 1950-er Jahre, vor dem Hintergrund der politischen Unabhängigkeitskämpfe. Über das Fremde in uns, über wahre Freiheit und die Wurzel des Bösen spricht sie mit Yves Bossart.

    • 50 Min.
    Nahtoderfahrung – Blick ins Jenseits oder Illusion des Gehirns?

    Nahtoderfahrung – Blick ins Jenseits oder Illusion des Gehirns?

    Manche schweben über dem eigenen Körper. Andere sehen ein helles Licht am Ende eines Tunnels. Immer wieder berichten Menschen von solchen Nahtoderfahrungen. Sind sie blosse Hirngespinste oder ein Fenster ins Jenseits? Yves Bossart und Olivia Röllin gehen dem rätselhaften Phänomen auf die Spur.

    Nahtoderfahrungen sind vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. Doch erst seit den 1970er-Jahren werden sie wissenschaftlich erforscht. Heute versucht man sogar, Nahtoderfahrungen und ausserkörperliche Zustände künstlich zu erzeugen. Welche Schlüsse lassen sich aus den Erkenntnissen ziehen? Verraten Nahtoderfahrungen etwas über ein Leben nach dem Tod oder sind sie blosse Illusionen des Gehirns? Wie integriert der Mensch diese rätselhaften Erlebnisse in seinem Weltbild und in seinem Leben?

    Diesen Fragen gehen Yves Bossart und Olivia Röllin in einer Begegnung der «Sternstunde Philosophie» und der «Sternstunde Religion» nach. Yves Bossart spricht mit der Soziologin und Nahtod-Expertin Ina Schmied-Knittel und mit dem Philosophen und Skeptiker Nikil Mukerji. Olivia Röllin trifft den Musiker Bo Katzman, der aufgrund einer Nahtoderfahrung sein Leben verändert hat, und unternimmt an der EPFL in Genf ein wissenschaftliches Selbstexperiment, bei dem eine ausserkörperliche Erfahrung künstlich erzeugt wird.

    • 57 Min.
    Donatella Di Cesare – Für eine neue Gastfreundschaft!

    Donatella Di Cesare – Für eine neue Gastfreundschaft!

    Die Flüchtlingsfrage ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Statt mit Abschottung und Abstumpfung zu reagieren, fordert die Philosophin Donatella Di Cesare radikales Umdenken: Eine Welt der Migration kann nur ohne Grenzen, Nationalstaaten und falsche «Wir-Identitäten» friedlich sein.

    «Ich bin eine radikale Philosophin», sagt die italienische Denkerin Donatella Di Cesare von sich selbst. In der Tat fordert die in Rom lehrende Professorin ein grundlegendes Umdenken – insbesondere mit Blick auf die Phänomene der Migration und der Existenz von Nationalstaaten. In der Spur Hannah Arendts diagnostiziert di Cesare in ihrem Werk «Philosophie der Migration» einen grundlegenden, gar tödlichen Widerspruch zwischen den Menschenrechten und der Existenz staatlicher Grenzsouveränität. Sie meint gar, Europa führe derzeit einen «Krieg gegen die Migranten». Stattdessen gelte es, eine neue Kultur «ansässiger Fremder» zu schaffen, in welcher das Recht auf Gastfreundschaft und schützende Aufnahme unbedingt regiert.

    Wie könnte so eine Welt politisch aussehen? Und: Stellt diese offene Welt gerade im globalisierten 21. Jahrhundert den einzigen Weg in ein friedvolles Miteinander dar? Überlebenswichtige Fragen, denen sich Di Cesare im Gespräch mit Wolfram Eilenberger stellt.

    • 56 Min.
    Philip Pettit – Welche Freiheit uns befreit

    Philip Pettit – Welche Freiheit uns befreit

    Er gehört zu den einflussreichsten Philosophen unserer Zeit, seine Arbeit strahlt über den Elfenbeinturm hinaus bis in die Politik: Der Ire Philip Pettit. Ursprünglich Priesteramtskandidat, verliebte er sich in die Schriften von Sartre und entdeckte die Freiheit, um die sein Denken bis heute kreist.

    Am Anfang stand für ihn die Freiheit: Im katholischen Priesterseminar spürte er, dass er sich keinen Fehltritt erlauben durfte und von der Gunst der Vorgesetzten abhing. Als er sich in Sartres Schriften verliebte, war es um ihn geschehen, sagt der gebürtige Ire: Seine Leidenschaft gehörte fortan der Philosophie. Er verliess das Priesterseminar und legte als Philosoph einen beeindruckenden Weg zurück, der in Professuren an den Eliteuniversitäten in Princeton und an der National University Australiens in Canberra gipfelte. Die Freiheit fasziniert ihn bis heute. Mit seiner frühen Erfahrung der Unterwerfung versteht er Freiheit heute in erster Linie als Freiheit von willkürlicher Herrschaft: Wirklich frei ist nur, wer sich selbst gehört. Barbara Bleisch trifft den weltbekannten Philosophen zum Gespräch und fragt nach den politischen Implikationen seines Freiheitsverständnisses, das der ehemalige spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero zum Wahlkampfmotto erhob.

    • 59 Min.
    Colson Whitehead: Wie uns Fiktion befreit

    Colson Whitehead: Wie uns Fiktion befreit

    Er hat die beiden grossen US-Literaturpreise gewonnen, den Pulitzerpreis sogar zweimal: Colson Whitehead ist der amerikanische Schriftsteller der Stunde. Wolfram Eilenberger spricht mit ihm über die Verantwortung, die damit einhergeht, und darüber, wie uns der Ausweg ins Fantastische retten kann.

    Colson Whiteheads Aufstieg zum Star der amerikanischen Literatur in den letzten Jahren hätte steiler nicht sein können: Neben dem renommierten National Book Award gewinnt er als erster Autor überhaupt mit zwei aufeinanderfolgenden Büchern den Pulitzerpreis für Belletristik. In beiden Romanen erweckt er ein Stück amerikanische Unterdrückungsgeschichte zum Leben. In «Underground Railroad» geht es um ein Netzwerk, das Sklavinnen und Sklaven im 18. und 19. Jahrhundert zur Flucht in den Norden verhilft. In «Die Nickel Boys» schreibt Whitehead über den wahren Fall von Missbrauch an schwarzen Teenagern in einer Reformanstalt der 60er-Jahre. Das Time Magazine widmete ihm daraufhin das Cover und nannte ihn «Americas Storyteller», was im Zuge der Black Lives Matter-Bewegung nicht nur als Geschichtenerzähler einer Generation, sondern einer ganzen historischen Erfahrung verstanden werden kann. Im Gespräch mit Wolfram Eilenberger spricht Whitehead darüber, wie er mit dieser extremen Rolle umgeht, über die Kunst, anderen etwas vorzumachen, und warum uns erst Fiktionen wahrhaft befreien, wenn die Realität keinen Ausweg mehr bietet.

    • 53 Min.
    Harald Welzer – «Wir müssen aufhören!»

    Harald Welzer – «Wir müssen aufhören!»

    Der Klimawandel wird zunehmend zum Störfaktor: Wir möchten weiter machen wie bisher, fürchten aber den drohenden Kollaps. Also suchen wir Strategien, Bestehendes zu optimieren. Der Sozialpsychologe und Bestsellerautor Harald Welzer plädiert demgegenüber für eine Kultur des Aufhörens.

    Vor einem guten Jahr erlitt der bekannte Soziologe Harald Welzer einen Herzinfarkt. Das Ereignis hat ihn nicht nur persönlich verändert, sondern auch seine Sicht auf die Gesellschaft. Unser eigentliches Problem ortet er in unserer Weigerung einzusehen, dass wir radikal scheitern könnten – und dass es mit uns und unserem Leben irgendwann vorbei sein wird. Wer dagegen bereit sei, vom Ende auf die Gegenwart zu blicken, gehe anders mit dieser Gegenwart um. Um diesen Blick aufs eigene Leben einzuüben, hat er mit seinem neuesten Buch einen Nachruf auf sich selbst verfasst. Im Sinne eines Nachrufs über uns nachzudenken, helfe uns auch als Gesellschaft, schreibt Welzer: Aus einer imaginierten Zukunft lasse sich die Diktatur der Gegenwart am ehesten brechen. Barbara Bleisch fragt nach, was dieses Denken aus der Zukunft wirklich bringt und warum die Option des Scheiterns verheissungsvoll sein soll.

    • 59 Min.

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