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Hannah Schmidt-Ott und Jens Bisky sprechen einmal im Monat mit den ständigen Gäst:innen Marie Schmidt und Carlos Spoerhase sowie Wissenschaftler:innen aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung über irritierende, bemerkenswerte und abseitige Themen aus Literatur, Theorie und Gesellschaft. Egal ob Romane, wissenschaftliche Studien, Gegenwartsbeobachtungen oder Sozialfiguren diskutiert werden: stets geht es um Menschen, wie sie sich aufeinander beziehen und was sie dabei freiwillig und unfreiwillig produzieren. In der Überzeugung, dass die Welt nicht unbeobachtbar ist, werden konzentriert-schweifende Gespräche ohne Belehrungsabsicht aber voller Interesse an der Wirklichkeit geführt.
Hannah Schmidt-Ott ist Redakteurin beim Online-Fachforum Soziopolis
Jens Bisky ist leitender Redakteur des Mittelweg 36
Marie Schmidt ist Literaturkritikerin bei der Süddeutschen Zeitung
Carlos Spoerhase ist Professor für Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld
Kontakt: podcast@his-online.de

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Mittelweg 36 Hannah Schmidt-Ott & Jens Bisky | PODCAST EINS

    • Gesellschaft und Kultur
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Hannah Schmidt-Ott und Jens Bisky sprechen einmal im Monat mit den ständigen Gäst:innen Marie Schmidt und Carlos Spoerhase sowie Wissenschaftler:innen aus dem Hamburger Institut für Sozialforschung über irritierende, bemerkenswerte und abseitige Themen aus Literatur, Theorie und Gesellschaft. Egal ob Romane, wissenschaftliche Studien, Gegenwartsbeobachtungen oder Sozialfiguren diskutiert werden: stets geht es um Menschen, wie sie sich aufeinander beziehen und was sie dabei freiwillig und unfreiwillig produzieren. In der Überzeugung, dass die Welt nicht unbeobachtbar ist, werden konzentriert-schweifende Gespräche ohne Belehrungsabsicht aber voller Interesse an der Wirklichkeit geführt.
Hannah Schmidt-Ott ist Redakteurin beim Online-Fachforum Soziopolis
Jens Bisky ist leitender Redakteur des Mittelweg 36
Marie Schmidt ist Literaturkritikerin bei der Süddeutschen Zeitung
Carlos Spoerhase ist Professor für Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld
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    Weitermachen

    Weitermachen

    Wie sieht der Alltag der Geisteswissenschaften aus? Die Literaturwissenschaftler Carlos Spoerhase und Steffen Martus haben ein Buch zur „Geistesarbeit“ geschrieben, eine „Praxeologie der Geisteswissenschaften“. Darin untersuchen sie das voraussetzungsreiche, vielschichtige und empfindliche Gefüge von Praktiken, das kennen und beachten sollte, wer die Geisteswissenschaften reformieren will. Es geht um Lesen, Schreiben und Exzerpieren, um Seminare, Vorlesungen, Sonderdrucke und den Konferenzschlaf. Im Zentrum stehen dabei Friedrich Sengle und Peter Szondi.
    Steffen Martus lehrt Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.
    Carlos Spoerhase ist Literaturwissenschaftler in München.
    Literatur:
    Carlos Spoerhase / Steffen Martus, „Geistesarbeit“, Berlin 2022.Peter Szondi, „Theorie des modernen Dramas“, Frankfurt am Main 1963.Friedrich Sengle, „Der Umfang als Problem der Dichtungswissenschaft“, in: ders., „Literaturgeschichtsschreibung ohne Schulungsauftrag. Werkstattberichte, Methodenlehre, Kritik“, Tübingen, 1980, S. 59-64.Anke te Heesen, „Revolutionäre im Interview. Thomas Kuhn, Quantenphysik und Oral History“, Berlin 2022.Julian Hamann / Wolfgang Kaltenbrunner, “Biographical Representation, from Narrative to List. The Evolution of Curricula Vitae in the Humanities, 1950 to 2010”, in: „Research Evaluation“ 2022 (1).„The Chair“, Netflix 2021.Kontakt: podcast@his-online.de

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    • 39 min
    Bewerben

    Bewerben

    Wer sich um eine Arbeitsstelle bemüht, ist zumeist darauf angewiesen, die potenzielle Arbeitgeberin im Rahmen einer Bewerbung von seinen Qualitäten zu überzeugen. Wie ein solches Stellengesuch auszusehen hat, welchen Ton man wählt, welche Unterlagen beilegt, ist in vielen Branchen klar geregelt – was allerdings nicht bedeutet, dass nicht immer auch das Gegenteil richtig sein kann. Mit Marie Schmidt sprechen wir über Timo Luks kulturhistorische Studie „In eigener Sache“, in der er den Veränderungen nachspürt, die Form und Inhalt von Bewerbungen im Laufe der vergangenen 250 Jahre durchlaufen haben. Außerdem geht es um Sprachspiele, Strukturzwänge und eigene Erfahrungen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt.
    Marie Schmidt ist Literaturkritikerin bei der Süddeutschen Zeitung
    Literatur:
    Heiker Geissler, „Saisonarbeit“, Spector Books 2014.
    Franz Kafka: „Der Verschollene“, Kurt Wolff Verlag, 1927.
    Joachim Walther, „Bewerbung bei Hofe“, Verlag Neues Leben 1982.
    „Suits“ (Serie von Universal Television), Season 1, Episode 1, 2011.
    Timo Luks: „In eigener Sache. Eine Kulturgeschichte der Bewerbung“, Hamburger Edition 2022.
    „Work Hard – Play Hard“ (Dokumentarfilm von Carmen Losmann), 2011.
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    • 33 min
    Preisen

    Preisen

    Bald ist es wieder so weit: Die schwedische Akademie verkündet, wer in diesem Jahr den Literaturnobelpreis erhält. Die Haltung zu diesem und zu anderen Literaturpreisen ist ambivalent: Die Bekanntgabe der Preisträger*innen wird mit Spannung erwartet und von der Öffentlichkeit mit großem Interesse verfolgt, die getroffene Wahl aber nicht selten skandalisiert. Über Inszenierung und Logik der Preisvergabe, die Folgen für das literarische Leben und den Betrieb sowie die Unterschiede zu Rankings unterhält sich Jens Bisky mit dem Literaturwissenschaftler Carlos Spoerhase und dem Soziologen Tobias Werron. Sie fragen: Wie würde ein Ranking der wichtigsten Literaturpreise aussehen?    
     
    Carlos Spoerhase ist Professor für Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München
    Tobias Werron ist Professor für Soziologische Theorie und Allgemeine Soziologie an der Universität Bielefeld
    Literatur:
     
    James F. English: „The Economy of Prestige. Prizes, Awards, and the Circulation of Cultural Value“, Harvarp UP 2008.
    Lisa McCormick: „Performing Civility. International Competitions in Classical Music“, Cambridge UP 2015.
    Edward St. Aubyn: „Der beste Roman des Jahres“, Piper 2015, aus dem Englischen von Nikolaus Hansen.
    Giacomo Negro / Balázs Kovács / Glenn R. Caroll: „Whats Next? Artist’s Music after Grammy Awards“, in: American Sociological Review 202, Vol. 87 (4), S. 644–674.
    Thomas Bernhard: „Meine Preise“, Suhrkamp 2009.
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    • 38 min
    Lesen

    Lesen

    In der Sommerfolge sprechen die Literaturkritikerin Marie Schmidt und die Wissenschaftsredakteurin Hannah Schmidt-Ott über das Lesen als Praxis und Geschäft. Es geht um die Entwicklungen des Feuilletons unter dem Primat der Klickzahlen, die Untiefen des Rezensionswesens und die Folgen der Déformation professionnelle. Außerdem gibt’s Lesetipps für den Sommer.
    Marie Schmidt ist Literaturkritikerin bei der Süddeutschen Zeitung
    Hannah Schmidt-Ott ist Redakteurin beim Online-Fachforum Soziopolis
    Literatur:
    Andreas Reckwitz: „Die Gesellschaft der Singularitäten“, Suhrkamp 2017.
    Isaak Babel: „Wandernde Sterne. Dramen, Drehbücher, Selbstzeugnisse“, Hanser 2022, aus dem Russischen übersetzt von Bettina Kaibach und Peter Urban
    Juliet Mitchell „Psychoanalyse und Feminismus. Freud, Reich, Laing und die Frauenbewegung“, Suhrkamp 1998, aus dem Englischen übersetzt von Brigitte Stein und Holger Fliessbach.
    Jennifer Egan „Der größere Teil der Welt“ Schöffling & co 2010, aus dem Englischen übersetzt von Heide Zeltmann.
    Jennifer Egan „Candy House“, Simon & Schuster 2022.
    Marie Gamillscheg: „Aufruhr der Meerestiere“, Luchterhand 2022.
    Sven Pfizenmaier: „Und draußen feiern die Leute“, Kein & Aber 2022.
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    • 35 min
    Generalisieren

    Generalisieren

    Was haben Chicago und Fruchtfliegen gemeinsam? Sie nehmen in der Soziologie beziehungsweise der Biologie jeweils die Rolle von „Model Cases“ ein. Es handelt sich um besonders gut beforschte Einzelfälle, deren Eigenschaften generalisiert werden und die unsere allgemeinen Vorstellungen – etwa von der amerikanischen Stadt – unverhältnismäßig stark prägen. Anhand des gleichnamigen Buchs von Monika Krause sprechen wir über das Generalisieren in den Sozial- und Literaturwissenschaften und fragen nach der Bedeutung von Gelegenheitsstrukturen in Forschungsprozessen, den Folgen der Kanonisierung von Denker:innen und der Rolle, die Geschichtsphilosophie bei der Konzentration auf „Model Cases“ spielt.
    Carlos Spoerhase ist Professor für Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld.
    Literatur:
    Andrew Piper: Can We Be Wrong? The Problem of Textual Evidence in a Time of Data, Cambridge UP 2020.
    Angela N. H. Creager / Elizabeth Lunbeck / M. Norton Wise (Hg.): Science without Laws: Model Systems, Cases, Exemplary Narratives, Duke UP 2007.
    Daniel Silver / Cinthya Guzman / Sébastien Parker / Lars Döpking: The Rhetoric of the Canon: Functional, Historicist,
    and Humanist Justifications, in: The American Sociologist 2022.
    Heike Behrend: Menschwerdung eines Affen. Eine Autobiografie der ethnografischen Forschung, Matthes & Seitz Berlin 2020.
    Laurent Binet Die siebte Sprachfunktion, Rowohlt 2018, aus dem Französischen übersetzt von Kristian Wachinger.
    Marc Escola: La preuve par Proust, in: Nouvelle revue d’esthétique 2/2020, S. 53–68.
    Monika Krause: Model Cases. On Canonical Research Objects and Sites, Chicago UP 2021, erscheint 2023 in deutscher Übersetzung in der Hamburger Edition.
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    • 38 min
    Nachholen

    Nachholen

    Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine herrscht dort Krieg und wir stellen fest, dass wir wenig wissen über die Geschichte und Gegenwart des Landes. Angesichts dieses Nachholbedarfs entscheiden wir uns für das Naheliegende: Gemeinsam mit der Literaturkritikerin Marie Schmidt wenden wir uns drei Büchern zu, die ganz unterschiedliche Schlaglichter auf die Ukraine und ihre Bewohner:innen werfen, aber gemeinsam haben, dass sie viele Einzelheiten aufrufen, die sich zum Panorama verdichten. Wir sprechen über „Unsere Anderen“ von Olesya Yaremchuck, „Offene Wunden Osteuropas“ von Franziska Davies und Katja Makhotina sowie „In Isolation“ von Stanislaw Assejew.
    Marie Schmidt ist Literaturkritikerin bei der Süddeutschen Zeitung
    Literatur:
    Felix Schnell: Räume des Schreckens. Gewalt und Gruppenmilitanz in der Ukraine 1905–1933, Hamburger Edition 2012.
    Franziska Davies / Katja Makhotina: Offene Wunden Osteuropas. Reisen zu Erinnerungsorten des Zweiten Weltkriegs, wbg Theiss 2022.
    Ilya Kaminsky: Republik der Taubheit, Hanser 2022, aus dem Englischen übersetzt von Anja Kampmann.
    Miron Zownir / Kateryna Mishchenko: Ukrainische Nacht, Spector Books 2015.
    Olesya Yaremchuk: Unsere Anderen. Geschichten ukrainischer Vielfalt, ibidem Verlag 2021, aus dem Ukrainischen übersetzt von Christian Weise.
    Serhij Zhadan: Internat, Suhrkamp 2018, aus dem Ukrainischen übersetzt von Juri Durkot und Sabine Stöhr.
    Stanislaw Assejew: In Isolation. Texte aus dem Donbass, Edition.fotoTAPETA 2020, aus dem Ukrainischen und Russischen übersetzt von Claudia Dathe und Sofiya Onufriv.
    Wassili Grossman: Leben und Schicksal, Ullstein 2020, aus dem Russischen übersetzt von Annelore Nitschke, Madeleine von Ballestrem, Arkadi Dorfmann und Elisabeth Markstein.
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    • 46 min

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