30 Folgen

Was verraten Netflix-Kochshows über unsere Gesellschaft? Ist woke das neue narzisstisch? Und warum trinken jetzt eigentlich alle Ingwershots? Wir sprechen über Phänomene, die unsere Gegenwart ausmachen – die ZEIT-Feuilleton-Redakteure Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod und Apples Sprachassistentin Siri begleiten die Hörerinnen und Hörer durch die Jetztzeit.

Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.

Die sogenannte Gegenwart ZEIT ONLINE

    • Gesellschaft und Kultur
    • 4,3 • 366 Bewertungen

Was verraten Netflix-Kochshows über unsere Gesellschaft? Ist woke das neue narzisstisch? Und warum trinken jetzt eigentlich alle Ingwershots? Wir sprechen über Phänomene, die unsere Gegenwart ausmachen – die ZEIT-Feuilleton-Redakteure Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod und Apples Sprachassistentin Siri begleiten die Hörerinnen und Hörer durch die Jetztzeit.

Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.

    Boomer, ich will deine Unschuld

    Boomer, ich will deine Unschuld

    Sichere Rente, Erholung auf den Kanaren, rotes Fleisch zum Grillen, und gendern wollen sie auch nicht: Die Boomer sind mal wieder los!

    Auch bei der Bundestagswahl wird es wohl die Generation 55+ sein, die am Ende darüber entscheidet, wo es in Zukunft lang gehen soll. Dabei werfen angesichts der Klimakrise und anderen tiefgreifenden politischen Herausforderungen viele Junge den sogenannten Babyboomern schon lange vor: Ihr seid von gestern und müsst endlich Macht an uns abgeben!

    Ist diese Wut gerechtfertigt? Woher kommt das Feindbild Boomer? Und sind die Jüngeren am Ende vielleicht doch bloß neidisch?

    Darüber diskutieren die beiden Power-Millennials Nina Pauer und Lars Weisbrod in der neuen Folge des Feuilleton-Podcasts Die sogenannte Gegenwart.

    • 58 Min.
    Wo sind eigentlich Nina, Lars und Ijoma?

    Wo sind eigentlich Nina, Lars und Ijoma?

    Wir mussten die Sommerpause nochmal ein wenig verlängern. Aber am 20.9. geht's weiter, versprochen!

    • 1 Min.
    Warum duzt die SPD?

    Warum duzt die SPD?

    Zu den wiederkehrenden Ritualen der Demokratie gehört der Wahlkampf. Er verlangt allen Beteiligten ein Höchstmaß an Selbstverleugnung und Absenkung der Schmerzgrenze ab: Die Parteien müssen den double bind vollbringen, ihr Profil zu schärfen, also den Kampfesmut ihrer Anhänger zu stärken, dürfen aber gleichzeitig keine unentschiedenen Wechselwähler verschrecken. Denn man möchte ja neue Wähler gewinnen. Man muss Entschlossenheit und Tatkraft zeigen, ja, immer auch etwas Wut über den Status quo, sollte aber gleichzeitig niemanden ausgrenzen, sondern das Gemeinsame und das gemeinsam Machbare beschwören. Und wo es Zielkonflikte gibt, muss man sich gnadenlos für Komplexitätsreduktion entscheiden, damit klar ist: Alles muss sich ändern, aber keiner muss den Gürtel enger schnallen. Es muss an die Unzufriedenheit appelliert werden (wer ist schon zufrieden?), aber es muss auch klar sein, dass Abhilfe möglich ist.

    Und weil die nächste Bundestagswahl bevorsteht, hat sich der Feuilleton-Podcast Die sogenannte Gegenwart den aktuellen Wahlkampf mal genauer angeschaut. Denn Wahlkampf – das sind Slogans, Bilder und Narrative, also genau das, was ein phänomenologisch informierter Podcast wie Die sogenannte Gegenwart zu leisten vermag. Was ist so schlimm am Lastenfahrrad, in das die Grünen die traditionelle Kernfamilie setzen? Warum spielen CDU-Mitarbieter auf ihren Plakaten "normale Menschen"? Hat die FDP das Testosteron-Level und das Virilitätsprofil in ihrer Selbstdarstellung gesenkt? Und warum duzt mich die SPD? Nina Pauer und Ijoma Mangold haben versucht, den Parteien Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

    • 1 Std. 12 Min.
    Von Außengastro bis Neo-Barock

    Von Außengastro bis Neo-Barock

    Umarmen oder doch nicht? Wie soll man sich in der aktuellen Corona-Spätphase bloß begrüßen? Was steckt hinter dem Buzzword "Reverse Mentoring"? Und wann ist der Megatrend Minimalismus endlich mal vorbei? Um solche Fragen dreht sich das Spiel "Gegenwartscheck", das Nina Pauer, Ijoma Mangold und Lars Weisbrod alle zwei Wochen in ihrem Podcast Die sogenannte Gegenwart spielen.

    In der neuen Folge des Feuilletonpodcasts läuft aber alles ein bisschen anders: Die Hörerinnen und Hörer reden ein Wörtchen mit! Denn aufgezeichnet wurde diesmal vor digitalem Livepublikum, beim Podcastfestival der ZEIT. Zusammen mit über 500 Zuschauerinnen und Zuschauern kämpfen die drei Hosts gegeneinander, im XXL-Gegenwartscheck: Wer fühlt den Puls der Zeit am deutlichsten? Wer hat die Gegenwart schon verstanden vor allen anderen? Und welche Beobachtungen der Hosts fallen beim Publikum gnadenlos durch?

    Schauen Sie sich die Aufzeichnung des Podcasts hier an: https://www.zeit.de/video/2021-06/6260326024001/die-sogenannte-gegenwart-in-der-videoaufzeichnung-beim-zeit-online-podcastfestival

    • 1 Std. 16 Min.
    Sind Männer auch nur Eltern?

    Sind Männer auch nur Eltern?

    Benutzte Windeln, zu kleinen Quadraten zusammengeschnürt, liegen verstreut in der Wohnung. Das Baby schläft nicht, die Mutter ist am Ende und der Vater fragt wieder einmal, kraftlos und müde: "Oder soll ich sie noch mal in die Trage nehmen?" Von den tief verzweifelten Momenten bis hin zu den großartigen Kleinigkeiten: Wie lässt sich Elternsein heute realistisch darstellen? Und was verrät das ganze Gerede über Kitaabholzeiten und Reiswaffeln über unsere Gegenwart? Wer das wissen will, sollte sich unbedingt die traurig-lustige Comedyserie "MaPa" anschauen, beim deutschen Streamingdienst Joyn.

    Nina Pauer und Lars Weisbrod sprechen in der neuen Folge des Feuilletonpodcasts über "MaPa" und die große Frage, wie Serien und Bücher kunstvoll von einer Zeit im Leben erzählen können, die sich nur schwer in herkömmlichen Plots wiedergeben lässt.


    Weitere Informationen zur Folge:


    - Bingewatching: Die besten TV-Serien im Mai
    (https://www.zeit.de/kultur/film/2020-05/binge-watching-netflix-amazon-prime-mapa-the-eddy-serien)


    - "MaPa": Wir wollen den Witwer sehen!
    (https://www.zeit.de/2021/17/mapa-fernsehserie-joyn-zweite-staffel)


    - Neben "MaPa" erwähnen wir unter anderem das Buch "Liebe" von Karl Ove Knausgård, den Essay "Revolutionär" von Ursula März (https://www.zeit.de/2017/03/eltern-zeit-nichtstun-antikapitalismus-rebellion), außerdem zwei weitere Serien: "Louie" von Louis C. K. und "Atlanta" von Donald Glover.

    • 58 Min.
    Das ist ja wohl der Oberhummer!

    Das ist ja wohl der Oberhummer!

    Auf YouTube wurde Jordan Peterson zum Weltstar, weil er seine Psychologievorlesungen mitschnitt und ins Netz zu stellte. Seine Thesen sind pointiert und provokant und widersprechen allen Glaubenssätzen, die man im linksliberalen Milieu für kostbar hält: Egal ob es um den Gender-Pay-Gap, die Macht des Patriarchats oder die Frage nach der ökonomischen Ungleichheit geht, Jordan Peterson geht keiner Auseinandersetzung aus dem Weg – und nennt seine Gegner gerne einmal "Kulturmarxisten". Wer an die herrschaftsfreie Gesellschaft glaubt, den provoziert Peterson mit evolutionsbiologischen Anekdoten über Hummer, die schon seit Hunderttausenden von Jahren ihre brutalen Dominanzhierarchien ausfechten – und den Menschen ähnlicher seien, als uns bewusst sei.

    Anlass genug für Ijoma Mangold und Lars Weisbrod, sich über Peterson zu streiten: Ist er nur ein begriffsloser Biologist, der mehr Verwirrung stiftet als zur Klärung beiträgt? Oder haben wir es hier mit einem begnadeten Eklektiker zu tun, der uns endlich einen neuen Blickwinkel auf unsere Probleme ermöglicht? Der Mann, der wie kaum ein anderer Denker in den vergangenen Jahren das Internet polarisiert hat, bringt auch die beiden Hosts des Feuilletonpodcasts "Die sogenannten Gegenwart" ganz ordentlich in Wallung.

    Weitere Informationen zur Folge:

    - Channel 4 News: Jordan Peterson debate on the gender pay gap, campus protests and postmodernism
    (https://www.youtube.com/watch?v=aMcjxSThD54)

    - GQ: Jordan Peterson: "There was plenty of motivation to take me out. It just didn't work"
    https://www.youtube.com/watch?v=yZYQpge1W5s

    - Jordan Peterson: "Jenseits der Ordnung. 12 weitere Regeln für das Leben". Münchner Verlagsgesellschaft (23 Euro)

    - Jordan Peterson: "Warum wir denken, was wir denken". Münchner Verlagsgesellschaft (39,99 Euro).

    • 1 Std. 12 Min.

Kundenrezensionen

4,3 von 5
366 Bewertungen

366 Bewertungen

jeeldi ,

Gute Nachrichten

Dass keiner der beiden Feuilletonisten, wenn es um den gender pay gap und die Berufswahlen von Frauen und Männern auch in emanzipierten Gesellschaften geht, darauf kommt zu argumentieren, dass es auch ein Hinweis auf - Achtung, Reizwort: strukturelle Diskriminierung ist, dass „Berufe mit Menschen“ anstatt „Berufe mit Dingen“ (so die Unterscheidung im Podcast) ein entsprechendes Entlohnungsgefälle haben, spricht m.E. Bände für die zunehmend eingeschränkte, um sich selbst kreisende Debatte der letzten Folgen. Zum Glück kommt bald Nina Pauer wieder, ich freue mich schon, denn eigentlich höre ich den Podcast mit seinen verspielten Kategorien und großen Themen sehr gern.

selfieage ,

„Don Alfonso …

… der gefürchtete rechtsaußen (!) Kolumnist“

Noch alle Tassen im Schrank?

Vielleser ,

Weder unterhaltsam noch erkenntnisreich

Leider ist der Podcast sehr langweilig, teilweise sogar nervig. Besonders Iljoma Mangold redet unglaublich laut, unterbricht ständig seine weibliche Partnerin nach dem Motto: Ich weiß auch was!
Wer gern Leuten zuhört, die sich gern reden hören und schon immer mal ein größeres Publikum für ihre belanglosen Ansichten haben wollten, wird an diesem Podcast Freude haben.

Top‑Podcasts in Gesellschaft und Kultur

Listeners Also Subscribed To

Mehr von ZEIT ONLINE