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Warum kostet ein Kalb in Deutschland nur ein paar Euro? Kann Joe Biden die USA versöhnen? Und sind die Volksparteien noch zu retten?

Am Ende der Woche sprechen wir über Politik – was sie antreibt, was sie anrichtet, was sie erreichen kann. Jeden Freitag zwei Moderatoren, ein Gast und ein Geräusch.

Im Wechsel hören Sie hier Ileana Grabitz, Peter Dausend, Tina Hildebrandt, und Heinrich Wefing.

Das Politikteil ZEIT ONLINE

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Warum kostet ein Kalb in Deutschland nur ein paar Euro? Kann Joe Biden die USA versöhnen? Und sind die Volksparteien noch zu retten?

Am Ende der Woche sprechen wir über Politik – was sie antreibt, was sie anrichtet, was sie erreichen kann. Jeden Freitag zwei Moderatoren, ein Gast und ein Geräusch.

Im Wechsel hören Sie hier Ileana Grabitz, Peter Dausend, Tina Hildebrandt, und Heinrich Wefing.

    Olaf Scholz oder: Funktioniert Politik auch ohne Emotion?

    Olaf Scholz oder: Funktioniert Politik auch ohne Emotion?

    Seitdem Scholz Bundeskanzler ist, wird viel über die Bedeutung von Gefühlen in der Politik gesprochen – weil Scholz so wenig Emotionen vermittelt. In geradezu sturer Nüchternheit übt er sein Amt aus, liest Reden oft weitgehend tonlos vom Blatt ab und inszeniert sich im Berliner Politiktheater als die Verkörperung der reinen Vernunft. Bei der Bevölkerung kommt dieser Stil allerdings bisher nicht gut an. Während die Zustimmung für seine zurückhaltende Ukraine-Politik laut Umfragen hoch ist, werden seine Kommunikation und seine Auftritte von der Mehrheit der Deutschen kritisch gesehen. Muss er sich ändern – oder nur anders präsentieren?

    In der neuen Folge von "Das Politikteil" sprechen wir mit dem Schauspieler Ulrich Matthes über die Bedeutung von Emotionen, Rollen und Inszenierungen in der Politik, über sein Dasein als sozialdemokratisch orientierter Merkelianer, über die Basilikumexplosion auf seinem Balkon – und über ein "A*******h".

    Ulrich Matthes ist ein hochdekorierter Theater- und Filmschauspieler und war zwischen 2019 und 2022 Präsident der Deutschen Filmakademie. Zu seinen Auszeichnungen zählen unter anderem der Bayerische Filmpreis, die Goldene Kamera, der Grimme-Preis und der Faust-Theaterpreis. Gleich zweimal wurde er als Schauspieler des Jahres ausgezeichnet. Das Bundesverdienstkreuz erhielt er allerdings nur einmal. Matthes ist der Sohn eines Journalisten, sein Vater hatte führende Positionen beim "Tagesspiegel" inne. Der 63-Jährige gilt als einer der politischen Köpfe in der deutschen Künstlerszene.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

    • 1 Std. 6 Min.
    Andrij Melnyk: "Ich weine fast jeden Tag"

    Andrij Melnyk: "Ich weine fast jeden Tag"

    Seit der russischen Invasion in die Ukraine ist der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, einer der schärfsten Kritiker der Ukraine-Politik der Bundesregierung. Deutschland liefere zu wenig Waffen und dies auch zu zögerlich, moniert er. Er und seine Landsleute fühlten sich auch angesichts der großen Wirtschaftsstärke Deutschlands im Krieg gegen Wladimir Putin im Stich gelassen.

    In der neuen Folge von „Das Politikteil“, das beim Podcastfestival von ZEIT ONLINE live aufgezeichnet wurde, sprechen wir mit Melnyk über die Lage im Donbass, seine Kritik an der Rolle Deutschlands sowie über seine Seelenlage nach über hundert Tagen Krieg. „Ich weine fast jeden Tag. Abends, wenn ich Zuhause bin und mir die Lage in meiner Heimat ansehe“, sagte der Botschafter.

    Im Podcast bekannte sich Melnyk abermals zu seiner großen Enttäuschung über den außenpolitischen Kurs von Bundeskanzler Olaf Scholz. „Deutschland hat alle Möglichkeiten in der Hand um zu helfen“, sagte er, aber das Land bliebe hinter den Möglichkeiten zurück. Melnyk bezog außerdem Stellung zu der Ausladung des Bundespräsidenten seitens der Ukraine und verteidigte seine Äußerung gegenüber Scholz, den er als „beleidigte Leberwurst“ bezeichnet hatte. „Beleidigte Leberwurst ist für mich ein sehr schöner Ausdruck, der zeigt, wie reich die deutsche Sprache ist. Ich hoffe, dass ich Scholz mit diesem Ausdruck nicht beleidigt habe.“

    Im Podcast Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

    • 48 Min.
    Fast wie bei Shakespeare: Die Briten, ihr Premier und die Queen

    Fast wie bei Shakespeare: Die Briten, ihr Premier und die Queen

    Das Vereinigte Königreich erlebt in diesen Tagen eine fast unheimliche Gleichzeitigkeit von Glanz und Elend: Da herrscht einerseits große Euphorie anlässlich des Platinjubiläums der Queen, andererseits Fassungslosigkeit ob des Niedergangs von Boris Johnson, der gerade ein Misstrauensvotum seiner eigenen Partei nur knapp überstand. Monarchie und Premier eint die unsichere Zukunft: Ob sich Johnson trotz der Kritik bis zur nächsten Wahl halten kann ist genauso ungewiss wie das Schicksal des britischen Königshauses nach dem Tod der hoch betagten Elizabeth II.

    In der neuen Folge von "Das Politikteil" sprechen wir mit ZEIT-Autor Jan Roß über die Krisen des Vereinigten Königsreichs und versuchen die Briten selbst zu ergründen. Wie passt die Faszination für die in Riten erstarrte Monarchie zusammen mit der dann doch großen Geduld mit einem Premier, der auf alle Konventionen pfeift?

    Roß, ein ebenso großer Kenner wie Liebhaber des Vereinigten Königreichs und Autor des Buchs "Boris Johnson – Porträt eines Störenfrieds", gibt im Podcast interessante Einblicke in die Seelenlage der Briten, erklärt die Anziehungskraft der Queen und wagt eine Prognose für die politische Zukunft des Premierministers: "Was Johnson killen wird, ist, wenn die Leute endgültig das Gefühl haben: ‚Was für ein privilegiertes A*******h.‘ Und nicht mehr: ‚Was für ein erfrischender Rebell.‘

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

    • 59 Min.
    "Das lässt Angela Merkel nicht auf sich sitzen"

    "Das lässt Angela Merkel nicht auf sich sitzen"

    Acht Monate lang war sie unsichtbar für die Öffentlichkeit, nun taucht die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Reihe sorgsam choreografierter Auftritte langsam wieder auf.

    Warum sie das tut, was sie zu sagen hat und wie sich das Bild Merkels verändert hat – darüber sprechen wir in "Das Politikteil", dem politischen Podcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, mit einem der besten Kenner des politischen Berlin: Zu Gast ist Nico Fried, der langjährige Berliner Bürochef der "Süddeutschen Zeitung". Er hat Merkel während ihrer Amtszeit intensiv beobachtet und sie auf vielen Reisen begleitet.

    Merkels Rückkehr ist vor allem deshalb so interessant, weil sich seit ihrem Abschied aus der aktiven Politik so viel verändert hat, auch der Blick auf ihre Kanzlerschaft: War ihre Russland-Politik falsch? Waren all ihre Gespräche mit Putin vergebens? Und warum ließ sie es zu, dass die Ostseepipeline Nord Stream 2 gebaut und Deutschland immer abhängiger von russischem Gas wurde?

    Mit Nico Fried diskutieren wir, ob angesichts der russischen Invasion in der Ukraine die Geschichte von Merkels Kanzlerschaft jetzt neu geschrieben werden muss. Und Fried erklärt den Unterschied zwischen "merkeln" und "scholzen".

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

    • 1 Std. 3 Min.
    Er ist wieder da: Warum ein Comeback Donald Trumps als US-Präsident näher rückt

    Er ist wieder da: Warum ein Comeback Donald Trumps als US-Präsident näher rückt

    Vor eineinhalb Jahren schien der Spuk vorbei zu sein. Mit dem Wahlsieg von Joe Biden endete die vierjährige Amtszeit von Donald Trump als US-Präsident. America First, rassistische und sexistische Ausfälle, Beleidigungen politischer Widersacher, Angriffe auf die "Lügenpresse", öffentliche Bewunderung für autoritäre Machthaber – all das, so glaubte man in Europa, sei nun Geschichte. Doch zu den "midterm elections", den Zwischenwahlen in den USA, bringt Trump 130 Kandidaten an den Start, die so ticken wie er. Setzen sie sich bei den Kongress- und Gouverneurswahlen im Herbst durch, rückt sein Comeback als Präsident entscheidend näher. Und der Spuk kehrt zurück.

    In der neuen Folge von "Das Politikteil" sprechen wir mit der USA-Korrespondentin der ZEIT, Amrai Coen, über ein zutiefst gespaltenes Land, die mysteriöse Verwandlung des "Hillbilly-Elegy"-Autors J.D. Vance vom entschiedenen Trump-Kritiker zum unterwürfigen Trump-Bewunderer, über die Fehler von Joe Biden – und wer oder was eine zweite Präsidentschaft von Trump noch verhindern kann.

    Amrai Coen war zum Zeitpunkt der Aufnahme des Podcasts in Texas unterwegs, um über die Folgen einer Verschärfung des Abtreibungsrechts zu berichten. Kurz vor unserem Gespräch lief ein 18-Jähriger im texanischen Uvalde Amok und erschoss mindestens 19 Kinder und zwei Erwachsene. Waffengewalt und Abtreibung: der Streit darüber ist entscheidender Treiber für die fortschreitende Spaltung der US-Gesellschaft. Auch das ist Thema.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

    • 58 Min.
    Ukraine: Was heißt eigentlich gewinnen?

    Ukraine: Was heißt eigentlich gewinnen?

    Seit mehr als 80 Tagen behauptet sich die Ukraine unerwartet erfolgreich im Krieg gegen Russland. In der vergangenen Woche stießen ukrainische Soldaten bis an die russische Grenze vor, sogar über eine Rückeroberung der Krim wird inzwischen gesprochen. Zugleich schnürt Russland dem Land den Zugang zum Meer immer weiter ab.

    Sogar der zögerliche Olaf Scholz sagt inzwischen: Die Ukraine muss gewinnen. Aber was heißt das eigentlich, gewinnen? Wer hat welche Ziele? Welche Szenarien sind realistisch? Und welche Rolle spielen die USA, die immer wieder mit weitreichenden Statements gegen Putin vorpreschen?

    In der neuen Folge von "Das Politikteil" diskutieren wir darüber mit der außenpolitischen Koordinatorin der ZEIT, Anna Sauerbrey. Die Expertin für Außenpolitik erklärt, dass Russland eigentlich jetzt schon verloren hat
    und warum eine Rückeroberung der Krim trotz jüngster Erfolge der ukrainischen Armee eher unwahrscheinlich ist. Sie beschwert sich darüber, dass wir immer nur über die Bilder aus der Ukraine sprechen anstatt über die grausame Wirklichkeit dort. Und sie erklärt, warum es sinnvoll ist, sich über eine gesichtswahrende Lösung für Putin Gedanken zu machen.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

    • 57 Min.

Kundenrezensionen

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657 Bewertungen

657 Bewertungen

jgrdchkänghkvfbb ,

Interessante Gespräche

Interessante und meist gut informierte Gäste, vielen Dank für diese tiefergehenden Gespräche. Geärgert hat mich die Gästin, die über Afghanistan sprach und über die Konsequenzen, die die erneute Talibanherrschaft für die dortigen Frauen bedeutet. Sie berichtete ausschließlich über eine Frauenklinik, in der sie den Umgang des Talib mit den (zumeist ja gut ausgebildeten) Mitarbeiterinnen beschrieb: Liberaler und freundlicher „Aufpasser“, der mit den Ärztinnen scherzt, die sich ihren Freiraum bewahren können. Angesichts des so großen Leids der Frauen und Mädchen in Afghanistan, das sie nun wieder durch die Taliban erleiden müssen, fand ich die Berichterstattung eine Unverschämtheit und absolut pietätlos.

DerGrabolny ,

1A

Das Politikteil ist momentan der beste Podcast, den ich kenne. Eine Stunde Unterhaltung mit Tiefgang.

ämini ,

Schwere Waffen

Wir müssen garnichts !!!!!!!!!!!

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