Fachlich. Menschlich.

Jonas Warnecke

Ich bin Jonas, Erzieher und seit März 2025 selbst Papa. Hier teile ich, was ich in der Kita sehe, was ich zuhause mit meinem Kind lerne, und wo Theorie und Alltag aufeinanderprallen — bedürfnisorientiert, ohne Perfektionismus. Neue Folgen Mo + Fr · 19:00 Uhr. Themen: Wutanfälle, Autonomiephase, Bindung & Grenzen, Schlaf, Gehirnentwicklung, Selbstmitgefühl für müde Eltern. Mehr auf Instagram: @fachlich.menschlich

  1. vor 2 Tagen

    Warum Strafen oft nicht das bewirken, was wir uns erhoffen und was stattdessen wirklich formt.

    Dein Kind hat etwas getan, das nicht okay war. Und in dir springt sofort ein Gedanke an: Das darf nicht folgenlos bleiben. Es muss etwas spüren. Sonst macht es das wieder. Also nimmst du das Tablet weg. Es gibt keinen Nachtisch. Es muss auf sein Zimmer. Im ersten Moment fühlt sich das richtig an. Konsequent. Nach dem, was man eben tut. Aber was, wenn diese Strafen kurzfristig wirken – und langfristig genau das kaputt machen, worauf alles aufbaut? In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht es um eine der wichtigsten Unterscheidungen im Erziehungsalltag: Strafe oder Konsequenz? Und um die ehrliche Frage: Was lernt mein Kind dabei eigentlich wirklich? Du erfährst: → Was eine Strafe im Kern ausmacht – und warum die Absicht wichtiger ist als die Form→ Warum dieselbe Handlung (z. B. die bemalte Wand putzen) Strafe oder Konsequenz sein kann – je nachdem, ob du dabei bist oder nicht→ Warum Strafen kurzfristig wirken – aber aus dem falschen Grund (Angst statt Einsicht)→ Die unbeabsichtigte Lektion: „Wenn ich erwischt werde, wird es unangenehm – also darf ich mich nicht erwischen lassen"→ Warum härtere Strafen zu mehr Lügen führen, nicht zu weniger→ Warum ein Kind im Stress kaum lernen kann – und was das für Erziehungssituationen bedeutet→ Den entscheidenden Unterschied: Strafe macht klein. Konsequenz macht handlungsfähig.→ Warum wir trotzdem strafen – und warum das kein Grund für Schuldgefühle ist→ Die eine Frage, die alles verändert: „Was soll mein Kind hier eigentlich lernen?" Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die aus der Reflex-Erziehung ihrer eigenen Kindheit heraustreten wollen – ohne dabei in Nachgiebigkeit zu kippen. Was Kinder wirklich formt, ist nicht die Härte der Folge. Sondern die Erfahrung: Ich kann etwas wieder gutmachen. Und ich werde trotzdem geliebt. 📚 Die wissenschaftlichen Quellen zur Wirkung von Strafen und zu Erziehungsstilen (Gershoff & Grogan-Kaylor, Baumrind) findest du am Ende der Beschreibung. 🎧 Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Wiedergutmachung und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht. 📚 Quellen: Gershoff, E.T. & Grogan-Kaylor, A. (2016): Spanking and Child Outcomes: Old Controversies and New Meta-Analyses – Journal of Family PsychologyBaumrind, D. (1966): Effects of Authoritative Parental Control on Child Behavior – Child Development

  2. vor 6 Tagen

    „Mir ist langweilig!" Warum genau dieser Satz ein Geschenk ist. Und warum du ihn nicht sofort retten musst.

    Du kennst diesen Satz. Er kommt samstags. In den Ferien. Eine halbe Stunde, nachdem der Fernseher aus ist. Dein Kind lässt sich aufs Sofa fallen, seufzt und sagt: „Mir ist langweilig." Und in dir springt sofort etwas an. Ein leichter Stress. Ein Impuls: Ich muss etwas tun. Ich muss ihm helfen. Du machst Vorschläge – alles wird abgelehnt. Am Ende gibst du entnervt das Tablet raus. Und du hast dabei ein leicht ungutes Gefühl. Zurecht. Aber nicht aus dem Grund, den du vielleicht denkst. In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht es um eine radikale Perspektivumkehr: Was, wenn Langeweile für dein Kind gar kein Problem ist – sondern etwas unglaublich Wichtiges, das wir ihm viel zu oft wegnehmen? Du erfährst: → Warum Langeweile kein Zustand von Nichts ist, sondern der Vorraum der Kreativität→ Was neurologisch passiert, wenn das Gehirn nichts zu tun hat – und warum die besten Ideen unter der Dusche kommen→ Warum sofortige Bildschirm-Rettung eine wichtige Übung stiehlt→ Warum wir selbst Langeweile kaum noch aushalten – und was wir dadurch unbewusst weitergeben→ Die Durststrecke: warum Kreativität nach 10–20 Minuten Quengeln entsteht (und die meisten Eltern genau davor aufgeben)→ Warum du die Bühne stellen darfst – aber nicht das Stück schreiben musst→ Der wichtigste innere Satz: „Das ist nicht mein Problem, das ich lösen muss. Das ist ein Prozess, den mein Kind gerade durchläuft." Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die das schlechte Gewissen loswerden wollen, wenn ihr Kind gerade nicht bespaßt wird. Ein Kind, das lernen darf, Langeweile auszuhalten, lernt etwas Größeres: Dass es sich auf sich selbst verlassen kann. 📚 Die wissenschaftlichen Quellen zur Forschung über Langeweile und Kreativität (Mann & Cadman, Gray) findest du am Ende der Beschreibung. 🎧 Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, freiem Spiel und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht. 📚 Quellen: Mann, S. & Cadman, R. (2014): Does Being Bored Make Us More Creative? – Creativity Research JournalGray, P. (2011): The Decline of Play and the Rise of Psychopathology in Children and Adolescents – American Journal of Play

  3. 10. Juli

    Das eine Prinzip hinter allem – der rote Faden durch die letzten vier Folgen.

    In den letzten Wochen haben wir uns zwei großen Themen gewidmet: Grenzen (Folge 29 & 30) und Warum Kinder nicht hören (Folge 31 & 32). Vier Folgen. Vier verschiedene Situationen. Und trotzdem – wenn man genauer hinschaut – steckt unter allen vieren dasselbe. Ein einziger Gedanke. Ein Prinzip, das eigentlich alles zusammenhält. In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht es nicht um Wiederholung. Sondern um den roten Faden. Um das eine Prinzip, das dir Halt gibt, wenn dir der perfekte Satz gerade nicht einfällt. Du erfährst: → Warum ein Prinzip mehr wert ist als hundert Techniken – gerade im echten Moment→ Was Grenzen (das Geländer, die ruhige Wand) und Gehörtwerden (die vier Sätze) im Kern verbindet→ Das verbindende Prinzip: Verbindung kommt vor Steuerung. Immer.→ Warum das keine schöne Idee ist, sondern Biologie – ein Kind im Alarm kann nicht kooperieren→ Warum Verbindung nicht das Gegenteil von Führung ist – sondern ihre Voraussetzung→ Warum das Prinzip auch in dir selbst gilt: Du kannst nur die Ruhe geben, die du selbst gerade hast→ Warum Selbstfürsorge kein Luxus ist, sondern Teil der Erziehung→ Die eine Frage, die dir in jeder kippenden Situation weiterhilft: „Fühlt mein Kind sich gerade sicher und gesehen?" Diese Folge ist die Klammer um die beiden Doppelfolgen – ein Aha-Moment für treue Hörer und gleichzeitig ein guter Einstiegspunkt für alle, die noch nicht dabei waren. Dein Kind braucht keine perfekte Mutter. Keinen perfekten Vater. Es braucht jemanden, der immer wieder die Verbindung sucht. Auch nach schwierigen Tagen. Auch nach lauten Momenten. Immer wieder zurück. 🎧 Falls du die zugehörigen Doppelfolgen noch nicht kennst:→ Folge 29 & 30 – Grenzen (Was sie sind & wie du sie hältst, ohne zu schreien)→ Folge 31 & 32 – Warum Kinder nicht hören (Das Warum & 4 konkrete Sätze für den Alltag) 🎧 Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Verbindung und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht.

  4. 6. Juli

    Was hilft, wenn dein Kind nicht hört – 4 konkrete Sätze für den Alltag, die du sofort ausprobieren kannst.

    In Teil 1 haben wir verstanden, warum Kinder oft nicht hören. Dass es meistens kein böser Wille ist. Aber Verstehen allein bringt dich morgens nicht aus der Tür. Du brauchst etwas für den echten Moment. Für die Situation, in der du da stehst – und nichts passiert. Deshalb wird es heute bei Fachlich. Menschlich. ganz konkret. Vier Sätze. Vier Formulierungen. Keine Theorie – nur Sprache, die im Alltag funktioniert. Du bekommst: → Satz 1 – Die Ankündigung: „In fünf Minuten ist es soweit." – warum diese Brücke dem Gehirn Zeit zum Umschalten gibt → Satz 2 – Die Wahl: „Möchtest du selbst, oder soll ich dir helfen?" – wie du den Machtkampf herausnimmst, ohne die Grenze aufzugeben → Satz 3 – Das Benennen: „Du würdest am liebsten weiterspielen. Ich verstehe das." – warum ein gesehenes Kind viel seltener dichtmacht → Satz 4 – Die ruhige Wiederholung: die „kaputte Schallplatte", mit der du die Grenze hältst, ohne lauter zu werden Außerdem erfährst du: → Warum diese vier Sätze aufeinander aufbauen – und du trotzdem nie alle vier gleichzeitig brauchst → Wann selbst der beste Satz nicht mehr wirken kann (Spoiler: im roten Bereich hilft erst Regulation) → Warum der Ton wichtiger ist als die perfekte Formulierung → Wie du neue Sätze so übst, dass sie im Stress wirklich verfügbar sind Diese Folge ist Teil 2 des kleinen „Nicht hören"-Schwerpunkts – und richtet sich an alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die nicht mehr lauter werden, sondern klarer sprechen wollen. Wenn dein Kind nicht hört, brauchst du nicht mehr Lautstärke. Du brauchst andere Worte. Nicht lauter. Sondern klarer. 🎧 Wenn du Teil 1 (Folge 31 – „Warum dein Kind nicht hört") noch nicht gehört hast, empfehle ich dir, dort anzufangen – dann wirkt heute jeder Satz doppelt. 📚 Die wissenschaftlichen Quellen zu Autonomie (Deci & Ryan) und zum Benennen von Gefühlen (Siegel & Bryson) findest du am Ende der Beschreibung. 🎧 Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Kommunikation und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht. 📚 Quellen: Deci, E.L. & Ryan, R.M. (2000): Self-Determination Theory and the Facilitation of Intrinsic Motivation – American PsychologistSiegel, D.J. & Bryson, T.P. (2011): The Whole-Brain Child – Delacorte Press

  5. 3. Juli

    Warum dein Kind nicht hört – Teil 1: Wenn „nicht wollen" eigentlich „noch nicht können" heißt.

    „Zieh die Schuhe an." – Nichts. „Schatz, die Schuhe." – Nichts. „Hörst du mir überhaupt zu?" – Immer noch nichts. Und in dir wächst dieses Gefühl. Diese Mischung aus Frust und Ohnmacht. Warum hört mein Kind einfach nicht? Macht es das mit Absicht? Es ist vielleicht einer der häufigsten Sätze im Familienalltag überhaupt: „Mein Kind hört nicht." In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. schauen wir uns an, warum das wirklich so ist. Denn die Antwort hat oft wenig damit zu tun, was wir vermuten. Es ist Teil 1 eines kleinen Schwerpunkts – heute das Warum, in Teil 2 ganz konkret das Wie. Du erfährst: → Den entscheidenden Unterschied zwischen „nicht wollen" und „noch nicht können" – und warum er alles verändert→ Welche fünf Schritte im Kindergehirn ablaufen müssen, damit eine simple Aufforderung funktioniert→ Warum vertieftes Spiel ein Zustand ist, in dem deine Stimme aus der Küche kaum durchdringt→ Warum Wiederholen nicht hilft (und nur dich lauter macht)→ Welche Rolle der präfrontale Cortex und die exekutiven Funktionen spielen – und warum die bei Kindern noch lange Baustelle sind→ Warum Autonomie und ein volles Fass auch hineinspielen→ Die wichtigste neue Frage: Was steht gerade zwischen meiner Botschaft und meinem Kind?→ Der Grundsatz für alles: Erst Verbindung, dann Aufforderung Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die schon dieses zermürbende Gefühl kannten, „ich rede gegen eine Wand" – und endlich verstehen wollen, was wirklich dahintersteckt. Wenn dein Kind nicht hört, ist das meistens kein Angriff auf dich. Aus einem Machtkampf wird Begleitung – sobald du das verstehst. 🎧 Teil 2 folgt direkt: Dort bekommst du vier konkrete Sätze für den Alltag, die du sofort ausprobieren kannst. 📚 Die wissenschaftlichen Quellen zu exekutiven Funktionen und Impulskontrolle (Diamond / Harvard Center on the Developing Child) findest du am Ende der Beschreibung. 🎧 Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – damit du Teil 2 nicht verpasst und mehr Eltern diesen Podcast finden. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Kommunikation und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht. 📚 Quellen: Diamond, A. (2013): Executive Functions – Annual Review of PsychologyCenter on the Developing Child, Harvard University (2011): Building the Brain's „Air Traffic Control" System – Working Paper No. 11

  6. 29. Juni

    Wie du Grenzen hältst, ohne zu schreien – auch dann, wenn in dir längst alles kocht.

    In der letzten Folge haben wir aufgeräumt mit dem, was Grenzen nicht sind. Aber jetzt kommt die ehrliche Frage – die, die im Alltag wirklich zählt: Wie halte ich eine Grenze, wenn mein Kind tobt? Wenn es mich anschaut und das Gegenteil tut? Wie bleibe ich ruhig, wenn in mir längst alles kocht? Denn das ist die eigentliche Kunst. Nicht, die Grenze zu kennen. Sondern sie zu halten – ohne zu schreien. In Teil 2 des Grenzen-Schwerpunkts bei Fachlich. Menschlich. geht es ganz konkret darum, wie das im Alltag wirklich geht. Du erfährst: → Warum Schreien fast nie eine bewusste Entscheidung ist – sondern dein eigenes Nervensystem im Alarm → Die wichtigste Erkenntnis: Eine ruhige Grenze beginnt nicht beim Kind, sondern bei dir → Wie ein einziger, langsamer Ausatemzug dein Nervensystem aus dem Alarm holt → Die Kraft der Pause – der winzige Moment zwischen Reiz und Reaktion, in dem deine ganze Macht liegt → Warum du wie eine ruhige Wand sein darfst – die nicht kämpft, sondern einfach hält → Warum wenige, klare Worte mehr wirken als lange Erklärungen → Den heilsamen Satz für dich selbst: „Mein Kind ist nicht das Problem. Mein Kind hat ein Problem." → Was zu tun ist, wenn du doch geschrien hast – und warum Reparatur wichtiger ist als Perfektion Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die dieses vertraute, schlechte Gefühl nach dem Brüllen kennen – und einen neuen Weg suchen, der nicht über Lautstärke führt. Deine Ruhe ist nicht nur dein Werkzeug. Sie ist das Geschenk, das deine Grenze überhaupt erst tragfähig macht. 🎧 Das war Teil 2 unseres kleinen Grenzen-Schwerpunkts. Wenn du Teil 1 noch nicht gehört hast: Folge 29 – „Was Grenzen NICHT bedeuten" legt das Fundament. 📚 Die wissenschaftlichen Quellen zu Selbstregulation und Co-Regulation (Siegel & Bryson, Shanker) findest du am Ende der Beschreibung. 🎧 Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Selbstregulation und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht. 📚 Quellen: Siegel, D.J. & Bryson, T.P. (2011): The Whole-Brain Child – Delacorte PressShanker, S. (2016): Self-Reg: How to Help Your Child (and You) Break the Stress Cycle – Penguin

  7. 26. Juni

    Was Grenzen NICHT bedeuten – und warum das Wort viele Eltern unnötig nervös macht.

    Allein das Wort. Grenze. Für viele Eltern klingt das hart. Streng. Vielleicht sogar ein bisschen kalt. Es erinnert an früher. An „Weil ich es sage." An Strafen. Und wenn du selbst liebevoll erziehen willst – nah, verständnisvoll, auf Augenhöhe – fühlt sich das Wort manchmal an wie ein Widerspruch. Als müsstest du dich entscheiden: Entweder lieb. Oder konsequent. Aber was, wenn das ein Missverständnis ist? Mit dieser Folge startet ein kleiner Schwerpunkt zum Thema Grenzen bei Fachlich. Menschlich. – und wir fangen damit an, gründlich aufzuräumen. Mit dem, was Grenzen nicht bedeuten. Du erfährst: → Warum Grenze und Strafe zwei völlig verschiedene Dinge sind – auch wenn wir sie oft vermischen→ Warum Kinder Grenzen nicht trotz, sondern wegen der Sicherheit brauchen→ Das Bild der Brücke mit Geländer – warum eine Welt ohne Grenzen für Kinder keine freie, sondern eine beängstigende Welt ist→ Warum eine Grenze kein Liebesentzug ist – und wie „Halt mit Wärme" gleichzeitig geht→ Warum eine gute Grenze kein Machtkampf ist (sondern wie eine Wand, die einfach steht)→ Wie du echte Grenzen von deiner eigenen Bequemlichkeit unterscheidest→ Warum weniger, klarere Grenzen mehr wirken als dreißig wackelige→ Den Kerngedanken: das Gefühl erlauben, das Verhalten begrenzen Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die liebevoll erziehen wollen – und gleichzeitig spüren, dass „immer nachgiebig" sich auch nicht richtig anfühlt. Du musst dich nicht entscheiden zwischen lieb und konsequent. Die wahre Stärke liegt darin, beides zu sein. Gleichzeitig. 🎧 Teil 2 dieses Grenzen-Schwerpunkts folgt direkt: Dort geht es darum, wie du diese Grenzen tatsächlich hältst – ruhig, ohne zu schreien, auch wenn es laut wird. 📚 Die wissenschaftlichen Quellen zu den Erziehungsstilen nach Diana Baumrind findest du am Ende der Beschreibung. Klicke hier um tiefer einzusteigen. 🎧 Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Grenzen und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich 📚 Quellen: Baumrind, D. (1966): Effects of Authoritative Parental Control on Child Behavior – Child DevelopmentBaumrind, D. (1991): The Influence of Parenting Style on Adolescent Competence and Substance Use – Journal of Early Adolescence

  8. 22. Juni

    Warum Kinder Wutausbrüche brauchen – und was sie dabei eigentlich lernen.

    Wut ist für viele Eltern das schwierigste Gefühl überhaupt. Bei ihren Kindern. Und oft auch bei sich selbst. Wenn dein Kind schreit, tobt und mit den Füßen aufstampft, fühlt sich das an wie ein Problem, das du sofort lösen musst. Aber was, wenn die Wut selbst gar nicht das Problem ist? Was, wenn sie sogar ein wichtiger Teil der Entwicklung ist? In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. drehen wir die Perspektive: Weg von „Wie bringe ich die Wut zum Verschwinden?" – hin zu „Was lernt mein Kind eigentlich gerade?" Du erfährst: → Warum Wut keine Erziehungsfrage, sondern eine völlig normale, wichtige Emotion ist→ Das Zwei-Etagen-Modell des Gehirns nach Dan Siegel: warum das Obergeschoss bei Kindern noch Baustelle ist→ Warum jeder Wutausbruch, bei dem du ruhig bleibst, im Gehirn deines Kindes eine Treppenstufe baut→ Was „Name it to tame it" bedeutet – und warum das Benennen von Gefühlen hirnphysiologisch wirkt→ Was passiert, wenn Wut unterdrückt wird – und warum sie dann nicht verschwindet, sondern sich Wege sucht→ Warum dein Kind nicht „die Vernunft einschalten" kann – weil der Schalter neurologisch noch nicht fertig verkabelt ist→ Wie du den Unterschied zwischen Gefühl (immer erlaubt) und Verhalten (mit Grenzen) klar machst Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die vor tobenden Kindern nicht mehr in Hilflosigkeit oder Scham erstarren wollen – sondern verstehen, dass im Verborgenen gerade etwas Wunderbares passiert. Deine Aufgabe ist nicht, die Wut wegzumachen. Sondern deinem Kind zu zeigen: Auch dieses Gefühl darf da sein. Und du gehst trotzdem nicht weg. 📚 Die wissenschaftlichen Quellen zum Zwei-Etagen-Modell und „Name it to tame it" (Siegel & Bryson, Lieberman) findest du am Ende der Beschreibung. 💌 Neu: Ich plane einen Mitgliederbereich mit Bonus-Episoden, Live-Q&As und konkreten Praxis-Skripten für schwierige Eltern-Momente. Wer auf der Warteliste steht, bekommt den Gründungspreis. 🎧 Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht. 📲 Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Wut und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich 📚 Quellen: Siegel, D.J. & Bryson, T.P. (2011): The Whole-Brain Child – Delacorte PressLieberman, M.D. et al. (2007): Putting Feelings Into Words: Affect Labeling Disrupts Amygdala Activity – Psychological Science

Info

Ich bin Jonas, Erzieher und seit März 2025 selbst Papa. Hier teile ich, was ich in der Kita sehe, was ich zuhause mit meinem Kind lerne, und wo Theorie und Alltag aufeinanderprallen — bedürfnisorientiert, ohne Perfektionismus. Neue Folgen Mo + Fr · 19:00 Uhr. Themen: Wutanfälle, Autonomiephase, Bindung & Grenzen, Schlaf, Gehirnentwicklung, Selbstmitgefühl für müde Eltern. Mehr auf Instagram: @fachlich.menschlich