"Feel Hamburg"

NDR

Wie fühlt sich Hamburg an, wie erleben wir Hamburg? Das sind Fragen, denen wir in unserem Podcast "Feel Hamburg" nachgehen. Host Daniel Kaiser spricht mit Persönlichkeiten aus der Stadt - mit Menschen, die eine Geschichte zu erzählen haben. Das können Prominente sein aber auch Nachbarinnen und Nachbarn. Alle Gäste haben eines gemeinsam: Hamburg. Unser Podcast will das Lebensgefühl in dieser Stadt hörbar machen: Feel Hamburg.

  1. vor 6 Tagen

    Michael Batz: Der Mann, der Hamburg zum Leuchten bringt

    Michael Batz ist ein deutscher Lichtkünstler, Theatermacher und Autor. Bekannt wurde er vor allem durch seine Lichtinstallationen in Hamburg, darunter die blauen Lichttore der Blue Goals. Mit seinen Arbeiten zeigt Batz, wie Licht den öffentlichen Raum verändern, Stadtgeschichte sichtbar machen und neue Perspektiven auf vertraute Orte eröffnen kann.Sein künstlerischer Weg begann am Theater. Als junger Stückeschreiber übernahm er kurzfristig die Beleuchtung einer Studiobühne und entdeckte dabei die dramaturgische Wirkung von Licht. Seitdem versteht er Licht nicht nur als technische Unterstützung, sondern als eigenständiges künstlerisches Ausdrucksmittel. Helligkeit, Farbe und Schatten können für ihn Atmosphäre schaffen, Figuren charakterisieren und Geschichten erzählen.Ein wichtiger Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Lichtkunst in Hamburg. Mit den Blue Goals verband Batz Kunst, Stadtbild und ein internationales Sportereignis. Die blauen Lichtinstallationen machten sichtbar, welches Potenzial der öffentliche Raum als künstlerische Bühne besitzt. Projekte wie Hafenblau knüpften an diese Idee an und rückten den Hamburger Hafen sowie die besondere Identität der Stadt ins Zentrum.Batz arbeitet außerdem an der Schnittstelle von Theater und Stadtraum. Seine frühen Erfahrungen mit Straßentheater und freien Bühnen prägten seinen Wunsch, Kunst unmittelbar mit dem Publikum zu verbinden. Auch für Kampnagel setzte er sich für eine eigenständige künstlerische Produktion und ein unverwechselbares Profil ein.Eine besondere Bedeutung hat die Hamburger Speicherstadt für Michael Batz. Über viele Jahre inszenierte er dort seinen Jedermann und entwickelte die historische Kulisse zu einem Ort für Theater, Stadtporträt und gesellschaftliche Fragen. Dabei beschäftigte er sich mit den Themen, die Hamburg bewegen, sowie mit verdrängter und vergessener Vergangenheit.Als Autor dokumentiert Batz zudem die Geschichte Hamburgs. Für die Hamburgische Bürgerschaft verfasst er regelmäßig dokumentarische Theaterstücke. Seine Recherchen führen zu Projekten und Publikationen über jüdische Geschichte, die Speicherstadt, historische Persönlichkeiten und die Erinnerungskultur der Stadt.Michael Batz verbindet Lichtkunst, Theater und historische Recherche zu einer eigenen Form kultureller Arbeit. Seine Projekte machen Orte erfahrbar und regen dazu an, über Hamburgs Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukunft nachzudenken. Einen Ruhestand plant der Künstler nicht: Er möchte weiterhin neue Geschichten entwickeln und den öffentlichen Raum mit Licht und Theater gestalten.Hier geht es zur Podcastempfehlung von Host Daniel Kaiser bei ARD Sounds "Tatort Geschichte - True Crime meets History": https://www.ardsounds.de/sendung/tatort-geschichte-true-crime-meets-history/urn:ard:show:26470b5714f8d321/

    Michael Batz: Der Mann, der Hamburg zum Leuchten bringt
  2. 12. Aug.

    Jan Kersjes (Doc Brown): Zwischen DeLorean und Jakobsweg

    Jan Kersjes gehört zu den markantesten Musicaldarstellern Deutschlands und begeistert derzeit als Doc Brown im Hamburger Erfolgsmusical „Zurück in die Zukunft“. Im Gespräch erzählt der Schauspieler von seinem außergewöhnlichen Lebensweg, seiner Karriere zwischen Schauspiel und Musical sowie von den Erfahrungen, die ihn privat und beruflich geprägt haben.Schon als Kind entdeckte Jan Kersjes seine Leidenschaft für Geschichten. Filme, Fernsehproduktionen und Theateraufzeichnungen wurden zum Ausgangspunkt seines Wunsches, selbst auf der Bühne zu stehen. Nach einer klassischen Schauspielausbildung spielte er zunächst an verschiedenen Stadttheatern und übernahm Rollen in bekannten Theaterstücken wie "Hamlet", "Woyzeck" oder "Die Räuber". Der Wechsel ins Musical erfolgte vergleichsweise spät, erwies sich jedoch als entscheidender Karriereschritt. Mit der Rolle des König George in "Hamilton" gelang ihm der Durchbruch im Musicalbereich. Es folgten Engagements als Olaf in "Die Eiskönigin", Timon in "Der König der Löwen" und schließlich Doc Brown in "Zurück in die Zukunft".Besonders reizvoll findet Kersjes exzentrische Charakterrollen. Statt klassischer Heldenfiguren interessieren ihn Rollen mit Humor, Eigenheiten und viel Spielfreiheit. Gerade diese Figuren erlauben ihm, mit dem Publikum zu interagieren und jeder Vorstellung eine eigene Dynamik zu verleihen.Neben seiner Karriere spricht Jan Kersjes offen über persönliche Krisen. Depressionen, Ängste und mangelnde innere Stabilität begleiteten ihn über viele Jahre. Ein Wendepunkt war der Jakobsweg, auf dem er seine spätere Frau kennenlernte. Später führten ihn Meditation, buddhistische Lehren und mehrere Aufenthalte in Indien zu einer spirituellen Lebensweise, die bis heute seinen Alltag bestimmt. Diese Praxis hilft ihm nach eigener Aussage sowohl im Privatleben als auch unmittelbar vor seinen Auftritten.Auch sein Start in Hamburg verlief ungewöhnlich. Weil die Familie zunächst keine Wohnung fand, lebte sie mehrere Monate auf dem ElbeCamp in einer Jurte. Die einfache Lebensweise ohne gewohnten Komfort wurde rückblickend zu einer prägenden Erfahrung. Heute lebt die Familie in Groß Flottbek, während Kersjes meist mit dem Fahrrad zum Operettenhaus fährt.Im Gespräch schildert der gebürtige Niederrheiner außerdem seine enge Verbindung zu Hamburg, sowie seine Erinnerungen an die Kindheit in Kleve. Er erzählt von seiner Faszination für den Film "Zurück in die Zukunft", der ihn seit seiner Jugend begleitet und erklärt, warum ihn die Figur des Doc Brown besonders anspricht. Das Gespräch zeichnet das Porträt eines vielseitigen Künstlers, der Humor, Schauspiel, Musik und persönliche Entwicklung miteinander verbindet und dessen Erfolg auf weit mehr beruht als spektakulären Bühnenauftritten.Hier geht es zur Podcastempfehlung bei ARD Sounds: https://www.ardsounds.de/sendung/true-crime-hamburg-der-polizei-podcast/urn:ard:show:3c3311290ecbada3/

    Jan Kersjes (Doc Brown): Zwischen DeLorean und Jakobsweg
  3. 29. Juli

    Benjamin Maack: Depressionen kosten Kraft - jeden Tag

    Wie fühlt sich eine Depression wirklich an? Im Podcast „Feel Hamburg“ spricht Journalist und Autor Benjamin Maack außergewöhnlich offen über sein Leben mit einer wiederkehrenden Depression – ehrlich, selbstkritisch und immer wieder mit überraschendem Humor.Maack erklärt, warum Depression weit mehr ist als Traurigkeit. Sie koste ihn oft „20 bis 40 Prozent“ seiner täglichen Kraft und begleite ihn seit vielen Jahren. Lange habe er geglaubt, sein Zustand sei normal, obwohl sein Leben von außen erfolgreich wirkte. Erst nach einem Zusammenbruch erhielt er die Diagnose und begann zu verstehen, was mit ihm geschieht.Besonders eindrucksvoll beschreibt der SPIEGEL-Redakteur, wie sich Depression auf das eigene Denken auswirkt. Anerkennung von außen komme bei ihm häufig nicht an, stattdessen dominierten Selbstzweifel. Trotzdem hat er gelernt, Warnzeichen früh zu erkennen und Strategien zu entwickeln, die ihm helfen: Eisbaden, Fahrradfahren, Gespräche mit anderen Menschen oder einfach die Erkenntnis, dass „Reden immer gut“ ist.Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist der Umgang der Gesellschaft mit psychischen Erkrankungen. Maack freut sich darüber, dass heute offener über Depression gesprochen wird. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass viele Betroffene aus Angst vor beruflichen Nachteilen weiterhin schweigen müssen. Seine eigene Offenheit sei deshalb auch ein Privileg.Natürlich geht es auch um Hamburg. Benjamin Maack erzählt von seinem Weg aus dem niedersächsischen Bardowick in die Hansestadt, von seiner Heimat Harburg, wo er sich den Menschen besonders verbunden fühlt, und davon, warum er lieber mit Fremden ins Gespräch kommt, als sich hinter Vorurteilen zu verstecken. Seine Erfahrungen zeigen: Freundlichkeit schafft oft Nähe – auch dort, wo andere Distanz erwarten.Das Gespräch ist weit mehr als ein Interview über Depression. Es ist ein Gespräch über Menschlichkeit, Hoffnung und den Mut, offen über psychische Gesundheit zu sprechen – ohne Pathos, aber mit viel Wärme, Humor und einer großen Portion Lebensklugheit.Hier geht es zur Podcastempfehlung bei ARD Sounds: https://www.ardsounds.de/sendung/zeitkapsel/urn:ard:show:7bfa3eb2144cdb14/

    Benjamin Maack: Depressionen kosten Kraft - jeden Tag
  4. 15. Juli

    Ernie Reinhardt: Wie ich zu Lilo Wanders wurde

    Ernie Reinhardt, bekannt als Lilo Wanders, gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der Hamburger Kultur- und Theaterszene. Im Gespräch blickt der Schauspieler, Moderator und Autor auf seinen außergewöhnlichen Lebensweg zurück - von der Kindheit in der Lüneburger Heide über die Anfänge in Hamburg bis hin zum bundesweiten Erfolg mit der Kultsendung "Wa(h)re Liebe".Nach seinem Umzug nach Hamburg Ende der 1970er-Jahre erlebt Reinhardt die Hansestadt als Ort der Freiheit und Selbstfindung. Die Stadt eröffnet ihm neue Möglichkeiten, sich persönlich und künstlerisch zu entfalten. Erste Kontakte zur Hamburger Schwulenbewegung, die lebendige Kulturszene und das politische Engagement jener Zeit prägen seinen weiteren Weg.Eigentlich wollte Reinhardt Bibliothekar werden, doch schon bald zieht es ihn auf die Bühne. Über verschiedene Theaterprojekte entsteht die enge Zusammenarbeit mit Corny Littmann und weiteren Weggefährten. Gemeinsam entwickeln sie Formate, die später die Grundlage für das Schmidt Theater auf der Reeperbahn bilden. Das Theater entwickelt sich in den 1980er- und 1990er-Jahren zu einem wichtigen Ort für kreative, provokante und innovative Unterhaltung in Hamburg.In dieser Zeit entsteht auch die Kunstfigur Lilo Wanders. Was zunächst als Bühnenrolle gedacht ist, entwickelt sich schnell zu einer der bekanntesten Fernsehfiguren Deutschlands. Der bundesweite Durchbruch gelingt 1994 mit der Aufklärungssendung "Wa(h)re Liebe", die über mehr als zehn Jahre erfolgreich läuft und Themen rund um Sexualität und Beziehungen einem breiten Publikum näherbringt.Darüber hinaus spricht Reinhardt über die gesellschaftlichen Veränderungen, die er miterlebt hat. Dazu gehören die Anfänge der LGBTQ+-Bewegung in Hamburg, die ersten Christopher-Street-Day-Demonstrationen sowie die Auswirkungen der AIDS-Krise auf die schwule Community. Das Gespräch zeichnet damit zugleich ein Stück deutscher Zeitgeschichte nach.Auch private Einblicke kommen nicht zu kurz. Reinhardt berichtet von seinem Leben zwischen Öffentlichkeit und Rückzug, von seiner Familie und von der besonderen Rolle, die Hamburg in seinem Leben spielt. Die Hansestadt bezeichnet er als einen Ort, der ihm viele Chancen eröffnet und seine Karriere entscheidend geprägt hat.Heute lebt Ernie Reinhardt ruhiger als in den Jahren seiner größten Bekanntheit. Dennoch ist er weiterhin als Autor und Bühnenkünstler aktiv. Sein aktuelles Programm und seine Autobiografie zeigen, dass die Geschichte hinter Lilo Wanders weit mehr umfasst als eine erfolgreiche Fernsehkarriere. Sie erzählt von Mut zur Veränderung, von gesellschaftlichem Wandel und von einem Künstler, der über Jahrzehnte hinweg die Hamburger Kulturlandschaft mitgeprägt hat.Hier geht es zur Podcastempfehlung bei ARD Sounds: https://www.ardsounds.de/sendung/lost-sheroes-frauen-die-in-den-geschichtsbuechern-fehlen/urn:ard:show:396e3ec5bdc8c7af/

    Ernie Reinhardt: Wie ich zu Lilo Wanders wurde
  5. 1. Juli

    Victoria Trauttmansdorff: Hamburg, Royals und die Bühne

    Victoria Trauttmansdorff gehört zu den prägenden Schauspielerinnen des deutschsprachigen Theaters. Im Podcast Feel Hamburg spricht die langjährige Thalia-Theater-Darstellerin über ihr Leben zwischen Wien und Hamburg, ihre Liebe zur Bühne und die besonderen Orte, die ihr in der Hansestadt ans Herz gewachsen sind.Seit mehr als drei Jahrzehnten lebt die gebürtige Wienerin in Hamburg. Sie erzählt, warum sie sich in der Stadt zu Hause fühlt, weshalb sie die Elbe der Alster vorzieht und was sie am Stadtteil Uhlenhorst schätzt. Gleichzeitig blickt sie mit einem Wiener Blick auf Hamburg und spricht über Architektur, Denkmalschutz und die Unterschiede zwischen den beiden Städten.Ein Schwerpunkt des Gesprächs ist ihre Arbeit am Thalia Theater. Victoria Trauttmansdorff beschreibt, was die besondere Atmosphäre des Hauses ausmacht, wie sich das Publikum verändert hat und warum Theater für sie weit mehr ist als die Arbeit der Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Bühne. Außerdem berichtet sie von ihrer Leidenschaft für das Geschichtenerzählen, ihrem Weg zur Schauspielerei und den prägenden Erfahrungen während ihrer Zeit in London.Auch ihre Fernsehrollen kommen zur Sprache. Sie erzählt von den Dreharbeiten zur ARD-Komödie „Rosen und Reis“, die in den Vier- und Marschlanden entstanden ist, und erklärt, warum ihr die Arbeit vor der Kamera einen wichtigen Ausgleich zum Theater bietet. Dabei geht es auch um Schauspieltechniken, Lampenfieber und die Frage, wie sie sich auf unterschiedliche Rollen vorbereitet.Persönlich wird es, als Victoria Trauttmansdorff von ihrer Familie, ihrer Herkunft und ihrer ungewöhnlichen Liebesgeschichte berichtet. Sie spricht über ihre Töchter, ihre Rolle als Schwiegermutter und einen spontanen Heiratsantrag, der ihr Leben verändert hat.Außerdem geht es um royale Familien, ihre Begeisterung für Serien wie „Downton Abbey“, mehrsprachiges Aufwachsen, die schönsten Orte in Hamburg und ihre Vision für eine Stadt, in der man eines Tages wieder in der Alster schwimmen kann.Ein Gespräch über Theater, Heimat, Liebe, Hamburg und die Kunst, sich immer wieder neu zu erfinden.Hier geht es zur Komödie "Rosen und Reis" in der ARD-Mediathek: https://www.ardmediathek.de/film/sendereihenseite-ard/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3Jvc2VuLXVuZC1yZWlz

    Victoria Trauttmansdorff: Hamburg, Royals und die Bühne
  6. 1. Juli

    Annie Heger: Von Plattdeutsch bis Podiumsbühne

    Annie Heger gehört zu den bekanntesten Stimmen des Nordens. Die gebürtige Ostfriesin arbeitet als Musikerin, Autorin, Moderatorin und Kolumnistin und setzt sich seit vielen Jahren für die Sichtbarkeit der plattdeutschen Sprache ein. Im Podcast "Feel Hamburg" spricht sie mit Daniel Kaiser über ihr Leben zwischen Ostfriesland und Hamburg, ihre vielfältigen Projekte und die Frage, warum sie sich ungern auf eine einzige Berufsbezeichnung festlegen lässt.Im Gespräch erzählt sie von ihrer Kindheit in einem kleinen ostfriesischen Ort, von ihrer Familie und davon, wie prägend die plattdeutsche Sprache bis heute für sie ist. Sie berichtet, wie aus der Sprache ihrer Großeltern ein wichtiger Teil ihrer beruflichen Arbeit wurde und warum Plattdeutsch für viele Menschen weit mehr ist als ein Dialekt. Dabei geht es auch um regionale Unterschiede innerhalb des Plattdeutschen, um Sprachkultur und um die Rolle von Theater, Musik und Medien für den Erhalt einer lebendigen Sprache.Ein weiteres Thema ist Hamburg. Annie Heger lebt seit einigen Jahren wieder in der Hansestadt und hat in Altona ihre neue Heimat gefunden. Sie spricht über das Ankommen in der Stadt, über die besonderen Strukturen ihres Viertels und darüber, warum sie sich zur Elbe stärker hingezogen fühlt als zur Alster. Außerdem verrät sie, welche Orte für sie typisch hamburgisch sind und weshalb sie die Mischung aus Großstadt und Nachbarschaft besonders schätzt.Daneben geht es um ihre ungewöhnliche berufliche Laufbahn. Annie Heger hat keinen klassischen Berufsabschluss und war nie in einem sozialversicherungspflichtigen Angestelltenverhältnis tätig. Sie beschreibt, wie sie ihren eigenen Weg gefunden hat, warum Neugier für sie wichtiger ist als Planung und weshalb sie Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen als große Bereicherung empfindet.Natürlich spielt auch Ostfriesland eine wichtige Rolle. Heger erzählt von ihrer Verbundenheit mit ihrer Heimatregion, von der ostfriesischen Teekultur, von kulturellen Traditionen und von den Menschen, die sie bis heute begleiten. Dabei wird deutlich, wie stark ihre Herkunft ihre Arbeit und ihre Perspektive auf die Welt geprägt hat.Darüber hinaus spricht sie offen über gesundheitliche Herausforderungen. Nach jahrzehntelangem Leben mit Typ-1-Diabetes beschäftigt sie sich intensiv mit den Folgen ihrer Erkrankung und den Veränderungen, die diese für ihren Alltag mit sich bringen. Sie berichtet, wie sie mit Unsicherheit umgeht, welche Erfahrungen sie im Austausch mit anderen Betroffenen gemacht hat und warum sie sich entschieden hat, das Leben bewusst wahrzunehmen.Ein persönliches Gespräch über Sprache, Heimat, Kultur, Lebenswege, Neugier und die vielen Facetten einer Frau, die sich nicht auf eine Rolle festlegen lässt.Hier geht es direkt zum Podcast True Crime Hamburg bei ARD Sounds: https://www.ardsounds.de/sendung/true-crime-hamburg-der-polizei-podcast/urn:ard:show:3c3311290ecbada3/

    Annie Heger: Von Plattdeutsch bis Podiumsbühne
  7. 3. Juni

    Hubertus Meyer-Burckhardt: "Kurze Fragen helfen"

    Hubertus Meyer-Burckhardt ist zu Gast im Podcast "Feel Hamburg" und spricht über sein Leben zwischen Fernsehen, Theater, Literatur und Talkshow. Der langjährige Moderator der NDR Talk Show erzählt von seiner besonderen Verbindung zu Hamburg, seiner Liebe zum Grindelviertel und warum er sich selbst bis heute eher als Reisenden denn als Sesshaften sieht.Im Gespräch mit Daniel Kaiser geht es um die Anfänge in Hamburg in den 70er-Jahren, um das Studium von Geschichte und Philosophie, die Arbeit am Thalia Theater und den Weg vom Regieassistenten zum erfolgreichen Filmproduzenten, Autor und Moderator. Meyer-Burckhardt erklärt, warum gute Gespräche vor allem aus kurzen Fragen bestehen und weshalb Vorbereitung die Grundlage jeder gelungenen Talkshow ist.Außerdem spricht er offen über prägende Erfahrungen seiner Kindheit, über seinen alkoholkranken Vater, die Bedeutung seiner Großmutter "Osi" und darüber, wie Optimismus trotz schwieriger Lebensphasen entstehen kann. Themen wie Resilienz, Fernweh, Heimatgefühl und die Kunst, glücklich zu sein, ziehen sich durch das gesamte Gespräch.Natürlich geht es auch um Hamburg: um die Elbe, den Elbtunnel, Lieblingsorte wie das Grindelviertel, das Abaton-Kino und die Bücherstube Stolterfoht. Meyer-Burckhardt verrät außerdem, warum er die hanseatische Zurückhaltung schätzt, was ihn an der Stadt manchmal stört und weshalb er gern einmal selbst eine Hamburger U-Bahn fahren würde.Eine persönliche, humorvolle und zugleich nachdenkliche Folge über Lebensfreude, Neugier und die Fähigkeit, immer wieder neu anzufangen.Hier geht es zu Meyer-Burckhardts Podcastempfehlung bei ARD Sounds: https://www.ardsounds.de/sendung/berlin-code-mit-linda-zervakis/urn:ard:show:7d6b2a6353d8a1a6/

    Hubertus Meyer-Burckhardt: "Kurze Fragen helfen"
  8. 13. Mai

    Thomas Helmer: Vom Fußballprofi zum Fernsehmoderator

    Thomas Helmer zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Fußballs - als Europameister von 1996, langjähriger Nationalspieler und späterer TV-Experte. In dieser Folge spricht er über seine Karriere, prägende Momente auf und neben dem Platz sowie seinen Weg nach der aktiven Zeit.Ein zentrales Thema ist der EM-Triumph von 1996 und die Erinnerung an das entscheidende Spiel. Helmer ordnet die Bedeutung dieses Erfolgs im Rückblick ein und erklärt, warum solche Momente bis heute präsent bleiben. Gleichzeitig blickt er kritisch auf den Umgang mit ehemaligen Nationalspielern und den fehlenden Austausch innerhalb der Generation von damals.Darüber hinaus geht es um seine Zeit beim FC Bayern und die Herausforderungen, die mit dem Wechsel in ein Umfeld voller Erwartungsdruck verbunden waren. Helmer beschreibt, wie er mit medialem Druck, interner Kritik und hohen Ansprüchen umgegangen ist und welche Strategien ihm geholfen haben, sich durchzusetzen.Ein weiterer Schwerpunkt ist sein Leben in Hamburg, wo er seit vielen Jahren lebt. Er spricht über seine Verbindung zur Stadt, typische Vorurteile und seine persönlichen Lieblingsorte. Gleichzeitig benennt er auch Schwächen in der Stadtentwicklung und erklärt, was er sich für die Zukunft wünschen würde.Im Gespräch wird auch deutlich, wie wichtig Familie für ihn ist. Helmer erzählt von seiner Kindheit, dem Einfluss seiner Mutter und den Erfahrungen seiner eigenen Kinder im Umgang mit seiner Bekanntheit. Dabei geht es auch um Leistungsdruck, Erwartungen und bewusste Entscheidungen abseits des Profifußballs.Natürlich kommt auch der Blick auf den heutigen Fußball nicht zu kurz. Helmer analysiert die Entwicklung des Spiels, Unterschiede zu seiner aktiven Zeit und aktuelle Herausforderungen im deutschen Fußball. Themen wie Spieltempo, Defensivverhalten und die Belastung der Spieler werden dabei eingeordnet.Abseits des Sports gibt es Einblicke in ungewöhnliche Projekte, etwa seine Teilnahme an einer TV-Backshow, sowie sein Engagement für soziale Initiativen, insbesondere im Bereich Kinderhilfe. Außerdem spricht er über neue berufliche Rollen, Eventformate und seine Aktivitäten rund um große Turniere.Die Episode bietet damit ein umfassendes Porträt von Thomas Helmer: vom Fußballprofi über den Medienexperten bis hin zum vielseitig engagierten Unternehmer und Familienmenschen.Hier geht es zu Daniel Kaisers Podcasttipp bei ARD Sounds - Ball you need is love – aus Liebe zum Fußball: https://www.ardsounds.de/sendung/ball-you-need-is-love-aus-liebe-zum-fussball/urn:ard:show:b596125a6688fb35/

    Thomas Helmer: Vom Fußballprofi zum Fernsehmoderator

Info

Wie fühlt sich Hamburg an, wie erleben wir Hamburg? Das sind Fragen, denen wir in unserem Podcast "Feel Hamburg" nachgehen. Host Daniel Kaiser spricht mit Persönlichkeiten aus der Stadt - mit Menschen, die eine Geschichte zu erzählen haben. Das können Prominente sein aber auch Nachbarinnen und Nachbarn. Alle Gäste haben eines gemeinsam: Hamburg. Unser Podcast will das Lebensgefühl in dieser Stadt hörbar machen: Feel Hamburg.

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