Heiligenschein

Der SONNTAG

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

  1. 17. März: Heiliger Patrick

    VOR 21 STD.

    17. März: Heiliger Patrick

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Am 17. März wird die Welt traditionell in Grün getaucht. Menschen irischer Herkunft und ihre Nachfahren ehren mit Paraden und Feiern am Saint Patrick’s Day den irischen Nationalheiligen Patrick.  Patrick als prägende Gestalt der christlichen Mission in Irland Er gilt als jener Missionar, der Irland zum Christentum führte. Er war zwar weder der einzige, noch der erste oder der letzte, doch er war der prägendste. Rund 30 Jahre wirkte er auf der Insel. Patrick war ein britischer Römer und wurde um das Jahr 400 vermutlich in Wales oder Schottland geboren. Mit 16 Jahren wurde er von keltischen Kriegern nach Irland verschleppt, wo er als Sklave dienen musste und dabei die keltische Landessprache erlernte. Nach sechs Jahren in Gefangenschaft gelang ihm die Flucht. Patrick im Dienst der Mission Er studierte Theologie, wurde zum Priester geweiht und 432 vom Papst gemeinsam mit Gefährten als Missionar nach Irland entsandt. Dort gründete er Kirchen, Klöster und Schulen, setzte seine Irischkenntnisse gezielt ein und machte den dreiblättrigen Shamrock zum Bild für die Dreifaltigkeit. Auch Armaghs Rolle als kirchliches Zentrum geht auf ihn zurück. Widerstand der Druiden und zahlreiche Legenden prägten sein Wirken. Patrick starb am 17. März 461 in Nordirland. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  2. 10. März: Heiliger John Ogilvie

    10. MÄRZ

    10. März: Heiliger John Ogilvie

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Als im Jahr 1613 ein 34-jähriger Mann unter dem Namen John Watson nach Glasgow zurückkehrte, setzte er zum ersten Mal wieder Fuß auf schottischen Boden. Doch seine Freude wurde von Sorgen begleitet. Für Katholiken war die Lage gefährlich, weil sie den englischen König Jakob I. nicht als Oberhaupt der Kirche anerkannten. John als jesuitischer Begleiter der verfolgten Katholiken Watson war selbst katholischer Jesuit und hieß eigentlich John Ogilvie. Er wollte den Katholiken trotz der Gefahr beistehen. Mit zwölf Jahren hatte ihn sein Vater, ein Hofbeamter Maria Stuarts, zur Ausbildung nach Europa geschickt. Dort besuchte er angesehene Schulen, konvertierte mit 17 Jahren zum Katholizismus, trat mit 21 in den Jesuitenorden ein und wurde mit 30 zum Priester geweiht. Seine Studien führten ihn bis nach Graz und Wien, doch die Sehnsucht nach der Heimat blieb. Zurück in Schottland kümmerte er sich heimlich um die verfolgten Katholiken. John in seinem mutigen Bekenntnis bis zum Ende Nach einem Jahr wurde er verraten und verhaftet. Trotz Folter nannte er keine Namen und wurde schließlich wegen Hochverrats im Jahr 1615 öffentlich gehängt und gevierteilt. Im Jahr 1976 wurde er heiliggesprochen. Die Jesuiten in Graz haben ein Haus nach ihm benannt, das heute Zentrum für Theologiestudierende ist. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  3. 3. März: Heilige Katharine Drexel

    3. MÄRZ

    3. März: Heilige Katharine Drexel

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Die heilige Katharine Drexel verbindet Österreich mit den USA, denn sie ist Amerikanerin mit Vorarlberger Wurzeln. Ihr Großvater stammte aus Dornbirn und war im Jahr 1817 in die USA emigriert. Dort kam Katherine 1858 zur Welt.  Katharine mit einem Schicksal voller Wendungen Nachdem ihre Mutter im Kindbett gestorben war und ihr Vater erneut geheiratet hatte, wuchs sie mit ihren beiden Schwestern in Philadelphia als Tochter eines reichen Bankiers in einer liebevollen, gläubigen und sehr sozialen Patchworkfamilie auf. Nach dem Tod ihrer Stiefmutter und ihres Vaters wurde Katharine mit 27 Jahren eine reiche Erbin. Katharine im Dienst der Nächstenliebe Anstatt zu heiraten, trat sie mit 31 Jahren den Barmherzigen Schwestern von Pittsburgh bei und gründete zwei Jahre später die „Schwestern vom Heiligen Sakrament“. Ihr Leben widmete sie bald darauf dem Aufbau von Schulen für afroamerikanische und indigene Kinder im Süden und Südwesten der USA. Insgesamt gründete sie 49 Volksschulen, 12 Hochschulen und eine Universität und investierte dafür 12 Millionen Dollar ihres Vermögens. Katherine starb mit 97 Jahren und wurde 2000 heiliggesprochen. In Dornbirn erinnern eine Kapelle und eine Straße an sie. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  4. 24. Februar: Heilige Irmengard von Baden

    24. FEB.

    24. Februar: Heilige Irmengard von Baden

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Irmengard von Baden wollte ein Grab und ein Kloster, das dieses Grab umrahmen sollte. Um ihren Plan zu verwirklichen, ließ sie sogar einen Fluss umleiten. Irmengard als Verkörperung weiblicher Willenskraft im Mittelalter Sie verkörpert weibliche Willenskraft im Mittelalter. Sie wurde um 1200 als Tochter des Herzogs von Braunschweig geboren. Im Jahr 1242 starb ihr Mann, Markgraf Hermann V. Die Mutter von vier Kindern begann daraufhin das Projekt eines Familiengrabs. Sie wollte dazu ein Kloster errichten und hatte dabei eine klare Vorstellung vom Standort. Die Verwirklichung des Klosters Lichtenthal durch Irmengard Nämlich jene Stelle im Oostal, an der sich der Zisterzienser Bernhard von Clairvaux ein Kloster gewünscht haben soll. Doch da weder der Straßburger Bischof noch der Zisterzienserorden ein Frauenkloster akzeptierten, wandte sich Irmengard an den Bischof von Speyer, der zustimmte. Da das Gebiet zu klein war, wurde das Flussbett der Oos verlegt, um das Kloster komplett im Diözesangebiet von Speyer bauen zu können. Sechs Jahre nach seinem Tod konnte Markgraf Hermann im neu errichteten Kloster beigesetzt werden. Irmengard blieb auch im Kloster, obwohl sie nie eintrat. Dort wurden Frauen ausgebildet sowie Arme und Kranke betreut. Irmengard starb mit ungefähr 60 Jahren. Ihr Kloster Lichtenthal lebt bis heute. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  5. 18. Februar: Heiliger Fra Angelico

    18. FEB.

    18. Februar: Heiliger Fra Angelico

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Unzählige Maler haben im Laufe der Jahrhunderte religiöse Motive festgehalten, das Heilsgeschehen künstlerisch interpretiert und damit auf ihre Weise zur Verkündigung beigetragen.  Fra Angelico als Patron der Maler Dennoch wurde keiner von ihnen heiliggesprochen. Eine Ausnahme bildet Guido di Pietro: Er wurde seliggesprochen und gilt seither als Patron der Maler. Schon bald nach seinem Tod wurde er allgemein „Fra Angelico“ genannt – der Engelsgleiche. Er war ein Spätberufener, denn er war bereits Kunstmaler, als er in Florenz in den Dominikanerorden eintrat und Priester wurde. Im Kloster konnte er sich künstlerisch voll entfalten. Fra Angelicos Ruhm und sein Beitrag zur KunstgeschichteEr gilt als bedeutendster Maler des 15. Jahrhunderts. Er war schon zu Lebzeiten ein Star, ließ sich außerordentlich hoch bezahlen und führte eine sehr effiziente Werkstatt. Als Mönch musste er außerdem keine Steuern zahlen. Seliggesprochen wurde er aufgrund seiner Malereien. Diese sind hell, bunt, leuchtend, friedvoll, überirdisch und technisch fortschrittlich. Michelangelo sagte über ihn: „Dieser Mann hat wirklich das Paradies gesehen.“ Sein bedeutendstes Werk sind mehr als 40 Fresken im Konvent San Marco in Florenz. Fra Angelico starb am 18. Februar 1455 in Rom. 1982 wurde er seliggesprochen.  Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  6. 8. Februar: Heilige Josefina Bakita

    8. FEB.

    8. Februar: Heilige Josefina Bakita

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Am 8. Februar wird weltweit an den Gebetstag für die Opfer von Menschenhandel erinnert, der 2015 von Papst Franziskus eingeführt wurde. Josefina im Angesicht von Entführung und Versklavung An diesem Tag wird an die heilige Josefina Bakita gedacht, da sie selbst als junge Frau Sklavin war, ihr Leben aber glücklicherweise eine gute Wendung genommen hat. Mit sieben Jahren wurde sie aus ihrem Dorf im Sudan entführt und mehrmals verkauft. Der Schock war so groß, dass sie ihren Namen vergaß. Die Räuber gaben ihr deshalb einen Namen: Bakita – die Glückliche. Zynisch. Josefina auf dem Weg zur Freiheit und Berufung Nach zehn Jahren in der Sklaverei kam sie zu italienischen Diplomaten, die sie später während einer Reise den Canossianerinnen in Venedig anvertrauten. Dort wollte Bakita getauft werden und in den Orden eintreten. Als frühere Besitzer dies verhindern wollten, erklärte ein Gericht sie für frei. Kurz darauf wurde sie auf den Namen Josefina getauft und trat 1896 in den Orden ein. Sie lebte 45 Jahre in Schio, arbeitete im Waisenhaus, später als Pförtnerin und Mesnerin. Sie wurde wegen ihrer Güte von der Bevölkerung weithin geschätzt. Josefina Bakita starb im Alter von 77 Jahren und wurde im Jahr 2000 heiliggesprochen. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  7. 3. Februar: Heiliger Blasius

    3. FEB.

    3. Februar: Heiliger Blasius

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Blasius lebte zu Beginn des vierten Jahrhunderts in Sebaste in der heutige Türkei. Von Beruf war er Arzt und derart hilfsbereit, dass ihn die Bevölkerung zum Bischof wählte. Blasius und die Entstehung seines Patroziniums gegen Halsschmerzen Da seine Bischofswahl in eine Zeit der Christenverfolgung fiel, musste er fliehen, wurde aber bald gefasst, gefoltert und ermordet. Sein Patrozinium gegen Halsschmerzen geht auf zwei Legenden zurück. Eine besagt, Blasius soll während seiner Gefangenschaft einen Mann, der eine Fischgräte verschluckt hatte, vor dem Erstickungstod gerettet haben. Nach einer anderen bat er vor seiner Hinrichtung um Heilung für alle, die mit Halsschmerzen in seinem Namen darum bitten würden. Eine Stimme vom Himmel soll ihm die Bitte gewährt haben. Blasius und der Februar Dass der Blasiussegen mit zwei gekreuzten Kerzen gespendet wird, geht wieder auf eine andere Legende zurück: Eine arme Frau soll durch sein Gebet ihr vom Wolf geraubtes Schwein zurückerhalten haben. Sie schlachtete es für den Heiligen und brachte es ihm mit Brot und Kerze. Blasius bat sie, jährlich in seinem Namen eine Kerze zu seinem Gedächtnis zu opfern. Sein Gedenktag wird am 3. Februar gefeiert. Der Februar ist auch als Fiebermonat bekannt. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im ⁠Webshopdes Wiener Dom-Verlags⁠.

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  8. 26. Jänner: Heiliger Titus

    26. JAN.

    26. Jänner: Heiliger Titus

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Wenn Sie in der kalten Jahreszeit von Sonne und Wärme träumen, könnte Kreta genau das richtige Ziel für Ihre nächste Reise sein. Dort können Sie auf den Spuren eines berühmten Schülers des Apostels Paulus wandeln: Titus.  Er war der erste Bischof auf der Insel. Paulus erwähnt ihn mehrmals in seinen Schriften, demnach war Titus ein Heidenchrist. Er wurde nicht als Jude geboren und war wohl einer der ersten, die zum christlichen Glauben auf anderen Wegen kamen. Der Legende nach lernte der hochgebildete Grieche Paulus in Jerusalem kennen und wurde sein engster Mitarbeiter. Paulus bezeichnet ihn als „rechtmäßiges Kind“ und als „Gefährten und Mitarbeiter“. Er nahm ihn zum Apostelkonzil mit und zeigte, dass Heiden ohne jüdische Gesetze glauben konnten. Außerdem half Titus Paulus in Korinth, sammelte Spenden, überbrachte einen Brief und vermittelte bei Konflikten. Nach alter Tradition wurde Titus Bischof von Kreta und errichtete im heutigen Iraklio auf Kreta eine Bischofskirche, wo er nach seinem Tod mit über 90 Jahren begraben wurde. Die heutige Tituskirche mit der Schädelreliquie des Titus steht allerdings an einer anderen Stelle und ist übrigens orthodox.  Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.   Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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