Heiligenschein

Der SONNTAG

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

  1. vor 5 Tagen

    14. Juli: Kamillus von Lellis

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Während der Schlacht von Solferino 1859 beobachtete der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant, der zufällig in der Gegend war, dass die einzigen, die sich um die Verletzten kümmerten, Ordensmänner waren, die sich dabei selbst in Todesgefahr begaben. Kamillus von Lellis: Inspiration für Henry Dunant Weithin sichtbar waren auf ihren schwarzen Kutten rote Kreuze. Henry Dunant beschloss, eine Hilfsorganisation zu gründen, und das rote Kreuz der Ordensmänner als Symbol zu wählen. Der Gründer des Ordens war der Italiener Kamillus von Lellis. Der Lebenswandel des Kamillus von Lellis Er kam 1550 Pescara als Sohn eines Offiziers zur Welt. Nach einer Karriere in der Kirche sah es bei ihm lange nicht aus. Er war Soldat, spielsüchtig und cholerisch. Seinen Soldatendienst musste er wegen einer chronischen Wunde am Fuß aufgeben. Seine Spielsucht kostete ihn buchstäblich sein letztes Hemd, und seine Zornausbrüche seine Stelle in einem römischen Krankenhaus. Mit 24 Jahren wurde Kamillus gläubig und änderte seinen Lebensstil radikal. Er wurde Krankenpfleger und Priester. Die herkömmliche Krankenpflege war ihm aber nicht ausreichend. Er gründete daher mit 32 Jahren einen Orden, der heute nach ihm Kamillianer genannt wird. Seine Mitglieder pflegen Kranke auch unter Lebensgefahr. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im ⁠Webshop des Wiener Dom-Verlags⁠.

    14. Juli: Kamillus von Lellis
  2. 6. Juli

    6. Juli: Selige Maria Theresia Gräfin Ledochowska

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Im Heiligenlexikon steht unterhalb des Namens der heutigen Seligen: Deckname Alexander Halka. Diesen brauchte sie, weil sie Autorin und Verlegerin war und als Frau zu ihrer Zeit nicht ernst genommen worden wäre. Und einen Orden hat sie nebenbei auch gegründet. Mutter Afrikas: Maria Theresia Gräfin Ledochowska brennt für Afrika Ihr richtiger Name war Maria Theresia Gräfin Ledochowska. Die Schriften, die sie verfasste und in ihrem eigenen Verlag herausgab, hatten alle ein Thema: Afrika. Ledochowska brannte für Afrika und die Abschaffung der Sklaverei und hat den Beinamen „Mutter Afrikas“ erhalten. Wie kam es dazu, dass die österreichische Adelige mit polnischen Wurzeln aus Loosdorf bei Melk diesen internationalen Titel erhielt? Maria Theresia Ledochowska: Von der Hofdame zur Ordensgründerin Ledochwska kam 1863 zur Welt. Mit 22 Jahren trat sie in den Dienst der Großherzogin Alice von Toskana in Salzburg. Kurz darauf hörte sie von Kardinal Charles Lavigerie, der sich gegen die Sklaverei einsetzte, und verließ den Hof, um sich dem Fundraising für die Mission zu widmen. Sie sammelte Mitarbeiterinnen um sich. Daraus entstand eine Vereinigung zum Kampf gegen die Sklaverei in Afrika, aus der der Orden der Missionsschwestern vom heiligen Petrus Claver wurde; deren Aufgabe war die finanzielle Unterstützung der Missionare, und die Herausgabe religiöser Bücher in afrikanischen Sprachen; dafür wurde im Missionshaus Maria Sorg in Bergheim bei Salzburg eine eigene Druckerei errichtet. Mit Medien gegen die Sklaverei Maria Theresia Ledochowska war ein Marketinggenie. 1899 verfasste sie das Drama: „Zaida“, in dem sie die Folgen der Sklaverei vor allem für Frauen thematisierte. Sie gab Zeitschriften heraus und kuratierte Wanderausstellungen, um über das Leben in Afrika und vor allem über die Sklaverei zu informieren. Sie organisierte mehrtätige Informationsveranstaltungen und hielt Vorträge, was für eine Frau ihrer Zeit sehr ungewöhnlich war. Doch auch nach Afrika gingen Schriften, denn Maria Theresia gab Schulbücher in Hunderten afrikanischen Sprachen heraus. Die Zeitschrift „Echo aus Afrika“ erscheint seit 1920. Und so wurde aus der Gräfin und Missionsnärrin auch noch die „Mutter Afrikas“, die selbst nie in Afrika war. Maria Theresia Ledochowska starb mit 59 am 6. Juli 1922 in Rom und wurde 1975 seliggesprochen. Ihre Schwester Ursula ist übrigens eine Heilige. Aber das ist eine andere Geschichte, nämlich die vom 29. Mai. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im ⁠Webshop des Wiener Dom-Verlags⁠.

    6. Juli: Selige Maria Theresia Gräfin Ledochowska
  3. 19. Juni

    19. Juni: Heilige Juliana Falconieri

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Juliana Falconieri wurde um das Jahr 1270 in Florenz geboren. Sie war vermutlich eine Nichte des heiligen Alexius Falconieri, eines der sieben Gründerväter des Servitenordens. Juliana entscheidet sich früh für Gott und den Dienst an den Bedürftigen Im Alter von 14 Jahren verlor Juliana ihren Vater. Sie blieb bei ihrer Mutter, um sich liebevoll um sie zu kümmern, und weihte zugleich ihr eigenes Leben Gott. Sie lebte nach den evangelischen Räten, nahm am Gebetsleben der Serviten teil und widmete sich mit großem Einsatz den Armen. Bald schlossen sich ihr Gleichgesinnte an. Die jungen Frauen erhielten für ihren Dienst ein eigenes Gewand, woraus sich später die Bezeichnung „Mantellatinnen“ entwickelte. Nach dem Verlust der Mutter gründet Juliana ein Kloster Erst nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 1305 gründete sie ein Kloster zur Pflege der Kranken. Aus den Mantellatinnen gingen die Dienerinnen Mariä hervor, heute als Servitinnen bekannt, die sich auch der Erziehung zuwandten. Der Überlieferung nach wollte sie auf dem Sterbebett noch die Eucharistie empfangen, konnte die Hostie jedoch nicht mehr schlucken. Man legte sie ihr daher auf die Brust, wo sie sogleich verschwand und Juliana zugleich starb. In Österreich leben Servitinnen heute in Wien-Mauer. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

    19. Juni: Heilige Juliana Falconieri
  4. 11. Juni

    11. Juni: Selige Hildegard Burjan

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Hildegard Burjan wurde 1883 in Görlitz in Sachsen geboren und wuchs als liberale Jüdin auf. Nach einem langen Aufenthalt in einem Ordensspital trat sie im Alter von 26 Jahren zum katholischen Glauben über. Hildegard und ihr selbstbestimmtes Leben Als eine der ersten Frauen studierte sie Philosophie und Sozialwissenschaften und heiratete den Ungarn Alexander Burjan. Ihre einzige Tochter brachte sie gegen den Rat der Ärzte zur Welt, die ihr aus medizinischen Gründen zu einer Abtreibung geraten hatten. Aufgrund der beruflichen Position ihres Mannes lebte Hildegard wohlhabend, beschränkte sich jedoch nicht auf die traditionellen Rollen von Ehefrau, Mutter und Hausfrau mit gesellschaftlichen Verpflichtungen. Soziales Engagement und politischer Einsatz von Hildegard Stattdessen engagierte sie sich aktiv für Frauenrechte und Gleichbehandlung. Im Jahr 1919 wurde sie Abgeordnete der Christlichsozialen Partei und erlangte später den Beinamen „Gewissen des Parlaments“. Im selben Jahr gründete sie die Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis. Heute sind die Schwestern vor allem für ihre Arbeit im Hospizbereich bekannt. Hildegard starb im Alter von 50 Jahren an einer langjährigen Nierenerkrankung und wurde 2012 seliggesprochen. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

    11. Juni: Selige Hildegard Burjan
  5. 3. Juni

    3. Juni: Heiliger Kevin von Wicklow

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Der Name Kevin wird aufgrund eines Filmes aus dem Jahr 1990 mit einem frechen Kinderhelden verbunden. Dabei ist Kevin tatsächlich ein alter königlicher irischer Name und heißt „der schön Geborene“. Kevin und sein Weg in die Einsamkeit Der heilige Kevin von Wicklow wurde um 475 in eine königliche Familie geboren und erhielt eine religiöse Ausbildung. Um das Jahr 500 zog sich Kevin in die Einsamkeit des heutigen Glendalough zurück. Schon bald sammelten sich zahlreiche Schüler um ihn, sodass er im Jahr 549 ein Kloster gründete. Dieses leitete er als erster Abt und wirkte zugleich als Bischof, während sich das Kloster zu einer der bedeutendsten Schulen irischer Frömmigkeit entwickelte. Kevin erhielt den Titel „Führer vieler tausender Seelen“, da sich viele Menschen von ihm zum asketischen Leben anleiten ließen. Die bleibende Spur des Klosters von Kevin Er selbst lebte meist zurückgezogen im Wald und am Ufer des Sees, die Fundamente seiner „Zelle“ im Wald und die Höhle, in der er angeblich schlief, sind bis heute erhalten. Er starb um das Jahr 618. Das Kloster wurde 1539 unter König Heinrich VIII. aufgelöst, erstand im 19. Jahrhundert jedoch neu und gilt heute mit seinen sieben Kirchen als gut erhaltener Kulturschatz. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

    3. Juni: Heiliger Kevin von Wicklow
  6. 30. Mai

    30. Mai: Heilige Johanna von Orléans

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Johanna von Orléans gehört zu den bekanntesten historischen Figuren Frankreichs und bleibt doch bis heute ein Rätsel. Die junge Frau, die vor rund 600 Jahren lebte und nicht einmal 20 Jahre alt wurde, ist bis heute Gegenstand von Literatur, Filmen und Diskussionen. Welche ihrer Geschichten tatsächlich wahr sind, lässt sich kaum klären. Johanna folgt göttlichen Visionen Geboren wurde Johanna 1412 als Tochter eines wohlhabenden Bauern mitten im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England. Mit 17 Jahren hatte sie mehrere Erscheinungen des Erzengels Michael und der heiligen Katharina und Margareta. Sie beauftragten den Teenager damit, ins benachbarte Frankreich zu gehen und Orléans vor den einfallenden Engländern zu retten. Trotz ihres jungen Alters überzeugte sie König Karl VII. von ihrer göttlichen Mission und führte Truppen nach Orléans, wo sie die Engländer vertrieb, jedoch nicht aus ganz Frankreich. Gefangennahme und Urteil prägen das weitere Leben von Johanna Kurz darauf wurde sie gefangen genommen, an die Engländer ausgeliefert und vor ein kirchliches Gericht gestellt. Man klagte sie wegen rund 70 Vergehen an. Am 30. Mai 1431 wurde sie als Ketzerin verbrannt. Jahre später hob man das Urteil auf, auch um den Ruf Karls VII. zu schützen. Im Jahr 1920 wurde sie heiliggesprochen. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

    30. Mai: Heilige Johanna von Orléans
  7. 19. Mai

    19. Mai: Heiliger Cölestin V.

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Den heiligen Cölestin V. kannten bis vor ein paar Jahren hauptsächlich Kirchenhistoriker. Durch den Rücktritt von Benedikt XVI. im Jahr 2013 geriet der heilige Cölestin V. wieder ins Bewusstsein. Vom Einsiedler Pietro Angelerio zu Papst Cölestin V. Pietro Angelerio war bereits 80 Jahre alt, als er im Juli 1294 zum Papst gewählt wurde. Davor war der Bauernsohn Einsiedler und Gründer des Ordens der „Einsiedler von Murrone“, später in Cölestiner umbenannt, der sich rasch ausbreitete. Pietro galt als integer und heilig. Zum Papst wurde er ohne sein Wissen als Kompromisskandidat nach einer zweijährigen Sedisvakanz gewählt. Cölestin legt das Amt nach wenigen Monaten nieder Als er von seiner Wahl erfuhr, dachte er zunächst an die Flucht, beugte sich jedoch dem Drängen seiner Anhänger. Im Amt war er überfordert, politisch abhängig und innerkirchlich von Kardinal Caetani unter Druck gesetzt. Schließlich erkannte er, dass es ihm nicht gelingen würde, die Kirche selbst zu führen. Am 13. Dezember 1294 trat er daher zum Entsetzen des Volkes nach nur fünf Monaten im Amt zurück. Sein Nachfolger, Bonifatius VIII., ließ ihn in Ehrenhaft nehmen, um eine Kirchenspaltung zu verhindern. Cölestin starb eineinhalb Jahre später und wurde 1313 heiliggesprochen. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

    19. Mai: Heiliger Cölestin V.

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