Heiligenschein

Der SONNTAG

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

  1. 8. April: Seliger August Czartoryski

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    8. April: Seliger August Czartoryski

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. August Czartoryski wurde 1858 in Paris in eine der mächtigsten polnischen Fürstenfamilien geboren. Mit sechs Jahren verlor er seine Mutter durch Tuberkulose, eine Krankheit, die später auch sein eigenes Leben über Jahrzehnte bestimmen sollte. August findet seinen Weg zur geistlichen Berufung Schon früh lehnte er das luxuriöse Leben eines Fürsten ab und entwickelte den Wunsch, sich ganz Gott zu widmen. Im Alter von 25 Jahren lernte er in Paris Don Bosco kennen und bat ihn um Aufnahme in seinen Orden. Zunächst scheiterte sein Anliegen, da sein Vater ihn lieber in einer diplomatischen Karriere sah und Don Bosco seinen Orden nicht für adelsgeeignet hielt. Erst nachdem August dem Papst von seinen Visionen berichtet hatte und dieser sie bestätigte, änderte sich die Haltung. Ein geistlicher Weg mit August als Vorbild August verzichtete auf sein Erbe und konnte mit 29 Jahren den Salesianern beitreten. Fünf Jahre später wurde er zum Priester geweiht, seine gesamte Familie blieb der Weihe aber demonstrativ fern. Ein Jahr später starb August im Alter von 35 Jahren an Tuberkulose. Bei seinem Begräbnis baten 120 junge Polen um Aufnahme in den Orden und fünf Jahre später konnte das erste Salesianerhaus eröffnet werden. 2004 wurde August seliggesprochen. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  2. 29. März: Heiliger Berthold

    29. MÄRZ

    29. März: Heiliger Berthold

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Ein Ordensgründer, der keiner war, und der eine falsche Herkunftsbezeichnung hat: Berthold von Kalabrien. Er gründete keinen Orden, und er stammte auch nicht aus Süditalien, sondern aus Frankreich. Er lebte aber großteils im Orient, und dort bekamen im 12. Jahrhundert alle Einwanderer den Beinamen „aus Kalabrien“. Berthold findet im Angesicht des Krieges zu einer neuen Erkenntnis Berthold war Priester und ging 1147 als Begleiter der Kreuzfahrer ins Heilige Land. Als Antiochia von den Sarazenen belagert wurde, soll Jesus ihm in einer Vision die Brutalität der christlichen Soldaten als Ursache für die Bedrängnis vor Augen geführt haben. Da hatte Berthold genug vom Krieg. Bertholds Rückzug auf den Karmel wird zum Ausgangspunkt des Karmeliterordens Ein paar Jahre später siedelte er sich mit zehn Gefährten in der Höhle auf dem Berg Karmel in Israel an. Auf dem Karmel hatte der Prophet Elija einen Wettstreit gegen heidnische Priester für den Gott Israels entschieden, und Berthold wollte in diesem Geist leben. Sie lebten nach der Regel der Basilianermönche. Aus dieser Gemeinschaft entstand der Orden der Brüder Unserer Lieben Frauen vom Berg Karmel, der Karmeliterorden. Er verbreitete sich in Europa, in Österreich hat er heute vier Häuser. Berthold starb 1195 und ist also nicht der eigentliche Gründer, aber ohne ihn wäre der Orden nicht entstanden. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  3. 22. März: Seliger Clemens von Galen

    22. MÄRZ

    22. März: Seliger Clemens von Galen

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Grimmig schaut er drein auf dem Foto, das vor mir liegt.Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass er knapp zwei Meter groß war, dann istes naheliegend, dass der Streitbare den Beinamen „Löwe“ erhielt. Sein Vornamebedeutet „der Sanftmütige“  Clemens wird zum Symbol mutigen Widerstands Clemens August Graf von Galen wurde 1878 als elftes vondreizehn Kindern in eine fromme Familie geboren. Mit 26 wurde er Priester, 1929wurde er Pfarrer in Münster und vier Jahre später, 1933, Bischof. SeinenSpitznamen „Löwe von Münster“ bescherten Bischof Galen drei Predigten im Sommer1941, in denen er die Beschlagnahmung von Kirchengütern, die Rassenlehre unddas Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten anprangerte. Die Gläubigenforderte er dazu auf, lieber zu sterben als zu sündigen. Nachschriften derPredigten wurden in ganz Deutschland verbreitet. Clemens bleibt trotz Gefahr standhaft Die Nazis fürchteten einen Aufruhr der Katholiken undstellten die Ermordungen Behinderter für zwei Jahre ein. Der Bischof entgingeiner Verhaftung nur, weil man Unruhen befürchtete. Clemens von Galen wurde imFebruar 1946 zum Kardinal ernannt. Nur einen Monat später, am 22. März, starber mit an einem Blinddarmdurchbruch. 2005 wurde er seliggesprochen.  Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bisBesenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN:978-3-85351-294-4 Erhältlich im ⁠Webshopdes Wiener Dom-Verlags⁠.

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  4. 17. März: Heiliger Patrick

    17. MÄRZ

    17. März: Heiliger Patrick

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Am 17. März wird die Welt traditionell in Grün getaucht. Menschen irischer Herkunft und ihre Nachfahren ehren mit Paraden und Feiern am Saint Patrick’s Day den irischen Nationalheiligen Patrick.  Patrick als prägende Gestalt der christlichen Mission in Irland Er gilt als jener Missionar, der Irland zum Christentum führte. Er war zwar weder der einzige, noch der erste oder der letzte, doch er war der prägendste. Rund 30 Jahre wirkte er auf der Insel. Patrick war ein britischer Römer und wurde um das Jahr 400 vermutlich in Wales oder Schottland geboren. Mit 16 Jahren wurde er von keltischen Kriegern nach Irland verschleppt, wo er als Sklave dienen musste und dabei die keltische Landessprache erlernte. Nach sechs Jahren in Gefangenschaft gelang ihm die Flucht. Patrick im Dienst der Mission Er studierte Theologie, wurde zum Priester geweiht und 432 vom Papst gemeinsam mit Gefährten als Missionar nach Irland entsandt. Dort gründete er Kirchen, Klöster und Schulen, setzte seine Irischkenntnisse gezielt ein und machte den dreiblättrigen Shamrock zum Bild für die Dreifaltigkeit. Auch Armaghs Rolle als kirchliches Zentrum geht auf ihn zurück. Widerstand der Druiden und zahlreiche Legenden prägten sein Wirken. Patrick starb am 17. März 461 in Nordirland. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  5. 10. März: Heiliger John Ogilvie

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    10. März: Heiliger John Ogilvie

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Als im Jahr 1613 ein 34-jähriger Mann unter dem Namen John Watson nach Glasgow zurückkehrte, setzte er zum ersten Mal wieder Fuß auf schottischen Boden. Doch seine Freude wurde von Sorgen begleitet. Für Katholiken war die Lage gefährlich, weil sie den englischen König Jakob I. nicht als Oberhaupt der Kirche anerkannten. John als jesuitischer Begleiter der verfolgten Katholiken Watson war selbst katholischer Jesuit und hieß eigentlich John Ogilvie. Er wollte den Katholiken trotz der Gefahr beistehen. Mit zwölf Jahren hatte ihn sein Vater, ein Hofbeamter Maria Stuarts, zur Ausbildung nach Europa geschickt. Dort besuchte er angesehene Schulen, konvertierte mit 17 Jahren zum Katholizismus, trat mit 21 in den Jesuitenorden ein und wurde mit 30 zum Priester geweiht. Seine Studien führten ihn bis nach Graz und Wien, doch die Sehnsucht nach der Heimat blieb. Zurück in Schottland kümmerte er sich heimlich um die verfolgten Katholiken. John in seinem mutigen Bekenntnis bis zum Ende Nach einem Jahr wurde er verraten und verhaftet. Trotz Folter nannte er keine Namen und wurde schließlich wegen Hochverrats im Jahr 1615 öffentlich gehängt und gevierteilt. Im Jahr 1976 wurde er heiliggesprochen. Die Jesuiten in Graz haben ein Haus nach ihm benannt, das heute Zentrum für Theologiestudierende ist. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  6. 3. März: Heilige Katharine Drexel

    3. MÄRZ

    3. März: Heilige Katharine Drexel

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Die heilige Katharine Drexel verbindet Österreich mit den USA, denn sie ist Amerikanerin mit Vorarlberger Wurzeln. Ihr Großvater stammte aus Dornbirn und war im Jahr 1817 in die USA emigriert. Dort kam Katherine 1858 zur Welt.  Katharine mit einem Schicksal voller Wendungen Nachdem ihre Mutter im Kindbett gestorben war und ihr Vater erneut geheiratet hatte, wuchs sie mit ihren beiden Schwestern in Philadelphia als Tochter eines reichen Bankiers in einer liebevollen, gläubigen und sehr sozialen Patchworkfamilie auf. Nach dem Tod ihrer Stiefmutter und ihres Vaters wurde Katharine mit 27 Jahren eine reiche Erbin. Katharine im Dienst der Nächstenliebe Anstatt zu heiraten, trat sie mit 31 Jahren den Barmherzigen Schwestern von Pittsburgh bei und gründete zwei Jahre später die „Schwestern vom Heiligen Sakrament“. Ihr Leben widmete sie bald darauf dem Aufbau von Schulen für afroamerikanische und indigene Kinder im Süden und Südwesten der USA. Insgesamt gründete sie 49 Volksschulen, 12 Hochschulen und eine Universität und investierte dafür 12 Millionen Dollar ihres Vermögens. Katherine starb mit 97 Jahren und wurde 2000 heiliggesprochen. In Dornbirn erinnern eine Kapelle und eine Straße an sie. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  7. 24. Februar: Heilige Irmengard von Baden

    24. FEB.

    24. Februar: Heilige Irmengard von Baden

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Irmengard von Baden wollte ein Grab und ein Kloster, das dieses Grab umrahmen sollte. Um ihren Plan zu verwirklichen, ließ sie sogar einen Fluss umleiten. Irmengard als Verkörperung weiblicher Willenskraft im Mittelalter Sie verkörpert weibliche Willenskraft im Mittelalter. Sie wurde um 1200 als Tochter des Herzogs von Braunschweig geboren. Im Jahr 1242 starb ihr Mann, Markgraf Hermann V. Die Mutter von vier Kindern begann daraufhin das Projekt eines Familiengrabs. Sie wollte dazu ein Kloster errichten und hatte dabei eine klare Vorstellung vom Standort. Die Verwirklichung des Klosters Lichtenthal durch Irmengard Nämlich jene Stelle im Oostal, an der sich der Zisterzienser Bernhard von Clairvaux ein Kloster gewünscht haben soll. Doch da weder der Straßburger Bischof noch der Zisterzienserorden ein Frauenkloster akzeptierten, wandte sich Irmengard an den Bischof von Speyer, der zustimmte. Da das Gebiet zu klein war, wurde das Flussbett der Oos verlegt, um das Kloster komplett im Diözesangebiet von Speyer bauen zu können. Sechs Jahre nach seinem Tod konnte Markgraf Hermann im neu errichteten Kloster beigesetzt werden. Irmengard blieb auch im Kloster, obwohl sie nie eintrat. Dort wurden Frauen ausgebildet sowie Arme und Kranke betreut. Irmengard starb mit ungefähr 60 Jahren. Ihr Kloster Lichtenthal lebt bis heute. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  8. 18. Februar: Heiliger Fra Angelico

    18. FEB.

    18. Februar: Heiliger Fra Angelico

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Unzählige Maler haben im Laufe der Jahrhunderte religiöse Motive festgehalten, das Heilsgeschehen künstlerisch interpretiert und damit auf ihre Weise zur Verkündigung beigetragen.  Fra Angelico als Patron der Maler Dennoch wurde keiner von ihnen heiliggesprochen. Eine Ausnahme bildet Guido di Pietro: Er wurde seliggesprochen und gilt seither als Patron der Maler. Schon bald nach seinem Tod wurde er allgemein „Fra Angelico“ genannt – der Engelsgleiche. Er war ein Spätberufener, denn er war bereits Kunstmaler, als er in Florenz in den Dominikanerorden eintrat und Priester wurde. Im Kloster konnte er sich künstlerisch voll entfalten. Fra Angelicos Ruhm und sein Beitrag zur KunstgeschichteEr gilt als bedeutendster Maler des 15. Jahrhunderts. Er war schon zu Lebzeiten ein Star, ließ sich außerordentlich hoch bezahlen und führte eine sehr effiziente Werkstatt. Als Mönch musste er außerdem keine Steuern zahlen. Seliggesprochen wurde er aufgrund seiner Malereien. Diese sind hell, bunt, leuchtend, friedvoll, überirdisch und technisch fortschrittlich. Michelangelo sagte über ihn: „Dieser Mann hat wirklich das Paradies gesehen.“ Sein bedeutendstes Werk sind mehr als 40 Fresken im Konvent San Marco in Florenz. Fra Angelico starb am 18. Februar 1455 in Rom. 1982 wurde er seliggesprochen.  Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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