31 Folgen

Ein Thema – vier Bücher. Schnell, kurz und stark: Das ist Suhrkamp espresso. In diesem Video-Podcast sind es die Lektorinnen und Lektoren unseres Verlags, die im Gespräch mit Moderator Max Spallek zu Wort kommen. Jede Woche geht es um ein Thema und vier Bücher – um schöne und unterhaltende Literatur, aber auch um Wissenschafts- und Sachbücher; es geht um Bücher der Verlage Suhrkamp und Insel, aber auch um Titel anderer Verlage. Alle »Suhrkamp espresso«-Folgen auch unter http://shrk.vg/espresso.

Suhrkamp espresso Suhrkamp Verlag

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Ein Thema – vier Bücher. Schnell, kurz und stark: Das ist Suhrkamp espresso. In diesem Video-Podcast sind es die Lektorinnen und Lektoren unseres Verlags, die im Gespräch mit Moderator Max Spallek zu Wort kommen. Jede Woche geht es um ein Thema und vier Bücher – um schöne und unterhaltende Literatur, aber auch um Wissenschafts- und Sachbücher; es geht um Bücher der Verlage Suhrkamp und Insel, aber auch um Titel anderer Verlage. Alle »Suhrkamp espresso«-Folgen auch unter http://shrk.vg/espresso.

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    Die Welt und wir – Gesellschaften in der Krise

    Die Welt und wir – Gesellschaften in der Krise

    Umfrage & Gewinnspiel: www.suhrkamp.de/umfrage

    In vielen Ländern lässt sich in jüngster Zeit eine zunehmende Polarisierung der Gesellschaft beobachten und gerade 2020 wird in vielerlei Hinsicht als Krisenjahr in Erinnerung bleiben. Wie aber lassen sich gespaltene Gesellschaften wieder zusammenführen? Woran erkennt man, dass sich eine demokratische Gesellschaft in der Krise befindet? Und was kann Literatur in Zeiten von Krisen ausrichten?


    In Krisen der Demokratie gibt Adam Przeworski einen Überblick über die gegenwärtige politische Lage in den gefestigten Demokratien der Welt, stellt sie in den Kontext historischer Fälle, in denen demokratische Regime scheiterten und untergingen, und spekuliert über die Zukunftsaussichten dieser Regierungsform. Die Welt und wir von Jedediah Purdy untersucht die von politischen Spaltungen geprägte US-amerikanische Gesellschaft. Dort stehen sich Liberale gegenüber, die sich für den Klimaschutz und gegen Rassismus und Sexismus engagieren und Menschen, die Donald Trump feiern und die das politische Establishment bekämpfen. Seit dem Beginn der Kämpfe in der Ostukraine hat Serhij Zhadan keine Herausforderung gescheut, um sich eine starke lyrische Stimme zu erarbeiten, die einer vom Krieg gezeichneten, zerfallenden Gesellschaft Trost spenden möchte. In seinem Gedichtband Antenne gedenkt er auch seines verstorbenen Vaters, er findet einen Ton, um über die Unvermeidlichkeit des Todes und den Schmerz der Liebe zu sprechen – und über die Trauer. Dmitri Strozew, einer der wichtigsten belarussischen Gegenwartslyriker, erkundet in seinem Gedichtband staub tanzend, der 2020 im hochroth Verlag erschien, Themen wie das schwere Erbe des 20. Jahrhunderts, existenzielle Glaubensfragen und die Kritik an der orthodoxen Kirche, aber auch Liebe und Familienbande.


    Die Bücher der Folge:
    Adam Przeworski, Krisen der Demokratie: http://shrk.vg/KrisenDerDemokratie-PJedediah Purdy, Die Welt und wir – Politik im Anthropozän: http://shrk.vg/DieWeltUndWir-PSerhij Zhadan, Antenne: http://shrk.vg/Antenne-PDmitri Strozew, staub tanzend: http://shrk.vg/StaubTanzend-P

    • 18 Min.
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    Gewalt, Zerstörung, Hoffnung

    Gewalt, Zerstörung, Hoffnung

    Welche unterschiedlichen Formen der Gewalt gibt es? Wie verhalten sich Menschen in Momenten existenzieller Bedrohung? Wie können wir mit der Möglichkeit umgehen, dass unsere eigene Kultur zusammenbrechen könnte? Und warum gelingt es dennoch, inmitten großer Bedrohung nicht die Hoffnung zu verlieren?

    Auf Grundlage der Anthropologie und Geschichte der Crow, einem indigenen Volksstamm Nordamerikas, und mittels Philosophie und psychoanalytischer Theorie erforscht Jonathan Lear ihre Geschichte im Angesicht der kulturellen Zerstörung. Sein Buch Radikale Hoffnung ist eine philosophische Studie über eine eigentümliche Verletzlichkeit, die den Kern der conditio humana betrifft.
    Elsa Dorlin bietet in ihrem Buch Selbstverteidigung – Eine Philosophie der Gewalt den Versuch einer Geschichte der Selbstverteidigung. Vom Sklavenwiderstand bis zum Jiu-Jitsu der Suffragetten, vom Aufstand im Warschauer Ghetto bis zu den Black Panthers und den Queer-Patrouillen zeichnet Dorlin in ihrem Buch eine Genealogie der politischen Selbstverteidigung nach, verbunden mit einer kritischen Reflexion über legitime und illegitime Formen der Gewalt. Polina Barskova, 1976 in Leningrad geboren, debütierte bereits als Achtjährige und galt als literarisches Wunderkind. Lebende Bilder umfasst zehn längere und kürzere Prosastücke und als zentralen Text die titelgebende Geschichte: eine Dokumentation aus Stimmen, die im eisigen Blockadewinter 1941/42 in einem dunklen Saal der Leningrader Ermitage spielt. Barskova schreibt über Menschen, die selbst in der größten Not, in Zeiten des größten Zerfalls noch in der Lage waren, Mut zu beweisen und der Gewalt zu trotzen. In Theorien der Gewalt, das 2017 im Junius Verlag erschien, stellen Teresa Koloma Beck und Klaus Schlichte Sozialtheorien der Gewalt vor, die sich der Frage nach dem Verhältnis von Gewalt und sozialer Ordnung widmen.


    Die Bücher der Folge:
    Jonathan Lear, Radikale Hoffnung – Ethik im Angesicht kultureller Zerstörung: http://shrk.vg/RadikaleHoffnung-PElsa Dorlin, Selbstverteidigung – Eine Philosophie der Gewalt: http://shrk.vg/Selbstverteidigung-PPolina Barskova, Lebende Bilder: http://shrk.vg/LebendeBilder-PTheresa Koloma Beck; Klaus Schlichte, Theorien der Gewalt: http://shrk.vg/TheorienDerGewalt-P

    • 16 Min.
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    Biographien – Über Leben schreiben

    Biographien – Über Leben schreiben

    Biographien geben uns Einblicke in das Leben eines Menschen, in seine Geschichte und die, mit der er verwoben ist, sie lassen uns seine Handlungsmotive und sein Werk besser verstehen. Allerdings können biographische Werke völlig unterschiedlich gestaltet sein – in dieser Folge von Suhrkamp espresso stellen wir vier biographische und autobiographische Werke vor und beleuchten die verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten innerhalb des Genres.



    Richard J. Bernstein, der Hannah Arendt als junger Professor noch selbst kennengelernt hat, bietet in seinem Buch Denkerin der Stunde anhand zentraler Themen einen kompakten Überblick über das Denken der Philosophin und zeigt, warum ihr Werk gerade in der heutigen Zeit relevanter ist denn je. In Die Scham rekonstruiert Annie Ernaux die Erinnerung an ihr prägendstes Erlebnis aus dem Jahr 1952, das zum Wendepunkt ihrer Kindheit wurde: Als Zwölfjährige beobachtet Annie, wie ihr Vater versucht, die Mutter umzubringen. In der Graphic Novel Herzl – Eine europäische Geschichte zeichnen der Autor Camille de Toledo und der Illustrator Alexander Pavlenko die Stationen von Theodor Herzls Leben und Wirken nach. Bilder und Texte verbinden sich zu einer langen Reise von Wien über Budapest und Konstantinopel bis nach Jerusalem und Tel Aviv. Barbara Honigmann beschreibt in ihrem 2019 im Hanser Verlag erschienenen Buch Georg das Leben ihres Vaters und das ihrer jüdisch-kommunistischen Familie sowie damit verbunden auch ein Stück deutsche Vor- und DDR-Nachkriegsgeschichte.



    Die Bücher der Folge:
    Richard J. Bernstein, Denkerin der Stunde – Über Hannah Arendt: http://shrk.vg/DenkerinDerStunde-PAnnie Ernaux, Die Scham: http://shrk.vg/DieScham-PCamille de Toledo; Alexander Pavlenko, Herzl – Eine europäische Geschichte: http://shrk.vg/Herzl-PBarbara Honigmann, Georg: http://shrk.vg/Georg-P

    • 17 Min.
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    USA – Ein Land und seine Geschichten

    USA – Ein Land und seine Geschichten

    Die Vereinigten Staaten von Amerika wirken heute weniger vereint denn je – der Ruf als Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist längst passé. Doch auch die Vergangenheit des Landes ist durchzogen vom Ringen um den richtigen Weg, der alle diejenigen vereint, die seine Geschichte mitgestaltet, sich für das Land eingesetzt und auch gelitten haben. Welche Auswirkungen hat die bewegte Geschichte des Landes auf unsere Gegenwart? Und wie stellt sich dies in der Literatur dar?

    Die Topeka Schule ist die Geschichte einer amerikanischen Familie um die Jahrtausendwende: Die Geschichte eines Jungen, der in der Spannung zwischen dem Streben nach sozialer Anerkennung und den Zweifeln an alltäglichen Männlichkeitsritualen erwachsen wird; die Geschichte eines Vaters, der seine Ehe verrät; die Geschichte einer Mutter, die sich fragt, wie man einen Sohn in einer Kultur toxischer Männlichkeit großziehen soll.

    Maya Angelou, die Ikone der afroamerikanischen Literatur, erzählt in ihrem siebenteiligen Memoir ihre bewegte Lebensgeschichte und gibt einen Einblick in ihr Leben als Schwarze Frau in Amerika. Die ersten beiden Bände Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt und Was für immer mir gehört sind bereits auf Deutsch erschienen.

    Für sein Buch Und auf einmal diese Stille hat Garrett M. Graff über 500 Interviews, Dokumente, Telefonmitschnitte und Funksprüche ausgewählt und sie zu einer Oral History des wohl einschneidendsten Tags der jüngeren Geschichte zusammengesetzt: Minute für Minute rekonstruiert er die Ereignisse des 11. September 2001 und macht den Tag und macht den Tag somit aus der Sicht jener erfahrbar, die es unmittelbar und vor Ort erlebt haben.
    In ihrem Buch Citizen, das 2018 bei Spector Books erschien, erzählt die US-amerikanische Autorin Claudia Rankine von Formen rassistischer Aggression im Alltag und in den Medien.

    Alle Bücher der Folge im Überblick:
    Ben Lerner, Die Topeka Schule: http://shrk.vg/DieTopekaSchule-P
    Maya Angelou, Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt: http://shrk.vg/Angelou-Vogel-P
    Maya Angelou, Was für immer mir gehört: http://shrk.vg/WasFuerImmerMirGehoert-P
    Garett M. Graff, Und auf einmal diese Stille: http://shrk.vg/StilleGraff-P
    Claudia Rankine, Citizen: http://shrk.vg/Rankine-Citizen-P

    • 17 Min.
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    Warum Lesen | Zur Frankfurter Buchmesse 2020

    Warum Lesen | Zur Frankfurter Buchmesse 2020

    Was passiert mit uns, wenn wir lesen? Sind wir, was wir gelesen haben? Welche Bedeutung hatte Lesen für die Generationen vor uns und wie hat sich diese Bedeutung verändert? Diesen und weiteren Fragen geht Katharina Raabe im Gespräch mit Katja Petrowskaja und Thomas Köck nach – gemeinsam mit Frank Wegner hat sie die Anthologie Warum Lesen herausgegeben.

    Warum Lesen ist gleichzeitig ein Lesebuch und ein Buch über das Lesen, eine Anthologie, die das Abenteuer des Lesens beschreibt, seziert und feiert. Ausgehend von ihren literarischen oder wissenschaftlichen Arbeiten kommen hier Romanschriftstellerinnen, Lyrikerinnen und Lyriker, Dramatikerinnen, Philosophinnen und Philosophen, Soziologinnen und Neurologinnen zu Wort. Sie alle nehmen sich die Freiheit, auf ihre Weise mit dem Thema umzugehen. Und liefern eine Theorie, eine Erzählung, eine Szene, eine Anekdote ab, eine Erläuterung des eigenen Lesens, beispielsweise als Kindheitserinnerung oder als Streifzug durch die eigene Bücher- und Lesegeschichte.

    Alle Bücher der Folge im Überblick:

    • Warum Lesen. Hg. von Katharina Raabe und Frank Wegner: http://shrk.vg/WarumLesen-P

    • 16 Min.
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    Kanada – Ein Land und seine Literatur | 4 Bücher zum Thema

    Kanada – Ein Land und seine Literatur | 4 Bücher zum Thema

    Kanada, das zweitgrößte Land der Welt, hat nicht nur eine atemberaubend vielfältige Landschaft, sondern auch eine Fülle an eindrücklicher Literatur zu bieten. Neben bekannten literarischen Größen wie Margaret Atwood oder Alice Munro, gibt es noch viele weitere kanadische Autorinnen und Autoren, die es zu entdecken lohnt. 2020 ist Kanada virtuell und 2021 physisch Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse. Zu diesem Anlass stellen wir in dieser Folge Suhrkamp espresso vier Bücher von kanadischen Autorinnen vor.

    Marie-Claire Blais porträtiert in ihrem Buch Drei Nächte, drei Tage ein tropisches Inselkollektiv zwischen Exzess und Verzweiflung. In nur 65 Sätzen, verteilt auf 400 Seiten, entwirft die Grand Dame der kanadischen Literatur ein schillerndes Ensemble an Charakteren: Künstler, Drag-Queens, Ku-Klux-Klan-Mitglieder, Kinder, die in unschuldige Spiele vertieft sind, Geflüchtete der benachbarten Inseln.

    Der neue Roman Was dir bleibt von Jocelyne Saucier erzählt die Geschichte der 76-jährigen Gladys, die eines Tages den Northlander-Zug besteigt und aus ihrem kanadischen Dorf verschwindet, ohne dass jemand weiß, wohin sie geht und was sie vorhat. Saucier schreibt über eine außergewöhnliche Frau, von Freiheit, Freundschaft und von der Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben.

    In ihrem Gästebuch versammelt die Autorin Leanne Shapton Fotografien, Zeichnungen und Porträts und kombiniert sie mit Anekdoten, Erinnerungen und Geschichten. In ihren ebenso klassischen wie modernen Geistergeschichten geht es dabei immer um übernatürliche Begegnungen, von denen man sich kaum zu erzählen traut. In dem Buch Irdischer Durst, das 2020 im Verlag Matthes und Seitz erschien, verbindet Anne Carson in vier poetischen Streifzügen Rhythmus und Metaphorik der Dichtung mit der schweifenden Natur des Essays und der Direktheit des Theaters.


    Die Bücher der Folge:
    Marie-Claire Blais, Drei Nächte, drei Tage: http://shrk.vg/DreiNaechteDreiTage-PJocelyne Saucier, Was dir bleibt: http://shrk.vg/WasDirBleibt-PLeanne Shapton, Gästebuch: http://shrk.vg/Gaestebuch-PAnne Carson, Irdischer Durst: http://shrk.vg/Carson-P

    • 17 Min.

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